Melissa und ich wollen mal kurz raus, egal wohin. Nachdem unsere erste Idee, Kopenhagen, aufgrund zu hoher Kosten ad acta gelegt werden musste, blieb die Frage wohin. Porto, Barcelona, Lissabon, Malaga, Palermo, Madrid, Rom …?
Porto hat sich durchgesetzt.
Hin- und Rückflug für 2 Personen: 175 Euro
Unterkunft mit Frühstück in einem Hostel: 129 Euro
3 Euro Maut für die Einfahrt auf das Flughafengelände
70 Euro Parkgebühren für 4 Tage.
Mittwoch, 20.02.2019
Anreise Porto
Mein Wecker klingelt um 3:30 Uhr. Ich brauche gefühlt Stunden, bis ich wach bin. Im Badezimmerspiegel begrüßt mich eine Bart Simpson Frisur, wie immer, wenn ich am Abend vorher duschen war und mit nassen Haaren zu Bett ging. In der Küche liegt noch eine kümmerliche handbreit von einem Zwiebelbaguette, das sollte mein Frühstück sein. Um kurz vor 5:00 Uhr stehe ich bei Melissa vor der Haustür, bis Weeze brauchen wir eine gute Stunde.
Was ich seit Oktober wieder vergessen hatte, jeder bezahlt beim einfahren auf das Gelände 3,00 Euro Straßenmaut. Wir parken direkt vor dem Terminal. Am CheckIn Schalter geht es zügig voran, die meisten Passagiere haben Priority gebucht, weil sie sonst ihre Trolleys nicht mit in die Kabine nehmen dürfen.
Der Flug ist nervig, da das Personal andauernd Kaffee, Getränke, Imbisse oder Geschenke verkaufen will, angekündigt über Lautsprecher, kurz vor der Landung im Porto werden sogar Lose verkauft. Wtf? Wo bin ich hier?
Porto liegt eine Stunde hinter unserer (Winter-)Zeit, somit landen wir um ca. 10:00 Uhr dt. Zeit. Nachdem wir unsere Taschen vom Band geholt haben, geht es zur Metro Station. Eine Fahrt vom Flughafen bis zur Station Bolhão kostet 2,60 Euro pro Person. Wir fahren mit der Linie E. Die Linie E (violett) fährt vom Flughafen bis zur Station Estádio do Dragão. Die Fahrt bis Bolhão dauerte ca. 30 Minuten.
Für jede Person muss eine eigene Fahrkarte gekauft werden, diese wird dann mit der benötigten Anzahl der Fahrten aufgeladen.
Die Anreiseinfo von unserem Hostel:
Take the line „E“ Metro from the Airport and leave at „Bolhão“ station. From here is a 8 minutes walk to the hostel, down „Santa Catarina“ street turn left at „Passos Manuel“ Street until you find „Poveiros“ square and the „São Lázaro“ garden to the right. On the other side of the garden you’ll find Av. „Rodrigues de Freitas“ our hostel is across the street to the right.
Im Hostel deponierten wir unsere Taschen, erledigten die Anmeldeformalitäten und machten uns auf den Weg zum Südufer des Douro über die Ponte Luís I, auf die Seite von Gaia (Vila Nova de Gaia) um den Ausblick auf die historische Altstadt (Ribeira) von Porto zu geniessen. Dies taten wir im „Taberninha Do Manel“ bei Port, Käse, Oliven, Brot und Garnelen.
Zurück ging es mit der Standseilbahn, dem „Funicular dos Guindais„. Die Fahrt kostet 2,50 Euro pro Erwachsenen und bringt einem vom Fluss zum oberen Teil der Stadt zum Platz „Batalha“ (hier fährt die Linie 18 der historischen Tram ab).
Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, legten wir uns erst einmal hin. Ich habe tief und fest geschnorchelt. Zum Abend hieß es frisch machen und mal schauen wo wir was zum Abendessen bekommen können. Wir fanden ein nettes Lokal, das „E Le Be„, doch die öffneten erst um 19:00 Uhr. Also reservierte Melissa für uns einen Tisch und wir schlenderten einmal kurz um den Block.
Das Essen, der Wein und der Service waren einfach himmlisch.
Satt, müde und Zufrieden lagen wir vor 22:00 Uhr in den Federn.
Donnerstag, 21.02.2019
Porto
Wir erkundeten die Seitengassen hinter dem Theater und fuhren dann mit der historischen Tram Linie 22 von der Endhaltestelle Batalha-Guindais bis zur Haltestelle Carmo. Dort stiegen wir in die Linie 18 um, die fährt bis zum Tram Depot und von dort aus ging es mit der Linie 1 hinaus zum Meer. In Foz do Douro genossen wir auf einer Kaimauer die Sonne, sahen zu, wie sich die Wellen am Leuchtturm brachen und beobachteten die Menschen und Tiere am Strand.

In den Palmen, im angrenzenden Grünstreifen, tummelten sich Papageien, welche dort auch ihre Nisthöhlen haben. Kurz vor der Haltestelle Passeio Alegre kehrten wir ein und gönnten uns ein paar Tapas und einen guten Port für den kleinen Hunger zwischen durch.
Mit der Linie 1 fuhren wir in die Altstadt und genossen, die Füße von der Kaimauer baumelnd, die Sonne und die Musik der Straßenmusikanten. Wir setzten mit dem Wassertaxi über und machten uns auf den Weg nach Sandeman, dort hatten wir eine Kellertour mit anschließender Verkostung von drei Portweinen gebucht.



Freitag, 22.02.2019
Porto
Nach dem Frühstück sind wir zum Bahnhof São Bento gelaufen. Die Bahnhofshalle ist mit den typischen blau bemalten, quadratischen Fliesen gestaltet.Es macht immer wieder Spass zu schauen, wie man die Fliesenbilder zwischen den quirligen, manchmal hektischen, Menschenscharen aufs Bild zu bannen.
Nach dem Bahnhof liefen wir durch kleine Gassen bis zur Livraria Lello, der Buchhandlung mit dieser super, genialen Treppe. Dort war es proppevoll. Wir entschieden uns für ein Eis und machten es uns unter einem Olivenbaum im angrenzenden Park gemütlich, mit dem Blick auf dem Glockenturm der Kirche Igreja dos Clérigos.

Weiter ging es, durch kleine Gassen, hinab zum Duoro, hinauf zur Brücke Ponte Dom Luís I. Diesmal liefen wir über die oberste Ebene, hier fährt auch die Bahn, auf die andere Seite. Über die hinteren Gassen von Vila Nova de Gaia ging es wieder zum Fluss.
Zum Abschluss des Tages fuhren wir noch mit der alten Bahn bis zum Depot und mit der letzten Bahn wieder retour.
Samstag, 23.02.2019
Porto
Nach dem Frühstück räumten wir unser Zimmer und deponierten die Koffer an der Hostelrezeption. Wir liefen hinab zum Douro, genossen die Sonne und setzten wieder mit dem Wassertaxi ans andere Ufer über. Dort kehrten wir auf „der“ Dachterasse ein, bestellten uns Portwein und eine Kleinigkeit zu essen. Wir genossen die wunderbare Aussicht auf die Altstadt von Porto und genossen die letzten Stunden in Porto.
Mit der Standseilbahn fuhren wir wieder hoch und holten unsere Taschen ab. Durch das gewusel in den Gassen machten wir uns auf den Weg zur U-Bahn um unsere Bahn zum Flughafen zu erreichen.
