Planung 2006:
Tu parles francais? – Ich nicht
eine Woche Frankreich zu Ostern – erst sollte es so was wie: Elsass (Alsace)?, Champagne?, Lothringen? werden … mal schauen was es wird…
… es wird Burgund sein; Dijon – Lyon – Beaune – Mâcon
Sylvia und ich haben uns an einem Samstag zum Frühstück getroffen, unsere Vorstellungen, Wünsche und (Wunsch-) Träume aufgelistet und unsere Nasen in einen allgemeinen Frankreich Reiseführer gesteckt
Gutes Essen, hier und da ein Glas gut gekelterten Rebensaftes, festes Schuhwerk für die Naturerkundungen mit Tobi und die ersten Sonnenstrahlen in der einen oder anderen Gasse einer Stadt genießen
Die erste Überlegung, einfach drauf los zu fahren, haben wir verworfen. Erstens sind wir zu den Osterfeiertagen unterwegs und – das wichtigste – Tobi ist kein „kleiner“ Hund. Tierliebe der Franzosen hin oder her, zudem das erste sichten von Ferienhäusern bzw. Gasthöfen brachte eine zu hohe Trefferquote mit „Hunde sind nicht erlaubt“ zu tage.
Wir deckten uns noch mit dem einen oder anderen Reiseführer für die Region Burgund (Bourgogne), sowie mit einer Lektüre mit Unterkünften und Restaurantempfehlungen ein und schmökerten bei Sylvia auf der Knautsch.
Ich habe die Familie de la Bussiére angeschrieben – heute kam die Rückantwort – ja sie haben ein Zimmer für zwei Personen und der Bouvier bernois ist auch kein Problem – das Zimmer ist mit eigener Toilette, Dusche und kleiner Küche ausgestattet und kostet pro Nacht für zwei Personen inklusive Frühstück 62 Euro – dann werde ich mal die Reservierung zusammenkauderwelschen und nach der Kontoverbindung fragen
Wohin uns der Weg führt? – naja, es liegt so zwischen hier und da – Tournus – Richtung Cluny – Chapaize – in dieser Ecke muss es wohl sein – meine Minikarte reicht dazu nicht aus
Was gibt es dort so? Taizé – Cluny – Mâcon – Chalon-sur-Saône (hier wurde die Fotografie erfunden) – Azé (hier ist die Bärenhöhle)
Jau! Ich hatte unser Interesse an dem Angebot kundgetan und um die Bankverbindung gebeten. Wie angekündigt kam nach spätestens zwölf Stunden die Antwort. Ein wirres Buchstaben- und Zifferngewirr. Das einzige was ich verstand war das Wort „mon“. Um sicher zu gehen holte ich mir eine fachliche Bestätigung ein. Nun weiß ich, dass die vermutete Kontonummer auch die Bankleitzahl enthält und die zweite alpha-numerische Kombination nicht die Reservierungsnummer ist, sondern der so genannte BIC-Code.
Für eine Überweisung innerhalb der EU gibt es ein spezielles Überweisungsformular.
Unsere „Gastfamilie“ hatte sich auch prompt gemeldet, dass das Geld eingegangen ist. Ich habe letztens erst einmal eine Straßenkarte im Maßstab 1:275 000 erstanden. Großer Vorteil dieser Karte ist: unser Heimatdorf Bissy-sous-Uxelles ist dort verzeichnet.
Tobi hat einen neuen International gültigen Ausweis erhalten, meine International gültigen Ausweise sind bestellt (die mit den Panzerknackerfoto, hihihi – frontal von vorne mit Doppelkinn und Todesmine) – die grüne Versicherungskarte für „Gulliver Frogger“ ist auch da – nun muss das Baby nur noch zur Inspektion, zum Zahnriemen-Wechsel-Termin, zum Reifenwechsel….
Gulliver bekam ein neues Zuhause und „Kasimir Blue“ heißt mein neuer Reisegefährte
Wo wir überall waren, von Bissy-sous-Uxelles aus: Chapaize – Cormatin – Cluny – Taizé – Mâcon – Abtei Fonteney – die Grotten von Azé und Blanot – Tournus – St-Gengoux-le-National – Chalon-sur-Saône – Louhans – Chateau de Pierre de Bresse – Bourg-en-Bresse (Kloster und Kirche von Brou) – La-Chapelle-de-Guinchay – Beaujeu – Charolles – Digoin (Pont-Canal) – Solutré – La Rochepot – Châteauneuf-en-Auxois
Für eilige: Klickst du! Guckst du!

Tagebuch über einen Schnupperkurs Burgund
Sa, 08. April Anno 2006
Anreise
Um 4:00 Uhr war die Nacht zu Ende – um 4:45 Uhr habe ich Sylvia + Tobi eingeladen -auf ging es
Hochlarmark – Crange – Luxemburg (einmal preiswert den Tank gefüllt für weniger als einen Euro und Fahrerwechsel) – Frankreich! bis nach Bissy s/s Uxelles
Sonne – 20 Grad – und das Haar liegt
Angekommen sind wir so ca. um 15 Uhr nach knappen 780 km – da wir so früh waren, haben wir erst einmal einen Spaziergang durch die Felder und Wälder der Umgebung gemacht – ca. 1 1/2 Std.
Charolais Rinder und Schmetterlinge, „Kleine Füchse“ sagt Sylvia, fotografiert
Wir wurden sehr herzlich durch den Hausherrn empfangen – und als er Tobi sah konnte er es nicht lassen uns mit einem Augenzwinkern zu necken und zu fragen ob das „le canin“ sei – jaja, deshalb wollten wir ein Zimmer mit Küche.
Wir haben einen riesigen Raum „unser Wohn-Ess-Koch-Schlafzimmer“ mit angrenzendem Badezimmer mit Extra WC-Raum
mit Pupet dem Haus- und Hof-Beauceron durfte ich auch schon Begrüßungshöflichkeiten austauschen
Nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten, drei Minuten die Füße hochlegen konnten, fuhren wir über die Dörfer, auf der Suche nach Wein – in Chapaize, sozusagen im Schatten der Kirche wurden wir fündig – die Frau war sehr nett und nachdem ich ihren Wortschwall mit „Bonjour Madam. Pardon, non parle francais“ beantwortet hatte klappte die Verständigung mit einzelnen Wörtern ganz gut. Eine Flasche Vin rouge Mâcon Superior und eine Flasche Chadonney.
Wieder auf der Straße wird uns wieder bewusst – wir sind in der Nähe von Taizé. Ein Mann sprach uns an und fragte ob wir Richtung Taizé fahren würden. Leider nicht.
Zum Abendbrot gab es „Spagetti Vin Rouge Napoli“. Um 22:00 Uhr lagen wir alle drei fix und fertig in der Koje.
So, 09. April 2006
Regentropfen, die an die Fensterscheiben klopfen
Arbeitsteilung: Abwasch/Gassi – geduscht – Frühstück
Es gab zwei Sorten Ziegenkäse und zwei Sorten Ziegenquark. Wir haben alle durchprobiert – ich habe Ziegenkäse gegessen!!! Es gab Kaffee aus der Müslischüssel – ja!
Strecke von Bissy sous Uxelles – Cormatin – Cluny – Azé, Besichtigung der Grotte (prähistorische Höllen und unterirdischerFluss) – St-Maurice-de-Satonnay – Laize – Hurigny – Mácon
Parkplatz – Spaziergang durch ausgestorbene Straßen – anschließend zur Saone gefahren und über die Brücke St-Laurent zum gegenüberliegenden Saone Ufer um die Brücke vom Ufer zu fotografieren, ein einsamer Schwan gab das auflockernde Element
Rückfahrt mit Tankstop und Weiterfahrt nach Cluny. Auf dem Weg dorthin sind wir hoch nach Berze-la-Ville gefahren, dort auf dem Berg ging die Straße nicht mehr weiter – also flott gedreht und zurück (mit Bergdörfern stehe ich auf Kriegsfuß, definitiv!). Stadtrundfahrt durch Cluny, am Platz der Abtei geparkt und in der Brasserie du Nord einen Snack mit Dessert und Kaffee zu uns genommen. Nach der notwendigen Stärkung, am Hotel Bourgogne und dem Landesgestüt vorbei mit einem Schlenker durch die Gassen, zu den Resten der ehemaligen Abtei/Kirche.
Von dort aus ging es mit einem Fotostop bei Familie Schaf, der leckeren Sorte Charolais Rind und den Nachbarn Pferd weiter nach Cormatin, wo wir beim Bäcker das Lebensmittel einkauften von dem man nur die Endstücke essen darf (was der Franzose unterm Arm trägt) kurz eine der vielen Baguette Sorten, dazu ein Brot und einen NATÜRLICHEN-Kuss und einen SCHOKO-Kuss(baiser).
Auf der Straße sahen wir ein Hinweisschild auf irgendeine „Kunstausstellung“. Die nahmen wir auch noch mit. Ich zeigte Sylvia das „nette Schneidewerkzeug mit der Stubenfliege“ – auch als Besteck erhältlich.
Fix und alle, aber glücklich und zufrieden landeten wir in unserem Domizil.
Mo, 10. April 2006
Regen und Schnee im Beaujolais
Gefrühstückt und um ca. 10 Uhr ging es los: über Tournus nach Solutre – prähistorischer Pferdefelsen. Bei 2 Grad kletterten wir den längeren und nicht ausgebauten Weg hinauf. Bis ganz oben! Und schauten vom Rand in den Abgrund. Auf den Weg nach unten suchten wir Steine, die wir in den Hundekottüten aus Mâcon nach unten transportierten. Mittagspause auf dem Parkplatz.
Von Solutre ging es Richtung Mâcon und von dort aus „ins Beaujolais“. Beim ersten Winzer bekamen wir nichts – die hatten Mittagspause. Beim zweiten Winzer hatten wir mehr Glück. Erst kamen zwei noir et rouge Hunde an, diese franz.Rasse die an einer Kreuzung von Dobermann mit Schäferhund erinnert, und nachdem wir geklingelt hatten erschien ein Junge, der sagte das er seinen Vater rufen wird. Das dauerte etwas, so wie es aussah kam er mit seinem Wagen direkt aus dem „Weinberg“. Wir haben vier Weine probiert, drei rote und einen weißen. Nach dem „Großeinkauf“ von 18 Flaschen ging es über die Berge nach Beaujou.
In Beaujou machten wir einen kleinen Rundgang und weiter ging es über die schneebedeckten Pässe Richtung Cluny. Auf dem Weg nach Hause, machten wir einen Abstecher nach Taizé.
Heute Abend wollen wir essen gehen. In Cormatin, Hotel an der Kirche.
Di, 11. April 2006
Sonnentag bis 11 Grad, trocken – Wind: süd-süd-west, leichte Flaute – Mannschaft: alle an Bord und bei Gesundheit – Proviant: neigt sich dem Ende zu
Wir gehören schon zum Inventar des Hauses. Die Gäste kommen und gehen. Heute ging es in den Osten! Erst nach Pierre-de-Bresse über Buxy und Feldwege. In Pierre de Bresse haben wir uns das Schloß angesehen und Misteln mit der goldenen Sichel gesammelt (vielleicht hilft es bei mir).
Danach ging es nach Louhans. Das Hotel Dieu konnten wir leider nur von außen betrachten (Dienstag ist Ruhetag). Also kreuzten wir bei mäßigem Wind durch die Altstadt.
Weiter ging es nach Tournus. Dort parkten wir an den Ufern der Saone und bummelten durch die malerische Altstadt. In einem netten Cafe nahmen wir einen Pot Kaffee zu uns und Tobi bekam von dem netten Kellner einen großen Eimer Wasser. Auf der Rückfahrt hielten wir noch kurz in Brancion um das alte Schloss im Bild festzuhalten. Drei mutige Paragleiterflieger übten über den Rinder- und Schafherden.
Mi, 12. April 2006
ich sage nur „Mäh“=Ziege=chevre
Wir wollen über Charolle und Fonteney nach Digion! In Charolle soll es jeden Mittwoch ab 11 Uhr einen Schafsmarkt geben. Fonteney ist eine Geschichte für sich und in Digion geht der Canal du Centre via Aquädukt über die Loire.
Wir fuhren, wie immer, über unsere Hausstrecke Cormatin – Cluny. Hinter Cluny wollten wir parallel zur Schnellstraße fahren. Da hatten wir wohl eine Abzweigung verpasst. Es ging über die Berge, mit einem Gefällev on 13 % – einfach geil!
In Charolle waren wir kurz vor elf. Als erstes kamen wir an eine Rinderauktionshalle, da diese meistens sehr früh beginnen – so kann man es vielfach nachlesen -, achteten wir nicht darauf. Ich Idiot.
Charolle ist ein nettes Städtchen, mit drei Einbahnstraßen, drei Supermärkten, einen Wochenmarkt, vielen Viehtransportern, aber ohne Schafsmarkt! Uns riss der Geduldsfaden. So ging es weiter nach Digion. Hier gab es ganz viele Straßen und viele Brücken. Das Aquädukt fanden wir auf Anhieb. Viola!
Ein riesiger Kahn war gerade aus der Schleuse gefahren und nahm Maß für das Aquädukt – da war nicht viel Platz!
Nach diesem Schauspiel wollten wir uns Fonteney ansehen. Das „Dorf Fonteney“ lag verschlafen zwischen satt-grünen Feldern mit vielen Charolais Rindern. Mehr gab es dort nicht! Schon gar nicht eine Abtei.
Also fuhren wir nach Cluny. Diesmal schauten wir uns die Stadt etwas an und bummelten durch die Gassen. Nach einem Cafe au lait ging es – mit einem Tankstop – zurück. Auf dem Heimweg suchten wir schon einmal ein Restaurant für unser leibliches Wohl.
Nachdem der Hund versorgt war, wir einen Kakao-Cafe getrunken und uns etwas erholt hatten, ging es zum Essen.
Das Restaurant hatte schon geöffnet. Wir waren die ersten Gäste. Bonjour Madam. Pardon, no parle francais. Un table voutre deux personnes? – Die Hausherrin hat sich wirklich gefreut, das wir uns soviel Mühe gaben und führte uns in die Gaststube an einen Tisch.
Uns wurde die Karte gebracht und auf englisch/französisch erklärt was die Vorspeisen, Hauptgerichte usw. sind und was sie enthalten. Mir lief schon bei der Wort- und Gestenreichen Erklärung das Wasser im Munde zusammen. Beidem chevre fehlte der Gastwirtin das englische Wort, ich sagte nur „mä-äh“. Großes Gelächter, aber richtig erkannt. Wir entschieden uns für einen „Hasentopf“ und ein Beouf, als Aperitif gab es einen Kir und einen Rotwein der Region. Das Essen war einsame Spitze, ich hätte mich in den Hasentopf reinlegen können. Die Hausherrin nahm sich für jeden Gast Zeit, zum Reden oder einfach nur zum Nachfragen. Dieses Restaurant können wir nur empfehlen.
Aux Berges de la Grosne, 71460 Ameugny, Cormatin, 03-85-50-17-68
Do, 13. April 2006
Spagetti a la Bourgogne
Heute soll es zur Abtei Fonteney gehen. Und nicht ins Dorf Fonteney. Zweieinhalb Stunden Fahrt über Land, Berg und durchs Tal, winzige Dörfer, Rinder mit einem Viadukt und Weinstöcke. Ich musste einen steilen Abhang hinauf klettern und wenigstens am Anfang des Viaduktes nach unten zu blinzeln. Diese Bogenbrücken ziehen mich magisch an.
Die lange Fahrt hatte sich wirklich gelohnt. Die Abtei war/ist einen Besuch wert. Auch Toby durfte mit hinein (ohne Eintritt).
Über einen Ort des Glaubens zu einer Papierfabrik, über den ersten mechanischen Dampfhammer in Privatbesitz und Rückbau auf die heute zu sehenden Gebäude. Die unterschiedliche Nutzung hat die Abtei vor dem Verfall oder gar der Zerstörung bewahrt. 300 Mönche lebten und arbeiteten hier.
Zurück wollten wir über die A6, aber die Auffahrt war kurzfristig gesperrt, wegen Reinigungsarbeiten. Welch glückliche Fügung, so fuhren wir parallel zur A6. In der Ferne konnte man eine Burg sehen. Wie sich herausstellte war es Chateauneuf, also fuhren wir hin. Bummelten durch die Gassen, konnten uns das Hotel ansehen, was in unserer Engeren Auswahl gestanden hatte und stärkten uns mit einem Cafe. Als nächstes blinkten die bunten Dachziegel von Rochepot durch die Bäume. Wir fuhren zu einem Fotostop hin. Danach ging es durch Weinfelder soweit das Auge blicken konnte und einem kurzen Einkaufsbummel im Supermark – es war schon nach 18 Uhr – zurück nach Hause.
Es gab Spagetti a la Bourgogne, mit frischen Tomaten, Paprika und frischem Knoblauch. Dazu reichte „das Haus“ einen Wein aus dem Beaujolais, einen 2004 Chénas.
Karfreitag, 14. April 2006
Über-Land
Wir hatten vor, von Dorf zu Dorf zu bummeln. Der Erste Halt lag auf den Weg nach Buxy, es war St.-Gengoux-le-National. In der Kirche – ich habe mein Versprechen gehalten – spendete ich eine Kerze. Fast alle Geschäfte hatten „Wappenschilder mit Zunftangaben“ angebracht. Am Dorfbrunnen sprach uns eine ältere Frau an, woher wir kommen, wie uns die Gegend gefällt, ob wir französisch sprechen würden? Auf englisch hieß sie uns Willkommen und wünschte uns eine schöne Zeit.
Über Buxy ging es nach Chalon-sur-Saône. Hier bummelten wir über den Wochenmarkt, sahen uns das rege Markttreiben von einem Café aus an, -ich probierte an einem Salamiestand mehrere Sorten und erstand eine Wildschweinsalami. Die Marktstände zogen sich durch die halbe Stadt. In einer Bäckerei erstand ich zwei Baguettes für Sylvia, mein und Tobis knurrende Mägen. Wir verzerrten die belegten Weißbrotstangen zwischen Rathaus und Kirche. Ich ging noch flott in die Kirche um sie mir auch von innen anzusehen. Als ich wieder herauskam, näherte sich eine Karfreitagsprozession.
Zurück am Auto, gab es die Möglichkeit für Toby das Bein zu heben und für uns, unsere Brotration (die Sylvia jeden morgen machte) zu vertilgen. Weiter ging es nach Givry. Von dort aus sind wir der Route de Grand Vin gefolgt (Mellecey, Mercurey, Uluze? – hier kann ich meine Klaue nicht mehr lesen). Rinderbilder, Tour-de-France-Vorbereiter-im-gelben-Trikot und zurück nach Hause. Am Haus machten wir noch Ziegenbilder und begaben uns auf die Suche nach dem Weingut Uxelles, ohne Erfolg.
Abendessen
Sa, 15. April 2006
Friesenwetter in Burgund
Wir wollten nach Mâcon zum Markt. Es regnete in Strömen, Als wir in Mâcon ankamen, änderten wir unseren Plan und entschlossen uns zur Weiterfahrt nach Bourg-en-Bresse. Auch mit der kleinen Hoffnung, das es irgendwann aufhören wird zu regnen.
Dort haben wir uns im Stadtteil Brou die Kathedrale angesehen (es regnete immer noch). Den größten Wolkenbruch verbrachten wir in einem Restaurant bei heißem Kaffee, Toby unterm Tisch mit der Wirtsfrau und den Töchtern (die lagen fast vor dem Hund, so wurde er bewundert und angehimmelt).
Zurück ging es wieder über Mâcon, mit einem Einkaufsabstecher bei Decathlon , nach Cluny. In Cluny überlegten wir – es regnete immer noch -lass uns doch zu den Höhlen von Blanot fahren. Wir machten eine Grottenbesichtigung mit einem sehr undeutlich sprechenden Franzosen und seinem sehr netten „Lehrling“ Christoph. Es gab eine Fledermaus im Flug – direkt vor meiner Nase flatterte sie lang – eine Fledermaus im Schlafrock baumelte vorSylvias Nase von der Decke herab rum. Als Wir aus der Grotte raus krochen hatte es aufgehört zu regnen. Wir fuhren zurück nach Cluny – mit einem Dicke-Pferde-Fütter-Stop (ich liebe Kaltblüter).
In Cluny bummelten wir bei SONNENSCHEIN durch die Gassen. Lungerten im Straßencafé rum und genossen die wärmenden Strahlen der Sonne.Und einen Grand Bleu de Gascogne konnte ich Sylvia auch noch zeigen.
In Chapaize kauften wir noch etwas Wein. Ich durfte Pupette (dem Haus- undHofhund) ein Leckerchen geben. Nach einer kurzen Rast auf dem Bett machten wir uns frisch, ich holte die saubere Hose hervor und ab ging es zum Abendessen in „unser“ Restaurant Aux Berges de la Grosne. Heute bediente Madam und Sohnemann. Vadda (der Koch) fluchte und sang bei lauter Opernmusik in der Küche. Ab und zu schrie er, dann hat er wohl einen Finger erwischt! Der Sohn – dieser Charmeur hat mich „hops“ genommen – das kommt davon bei drei Wörtern französisch. „S“charmantes lächeln – ich bestelle einen petit noir – er fragt mit diesem lächeln: petit-petit? – Qui petit-petit -Ich Idiotin!!! – Ein Staubpartikelchen von Kaffeebohne traf auf ein Elemantarteilchen H2O.
Zuhause machten wir uns über die Flasche Mâcon Superior her
Ah! Ich habe heute einen Irish Wheaten Terrier getroffen, Einstein.
Ostersonntag, 16. April 2006
Abreise – 7 Stunden Steinschlag
Daumen hoch – Sylvia hat uns immer ans Ziel gebracht! Egal wie klein die Straßen auf der Karte waren. Selbst, wenn es keine Straßen mehr gab, sondern nur noch Feldwege.