Im Mai starten wir zu einer Drei-Mädels-Tour. Ich bin schon gespannt auf die neuen Häfen, Städte und Eindrücke.

Montag, 09.05.2016
Passau
Um zwei Uhr klingelten die Wecker!!!!! wir quälten uns aus den Betten, meine Mama wohl auch. Um drei Uhr hatten wir geFRÜHstückt und der Wagen war gepackt, Mutter abgeholt und es ging los Richtung Passau. Die erste Strecke bis ca, nach/um/vor Giessen durfte ich noch etwas schlummern, danach fuhr ich.
Um ca. 12:00 Uhr erreichten wir Passau und fuhren erst Richtung Altstadt, suchten einen Parkplatz und wollten den Dom/die Kathedrale von Passau besichtigen. Die machte ihre Pforten aber erst um 12:30 Uhr wieder auf, so setzten wir uns auf dem Platz hinter dem Dom in ein Kaffee und genossen die Sonne um anschließend die Kirche zu besichtigen.

Danach mussten wir uns beeilen, um zurück zum Auto mit dem abgelaufenen Parkticket zu gelangen.
Am Globus Parkhaus wurden unsere Koffer auf ein Wägelchen geladen, ich parkte den Wagen im Parkhaus (1. Stock, Parkplatz 145) und wir warteten auf unseren Shuttlebus zum Schiff.
Nach dem Check-In enterten wir unsre Drei-Bett-Kabine. Ein bisschen eng, aber es wird gehen. Wir Schlafen in einer Reihe, wie die Hühner auf der Leiter.
Nach den üblichen Sicherheitshinweisen, Begrüßungsritualen gab es einen Kapitäns-Sektempfang der nahtlos in das Abenddinner überging.
Gruß von der Küche, Reibeküchlein, weisse Tomatensuppe mit Basilikumschaum (hat uns nicht geschmeckt), Sorbet als Zwischengang, Schweinefilet oder Welsfilet, und zum krönenden Abschluss gab es ein sau-leckeres Kürbiskernparfait. Dazu gab es eine Flasche leckeren Chardonnay und nette Tischnachbarinnen.
Jetzt sind wir alle nur noch müde und wollen ins Bett.
Dienstag, 10.05.2016
Krems, Wachau (Austria)
Gegen 8:00 Uhr haben wir uns alle zum Frühstück wiedereingefunden, die eine von ihrer Early Bird Tour, Mama und ich aus dem Tiefschlaf.
Pünktlichst um 9:00 Uhr haben wir längsseits eines anderen Kreuzfahrers in Krems angelegt und verließen mit der Erlaubniskarte zum Landgang das Schiff.
Wir sind in Stein durch die Altstadt geschlendert und durch das Steiner Tor an der Kremser Kunsthalle und dem Karrikaturmuseum vorbei gekommen. In der Und-Straße kehrten wir bei dem Winzer Salomon ein und verließen mit einer Kiste Wein wieder den Laden und gingen zurück zum Schiff.
Leider war es viel zu windig um lange auf dem Sonnendeck zu verweilen. 13:30 Uhr ging es dann Richtung Budapest, morgen früh werden wir die Stadt erreichen. Nun schlürfen wir einen Kremser Muskateller und lassen den Tag ausklingen.
Mittwoch, 11.05.2016
Budapest
Um 9:30 Uhr haben wir die Magaretheninsel erreicht und somit begann die Einfahrt nach Budapest, wo wir um 10:00 Uhr angelegt haben. Wir packten unsere sieben Sachen und begaben uns an Land. Von der Anlegestelle ging es erst einmal zu den Markthallen, hier genossen wir die Atmosphäre und schlenderten zwischen den vielen bunten und verschiedenen Ständen herum. Im Erdgeschoss befanden sich die Gemüse- und Fleischhändler, sowie die Bäcker, also quasi die Lebensmittelabteilung. Im ersten Stock gab es Tischdecken, Taschen, Souvenirs und die Fressmeile. Dort ließen wir uns auf ein Tässchen Kaffee nieder und lernen unser erstes und einziges ungarisches Wort. Szia = Hallo.
Wir machten uns durch die Fussgängerzone auf den Weg zur großen Synagoge, auf halber Strecke kehrten wir in einem kleinen Weinbistro ein und aßen eine Gulaschsuppe (?). Ganz was anderes als wir es kennen. Egal.
An der Synagoge erstanden wir drei Tickets für den Besuch der selbigen und des Memorialgarden mit der dort befindlichen Trauerweide zum Gedenken an die Opfer der Shoa.
Um den Weg zu unserem nächsten Ziel, des HRC, abzukürzen suchten wir die nächste Möglichkeit eines öffentlichen Verkehrsmittels mit Ticketschalter und fanden diese an der Metrostation Astoria. Am Automaten erstanden wir zwei 24-Stunden-Ticket (EU Bürger über 67 haben freie Fahrt).
Die Rolltreppe hinab zum Gleis war eine Herausforderung für Traudel, nicht nur das es steil nach unten ging, nein die Rolltreppe war mindestens doppelt so schnell, wie die bei uns zuhause. Trotz aller Angst schaffte sie es bis nach unten.
Wir mussten noch einmal umsteigen und wieder ging es mit einer Rolltreppe nach oben. Die nächste Metro war ein älteres Modell und unsere Endhaltestelle sah aus wie ein gekachelter Westernsaloon.
Über einen großen Platz erreichten wir das HRC. Hier gibt es nur riesige oder Zwergen kleine Shirts. Nur für uns gab es nicht viel Auswahl. Wir gönnten uns noch ein einheimisches Bier (Dreher) und machten uns auf den Weg zurück zur Anlegestelle. Hierzu nahmen wir die S2, die direkt an der Donau entlangfährt und viele wichtige Sehenswürdigkeiten in Pest auf ihrer Strecke hat.
Zurück an Bord erholten wir uns kurz bevor es zum Abendessen ging.
Nach dem Essen legte Traudel sich hin, wir machten uns auf den Weg um ein paar Fotos bei Nacht zu machen. Am Konzertsaal haben wir die S2 bis zum Parlament genommen und zum Schluß vom Parlament retour bis zum Schiff, das wir um 22:40 erreichten.

Budapest
Donnerstag, 12.05.2016
Budapest und kurzer Halt Esztergom
Um die Buda Seite zu sehen, sind wir heute schon um kurz vor 7:00 Uhr aufgestanden um anschließend zu frühstücken und früh von Bord zu gehen. Unser Ziel für heute war das Burgviertel mit der Matthias Kirche und der Fischerbastei.
Wir fuhren mit der S2 bis zur Markthalle, stiegen dort in die S49 um über die Donau zu fahren und direkt an der nächsten Haltestelle in die S19 umzusteigen die direkt bis zur Standseilbahn führte,
Mit der Bahn ging es innerhalb von – gefühlt – einer Minuten hoch zum Burgviertel. Es war diesig und leichter Regen begleitete uns. Es war noch nicht sehr viel los dort oben, die Wachsoldaten wurden gerade erst abgesetzt, und erst an der Matthiaskirche waren mehrere Gruppen unterwegs. Nach einem kleinen Rundgang durchs Viertel mussten wir uns auch wieder auf den Rückweg machen. An der Bahnstation tobte mittlerweile der Touristengruppenwahnsinn und an der Talstation stand eine Schlange von geschätzten 60 Metern.
Mit der S19 und der S47 ging es zur Markthalle. Dort kauften wir Berek, eine Banane und eine kleine Auswahl von verschiedenen Salamis an verschiedenen Ständen. Um 12:00 Uhr waren wir wieder an Bord und konnten beruhigt auf die Abfahrt warten.
Um 16:00 Uhr rappelten wir uns auf, um Kaffee und Kuchen abzugreifen (zu ersten Mal auf der Reise). Leider fing es irgendwann an zu regnen, so das wir uns unter Deck rumdrückten mussten.
In Esztergom hielten wir kurz, um die Ausflügler der Tour „Donauknie“ wieder an Bord zu nehmen.
Unsere „siebenköpfige Raupe“ bekam heute zum ersten mal eine GROSSE Portion zum essen und die Suppe schmeckte zum ersten Mal richtig gut. Geht doch.
Mit unseren Tischnachbarinnen haben wir auch sehr viel Spaß.
Freitag, 13.05.2016
Bratislava
Heute morgen legten wir in Bratislava an. Nach dem Frühstück verließen wir um ca. 9:30 Uhr das Schiff und machten uns auf den kurzen Weg in die Altstadt. An der amerikanischen Botschaft bogen wir in die Gassen der Altstadt ab und sahen den Gulli-Mann, das alte Rathaus, die Franziskanerkirche mit Kloster und das Michaelertor.
Im Cafe Mayer, am Platz des alten Rathauses, machten wir eine Kaffeepause.
Danach sind wir in einem Tabakladen, die heißen hier Trafico oder so, Zigaretten kaufen gegangen. Unser Weg führte uns am slowakischen Nationaltheater vorbei zurück zum Schiff. Pünktlich zum Mittagessen waren wir zurück. Traudel brauchte ein kleines Mittagsschläfchen, so das wir gegen 15:00 Uhr, nach einer kleinen Ruhepause wieder losgezogen sind.
Es ging erst zur St.-Martin-Kathedrale, das ist die Kröningskathedrale der ungarischen Könige unter anderem fand hier auch die Krönung von Maria Theresia statt.
Danach machten wir uns an den Aufstieg zur Burg. Wir mussten über unzählige Stufen und durch eine Baustelle den steilen Weg nach oben steigen. Oben angekommen genossen wir die Aussicht über das Land und das Flusstal. Die Burg selber hat uns enttäuscht.
Traudel und ich machten uns schon mal an den Abstieg. Aufgrund mehrerer Baustellen kamen wir etwas von unserem geplanten Rückweg ab und gelangten oberhalb der Stadtmauer wieder in die Altstadt. In einem Cafè machten wir eine Kaffee- und Bierpause und nutzten die Zeit um Ansichtskarten zu schreiben.
Wie immer fand sich kein Briefkasten auf unserem Weg, so suchte wir nochmals Richtung Theater nach diesem und machten uns auf den Weg zum Schiff.
Nach dem Abendessen gab die Crew noch eine Show zum Besten. Wir hatten sehr viel Spaß. Nun sind wir müde und geschafft und machen hier Schluß. 23:21 Uhr. Ende.
Samstag, 14.05.2016
Wien
Heute waren wir um kurz nach 8:00 Uhr beim Frühstück.
Nach dem Frühstück ging es zur U-Bahnstation Vorgartenstraße, hier lösten wir drei 24-Stunden Tickets und fuhren mit der U1 bis zum Schwedenplatz und dann mit der U4 bis zur Station Kettelbrücker Weg am Naschmarkt.
Während wir durch die Reihen flanierten und hier und dort kosten durften fing es an zu regnen. Wir machten eine Melange Pause und beobachteten die Händler und die Ströme von Menschen die entweder zum einkaufen oder, wie wir, als Touristen durch die Reihen schlenderten, liefen oder flanierten.
Wir erstanden einen Schal und eine Tasche, sowie Äpfel, Nüsse, rote Oliven (diese werden in Beerensaft eingelegt um die Rote Farbe zu bekommen) und ein Kartenspiel.
Anschließend ging es mit der U3 vom Karlsplatz bis zum Stephansplatz. Der Besucherandrang hielt sich noch in Grenzen. Wir gingen in den Dom hinein, um uns diesen anzusehen. Vor dem Dom gab es einen Fiaker-Taxistand an dem bestimmt 20 Wagengespanne standen.
Unser Weg führte uns als nächstes in das HRC. Wir mussten feststellen das die Postkarten die wir sahen die Wahrheit verkündeten. Auf der Postkarte stand „Leider ist Wien so teuer, das mein Geld nur noch für eine halbe Postkarte reicht“.
Nach unserem Einkauf und der Puller-Pause im HRC ging es am Dom vorbei, bei dem inzwischen ein Knäuel von Menschengruppen unterwegs war, zum Cafe Neko, das sich als erstes österreichisches Katzenhauscafe bezeichnet. Im Cafe residierten derzeit 5 Katzen verschiedener Rassen. Traudel wusste nicht, welche sie mitnehmen sollte.
Unser nächster Weg führte zu einer Bushaltestelle des 2A der uns in Richtung Hofburg zur spanischen Hofreitschule brachte.
Wir durchquerten die Tordurchfahrten um am anderen Ende der Hofburg, nach einem netten Gespräch mit zwei jungen Wienerinnen die uns, den Weg zum Hundertwasserhaus erklärten und die „Bim 1“ empfahlen. An der Hetzstraße stiegen wir aus und fanden nach einem kleinen Umweg das Kunstwerk.
Da auf unserem Wunschzettel noch der Genuss einer Sachertorte stand, fuhren wir wieder retour und suchten das historische Cafe Sperl. Hier saßen wir auf alten, roten, durchgewetzten und durchgesessenen Eckgarnituren und rochen den Zigarrengeruch alter Zeiten.
Es gab für jede von uns eine Sachertorte, Traudel trank einen kleinen Braunen und wir einen Orangenkapuziner (Kleiner Mokka mit einigen Tropfen Obers, bis er Farbe der Kapuziner-Kutte annimmt und Orangenlikör).
Fix und alle machten wir uns auf den Heimweg. Mit dem Bus bis zum Burgring, mit der 1 bis zum Schwedenplatz mit der U1 zur Vorgartenstraße und dann zu Fuß retour zur Anlegestelle. Um 17:55 Uhr betraten wir das Schiff. 18:00 Uhr gab es was auf die Gabel.
Sonntag, 15.05.2016
Dürnstein, Wachau
Heute sind wir so richtig früh aufgestanden. Eine um 5:40 Uhr, Traudel um 6:00 Uhr und ich danach, so um 6:30 Uhr. Um 7:00 Uhr saßen wir schon beim Frühstück, da unser Ausflug um 8:15 Uhr begann.
Mit Mike, unserem Guide, ging es als erstes an der Donau entlang bis zum Stadttor und dann hinauf in die Altstadt. An der Donau blies ein kalter Wind, so das wir froh waren Schutz hinter der Stadtmauer zu finden.
Nach einem kleinen Rundgang an den wichtigsten Punkten, wie der Kirche, dem Pranger und dem Marillen Schnapsläden ging es zurück zum Anleger an dem ein Bus auf uns wartete der uns zum Heurigen nach Weißkirchen und danach zum Stift Melk bringen sollte.
Die Weinverkostung war ein Erlebnis. Wir bekamen ein großes Glas Grünen Veltliner, eine frisch gebackenes Brötchen und danach ein großes Glas Roten. Alles begleitet durch den Versuch eines Quetschkomodenmusikanten die Musik aus der Gegend der Gruppe näher zu bringen.
Reichlich beschwips ging es dann wieder zum Bus. Mike erzählte sehr viel und informativ über die Gegend, Geschichten und Anekdötchen.
Am Stift hatten wir eine ca. 50 minütige Führung durch das Museum und einem Teil der Bibliotek. Die Kirche konnten wir uns selber ansehen um anschließend flotten Schrittes zurück zum Bus zu gehen.

Um 13:25 Uhr waren wir wieder an Bord und der Kahn legte ab.
Nach dem Mittagessen haben wir unsere Koffer gepackt, etwas gechillt und uns für den Kapitänsempfang mit dem anschließendem Galadinner in Schale geworfen. Welch ein Aufwand für die paar Minuten. Nun ist es 23:00 Uhr und der Wecker wird morgen wieder einmal früh klingeln.
Montag, 16.05.2016
Passau
Rückfahrt