2023 KNP

Planung: Ich habe noch ein paar Tage Urlaub übrig. Ob es machbar ist, alleine nach Südafrika und in den Kruger zu fahren?

22.09.2023

Ich habe mir die Flüge (967,73€) bei KLM gebucht und für die erste Nacht das Southern Sun OR Tambo International Airport Hotel inklusiv Frühstück (1.584,16 ZAR/79,00 €).

24.09.2023

Nach vielen Problemen bei der Online Buchungsanmeldung von SanParks sind jetzt auch meine Unterkünfte gebucht (23.378,22 ZAR/1.173,17 €).
Berg-en-Dal, Skukuza, Satara, Lower Sabie, Crocodile Bridge

25.09.2023

Ich habe bei meinem Hausarzt die Überprüfung meiner Impfungen und ein Malaria Beratungsgespräch angestoßen.

27.09.2023

Taxi Süd bestellt für den 24.11.2024, 3:00 Uhr in der Früh, die Fahrt von Recklinghausen zum Düsseldorfer Flughafen kostet 130,00 €.

01.10.2023

Die Reise steht. Heute habe ich mit noch einen SUV gemietet, mit allen Versicherungen, ohne Selbstbeteiligung für 779,87 € bei Check24.

31.10. – Reisemedizinischer Beratungstermin
23.11. – hole ich die Malerone Tabletten ab,
die Twinrix Auffrischungsimpfung bekomme ich nach dem Urlaub, da mich eine dicke Erkältung aus dem Verkehr gezogen hatte

Im Kruger gibt es Neuigkeiten. Seit wenigen Tagen gibt es bei den Impalas Nachwuchs. Und … es soll der Senegalliest (Woodland Kingfisher), eine spezielle Eisvogelart welche immer zum Sommer im KNP zu sehen ist.

Reisestopps

Recklinghausen – DUS – AMS – Johannesburg – Berg-en-Dal – Skukuza – Satara – Skukuza – Lower Sabie – Crocodile Bridge – Berg-en-Dal – JHB – AMS – DUS – Recklinghausen

24. November 2023

Flugchaos – gestrichen, verspätet, fast verpasst

Mit dem Taxiunternehmen „Recklinghausen Süd“ geht es früh um 3:00 Uhr zum Flughafen. Da mein erster Flug um 6:10 Uhr nach Amsterdam Schiphol startet. Der Anschlussflug geht um 10:10 Uhr von AMS nach JHB.

Ich war kurz vor 4:00 Uhr am Flughafen. Nachdem die Schalter für den Check In geöffnet hatten, habe ich mein Gepäck aufgegeben und bin durch die Sicherheitskontrolle gegangen. Am Gate warteten schon weitere Mitreisende. Ich hatte es mir gerade gemütlich gemacht, als sich mein Handy meldet mit einer Nachricht von KLM das mein Flug aus technischen Gründen gestrichen wurde, aber man mich so schnell wie möglich umbuchen wird.

Ich wurde auf den Flug für 8:15 Uhr umgebucht. Okay zwar knapp, aber mein Anschlussflug wäre zeitlich noch erreichbar. Doch auch hier war KLM nicht von der schnellen Truppe, das Boarding hierzu begann erst um 8:15 Uhr. Im Flieger dann eine Durchsage vom Kapitän, das aufgrund der Windverhältnisse nicht gestartet werden könnte, da der Flieger dafür zu klein wäre. Abgeflogen sind wir erst um 9:10 Uhr.

Nächste Durchsage, folgende Verbindungen können nicht mehr erreicht werden … darunter war auch mein Flug nach Johannesburg.

Nach der Landung in Amsterdam habe ich schnell meine Taschen genommen und mich in den ersten Bus gedrängt, dann bin ich durch den gesamtem Airport von Schiphol gerannt. Völlig fertig, mit weichen Knien und völlig aus der Puste, komme ich am Gate an, dieses war seit 10 Minuten geschlossen. Das Boarding Personal rief „Mrs Sydow?“ – „It’s me.“ Ich bin auf den letzten Drücker noch mitgekommen. – Vermutlich, weil mich noch ein 1. Klasse Passagier überholte.

Der Flug verlief ruhig, am Band in Johannesburg fehlte natürlich mein Gepäck, ich dachte noch, logisch, in Null-Zeit kann ja nicht ausgeladen und eingeladen werden. Somit meldete ich mein Gepäck als fehlend und dachte, mit dem nächsten Flieger ist es am anderen Tag da und wird mir dann direkt zu meiner ersten Unterkunft in den KNP gebracht.
Was für eine Fehleinschätzung.

Ich war gegen 23:30 Uhr im Hotel, Zimmer beziehen – war ohne Gepäck sehr einfach -, duschen gehen und ab ins Bett.

25. – 27. November 2023

Ich reise nur noch mit leichtem Gepäck
Berg-en-Dal Rest Camp, BA3U, 1.846,08 ZAR

Ich hatte mir für 7:00 Uhr den Wecker gestellt, damit ich genügend Zeit zum Frühstücken, zum Einkaufen einer Vodacom PrePaid Karte, sowie die nötigsten Utensilien wie Zahnbürste, Zahnpasta, Deo, Unterwäsche, 2 Shirts und eine kurze Hose für die nächsten – hoffentlich nur – zwei Tage habe. Und um anschließend pünktlich meinen Mietwagen abzuholen.

Um 10:00 Uhr war ich bei europcar und habe die Formalitäten geregelt, den Wagen beladen, zwei Frauen geholfen bei ihrem Leihwagen das Lenkrad zu verstellen und mich auf den Weg zu machen zum Malelane Gate.

Die erste Strecke führte mich das Navi komplett über Landstraßen. Ich gab die Route nochmals ein und vergewisserte mich, das Mautstraßen NICHT ausgeschlossen sind. Danach führte mich der Weg direkt auf die N4.

Irgendwo hinter Nelspruit (Mbombela) staute sich der Wochenendverkehr in beiden Richtungen. Es brauchte Geduld und manchmal eine Portion Mut um sich an den langen Schlangen an „abnormal“ LKWs vorbeizuschlängeln. Danach lief es wieder bis kurz vor Malelane, dort wird die gesamte N4 gemacht, beide Richtungen haben nur eine Spur und immer wieder Baustellenfahrzeuge die kreuzen.

In Malelane bin ich zum SuperSpar, um mir Mineralwasser, Nüsse, Chips und Kekse zu holen. 17:00 Uhr war ich am Gate und wurde mit meiner Wildcard Mitgliedschaft herzlichst Willkommen geheissen.

Die Fahrt vom Gate zum Berg-en-Dal Rest Camp, über die S110, führt in die Granit-Koppie-Region. Die hier befindlichen Felsen, sollen eine der ältesten Felsen/Gesteinsarten der Welt sein. Die San waren wahrscheinlich die ersten Bergleute in dieser Region, die Ocker abbauten und für medizinische und künstlerische Zwecke verwendeten. Der Khandizwe Mountain (839 m) ist der höchste Punkt im Kruger National Park.

Das Berg-en-Dal Rest Camp wurde 1984 eröffnet.
Roads: S110 (Loop), S119, S118, S114, H3

Ich bekam für die zwei Nächte im Camp den Bungalow No 51.

Also bezog ich mit meiner Fotoausrüstung, einer Papiertasche in der sich meine neu erworbene Grundausstattung befand, meinen Bungalow, ging duschen und fuhr anschließend zum Essen. Kaum hatte ich bestellt, fiel der Strom aus, Load Shedding. Zum ersten Mal aß ich beim Schein meiner Taschenlampe.

Nach dem Essen fuhr ich zum Bungalow zurück und ging schlafen.

Da mein Moskito-Pop-Up-Bettzelt in meiner Reisetasche war, schlief ich also ohne. Die erste Nacht habe ich kein Auge zugemacht, erstens war es unerträglich heiß, da die Klimaanlage aufgrund des Stromausfalls ausgefallen war und es zweitens im Strohdach immer raschelte, dann sprangen Tiere über das Dach, dann piepste irgendwo ein Tier. Ständig leuchtete ich mit der Taschenlampe das Strohdach ab, aus Angst es könnte irgendwas auf mich drauf fallen.

26.11.: Mein absolutes Leoparden Erlebnis

Was für eine Nacht. Die Temperatur betrug 30 Grad, durch den mehrmaligen Stromausfall lief dann auch die Klimaanlage nicht, ich war mehrmals durchgeschwitzt und bin dann um 4:00 Uhr aufgestanden, duschen gegangen, und stand mit drei weiteren Fahrzeugen vor dem Gate, das um 4:30 Uhr geöffnet wird.

Meine erste Runde ging erst zum Matjulu Wasserloch, dann über die Dirt Road der S110, der S120 über Steilberg (der heisst nicht umsonst so), auf die H3 und über die TAR der S110 zurück zum Camp. Dort habe ich dann gegen 9:30 Uhr gefrühstückt.

Nach dem Frühstück fuhr ich die TAR der S110 Richtung Malelane Gate, an einem Wasserloch habe ich gehalten, aber außer ein paar Piepmätzen war nichts zu sehen. So fuhr ich langsam weiter. Plötzlich kam von hinten ein Wagen, der mich anhielt und fragte, ob ich den Leo gesehen hätte. Er erklärte, er wurde im Busch am Wasserloch liegen, direkt an der Straße. Dort wo ich gestanden hatte. Also drehte ich. Tatsächlich lag er direkt an der Straße in einem Busch. Die Hektik der Autofahrer machte ihn nervös, so kam er aus dem Versteck und lief über die Straße davon. Mein erster Leopard der so nah war. Der Leopard lief genau an meiner Beifahrertür vorbei. Wenige Meter weiter lag etwas später ein zweiter Leo.

Danach bin ich zur S114 gefahren, diese dann bis zur S121 und zurück über die H3. An der Brücke über den Matjulu sah ich im Rückspiegel eine Hyäne die Fahrbahn queren. Zurück bin ich über die S110 den Matjulu-Loop gefahren, zum Matjulu Wasserloch und zurück zum Camp.

Duschen und zum Restaurant, doch vorher habe ich mir ein frisches Shirt und Sonnencreme gekauft. Um 20:00 Uhr lag ich im Bett.

27.11.: Auf dem regnerischen Weg zum Skukuza Rest Camp

Heute war ich tatsächlich vor dem Wecker wach und geweckt wurde ich nur gegen 3:00 Uhr von einem Rascheln, somit habe ich relativ gut geschlafen. Um 4:15 Uhr stand ich als zweiter Wagen vor dem Gate. Da ich heute nach Skukuza wechselte, nahm ich die TAR der S110 zur H3. Kurz nach dem Tor, wechselte eine Hyäne eilig vor mir die Straßenseite. Eines der wenigen Tiere die sich heute sehen ließen. Egal mit wem ich sprach, die Antwort war meistens begleitet mit einem „Nothing.“
Okay, ich hatte Ellis, Giraffen, Pumbas, Impalas mit Babies und kämpfende Impala Males, und ganz viele Vogelarten. Poppende Gabelracken, Familie Gauckler mit Ma&Pa und einem Teeny.

Meine Route: S110 – H3 – S118 – S114 – H2-2 – Afsaal – S113 – S114 – S22 – S114 – H1-1

Skukuza Rest Camp, Bungalow BD2 Nummer 128, 1.633,07 ZAR

Das Skukuza Rest Camp ist das größte Camp und gleichzeitig der Verwaltungssitz des Parks. Das Camp hieß um 1900 noch Sabie Bridge, wurde aber 1936 in Skukuza umbenannt. Der Name kommt aus der Tsonga Sprache und bedeutet auf deutsch etwa: der Mann, der alles auf den Kopf stellt oder der, der alles ausfegt, also „Neuer Besen„. Das war der Spitzname von James Stevenson-Hamilton, dem ersten Leiter des Camps im Schutzgebiet. Seine Frau Hilda, eine Botanikerin und Malerin, soll eine begeisterte Fotografin gewesen sein.

In Skukuza habe ich früh, so gegen 14:00 Uhr, eingecheckt. Nachdem ich meinen Bungalow bezogen hatte, bin ich Richtung Kruger Gate zum Lake Panic Hide gefahren. Wenn es morgen Mittag wieder so heiß ist, ist es eine nette Alternative im Schatten.
Jetzt ist es 16:30 Uhr und ich sitze auf der Veranda meines Hut, frisch geduscht, mit einem Feierabendbier in der Hand. Gleich geht es zum Cattle Baron, lekker Abendessen.

Melissa hat mich angerufen … Banges warten.

Auf dem Weg vom Cattle Baron zu meinem Hut ist mir ein ausgewachsenes Stachelschwein über den Weg gelaufen. Ich war zu blöd, das Handy zu zücken. Mein erstes Stachelschwein.

28.11.: Wilddogs! und 49 Grad!

Da ich beim aufstehen etwas getrödelt habe, bin ich erst um 4:40 Uhr aus den Camp gefahren. Wohin sollte mich mein Weg heute führen? Ich entschied mich für als erstes die H11 Richtung Paul Kruger Gate zu fahren, dann auf die S1 abzubiegen. Am Anfang der S1 lag eine Hyäne am Straßenrand und duldete es, das ich ein paar wirklich schöne Fotos von ihr machen durfte, bevor sie sich über die H11 von dannen trollte. Ich wechselte anschliessend auf die S65, hier wurde gestern ein Leo gesichtet, aber das war gestern.

Dafür kam ein Pack Wild Dogs aus dem Gebüsch, belagerte die Dirt Road und die Halbstarken des Rudels begannen auf der Wiese herumzutollen. Wir waren mit drei Autos dort und konnten entspannt dem Treiben zusehen, bis sie sich immer weiter entfernten und schliesslich im dahinter liegenden Gebüsch verschwanden.

Ich fuhr die S65 bis zum Ende, drehte und fuhr links eine Gravelroad entlang (nicht in der Map verzeichnet und wie ich später herausfand eigentlich gesperrt), diese kam auf der H1-1, der Napi Road, hinter dem Transport Dam raus. Somit machte ich noch einen Abstecher zum Transport Dam und beobachtete dort eine kleine Herde Impalas und Gnus auf der anderen Seite.

Von dort aus, führte mich mein Weg zum Mathekenyane Lookout hinauf und anschließend zurück zum Camp, um im Cattle Baron auf der Terrasse zu frühstücken.

Heute war es unerträglich heiß, da hinter meinem Haus Bauarbeiter fleissig waren, war von einem kleinen Vormittagsschläfchen keine Rede. Also fuhr ich wieder raus, diesmal die H4-1, H12 und die H1-2. Am Sabie lagen schlafende Löwenmänner. Sehr weit weg, die Büffelherde auf der anderen Seite wurde nicht beachtet.

Um kurz nach 13:00 Uhr zeigte das Autothermometer schon 49 Grad an. Zum abkühlen fuhr ich noch zum Hide. Um 15:00 Uhr war ich aufgrund der Hitze zurück, duschte in Ruhe, genoß mein Feierabendbierchen auf der Terrasse und machte mich dann auf den Weg zum Cattle Baron für ein lekkeres Abendessen.

29.11.: Habe ich ein Chamäleon im Reifenprofil?

Mein erstes Chamäleon, Löwenmänner- wie immer am schlafen -,.

Die ersten Postkarten landeten heute früh im Briefkasten an der Rezeption von Skukuza. Der Briefkasten war Randvoll. Vielleicht kommen die Postkarten diesmal früher an.

Danach habe ich mich über die H4-1 auf den Weg nach Nkuhlu gemacht, in der Hoffnung Löwen zu sehen. Fehlanzeige.

Auf dem Weg vom Picnic Spot zurück nach Skukuza bin ich über ein Chamäleon gefahren. Zum Glück nahm ich es noch aus dem Augenwinkel war und konnte rechtzeitig reagieren. Aber erst dachte ich „Shit! Es klebt im Reifenprofil.“
Ich bin dann langsam zurück gefahren und sah es noch durch das Gras laufen.
Mein allererstes Chamäleon!

Meine nächste Runde führte mich von Skukuza zum Paul Kruger Gate, dann auf die S3, die S4 und auf die S1, anschließend über die S65. Die H1-1 und hoch zur S114. Als ich auf die Dirt Road einbog wurde der Himmel sehr dunkel und Wind kam auf. Ich drehte vorsichtshalber und machte mich auf den Weg zurück ins Camp. Es fing an zu gewittern und der Regen ließ nicht lange auf sich warten.

An der Anmeldung habe ich nachgefragt, ob meine Tasche angekommen wäre. Fehlanzeige. Da die Luft durch den Regen merklich abkühlte, lüftete ich den Hut, ging duschen und machte mich um 18:00 Uhr auf den Weg zum Cattle Baron. Diesmal ließ ich mir einen Tisch im Restaurant geben.

30. November – 03. Dezember 2023

30.11.: Wild Dogs die zweite

Ich bin heute früh um 4:30 Uhr durch das Camptor von Skukuza rausgefahren. Meine geplante Strecke: H4-1, H12, H1-2 bis Tshokwane zum frühstücken, über die H1-3 bis Satara. Das wären ca. 100 km gewesen.

Wie immer ging mein Wecker um 4:00 Uhr. Aufstehen, duschen, anziehen, Tasche packen und um 4:30 Uhr losfahren.

Ich bin die H1-1 bis zur H12 über die Brücke und wollte dann rechts runter die H1-2 nehmen nach Tshokwane. Als ich links runterblickte sah ich Tiere auf der Straße. Lange Beine, aber das sind doch keine Impalas. Also fuhr ich erst nach links, um besser sehen zu können. Vier Wild Dogs trabten auf mich zu. Ich begleitete sie bis zur Kreuzung und dann wieder zurück Richtung Brücke. Immer mehr Autos kamen an und stellten sich an die Seite um die Tiere zu beobachten, als es zu viele Autos wurden und die Tiere sich entfernten, sagte auch ich „Dankeschön“ und „Passt auf euch auf“.

Nach dieser tollen Sichtung fuhr ich die H1-2 bis Tshokwane und gönnte mir dort mein Frühstück. Die ansässigen Velvet Monkeys sind eine Plage. Ich musste einen Affen zweimal mit meiner Käppi vom Tisch scheuchen, hatte danach aber seinen Respekt und er ließ mich in Ruhe.

Nach dem Frühstück fuhr ich die H1-2 weiter und dann den Orpen Dam Loop, welcher auf der H10, hinter Tshokwane, mündete. Wieder vorbei am Picknick Spot und weiter ging es Richtung Satara.

Es kam der Loop der S86 und danach der südlichste Baobab, der Weg über das Flussbett zum Baobab war leider gesperrt.

Bei der nächsten Einmündung habe ich mich in der Karte verlesen und wechselt von der H1-3 auf die S125 anstatt auf den S86 Loop. Der Wegweiser wies die S125 und den N’wasitsontso Loop aus, hiermit war aber nicht der Loop der S86 gemeint. Anstatt 25 Kilometer bis Satara fuhr ich mehr als 50 Kilometer über dieverse Schotterwege. Am Anfang war ich gefangen von der Landschaft und den Vogelsichtungen, doch irgendwann dachte ich „Hm, ich müsste doch langsam zurück Richtung H1-3 kommen.“

Als ich anhand eines Wegweisers merkte, wie weit ich mich von der Tar entfernt hatte, war der Weg vorwärts wie rückwärts gleich lang. Nachdem mir fast eine Stunde niemand mehr entgegen kam, ein Wegweiser keine Schilder mehr enthielt, atmete ich auf, als mir ein Wagen entgegen kam, damit ich nach dem Weg fragen konnte. Ich sollte immer weiter geradeaus fahren, nach ca. 45 Minuten würde ich auf eine TAR kommen, rechts ab geht es dann nach Satara.

Ich hatte auf diesem Weg noch eine riesige Büffelherde auf dem Weg zum Wasser und später, ich folgte einem anderen Wagen, profitierte ich von seiner Sichtung einer einsamen Hyäne. Das Tier humpelte, das rechte Hinterbein wurde gar nicht mehr belastet. Auf den Bildern später sah es nach einer alten Verletzung aus.

Mit fast leerem Tank und kurz vor 17:00 Uhr erreichte ich dann endlich, mit vielen tollen Tiersichtungen an diesem Tag, meine neue Unterkunft.

Satara Rest Camp, Bungalow BD2V – F170,
6.024,70 ZAR

Satara ist das drittgrößte Camp und liegt mitten in der Savanne. Hier haben sich viele Löwenrudel angesiedelt, deshalb ist es, nicht nur von den Tagesbesuchern, immer gut besucht.

Road Tipps:
– der Loop über die S100, S41 und H6 an, bevor es auf der H6 weiter geht, kann man noch einen kleinen Abstecher zum Sweni Bird Hide einlegen.
– Sehr schön ist auch die Strecke Richtung Orpen auf der H7. Kurz nachdem auf die H7 abgebogen ist, trifft man auf den Nsemani Damm, der einen Stopp wert ist. Wenn man einen Loop fahren will, nimmt man die S39 Richtung Timbavati, Stopp am Ratelpan Hide und dann über die S40 zurück auf die H7.

01.12.: Leopard am Morgen

4:30 Uhr Gate Öffnung. Ich fuhr rechts runter auf die H1-3 Richtung S100, direkt hinter der Brücke zeugten Bremslichter und ein Auto-Wirr-Warr davon, da muss was sein. Ein Leopard. Ich spähte und spähte, konnte aber durch die Büsche und die großen Geländewagen nichts erspähen. Nachdem ich mich mit zwei weiteren Drivern unterhalten habe, fand ich eine Lücke und konnte den Leo entdecken. Im Baum, an der Straße hing der Kill, ein Impala Kitz.

Danach entschloss ich mich, die H7 zu nehmen bis zum Nsemani Dam, dort bin ich die Dirt Road zum hinteren Teil hineingefahren. Danach ging es zur S100. Diese fuhr ich hoch bis Shibotwana. Und dann zurück für ein gutes Frühstück im Cattle Baron. Um 10:00 Uhr rief meine Reisetaschen-Zulieferin an, sie wäre jetzt am Gate und brauchen ca. 1 Stunde 45 Minuten. Somit habe ich mich auf Tiersuche im Restaurantbereich begeben und dann vor der Rezeption aufgehalten, da dort der beste Mobilfunkempfang war.

Um 12:00 Uhr waren meine Tasche und ich wieder vereint. Leider hat KLM die Tasche komplett ramponiert, abgebrochenes Rad, abgerissene Laschen und komplett verdreckt. Die Oberfläche roch nach Öl.

Nachdem ich die Tasche ins Haus gebracht hatte und auf meiner Terrasse der ansteigenden Hitze nachfühlte, machte ich mich wieder auf den Weg. Ein frisches Shirt und die blaue Glückshose für die Sichtungsfee.

Es ging zur H6, hier sah ich „far-far-away“ einen einsamen Straußenmann, kämpfende Kudu Bullen, eine riesige Herde Zebras mit Giraffen und eine Riesentrappe.
Ich fuhr die H6 bis zur N’wanetsi Picnic Site, drehte und fuhr die S37 bis zum Sweni Hide. Den Rückweg nahm ich über die S41 und die S100 zurück zum Camp.

02.12.: Mein erster Löwenmann on the Road

Meine Morgenrunde führte mich über die H6, S40, S12 und zurück zum Camp. Was für ein sichtungsreicher Morning Drive. Ich hatte meine erste Gnu Herde mit Kälbern, welche in den Morgenstunden sich gegenseitig zum Spiel aufforderten oder noch müde im Gras lagen. Danach traf ich auf eine große Büffelherde, welche rechts und links im Gras lagen und mich beäugten. Es folgte eine größere Herde von Giraffen, welche – wie immer lautlos – sich von Busch zu Busch bewegten.

Doch mein absolutes Highlight trat, wie aus dem Nichts, auf die Dirtroad, ein Sohn von Mbiri und Rockfig aus dem Nsemani Pride. Er kam direkt auf mich zu, lief mit einem kleinen Seitenblick an mir vorbei und weiter den Weg entlang. Ich drehte und folgte ihm einige hundert Meter, bis er schliesslich zur Seite in den Schatten eines Busches trat und sich dort niederlegte.

Nach dem Frühstück, so um 9:00 Uhr herum, machte ich mich wieder auf den Weg. Ich bog wieder auf die H7 ab, am Dam kam gerade eine Herde Elefanten zum trinken und baden an. Die Halbwüchsigen tobten im Wasser herum, einer stürzte sich immer wieder Kopfüber ins Wasser. Ich sass im Auto und musste lachen.

Nach dem Boobejans Krans Lookout wollte ich eigentlich die S106 runterfahren, doch eine kleine Gruppe Giraffen mit einem Jungtier ließ mich nochmals drehen und zur H7 zurückfahren. Da kam ein Wagen auf mich zu und sagte ich solle die H7 weiter hoch fahren, dort würde „the white Lioness“ und weitere Löwen direkt an der Straße liegen.

Ich hatte Glück. trotz den vielen Autos bekam ich nach einiger Zeit einen relativ guten Platz. Ich machte es mir im Auto gemütlich, stellte den Motor ab (Zündung bleibt immer an) und wartete. Doch es wurde so heiß im Auto, das ich irgendwann meinen Platz für einen Neuankömmling frei machte, die sich so darüber freuten, dass sie was sehen konnten.

03.- 04. Dezember 2023

The one and only Cheetah and the Torchwood Male

Heute wechsel ich wieder einmal das Camp. Für eine Übernachtung geht es zurück nach Skukuza.

Der erste Teil der H1-3 war elend langweilig. Irgendwie gab es hier gar nichts zu entdecken. Eine Schwarzbauchtrappe kam angeflogen – Mist, ich war zu langsam – und liess sich dann aber am Straßenrand gut ablichten.
Drei Autos am Straßenrand liessen mich aufblicken. Ein Gepard. Ich hatte wirklich Mühe das Tier zu fotografieren, einerseits war es sehr weit weg und verbuscht, andererseits fuhren die drei SUVs so dicht hintereinander, das ich Mühe hatte einen Blick zu erhaschen. Aber … ein Bild ist immer drin.

In Tschokwane habe ich gefrühstückt, als ich gerade ins Auto steigen wollte werde ich angesprochen, es soll ein Löwe in der Nähe sein. Ich für die S34 hoch, am Löwen vorbei.

Ein entgegenkommendes Auto mit einem Paar hält, ich frage, ob sie einen Löwen gesehen hätten, der wäre hier in der Gegend. Nein, hatten sie nicht, aber ein Stück den Weg hoch war vorhin ein Nashorn zu sehen. Also wünschte ich ihnen Glück mit dem Löwen und machte mich auf den Weg, das Nashorn zu finden.

Es war ein Breitmaulnashorn, das es sehr eilig hatte, ich glaube, es musste zu einem Date. Ich drehte und machte mich auf den Rückweg, da stand der Wagen des Ehepaares und mein Löwenmann. Es war Torchwood. Er humpelte etwas. Erst zuhause habe ich gesehen, das die Vorderpfote angeschwollen war.

Torchwood Matimba male
Son Hairy Belly
Torchwood Matimba aka Hairy Belly

Ich bog hinter Tschokwane nochmals auf die H10 ein, um zum Orpen Dam zu fahren. Doch da war niemand und alleine wollte ich nicht aussteigen.

Weiter ging es Richtungs Skukuza. In Höhe des Krugertablekop waren Sable Antilopen. Krass. Eigentlich sind die nur in der Ecke von Pretorius zu finden.

Auf der H1-2 hatte ich einen Gaukler auf der Straße mit einem toten Vogel, südliche Hornraben und Giraffen.

Ich weiß gar nicht mehr, was ich zwischen dem beziehen meines Huts und dem Abendessen gemacht habe.

Tagesroute: H1-3, S126 bis Sweni und retour, H1-3, Nkaya Pan, H1-3, S86 N’waswitsontso Loop, H1-3, Tshokwane, S34, H1-3, H10, den Loop bis zum Orpen Dam und retour, H10, H1-3, Leeupan, H1-3, H1-2, Skukuza,

Skukuza Rest Camp, Bungalow BD2 – Nummer 123, 1.633,07 ZAR

04.- 06. Dezember 2023

04.12.: Hyäne, Leo, Ellis und Löwen

Der Tag begann mit einem Sonnenaufgang, der Hyäne von der S1 und einem Leoparden.

Ich schlich über die S1, fand frische Leoparden Spuren, sonst nichts. Ich dachte schon, ich bin zu weit und wollte drehen, als vor mir eine Blechlawine auftauchte. OSV’s. Open Safari Vehicle.

Und da war der Leo. Gehetzt von der Meute. Die OSV’s und drei kleine Wagen ließen mir kaum eine Chance, also nutzte ich eine Gelegenheit und drängelte mich vor. Was für ein schönes Geschöpft.

Nach dieser genialen Sichtung kehrte ich um und fuhr zurück und dann die H4-1 bis Nkuhlu Picnic Spot.

Dafür gab es ohne Ende Elefanten. Eine Elefantenkuh hatte Zwillinge. Ein Elefantenbulle in der Musth jagte hinter einer Elli-Kuh mit Baby hinterher. Ein anderer Bulle war auch etwas nervös. Eine der wenigen Augenblicke bei Elefanten, wo ich mich zügig aus der Situation entzog und weiter fuhr.

In Nkuhlu wollte ich frühstücken, aber alle OSVs machten dort gerade Pause. Es war die Hölle los. Ich musste 15-20 Minuten auf einen Kaffee und ein Sandwich mit Käse und Tomate warten. Kaum waren die Fahrzeuge wieder weg, kehrte Ruhe ein.

Kurz vor LS, an einer Brücke, lagen Löwen unter einem Baum. Sehr weit weg, ich sah nur Beine und konnte drei Löwen, zwei Lionesses und einen jungen Löwen ausmachen.

Da es zum einchecken noch zu früh war, fuhr ich die H10 über die S29 zum Mlondozi Dam und die S29 retour.

Lower Sabie Rest Camp, Safari Tent – Bush View LBVST2, Tent No 1, 3.427,33 ZAR

Lower Sabie ist eines der ältesten und beliebtesten Camps. Das Camp liegt am Flussufer des Sabie Rivers.

  • Alle umliegenden Straßen (H4-2, H10, H4-1, S21 S28 und S130) bieten sich für Gamedrives an. Der Besuch des, nur wenige Kilometer vom Camp entfernten, Sunset Dam ist zum Sonnenuntergang praktisch Pflicht.

05.12.: Löwentag

Mein Zelt ist wunderbar, ich habe geschlafen wie ein Stein. Wie schon die ganze Zeit im Kruger, geht mein Wecker um 4:00 Uhr, um 5:00Uhr verließ ich das Camp und fuhr rechts rum zum Sunset Dam.

Ein Giant Kingfisher konnte ich beim Fischfang und dem anschliessenden Verzehr zusehen, eine Hyäne stand plötzlich auf der Straße, aber irgendwie fanden alle anderen diese nicht so spannend, also hatte ich sie für mich alleine.

Ich fuhr die H1-4 Richtung Nkuhlu um an der Brücke nach dem gestrigen Löwenrudel ausschau zu halten, trotz mehrmaligen überqueren der Brücke war nichts zu sehen. So fuhr ich die S21 bis zum wasserloch, auf den Weg hatte ich meinen ersten Grautoko, einen Angolaschmetterlingsfink, einen wunderschönen Waterbok, eine Giraffe und ein Impala Kitz das lebensrettende Sprints übte.

An irgendeinem Wasserloch, ich überlegte wohin mein Weg mich führen sollte, hielt ein Pickup neben mir und sagte, ich solle zurück zur Brücke fahren, das Löwenrudel wäre wieder da.

Ich suchte mir auf der Brücke einen Platz und beobachtete die beiden Löwinnen mit den Halbstarken beim Jaggen bzw. beim Jagdversuch. Es ist schon spannend, wie die einzelnen Tiere irgendwann sich in Bewegung setzen, großräumig den Platz umrunden um zu verschwinden und irgendwann an einer anderen Stelle wieder aufzutauchen.

Irgendwann bin ich wieder los, um in Lower Sabie zu frühstücken. Die nächste Tour war ereignislos. Es war nichts los auf den Straßen.

Meine Strecke: S82, H4-2, S130, S137, Ntandanyathi Hide, S28, H4-2, Sunset Dam

Ich war auf dem Weg zum Hide, stand vor einem Wegweiser und dachte mir „die Entfernung zum Camp stimmt nicht“. Als hinter mir ein Wagen hielt und dann an meine Seite fuhr und fragte ob alles okay wäre. Ich witzelte über die Entfernung und das ich zum Hide wolle. Er verabschiedete sich und sagte, dann sehen wir uns dort.

Um 16 Uhr war ich zurück und sass auf meiner Terasse mit einem gut gekühltem Savanna Dry. Danach ging ich mir den Staub des Tages abduschen und zum Essen in das Restaurant.

06. Dezember 2023

Mein erster Leo auf einem Baum

Ich warf um 4:30 Uhr meinen Schlüssel in die Schlüsselbox und machte nich auf den Weg nach Croc Bridge. Tar oder Sandpiste? Ich entschied mich für die H4-2.

Nach 20 Minuten begrüsste mich eine Hyäne, aber es war noch so dunkel, das ich mit der Taschenlampe und dem gleichzeitigen fotografieren etwas überfordert war. Da ich, wie so häufig, sehr langsam fuhr, wurde ich von vielen Bakkies überholt. Plötzlich sah ich vor mir eine hektische Bewegung in einem Baum. Ein junger Leopard versuchte mit seinem Kill, den Baum zu verlassen, rutschte fast in eine Astgabel und verschwand im Morgendunst in den Büschen. Lange stand ich dort und spähte, Autos hielten, fragten, ich erklärte mich, doch außer ein paar wackelnden Ästen im Nirgendwo war nichts mehr zu sehen.

Ich fuhr weiter bis zur S82, machten den Bogen über die Sandpiste zurück, in der Hoffnung auf der Rückseite nochmals Glück zu haben. Es blieb bei dieser einen, unfassbar tollen, Begegnung. Dafür hatte ich das Glück einen Wahlberg’s Eagle zu sehen.

Auf meinen weiteren Weg auf der H4-2 hatte ich einen Burchell’s coucal (Centropus burchellii), wie immer aufgeregte Perlhühner, Giraffen, meinen ersten Klaffschnabel Storch (African Openbill), Nyalas, einen jungen White-backed Vulture kurz vor Croc Bridge kamen dann noch Gnus dazu.

Im Camp angekommen gönnte ich mir ein Sandwich und einen Kaffee. Unter einem Dach vor den Toiletten hingen Epaulettenflughunde.

Nach der kleinen Stärkung machte ich mich über die S25 und S27 zu den Hippo Pools. Irgendwann begann es zu nieseln. Über die S28, S137, S130, H4-2 und nochmals in die S28 bevor es zurück zum Camp zur Anmeldung ging.

Okay, auf der S28 lagen Löwen rum. Vermutlich das Vurhumi Pride. Sie lagen hinter den Büschen, mit den Köpfen in den Büschen, kurz gesagt, schlecht zu sehen.

Gegen 12 Uhr begann es zu regnen. Ich hatte auf meiner Runde noch einen Gelbschnabeltoko an seiner Nisthöhle und mein zweites Chamäleon.

Die Anmeldung liegt vor dem Gate, ich lief also zu Fuss dorthin und bekam den Bungalow Nr. 6.

Ich bin am späten Nachmittag nochmals raus zur S28 gefahren. Das Vurhumi Pride war mittlerweile nass und erwachte langsam zum Leben. Ein schöner Tagesabschluss.

Zurück am Bungalow gönnte ich mir meine Sandwiches, den Joghurt und mein Zubettgeh-Bier.

Crocodile Bridge Rest Camp, Bungalow Nr. 6 – BD3, 1.855,67 ZAR

Crocodile Bridge Rest Camp war eines von vier Ranger Camps nach der Eröffnung des Nationalparks Ende des 18. Jahrhunderts.
Tipps: S28 (Geparde), S130, H1-2

07. Dezember 2023

BeD, Bungalow BA3U, 1.846,08 ZAR

Seit gestern verabschiedet sich der Park mit Regenwetter und Wahnsinnssichtungen. Aber wartet ab.

Dieser Tag brachte fast alles, dreimal Hyänen, viermal Löwen, Ellis, Woodland Kingfischer, nasse Greifvögel, Frankoline, Zebras, eine riesige Impalaherde mit einem großen Kindergarten nochmals Wilddogs.

Ich bin wie immer, früh raus und ein Stück die H4-2 hoch gefahren. Hier hielt der Fotograf mit dem Jeep und wir quatschen etwas. Als er plötzlich sagte, du bringst mir Glück, Schau. Da waren plötzlich Löwen, wahrscheinlich das Vurhami Pride, auf der Jagd.

Ich blieb noch etwas, bevor die Löwen im Nieselregendunst außer Sichtweite waren. Ich drehte und fuhr auf die S25, die Crocodile River Road eine Sandpiste, nach Malelane.

Nach der Abzweigung zu den Hippo Pools, ich war die einzige Reisende auf der Straße, kam mir ein Wagen entgegen, eine Frau am Steuer. In ca. 5 Kilometer Entfernung würden Löwen links an der Straße liegen. Ich merkte mir meinen Kilometerstand und fuhr aufmerksam spähend weiter. Hinter einer Biegung gab es eine riesige Impala Herde mit unendlich vielen Kitzen. Während ich Fotos machte, stieß eine Impalakuh Warnrufe aus. Was sah sie?

Links am Wegesrand lag eine Löwin, guckte mich und die Herde an. Ich rollte langsam näher, suchte mir eine Stelle zum verweilen aus. Plötzlich waren mindestens 3 weitere Wagen hinter mir. Einer verlor die Geduld, oder musste weiter und überholte mich. Es schälten sich zwei weitere regenfeuchte Löwinnen aus dem Gras. Doch war ihnen das Interesse wohl zu groß und sie machten sich auf den Weg weiter weg von der Straße.

Ich hatte einen jungen Milchuhu in einem Baum und eine Hyäne stand kurzfristig auch noch am Wegesrand rum. In der Nähe der Old Trade Route kreuzte ein Wilddog Pack die Straße.

Langsam kam die Sonne heraus.

Ich bin noch über die S119 zum Gardenia Hide gefahren, doch leider kam zur gleichen Zeit eine Gruppe an.

Auf der Tar der S110 gab es dann noch etwas größere Löwenjunge, eines davon stark abgemagert, wahrscheinlich krank. Erwachsene Löwen waren nicht zu sehen.

Ein nasser und diesiger Tag, aber von den Sichtungen ein wunderbarer Tag. Es fehlte mir nur noch „meine wunderbare“ Rhino Sichtung. Bisher hatte ich „in the middle of nowhere“ nur ein eiliges Rhino, vermutlich auf dem Weg zu einem Date, gesehen.

Ich genoss die Sonne, die Wärme und machte ich mich Richtung Camp auf, um meine Sachen zu packen und mir ein wohlverdientes Abendessen zu gönnen. An meinen (nochmaligen) Nashorn Wunsch hatte ich schon einen Haken gemacht.

Da stehen doch Autos. In welche Richtung zeigen die Ferngläser und Objektive? Was sehen sie?
Ich stellte mich an und späte. Da. Weit hinten, hinter vielen Büschen, sah ich was grauen. Ein Breitmaulnashorn. Doch Moment mal, da wackelt das Gras, da liegt noch eins. Es kam Bewegung in die „verlaubte“ Gruppe, Sie bewegte sich Richtung des blechernden Haufens an der Straße. Mein Herz hüpfte. Es waren vier, eine kleine Gruppe näherte sich dem Wellnesstempel für Nashörner.
Die beiden größeren Nashörner stiegen in ein Schlammloch, die zwei kleineren (habwüchsige?) blieben oben stehen.
Eines davon quietsche ganz aufgeregt. Wir alle blieben bis eines der Nashörner dem anderen seinen Po auf dem Körper drückte nach dem Motto: Es reicht. Lass uns gehen.
Etwas widerwillig gab das größere auf und verliess das Schlammbad.

Danke liebe Sichtungsfee für all diese wunderbare Erlebnisse in diesen zwei Wochen.

08. – 09. Dezember 2023

Rückfahrt und Rückflug JHB – AMS
AMS – DUS

Heute habe ich ausgeschlafen und bin so um 6:30 Uhr für eine kleine Abschlussrunde raus gefahren, doch es gab nichts zu sehen. So war ich um kurz vor 8:00 Uhr zum Frühstück zurück. Dann habe ich meine Taschen gepackt, den Wagen beladen und um kurz nach neun habe ich meinen Schlüssel in die Box geworfen und das Camp verlassen.

Gegen 10:00 Uhr passierte ich das Malelane Gate und die Zivilisation hatte mich wieder. Erst musste ich mich wieder an den Verkehr und die Geschwindigkeit gewöhnen. 80 sollte ich fahren. Krass. Wie schnell man da ist.

Im Malelane fuhr ich nochals zum Spar, um mich mit meiner Zartbitter-Luftschokolade einzudecken. und danach ging es zurück nach Johannesburg zum Flughafen. Zum Tanken und für eine Pullerpause hielt ich an der Azul Tanke. Gegen 15:40 Uhr gab ich den Wagen ab, packe meine Taschen auf einen Kofferwagen und machte mich auf Richtung Abflughalle. Was für ein Menschengewusel, was für eine Geräuschkulisse. Ich war komplett überfordert und suchte mir ein kleines Restaurant um etwas zu essen und zu trinken.

Die Schlange für den Checkin war unendlich lang, nachdem ich eingecheckt hatte und meine Reisetasche wieder einmal auf Reise ging, machte ich mich auf den Weg zur Sicherheitskontrolle und suchte mir dahinter mein Abfluggate und in der Nähe eine Bar um etwas zu trinken und zu surfen.

Das Bording fand erst nach Mitternacht statt und wir starteten mit einer kleinen Verspätung.

Ich rollte mich ein und verschlief fast den ganzen Flug. In Amsterdam landeten wir dann auch verspätet und ich ging direkt zum Abfluggate. Dort ging alles drunter und drüber. Flüge wurden gestrichen, an andere Gaates verschoben, Leute beschwerten sich…

Ich war froh, als ich meinen letzten Flieger besteigen durfte. Nach einer knappen Stunde landete ich in Düsseldorf. Mit allen Taschen.

Es regnete, war kalt und windig. Auf meinen Weg zum Bahnhof lernte ich noch eine Gruppe von Plane-Spottern kennen. Am Bahnhof eine Gruppe die zum Weihnachtsmarkt nach Münster wollte, durch Verspätungen usw. schon seit Stunden unterwegs waren …
Ich wünschte ihnen Glück und weiterhin viel Spass.

In Wanne stieg ich aus. Kein Taxi. Wärend ich nach der Taxinummer suchte kam eins angefahren. Perfekt. Am späten Nachmittag war ich wieder zuhause.