2012 Afrika pur

Reise-Tagebuch

Kreuz des Südens
Südafrika, Namibia, Botswana, Sambia

Endlich! Nach monatelanger Suche haben wir eine Reise gefunden.
Afrika pur! Von Cape Town bis zu den Vic Falls

3.765 Kilometer laut Routenplaner

3.765 Kilometer
laut Routenplaner

Samstag, 20.10.2012

Anreise: Herten – Recklinghausen – Düsseldorf – London – Kapstadt

Wir fliegen von Düsseldorf nach London (16:45 bis 17:15) und über Nacht von London nach Kapstadt (Abflug 19:30). Der Abflug in Düsseldorf verzögerte sich um 45 Minuten. Dadurch hatten wir in London nicht mehr sehr viel Zeit zur Verfügung, an der Sicherheitskontrolle war die Hölle los und wir standen natürlich ganz weit hinten in der Schlange.

Mit der Flughafen-Metro mussten wir zum Terminal 5 B fahren. Bevor unser Flug aufgerufen wurde, hatten wir nur noch Zeit für eine Pullerpause und um uns Getränke zu kaufen. Im Nachhinein gesehen war das der Vorgeschmack für die Tour:
Getränke kaufen, Pullerpause und Abfahrt!
Wir saßen getrennt, da der Flieger ausgebucht war. Sylvia zitterte in Reihe 34 und ich schlummerte in der Reihe 31.

Sonntag, 21.10.2012

Kapstadt

Laut unserer Hotelliste ist das Sweet Lemon bzw. Sweet Orange vorgesehen

Wir landeten in Cape Town um 7 Uhr 30. Als erstes tauschten wir direkt an den Kofferbändern ein paar Euro gegen Rand. Eigentlich wollten wir auch Namibia $ erstehen, aber es hieß die gibt es nur in Namibia (wie sich später heraus stellte, wird in Namibia auch mit Rand bezahlt).

Auf der Suche nach unserem Abhol-Service, trafen wir auf Wolfgang, der etwas gehetzt aussah. Von unserer Reisegruppe waren noch 4 weitere Personen in unserem Flieger gewesen, Annette+Gerd, Jutta+Peter. Wolfgang, unser Tourguide, brachte uns zum Sweet Orange. Falsches Hotel, wir waren im Zitronenhaus untergebracht. An einer Querstraße hielt unser Guide. Ab hier mussten wir zum Sweet Lemon laufen. Puh, wie die kleinen Packesel den Berg hinauf. Natürlich mit Gepäck.

Wir beide bekamen eine Sweet Suite zugewiesen. Dachterrasse, Wohnzimmer mit Kamin, Schlafzimmer, Badezimmer, Wohnküche und Atelieretage. Jedem was ihm gebührt, oder wie Gerd sagte: Jeder bekommt, was er verdient.

Nachbars Katze

Wilde Tiere: Eichhörnchen von Cape Town, Perlhühner am Signal Hill

Montag, 22.10.2012

Kap der Guten Hoffnung – Biggi fällt ins Meer

7:00 Uhr ein perfektes Wohlfühl-Frühstück (ja, wir mußten imUrlaub um 6:00 Uhr aufstehen). Da wir so früh wach waren halfen wir schnell beim eindecken des WG-Frühstückstisches.

Heute soll es zum Kap der Guten Hoffnung gehen, dann zu den Brillenpinguinen und anschließend, je nach Wetterlage, auf den Table Hill. Juchuuu!!! Da der Truck im Innenraum nur 16 Sitzplätze hat, wir aber 17 Teilnehmer sind, soll immer einer vorne beim Fahrer sitzen. Heute durfte ich vorne sitzen, links neben dem Fahrer.

Am Kap angekommen gab es zwei Möglichkeiten. Entweder zum Aussichtspunkt Cape Point hochlaufen oder runter über das Kap der Guten Hoffnung. Wir haben uns für den Wanderweg nach unten, über den Kapfelsen entschieden. Wolfgang hat die Zeit für diese Strecke mit 45 Minuten angegeben. Klar, aber nur im Guide-Eilschritt. Die Gruppe, nicht nur wir, hat das Doppelte dafür benötigt, und wir mussten uns trotzdem noch beeilen.

Als alle Wanderer am Bus waren, fuhren wir zu einer Kolonie von Brillenpinguinen, die sich aus unbekannten Gründen in Simon´s Bay niedergelassen hatten. Wahrscheinlich stehen die auf Touristen und werden gerne tausendfach abgelichtet!
Sylvia schrieb: „Beim Turnen am öffentlichen Strand hatte Biggi einen kleinen Ausrutscher, aber alles noch mal gut gegangen.“
Sorry, ich bin ins Meer geplumst! – Gut dass dies niemand aus der Gruppe gesehen hatte. Smile!

Wir hatten den ganzen Tag tolles Wetter, nur der Tafelberg war in sein weißes Tischtuch gehüllt. Wieder nichts mit Seilbahn fahren. Letzte Chance, morgen nach dem Frühstück.

Zum Tagesabschluss hat uns Wolfgang, mit vielen guten Ratschlägen, am malayischen Viertel (Bo Kaap) abgesetzt. Geht nicht oberhalb dieser Straße, bleibt nicht bis nach so-und-soviel Uhr im Viertel. Passt auf euch auf. Ja, Uncle Wolfi. Wir wollen uns doch nur in aller Ruhe das Viertel ansehen und nicht überall a-la-Bus-Touristen dran vorbei gefahren werden. Meine Nase kann ich mir auch am Laptop platt drücken, dafür muss ich nicht so weit fahren. Ich will was erleben, sofort. Wie soll man sonst Land und Leute kennen lernen, wenn man nicht aus dem Truck kommt und nicht mal Hallo sagen kann. Also los, und ein paar schöne Bilder einfangen die wir mit nach Hause nehmen können. Der Rest der Truppe ließ sich zur Waterfront zum shoppen kutschieren.
So, schnell Johannes anrufen, sonst wird das nie was mit dem gemeinsamen Treffen.

Nachdem wir durch das Viertel Bo Kaap geschlendert sind, haben wir im Wale Rose gesessen einen Kaffee getrunken und auf Johannes und Sabine gewartet. Wir sind dann ins Sotano gefahren, hier hatten wir eine kleine Bierverkostung und natürlich ein leckeres Abendessen mit vielen spannenden Geschichten.

Wilde Tiere: schwarze, dicke Eidechse, Klippschliefer mit Babies, Strauße, Pavian und Brillenpinguine

Dienstag, 23.10.2012

Kapstadt – Cederberge

Unterkunft: The Old Village, Tel +27 22 921 3963

Es hat die ganze Nacht gestürmt. Türen haben geächzt, Fensterläden geklappert und der Wind heulte durch die Spalten.
Diesmal waren wir vor dem Wecker wach, der um 6:00 Uhr seinen Dienst tat. Also duschten wir in aller Ruhe, packten unsere sieben Sachen und gingen zum Frühstück.

Abreise um 8:00 Uhr an der Straßenecke. 18 Reisetaschen, darunter die eine oder andere in Kleiderschrankgröße und das Truck-Ende eine Kombination aus Kofferraum und Speisekammer ist rappelvoll.

Aufgrund der Sturmböen blieb die Seilbahn am Tafelberg geschlossen. So blieb uns nur die windige Aussicht von der Gondelstation. Seufz. Ich war nicht auf dem Tafelberg, schnief. Ein Grund wiederzukommen.

Bevor die Reise los ging, mussten wir noch an der Dinkel Bakery frisches Brot und Brötchen für die nächsten Tage einkaufen. Einen letzten Blick auf den Table Hill genossen wir vom Bloubergstrand aus. Hier gab es noch ein schnelles Fotoshooting von Out of Africa Safaris.

Unser nächster Halt liegt noch 2 Stunden Autofahrt von uns entfernt. Es war ein Spar-Laden in Moorreesburg. Hier konnten wir uns mit Getränken, Sylvia und ich zusätzlich mit einem Strom-Adapter und einem leckeren Rotwein, eindecken. Die Fahrt ging weiter durch die Gegend um Malmesbury, hier wird hauptsächlich Wintergetreide angebaut, sagt der Guide. Gut zu wissen. Mit der Überquerung des Passes, verließen wir die Kap-Berge.

Hinter dem Pass lag unsere nächste Unterkunft. Modderfontein lag am Fuße der Cedarberge am Olifant River.
Wir bekamen mit Peter und Petra, unsere Bayern, „Bain’s Cottage“ zugewiesen. Irgendwo im Nirgendwo. Dafür genossen wir den Vorteil des persönlichen Shuttle-Services durch die Chefin. Der Weg zu Fuß,soll ca. 30 Minuten dauern. Ja-Nee-Is-Klar!
Während wir unsere Unterkünfte bezogen, bereitete Wolfgang einen Mittagssnack am Truck zu.

Ich habe zu viel Kraft in den Händen. Habe die halbe Klotür beim schliessen in der Hand. Die Chefin kurz informiert, das die Schrauben der Klinkenbeschläge nicht sehr haltbar sind. Sie ließ es während unserer Abwesenheit reparieren.

Chris, der Sohn des Eigentümers der Farm, holte uns ab um mit uns zu einer Wanderung zu den Felszeichnungen aufzubrechen.
Plötzlich rief jemand: Wer kommt aus Recklinghausen? – ? – Ich! Eine Frau schoss auf mich zu und stellte sich als Ingrid vor. Ingrid kam aus Speckhorn. Ihre Familie ist ausgewandert, als sie noch ein Kind war. Die Welt ist ein Dorf. Leider musste ich los zur Wanderung und es blieb keine Zeit zu reden.

Chris holte noch Ben ab. Ben war ein Basset der uns den Weg von Schlangen und Pavianen freihalten sollte. Durch Felder, dichtes Unterholz und über Felsen mussten wir uns schlagen um die Felsmalereien zu sehen. Nach zwei Stunden waren wir wieder zurück.

Zwei Black Label (Carling nicht Darling Beer) dann schnell noch ins Cottage und um 18:00 Uhr gab es eine kleine Runde, bei der uns der Herr des Hauses die Entstehungsgeschichte von Modderfontein erzählte. Der Abend wurde abgerundet durch ein sehr leckeres Abendessen, für dass ich vorher im Weinkeller einen Chadonnay „Darling Cellars“ aussuchen durfte. Sehr beschwipst kullerte ich in mein Bettchen.

Wilde Tiere: Rinderherden
Tageskilometer: ?

Mittwoch, 24.10.2012

Cederberge – Richtersveld Nationalpark

Unterkunft: Frontier oder Oewerbos River Camp
Um 6:00 Uhr sollte der Wecker gehen, doch irgendetwas auf dem Hausdach weckte mich schon vorher. Affen? Große Vögel? Ich schnappte mir die Kamera und schlich barfuß und im Schlafanzug nach draußen. -> Nichts!

Nach dem Duschen machten wir uns auf den Fußmarsch zum Haupthaus. Unser Gepäck stellten wir an der Haustür ab, Petra und Peter hatten versprochen es für uns mitzunehmen. Auf dem Weg sahen wir eine kleine Gruppe Klipspringer, viele gelbe und orangene Vögel und dicke Käfer. Die vorgegebenen 30 Minuten haben wir verdoppelt, trotzdem kamen wir pünktlich zum Frühstück um 7:30 Uhr an.

Es lagen 6 Stunden reine Autofahrt vor uns. Pünktlich um 8:30 Uhr machten wir uns auf den Weg und folgten der N7. In Springbok wurden wir am Supermarkt heraus geschmissen, damit wir uns für die nächsten Tage mit Getränken eindecken konnten. Unser weiterer Weg führte uns zum Orange River. Dort bezogen wir unser Luxuszelt im Oewerbos River Camp direkt am Wasser. Ein Teil der Gruppe war im Frontier untergebracht. Um 18:00 Uhr war Treffpunkt, über Schotterpisten fuhren wir zu einem Camp mit Bootsverleih wo wir unser Abendessen serviert bekamen. Hmmm, lecker! Die leckeren Sachen wurden in Gusseisernen Dreibeinen im Holzkohlefeuer gegart. Ein Braii!
Hier bei The Growcery sollte morgen auch der Endpunkt unserer Paddeltour auf dem Oranje sein.

Wilde Tiere: Klipspringer und ganz viele Webervögel
Tageskilometer: 540

Donnerstag, 25.10.2012

Richtersveld Nationalpark – Fish River Canyon
leerer Tank?

Unterkunft: Canyon Mountain Camp
Vor dem Wecker (6:00 Uhr) von lautem Vogelgezwitscher geweckt worden! Eine gute Gelegenheit um ein paar Fotos vom beginnenden Tag vor dem Zelt zu machen. Da die morgendliche Toilette mehr als kurz ausfiel, Zähne putzen musste genügen, konnten wir das Frühstück bewachen, dass Wolfgang vorbereitet hatte, während er die restlichen Gruppenmitglieder vom Zeltlager Frontier abholte.

Die Hunde des Camps holten sich ihre Streicheleinheiten ab und tobten mit einem Weimaraner Urlaubshund um die Wette. Einer der Camphunde – ein echt hübscher Kerl – pinkelte unsere Rucksäcke an. Der blöde Köter! Und? Wie immer bekam nur meiner was ab. Shit happens.

Nach dem Frühstück ging es zur Paddeltour auf dem Orange River, der als Familienfluss bezeichnet wurde, da er heute so still vor sich hin floss. Die allererste Paddeltour in meinem Leben. Nach einer kurzen Einweisung begann der Spaß! Wie versprochen wurden wir bis auf die Haut nass, egal, es hat einfach nur Spass gemacht.

Nach mehreren Stops und einigen Stromschnellen kam es auf der letzten Stromschnelle zu einem Überfahr-Unfall. Regina und Angelika wollten uns überholen und über unser Boot hinweg“fliegen“. Bei diesem heimtückischen Enter-Versuch, kenterte ihr Boot und beide fielen ins Wasser. Weg waren sie!

Sylvia und ich wollten schon hinterher springen, da beide nicht sofort wieder auftauchten. Doch zu unserem Glück erschienen ihre Köpfe wieder auf der Wasseroberfläche und alles ging nochmals gut. Wir sammelten Mützen und Badelatschen aus dem Fluss und weiter ging es.

Nach unserer Ankunft im Camp gab es eine erfrischende Dusche und einen leckeren Brunch. Heute waren Sylvia und ich mit dem Abtrocknen dran. Danach ging es on the Road again. Auf zum Fish-River-Canyon nach Namibia!

Unser erster Gruppen-Grenzübertritt stand bevor. Erst an die Schalter der südafrikanischen Grenzbeamten, Ausreisestempel abholen, dann alles wieder in den Truck, drei Meter weitergefahren, alles wieder an die Schalter der namibischen Grenzbeamten, unseren Visumsantrag hatten wir alle vorher schon brav ausgefüllt. Nach ca. 15 Minuten waren wir dann auch hier fertig. Der Guide auch, der verpasste die richtige Abfahrt nach der Grenze und musste drehen.

Doch bevor wir nach insgesamt 5 stündiger Fahrt vom Oranje den Aussichtspunkt des Canyons erreichten, wurde uns ein kleiner Abenteuertrip geschenkt. Tuck-Tuck-Nichts. Der Truck sagte nichts mehr. Erst dachte ich Pullerpause, doch es sah so aus, als wäre der Tank leer. Oh, den letzten leeren Tank im Nirgendwo hatte ich auf Kuba. Alles raus. Führerhaus weg klappen, Tankdeckel abschrauben. Ein Stock wäre toll, aber in der Steinwüste??? Also Ölstab her. Gestochert, Tank ist nicht leer. Hmmm? Starten, alles ok. Einsteigen, bitte. Türen schliessen. Pfiff.

Also weiter zum Canyon. Nach einer kurzen Aussicht über die Schlucht und einer kleinen Wanderung an deren Rand entlang, ging es zu unserer Unterkunft.

Hier wohnten wir mitten im Nirgendwo. Wir wollten an unseren kleinen Burganlage grillen, am Grill war leider kein Licht, so dass wir das Buffett in der Küche aufbauten und im Rittersaal spachtelten.

Anmerkung: Wolfgang kennt den Stern des Südens nicht. I don´t think so.
Tageskilometer: 370

Freitag, 26.10.2012

Fish River Canyon – Namib Wüste
Aug in Aug mit einer Oryx

Unterkunft: Weltevrede, Tel. +26 4 63 683073

Es gab um 7:00 Uhr Frühstück. Richtig! Also wieder um 6:00 Uhr aufstehen. Ich war wieder vor dem Wecker wach. Also schnappte ich mir die Kamera, um den Sonnenaufgang zu fotografieren. Plötzlich guckt mich eine Oryx an. Mist, Mist, Mist. Falsches Objektiv. Egal. Sicherheitsfoto und schon trabte sie an und war weg. Ein schöner Anblick!

Nachdem wir gefrühstückt, aufgeräumt und den Truck beladen hatten, ging es wieder los. Eine Tagestour nur fahren, hieß es. Am Ende des Tages werden es 650 Kilometer gewesen sein.

Unendliche Weiten, wir schreiben das Jahr 2012, der Truck und seine Besatzung erforschen die Namib. Verschiedene Pausen unterbrachen die Eintönigkeit. In Helmaringhausen gönnten wir uns eine Tasse Kaffee inclusive Pullergang für 12 N$.

Den Stop(p) für unser Mittagessen machten wir in der Unendlichkeit. Wir parkten neben einem Baum mit einer riesengroßen Webervogel-Mietskasernen-Kolonie. Unter dem Baum rastete ein Japaner mit seinem Fahrrad. Er war seit 2009 Rund-um-die-Welt unterwegs. Er freute sich über die Einladung zu unserem einfachen Mittagessen und am meisten freute er sich über den kalten Apfel aus der Kühlbox.

Am Abend trafen wir in unserer Unterkunft Weltevrede Guestfarm ein. Mit Wolfgang und Peter noch ein Tafel Beer getrunken, eine geraucht und ab ins Bett. Peter besitzt typische Jugendleiterqualitäten.

Wilde Tiere: Springböcke, Oryx-Antilopen, Strauße und Bergzebras (für den Laien: die mit nur den schwarzen Streifen)
Tageskilometer laut Wolfgang: 650

Samstag, 27.10.2012

Sossusvlei

Kaum war ich im Bett, musste ich schon wieder aufstehen. Der Wecker klingelt, 4:30 Uhr.
Ohne Frühstück sitzen wir um 5:45 Uhr im Truck. Die Lodge hat Backpackers-Survivalpakete geschnürt. Ein Rucksack für zwei Personen mit Kaffee, Joghurt, Brot, Apfel, Ei, Fruchtsaft und einer leckeren Fleischteigtasche.

Es geht in die Namib. Wir fahren zu Big Daddy und später zur Düne Big Mama, die höchsten freistehenden Sanddünen „wo gibt“.

Es ging mit Allradfahrzeugen erst zur Papi-Düne. Hier liefen wir ca. 30 Minuten bis zum Deathvlei, das sich am Fusse der Düne erstreckt. Bei mir hat wohl das Hirn ausgesetzt. Ich habe kein, wirklich kein Foto von dieser bizarren Landschaft gemacht. Liebe Waldfee, dir bekommt wohl die Hitze nicht, oder was? Vielleicht liegt es daran das ich keine Mütze auf den wirren Haaren trage.

Die 4×4-Fahrer brachten uns dann zur Mama Düne. Der größte Teil der Gruppe machte sich auf den Weg, die Düne hinauf. Zeiteinschätzung für den Aufstieg, ca. eine Stunde.
Sylvia und ich entschieden uns unten zu bleiben. Wir faulen Säcke! Dafür stromerten wir durch die Dünenlandschaft, auf der Suche nach schönen Motiven. Plötzlich bemerkten wir eine Gazelle in Panik, die von Touristen aufgescheucht bei uns Schutz suchte. Ich bannte sie auf digitales Zelluloid.

Danach suchten wir uns ein schattiges Plätzchen, bei dem eine Horde wilder, hungriger Tiere auf uns wartete. Sperlinge halt. Die Vogelflüstererin – so Wolfgang – übernahm die Handfütterung.

Nach den Wüstenerlebnissen suchten wir wieder die harte Tour. Es ging in den Canyon Sesriem. Kurz vor drei waren wir wieder auf unserer Gastfarm. Freizeit! Chillen!

Wilde Tiere: Strauße, Springbock, Wüstenschakal, Oryx und nicht zu vergessen der Rinderbulle auf der Koppel mit seine Fru

Sonntag, 28.10.2012

Namib Wüste – Swakopmund
1000 Rand Strafe

Unterkunft: Haus Garnison
Nur kurz! Wir sind in Swakop angekommen. Hier ist es nebelig, kalt und ich habe kein Geld mehr. Wollt ihr mich also retten, so schickt mir Geld und Zigaretten.

Ich konnte die ganze Nacht nicht schlafen. Sylvia fragte am Morgen: Wie viele LKWs sind heute Nacht auf den Hof gefahren? – Es waren keine LKWs! Auch ich dachte erst Wolfgang startet den Truck, wir haben verschlafen, aber es war nur die Klimaanlage von Brigitte und Regina.

Um 5:00 Uhr hieß es wieder aufstehen, Sachen packen, Truck beladen und Plätze sichern. Ich durfte heute vorne sitzen.
Erst ging es zu den Geparden. Diese Tour ließen wir ausfallen. Wir genossen einfach mal die Möglichkeit zu chillen.

Als die Ausflügler wieder da waren, ging es zum späten Frühstück in die Bäckerei von Solitaire. Nein hier wurde nicht das merkwürdige Kartenspiel aus Windows erfunden! Hier gibt es wahre Leckereien. Eine Tankstelle und eine Bäckerei im Nirgendwo. Der Apfelkuchen ist hier, neben dem Brot, der Renner. Kordula konnte sich bei der großen Auswahl von Gebäck und Gelüsten nicht entscheiden. „I changed my mind.“

Danach ging es auf die holprigste Wegstrecke seit wir unterwegs sind. Die Schotterpiste war mehr als schlecht. Grotten schlecht! Der Truck klapperte an allen Ecken, ein merkwürdiges Geräusch in Höhe meiner Knie! Der Konverter für den 12/24 Volt Anschluß verlor alle Schrauben und somit seinen festen Halt.

Als ich HALT rief, legte Wolfgang eine Vollbremsung hin. Der Truck kam etwas schräg zum stehen. 4 Oryxantilopen standen auf einer kleinen Erhöhung. Ein schnelles Foto unter Sylvias Kommentar: „Biggi hat das richtige Objektiv drauf.“

Oryx Antilopen

Der Wüstenwind blies durch das offene Seitenfenster und schmirgelte einen die letzten Hautfetzen von den Wangen. Als die Wüste endete wartete in Walvis Bay eine Verkehrskontrolle auf uns. Wolfgang sollte auf die LKW-Waage und musste vorher seine Papiere zeigen. Es gab Schwierigkeiten mit seiner Fahrerlaubnis. Sein Übergangsführerschein (ihm wurden seine Papiere gestohlen und er wartete auf den neuen Führerschein) wurde am Grenzübergang Südafrika/Namibia nicht gestempelt. Dies hatte zur Folge, dass wir hinter der Ordnungshüterin zur Polizeistation herfahren mussten. Während Wolfgang die Sachlage klärte, er musste 1000 Rand Strafe zahlen, warteten wir brav im Truck. Brav= erste Rettungskommandos wurden zusammen gestellt. Ein Fluchtplan ausgearbeitet. Die Gruppe beschloss zu sammeln, so das Wolfgang nicht alleine dastand.

Unser Mittagessen nahmen wir an irgendeiner Uferpromenade von Walvis Bay zu uns. Es gab ein Brötchen mit einer Scheibe Salami und einen Klecks Thunfisch-Nudel-Salat. Wir warteten auf die Ordnungshüterin, die Wolfgangs Papiere vorbei bringen wollte. Dem Guide wurde die Zeit zu lang, so fuhren wir, auf weiße Autos achtend (ha-ha, in Afrika sind alle Autos weiß) zur Polizeistation zurück. Nach diesem Abenteuer, ohne Aufpreis, ging es weiter Richtung Swakop.

Es waren nur noch wenige Kilometer bis Swakop zu überstehen, wir fuhren über die B2 von Walvis Bay nach Swakop. Unser Hotel ist bis jetzt das einfachste auf der Reise.

Bei unserer Ankunft war die Besitzerin etwas aus dem Häuschen. In der Fahrerkabine sassen zwei Leute, ihr war aber nur ein Guide gemeldet worden. Oje, wohin mit der zweiten Person. Wolfgang beruhigte sie, das ist nur eine Touristen, kein Problem also. Soso.

Sylvia und ich machten es wie immer. Zimmer in Beschlag nehmen, kurz frisch machen und ab ging es die Umgebung erkunden. Während andere noch unter der Dusche standen, hatte ich schon meine Füße im Meer.

Abends ging es dann in Kükis Pub. Hier gab es den besten Springbock und den schlechtesten Thun. Sylvia und ich verabschiedeten uns früh, da nichts los war. Erstaunte Frage: Wie ihr geht? Ich denke: Haste was besseres im Sinn, dann los.

Ein Guide entwickelt sich zum Frumpel.

Wilde Tiere: Oryxe, Grundhörnchen (haben keinen Grund auf einen Baum zu klettern), Springböcke früh morgens an der Quelle vor unserer Terrasse, Strauße, Vögel, Zebras
Tageskilometer: 340

Montag, 29.10.2012

Swakop
Dada-Ruf-Delphine im Sprung fotografiert.

Und schon wieder vor dem Wecker wach geworden. Mails gecheckt, Facebook getextet und das erste Gruppenfoto von Out of Afrika Safaris heruntergeladen.

Um 7:00 Uhr gab es Frühstück, danach sind wir von Stephanie zur Dolphin Tour abgeholt worden. Es ging zurück nach Walves Bay.
Hier verbrachten wir den Vormittag auf einem Katamaran, begleitet von Jay-Jay,dem Pelikan und seiner Familie, sowie von diversen Robben die an Bord kamen.
Nach dem Ablegemanöver, gab es einen leckeren Sherry (Sedgwick’s Old Brown Sherry) und noch einen. Auf einem Bein kann man ja schliesslich nicht stehen. Nur gut, das wir so see- und trinkfest sind.

Neben Pelikanen und Robben an Bord, sahen wir uns die Robbenkolonie an den Austernbänken an. Es war gerade Paarungszeit und die Bullen waren etwas unruhig.
Fliegende Flamingos, wartende Schakale, springende Delphine (Da-Da-Ruft-der-Touri) und große Tümmler kreuzten unseren Kurs.

Um 13:00 Uhr waren wir zurück am Hotel. Wir schoben eine kurze Restroom-Phase auf unserem Zimmer ein, um anschliessend die Stadt zu erkunden und um Sylvia meinen Urlaubsschritt beizubringen. Die rennt, als wäre sie der Guide.

Wir erstanden einen dicken Stapel Postkarten mit dazugehörigen Briefmarken und Luftpostaufklebern. Nachdem wir ausgiebig durch die Stadt gekreuzt sind, haben wir im Museumscafe Karottenkuchen und Kaffee genossen. Des Weiteren wollteSylvia überschüssige Dollar tauschen, da Wolfgang sagte dass das Visum 20 $ für Sambia betragen würde und nicht 50 $ wie Sylvia es sich aufgeschrieben hatte. Die Geschichte nahm hier ihren Lauf.

Nach einer erneuten Ruhepause und einer ausgiebigen Postkarten-schreibe-Phase rundeten wir den Tag in einer Pizzeria ab. Hier hatten wir nette Tischnachbarn aus Bayern angetroffen. Petra und Peter hatten die gleiche Idee, Pizza mit einem leckeren Tafel Lager Bier! Yepp. Geniesse das Leben und habe soviel Spass wie nur geht!

Dienstag, 30.10.2012

Swakopmund – Cape Cross – Damaraland
Euphorbia – grüner, giftiger Busch

Unterkunft: White Lady Lodge

Oh es geht wieder los! 6:00 Uhr aufgestanden, 7:00 Uhr Frühstück, 8:00 Uhr Time to say Goodbye Swakop. Es lag eine dichte Nebelschicht auf der Stadt und es war arschkalt. Sylvia fand es erfrischend kühl.

Es ging über eine Salzstraße, die aufgrund der feuchten Wetterlage wie Schmierseife war, zu einer Robbenkolonie am Cape Cross. Wir mussten am Tor warten, da die Robben“ernte“ noch nicht beendet war.
Robbenernte? Drei Monate im Jahr, dürfen jeden Tag Robben abgeschlachtet werden. Bis 10:00 Uhr, dann öffnet der Park und eine friedliche Welt wartet auf den ahnungslosen Touristen.
Während Wolfi die Eintrittskarten erstand huschten wir mal schnell … RICHTIG! … zum Pullern.

An der Kolonie von Zwergpelzrobben angekommen öffnete ich wie gewohnt meine Beifahrertür um hinaus zu hüpfen und die Meute aus dem Truck zu lassen. Ein penetranter Geruch schlug mir entgegen, begleitet von unzähligen Blökenden Rufen Hunderter von Robben. Doch man gewöhnt sich schnell daran. Wir hatten etwas Zeit zum fotografieren, leider wieder zu wenig für Sylvia und mich, da wir es nicht schafften an den beiden Kreuzen der Portugiesen vorbei zu schauen.

Hier an der Stelle landete der erste Portugiese. Die Portugiesen stellten Steinkreuze auf, um Stellen auf dem Weg von und nach Indien zu markieren und andere portugiesische Schiffe auf Wasser, Fleisch oder Handelspartner aufmerksam zu machen.
Dieses Padrão (port. für: Muster, plural: Padrões) ist eine Steinsäule mit dem Wappen Portugals, sowie einem Kreuz an der Spitze. Auf den Säulen stand in lateinischer und portugiesischer Sprache das Jahr der Aufstellung, der Name des Seefahrers und des regierenden Königs.

Unser Truck

Auf dem Weg ins Damaraland durchquerten wir die Filmproduktion von Mad Max IV. Leider durfte man hier nicht fotografieren. Aber wir erhaschten den einen oderanderen Blick auf den Fuhrpark der merkwürdigsten Umbauten an Fahrzeugen, die ich je gesehen hatte, für die Produktion. Ein VW Käfer war auch darunter.

Ups. was ist das? Schon wieder eine Verkehrskontrolle! Führerschein, Frachtpapiere für die mitgeführten Touris und was sonst noch dazugehört. Wolfi und ich waren natürlich nicht angeschnallt, vergeblich versuchten wir auf der Schotterpiste den Gurt anzulegen, der arretierte aber nicht. Dann halt nicht! Wir zogen unsere Pullis aus, damit es wenigstens wie gewollt aussah. Wir durften passieren, mit der Ermahnung uns anzuschnallen.

Nach einer kurzen Tankpause gab es einen Stop bei den Himbas. An einer Wegkreuzung hatten sie ihr Lager und einen kleinen Stand mit ihrerHandwerkskunst aufgebaut. Hier steckten sich einige unserer Mitreisenden an der seltenen Ich-muss-noch-eine-Kette-kaufen Krankheit an. Am Straßenrand stand ein großer grüner Strauch. Eine Euphorbia Damara, ein Wolfsmilchgewächs, für Menschen hochgiftig, führt zu Verätzungen der Haut, teilweise beim Kontakt mit den Augen bis zur Erblindung (das ist, wenn man zuviel guckt).

Am frühen Nachmittag sind wir dann endlich an der White Lady Lodge angekommen. Schnell die Chalets beziehen, der Truck wurde unter einem Baum vor den Hütten – Dank eines Astes – sicher verkeilt, sodass wir in Ruhe unser Mittagessen einnehmen konnten. Schnell noch pullern und ab ging es zur „WhiteLady“. Diese alte Felszeichnung zeigt keine Lady die sich zum Ball der einsamen Herzen aufmacht, sondern einen Shamanen der Buschmänner. Die Felszeichnungen werden auf zwei- bis viertausend Jahre geschätzt.
Nach 2/3 der Strecke mussten wir Sylvia als Wegmarkierung für unseren Heimweg zurück lassen. Es war brütend heiß in der Schlucht, das was man sich in flüssiger Form zuführte erreichte kaum das Zäpfchen und bildete kleine verdampfende Wölkchen auf der Haut. Auf unseren Rückweg sammelten wir Sylvia wieder ein.

Den Tag beendeten wir bei ein paar Fläschchen Tafel Lager Beer und einem kurzen Gespräch mit einem netten Kerl der nach dem Weg zu seinem Zelt fragte. Hier an unseren Behausungen rechts vorbei fahren junger Mann. Totsiens, meneer!

Wilde Tiere: Zwerkpelzrobben, Schakal
Tageskilometer: ?

Mittwoch, 31.10.2012

Damaraland – Etosha Nationalpark
Plattfuss in Afrika

Unterkunft: Tarentaal Guestfarm
Wir hatten uns gestern Abend spontan für eine Exkursion zu den Wüstenelefanten angemeldet. Treffpunkt war um 5:45 Uhr! Dies bedeutete, sehr sehr früh aufstehen. In einem offenen Truck fuhren wir das Flussbett entlang. Es war so früh morgens noch relativ kühl im Fahrtwind. Ein wunderschöner Sonnenaufgang zeigte warum die Brandberge ihren Namen trugen. Im sandigen Flussbett musste der Luftdruck der Reifen verringert werden, damit wir nicht stecken blieben.

Kurz danach entdeckten wir auch schon eine Gruppe Wüstenelefanten, die sich genüßlich ihr Frühstück einverleibten. In der Gruppe waren mindestens drei Elefantenkälber. Ein junger Bulle füllte sich von zu vielen entzückten Zwischenrufen gestört und kam, mehr als neugierig geworden auf den LKW zu. Ein geiles Bild. Ohren nach vorne, Rüssel nach oben gebogen und im Vordergrund nur das weiße Dach des Fahrerhauses. Totenstille auf der Ladefläche. Der Elefant tastete das Viehikel ab drehte sich leicht zur Seite und der Fahrer fuhr 5 Meter rückwärts. Er sagte, das er damit zeigt das der Wagen nichts böses will. Der Bulle ging dann etwas zur Seite und entspannte sich. Da wurden die Männer an Bord etwas neidisch.

Nach dieser tollen Tour gab es in der Lodge ein ausgiebiges Frühstück. Wir waren alle durchgefroren aber glücklich. Anschliessend fuhr Wolfgang von Chalet zu Chalet und sammelte Taschen, Kleiderschränke und Reisebegleiter ein. Es ging los Richtung Etosha.

Unser erster Stop an diesem Tag: Am Straßenrand gab es zwei, drei Stände von Herero Frauen. Das Kettenkauf-Fieber ergriff die Gruppe. Von hier aus fuhren wir Richtung Twyfelfontein. An der Zweifelsquelle, die Quelle versiegte immer wieder, weshalb die Farmer ihr nicht trauten, gibt es die ältesten und die meisten Felsgravuren und -zeichnungen in Afrika.

Die Felsenbilder von Uri-Ais

Hier gab es anschliessend ein Mittagessen am Truck, das Wolfgang während unserer Abwesenheit zubereitet hatte. Der nächste Halt auf unserer Strecke waren die Orgelpfeifen. Diese Basaltstein-formation entstand durch das eindringen von Lava in den Basalt.
Am Brandberg jagte der Flip-Flopper den Berg hinauf und wir sahen unsere erste W… Welt … äh … Welwitschia. Das Sexualleben dieser Welwitschia mirabilis: Es gibt männliche und weibliche Pflanzen, aha. Die weiblichen Pflanzen haben längliche-runde Blütenstände, die männlichen längliche. Passt ja.

Nach einer längeren, eintönigen Fahrt landeten wir am steinernen Wald. Hier wurden wir von Salmon durch das Freilichtmuseum, ein Glutofen um diese Zeit, geleitet (schön, wenn Männer Wortspiele beherrschen). Hier lagen versteinerte Baumreste, aus der Ecke um Angola, rum. Der längste soll 45 Meter lang sein und der größte soll einen Durchmesser von 6 Meter haben. Durch eindringen von Kieselsäure sind die Bäume in Jahrmillionen versteinert.

Auf dem Weg zu unserer Unterkunft stellt Wolfgang fest, das wir einen Plattfuss haben, Sylvia meinte an den Orgelpfeifen schon ein Pfeifendes Geräusch gehört zu haben. Also mussten wir in die nächste Werkstatt. In Outjo fanden wir zum Glück noch eine Werkstatt die offen hatte bzw. wieder öffnete. Nach ca. einer Stunde ging es dann endlich, mit einem notdürftig geflickten Reifen, weiter. Die Sonne ging schon unter. Spät und müde erreichten wir unsere Unterkunft.
Abendessen an einem liebevoll gedeckten Tisch und ab ins Bett.

Wilde Tiere: Wüstenelefanten, Straßenhund
Tageskilometer: ?

Donnerstag, 01.11.2012

Etosha Nationalpark
Groundhog Day, oder: Täglich grüßt das Erdmännchen

Heute sollte es zu einer gemütlichen Zockeltour durch den vorderen Teil des Etosha Nationalparks gehen. Wir sind, wie gewohnt, um 6:00 Uhr aufgestanden, damit wir pünktlich um 8:00 Uhr abfahren konnten. Die ca. 35 Kilometer von unserer Guestfarm bis zum Park flogen nur so dahin.

Wir fuhren durch das Ombika Tor in den Park. Kurz danach blickte uns ein junger Giraffenbulle an. Bei den Giraffen kann man u. a. das Geschlecht auch an den Hörnern erkennen, falls die äußeren Erkennungsmerkmale nicht sichtbar sind. Ein Giraffenmädchen hat Haare auf den Hörnern, Bullen dagegen nicht.
Worauf Annette ausrief: Fast wie bei uns, nur da haben die Frauen die Haare auf den Zähnen.

Kurz danach stand eine Schwarzgesicht-Impala am Wegesrand. Auf ihrem Hinterteil kann man ein stilisiertes „M“ erkennen, deshalb, so Wolfgang, nennt man sie auch die MCDonalds Impala.

Unser erster Halt im Park war Okaukuejo. Hier sind wir zu einem sehr schönen und auch tierreichen Wasserloch gegangen. Danach ging es, immer am Rand der Etosha Pfanne, weiter bis nach Halali. Auf dem Weg dorthin, machten wir noch an einigen Wasserlöchern halt. An einem großen Wasserloch trafen wir unsere ersten Elefanten.

In Halali gab es Mittagessen und für jeden von uns dreien ein 10-Rand-Kaltgetränk. Leider hatten wir unsere Badesachen nicht dabei. So wandelten wir zum Wasserloch von Halali. Hier konnten wir dann noch ein paar Elefanten beobachten. Ich könnte mir stundenlang die Tiere ansehen, beobachten wie sie sich verhalten und warten auf das ein oder andere besondere Foto.

Auf unserem weiteren Weg durch den Park trafen wir den „letzten noch lebenden weißen Elefanten“. Ute machte ein Foto, mehr Elefantenfotos durfte sie nicht mehr machen. Am folgenden Wasserloch standen noch drei weitere, riesengroße, kalkweiße Elefanten. Eine zoologische Sensation!
Müde und (fast) zufrieden machten wir uns auf den Weg nach Tarentaal. Kurz vor unserem Zuhause platzte der innere Zwillingsreifen rechts. Im Schneckentempo ging es die letzten Kilometer zur Farm, wobei uns auch noch die Lauffläche und das Verbindungsventil flöten gingen. Zack, weg waren sie! Täglich grüßt das Erdmännchen – Groundhog Day. Es heißt also wieder Reifen wechseln.

Wir warfen uns in die Badeanzüge und genossen „Nixen gleich“ ein Tafel Lager im Pool. Während die Männer sich um den Reifenwechsel kümmerten. Zu guter Letzt blieb nur Peter am Wagen um für die korrekte Ausleuchtung der Open-Air-Werkstatt zu sorgen.

Zum leckeren Abend“brot“ gab es Kudu Medaillons und weitere Köstlichkeiten. Die Frau des Hauses kann kochen!!!
Zwei, drei Bier noch und Sylvia ging ins Bett. Ich etwas später, Peter sorgte dafür das ich sicher auf den Heimweg kam.
Danke! – Peter!

Wilde Tiere: Schwarzgesicht Impala, Giraffe, Zebras, Springböcke, Gnus, Strauße mit Küken, Oryx, Riesentrappe, Sekretär, Kudu, Weiße Elefanten,
Tageskilometer: ?

Freitag, 02.11.2012

Etosha Nationalpark
Ich habe meine Big Five zusammen!

Unterkunft: Makalani Hotel
Ich war erst um Mitternacht im Bett. 4:45 Uhr klingelte der Wecker, duschen, Taschen packen, eine schnelle Tasse Kaffee im stehen und um 6:00 Uhr startete der Truck Richtung Etosha.

Am Wasserloch von Okaukuejo packten wir unsere mitgebrachten Frühstückspakete aus. Kauend genossen wir die Aussicht und die morgendliche Ruhe. Zwei junge Schakale spielten vor unserer Nase. Eine größere Herde Zebras, Oryxe, Gnus und verschiedene Antilopen kamen zum trinken. Leider mussten wir schon bald wieder zurück zum Truck.

Auf unseren weiteren Weg durch den Park entdeckten wir einen Stau vor uns. Auf der linken Seite lag ein Leopard unter dem Baum und verzerrte zum Frühstück ein Zebrafohlen. In Tanzania habe ich viele, viele Tiere gesehen, der Leopard fehlte, mit diesem Leoparden hatte ich meine Big Five vervollständigt.
Nach unserer ersten Kuhantilope, gab es am nächsten Wasserloch noch gerade ein Nashorn, das dabei war sich zu trollen.

Unser Weg führte uns zu einem Aussichtspunkt an der Etosha Pfanne. Hier am View Point wagten wir einen Schritt auf die Pfanne. Trockene Matsche, so weit das Auge reichte.

Die Salzpfanne

In einer Schlammstraße, die Wasserpfützen waren bestimmt tiefer als 10 cm, überholte uns ein 4×4-Trottel mit Vollgas. Jiiippiiii, für was fahr ich einen Landrover, wenn ich nicht Gas geben kann. Es stand ihm auf der Stirn geschrieben, leider etwas zu kurz gekommen, dafür dickes Auto.

Das Dreckwasser flog durch die Luft, suchte sich seinen Weg durch die Seitenscheiben und bedeckte den gesamten Innenraum. PLATSCH! Ja, den gesamten Innenraum, also auch uns.
Jutta hatte etwas ins Auge bekommen und so kamen unsere Pflegekräfte Regina und Brigitte zum Einsatz. Gerd sah aus wie Major Payne. Wir hatten nur ein paar Spritzer abbekommen (Gesicht, T-Shirt, Hose). Glück gehabt. Nachdem Jutta versorgt war, ging unsere Fahrt weiter.

Schon nach kurzer Zeit gab es erneut einen Stau. Ein kleines Löwenrudel hatte es sich unter einem Baum ca. 3 Meter von der Straße entfernt bequem gemacht. Während wir uns fasziniert die Löwen ansahen, nahm sich Wolfgang den Schlammpisten-Rowdie zur Brust. „Ich weiß nicht wie ihr in deinem Land Auto fährt, aber hier nimmt man Rücksicht aufeinander. Eine Lady ist verletzt worden …“ Später meinte Wolfgang, aber eine hübsche Freundin hatte der schon. Charmeur.

Mittags hielten wir wieder in Halali. Am Wasserloch war eine riesige Elefantenherde, Sylvia hat mindestens 28 gezählt. Nach unserem Mittagsmahl hatten wir noch Zeit um uns in den Pool zu werfen. Peter war auch schon da. Peter? Moagst du a ein Bier? – Klar! Mädels bleibt hier, ich hol was. So zischten wir ein eisgekühltes Bier mit Peter. Der Guide gesellte sich später auch zu uns, doppelte Abkühlung inclusive. Pool&Beer
Danach setzten wir unseren Weg durch den Park fort. Am Fort Namutoni machten wir eine kurze Rast, danach ging es weiter Richtung Tsumeb.
Wolfgang hatte unsere nächste Unterkunft schon am Vorabend wie folgt beschrieben: Ein sehr schönes Hotel, aber eine sehr hässliche Stadt, deshalb sollten wir nicht zu früh dort ankommen.
Ein besonderes Highlight auf unserem Weg, war ein sehr alter, riesengroßer Elefantenbulle am Rand der Piste.

Tsumeb hatte eine Kupfermine, die Mittlerweile aber geschlossen ist. Eigentlich wollten wir nach dem Abendessen noch mal raus, aber als Sylvia und Petra starten wollten regnete es, so dass ich mich absetzen konnte und mit Wolfi in die Bar ging um ein Bierchen zu trinken. Wie immer blieben nur Peter, Wolfgang und ich übrig. Ich war um halb im Bett, Sylvia schnorchelte schon seelig.

Wilde Tiere: Elefanten und Elefanten, nicht zu vergessen den alten Elefantenbullen, Giraffen … unsere ersten Löwen und mein fehlender Leopard für meine persönlichen Big Five

Tageskilometer: ?

Samstag, 03.11.2012

Etosha Nationalpark – Rundu

Unterkunft: Nkwazi
Wir hätten bis 9:00 Uhr schlafen können, aber als alte „Zechenmäuse“ standen wir schon um 7:00 Uhr auf, um uns das Schachtgerüst der alten Kupfermine anzusehen. Dabei durchquerten wir den Innenstadtbereich mindestens 2mal.

Um ca. 10:15 Uhr beluden wir den Truck um anschliessend die Meute zum Spar zu fahren. Was haben die den ganzen Morgen gemacht, warum haben die es heute so quängelig eilig Wasser zu kaufen? Gibt es nach Tsumeb kein Aqua Minerale mehr? Eine Wasserverschwörung? Oder einfach ein kleiner Gruppenkoller? Hält Wolfgang nicht mehr zum Pullern und Wasser holen? Hm, ein Rätsel! Ich werde ihn fragen … oh, ich brauche nicht fragen … Wolfgang weiss auch nicht was los ist.

Danach kamen die langweiligsten 340 Kilometer meines Lebens. Sylvia ging es nicht besser, sie ertrank auch in Langeweile.
Von Tsumeb ging es schnurstraks nach Grotfontein. Hier bogen wir links ab, danach ging es immer geradeaus, geradeaus, geradeaus. Links und rechts grünes Farmland. Irgendwann kam eine Kontrollstation. Wolfgang musste wieder alle Papiere heraus kramen. El Kontrolletti stand an meiner Seite, also gab ich ihm irgendeinen Wisch. „Ist der für mich?“ – „Nö, den wollen wir wiederhaben, grins!“ Er wechselt zu Wolfi rüber, der sich nach der Großwetterlage erkundigt. Smalltalk damit nicht soviel kontrolliert wird.

Wir durchfuhren ein Tor und vor mir öffnete sich eine komplett andere Landschaft. Hinter mir noch alles grün, Bäume, Büsche und der für Namibia typische Zaun rechts und links der Straße und hier …

… der rote Sand leuchtet, keine Vegetation rechts und links, sondern Hütten, Kralbauten, Dorfgemeinschaften nach traditioneller Art undfreilaufendes Vieh, wie Rinder und Esel. Die Straße verlief weiterhin monoton schnurgerade bis zum Horizont.

Plötzlich sagte Wolfgang: „Wir haben noch den Fussball. Den müssen wir noch los werden. Überall Achtung-Schule-Schilder, aber keine Kinder.“
Also hielten wir nach spielenden Kindern Ausschau. Zu klein, zu alt, zu wenige,ah, hier, hier das sieht gut aus! Wolfgang wendete den Truck und hielt vor einer größeren Gruppe von Frauen und Kindern die im Schatten eines Baumes sassen. Riesengroße, gespannte Kinderaugen schauten uns an. Ich sprang aus dem Truck, um die Kabinentür zu öffnen und das Komitee heraus zulassen.
Onkel Michaels und Peters großer Auftritt nahte.
Es gab einen offiziellen Pressetermin mit dem Pressesprecher Wolfgang, der sich laut startk Gehör verschaffen musste, und dem Übergabekomitee Uncle Michael und Uncle Peter. Die versammelte Frauenschaft stellte die Journalistenbank.
Es wurde ein offizielles Pressefoto mit den (noch) glücklichen Gewinnern gemacht und dann wurde der Ball freigegeben.

Nette Unterbrechung. Wir alberten vorne noch kurz rum, aber die monotone Fahrt ging weiter.

Gegen 16:45 Uhr waren wir an der Nkwazi Lodge, für Sylvia und für mich stand ein freier Nachmittag auf dem Programm, während die anderen zur Sunset Bootsfahrt mit einem heimlichen Landgang in Angola starteten.
Wir alberten nur rum, was kurzfristig den Flip-Flopper auf den Plan rief, und versuchten den Rückstand unserer Tagebuchschreiberei aufzuholen. Aber wie das Leben so spielt, schafften wir nicht einmal einen Tag. Herzlichen Dank an Tafel Lager für die tatkräftige Unterstützung. Leckerrrr!

Dafür genossen wir einen phantastischen Sonnenuntergang mit zwei, drei lecker Bierchen mit Peter+Petra, Marion und Michael, sowie Gerd+Annette.

Wilde Tiere: Beeeater – ich habe ein Foto, da wirft er seine Beute in die Luft und öffnet den Schnabel 😀
Tageskilometer: 340

Sonntag, 04.11.2012

Rundu – Mahangu Nationalpark
Unterkunft: Rainbow River Lodge
Es ging erst um 10 Uhr los und wie immer, wenn es später los ging, lag Langeweile über der Gruppe. Sylvia und ich versuchten uns die Zeit mit der Jagd nach Schmetterlingen zu vertreiben.

Heute saß Petra vorne. Sie hüpfte ins Fahrerhaus mit den Worten: „Wolfgang! Schau mal, wer da ist.“ Und schon schlief sie ein.

Nach einer kurzen Fahrt erreichten wir die Rainbow River Lodge. Hier bezogen wir unsere Chalets, während Wolfgang das Mittagessen vorbereitete. Nach einer kurzen Rast ging es auf Pirschfahrt in den Mahango Nationalpark mit unserem Truck – Brrrruummm, Röööhrrr.
An einem wirklich schönen und großen Baobab (Affenbrotbaum) machten wir halt. Sylvia und ich machten noch einen Abstecher in die Botanik, gefolgt von dem einen oder anderen Abenteurer. Der Guide scheuchte uns wieder zurück. Der Baum liegt da nicht umsonst. Si, claro señor. Damit da niemand mit dem Auto hinfährt. 😀 Dann legen wir mal den Rückwärtsgang ein.

Was war dann noch? Pool und Beer? Essen .. Wolfi musste Selbstgebrannten mit der Hausherrin trinken. Wir haben unser letztes Bier vor der Hütte geschlürft.

Wilde Tiere:
Tageskilometer: 280

Montag, 05.11.2012

Okavango Fluss
Moro heißt Hallo

Olé, Olé, Olé!!! Endlich wieder mit den Vögeln aufstehen. 8:00 Uhr Frühstück, 9:00 Uhr Abfahrt. So war die Planung!
Aber die Einbäume waren um 8:00 Uhr noch nicht da. Kleine Verspätung, um ca. halb neun ging es dann los. Zwei Touris und ein Puller (Ruderer) pro Boot, außer das Kioskboot, dass war mit der Marktfrau Angelika besetzt. Leider wollte Angelika weder Eis, noch Süssigkeiten verkaufen. Schlechte Marktstrategie! So kann man kein Geld mit einer Goldgrube verdienen.

Die Okavango-Einbaum-Tour ging über ca. vier Stunden, die Strecke war ca. 8 Kilometer lang.

Nach der Hälfte der Strecke hielten wir an einem Dorf an, um die Beine zu strecken, etwas zu trinken und uns das Dorf und die Lebensweise dort anzusehen. Ich wurde von einer „verwirrten Dorfpersönlichkeit“ beschimpft. Nur gut, das wir in ein Haus eingeladen wurden, so wurde ich meinen Quälgeist los. Wer weiss, was die mir alles an den Kopf geworfen hatte, Mzungu Seelenräuberin …

Wir lernten folgende Wörter:
Moro = Hallo
Ngepi = Wie geht´s dir? allgemeine Begrüßung, Mbundu?
Tunatulamerra = Danke

Auf der Fahrt bis zum Ngepi Camp trafen wir auf viele Flusspferdherden und mussten das ein und andere Mal zügig daran vorbei fahren. Still sitzen und die Männer Gas geben lassen, damit wir keine Störenfriede im Revier der Herde sind. Man sah die Angst in den Augen der Ruderer.

Nach einer entspannten Mittagspause im Ngepi Camp, ging es zur anschließenden Pirschfahrt durch den Nationalpark.
Schon am zweiten Wasserloch bemerkten wir zwei Elefanten, die zur Tränke hinunter wollten. Nach kurzer Zeit kamen zwei weitere Elefantenbullen dazu. Zum Schluss hatten wir Elefanten vor und hinter uns. Einer von ihnen lieferte uns ein echt tolles Schauspiel, Bewegungsabläufe in Slow-Motion und anschliessend eingefroren. Mist! Mein Apparat hat geplitzt, der Dicke schaute mich an, grollte kurz, ich habe mich entschuldigt und er ging weiter. Unsere Gruppe war plötzlich mucksmäuschen still. Nach diesem tollen Elefantenerlebnis ging es langsam Richtung Rainbow Lodge. Heute Abend grillt Wolfi. Hmmm, freu mich schon drauf.

Nun stehen wir hier, frisch gebadet und geduscht und trinken unser Tafel. Sylvia und ich haben diese Zeilen im stehen vor der Bar geschrieben. In einer Hand Stift und Block, in der anderen ein Tafel Lager.

„Herzchen“ – Prust, lach – jetzt isset soweit – Regina will Kordula ab jetzt Herzchen nennen.

Als alle anderen langsam ins Bett verschwunden sind, haben wir uns zu unseren Frumpel gesetzt. Mit Wolfgang noch ein paar Bier getrunken und eine geraucht, bis die Bar schloss, dann sind wir ins Bett gewankt. Punkt 12:00 Uhr!

25 Bierchen und 2 Wasser haben wir hier verzerrt. Saufziegen!
P.S.: Frumpel? Ein FREUND UND KUMPEL in afrikaans heißt es … bra or boet

Wilde Tiere: Baumstämme die uns als Krokodile verkauft wurden, Nilpferde, Slow Motion Elefantenbulle
Tageskilometer: ca 6 Seemeilen

Dienstag, 06.11.2012

Mahangu Nationalpark – Caprivi Chobe Nationalpark
Leopard im Baum

Unterkunft: Thebe Lodge

Wir sitzen im Truck und schaukeln! Der Weg führt einige nach „Simbabwe“, uns führt er nach Botswana. Die Weissen Tiere mit den schwarzen Streifen sind Zebras, nur zur Erinnerung.

Ich war heute früh vor dem Hahn und vor dem Wecker wach. Schnell raus und das Farbenspiel am Himmel ansehen. Toll! Sylvia und ich packten wieder einmal unsere sieben Sachen und trugen alles hinunter Richtung Truck. Hier holten wir uns eine liebevolle Rüge ab. „Ich hole euch und die Taschen doch oben ab. Ich hoffe euch hat niemand gesehen und die kommen jetzt alle mit Taschen hier unten an.“ Wir verstauten noch schnell unsere Taschen im Innenraum und frühstückten erst einmal. Acht Uhr ging es dann los.

Wie schon erwähnt, wir sitzen im Truck und fahren mal wieder geradeaus. Sylvia hat den ganzen Vormittag Sodoku auf dem iPad gespielt und ich habe Musik gehört. Mumford und Sons, Pink – zum abfeiern.

Wir fahren durch den Caprivi Streifen und legen dabei die letzten Kilometer auf namibischen Boden zurück. An der Grenze von Namibia zu Botswana mussten wir erst wieder die namibischen Ausreiseformalitäten erledigen. Nachdem wir die namibische Grenze passiert hatten, blieben wir auf der Brücke (Ngoma Bridge River Crossing) über dem Sambesi Flusstal (?) stehen, um alle Milchprodukte und Fleischwaren vernichtend zu verzerren. Das konnte die Gruppe! Nach Botswana dürfen diese Lebensmittel nicht eingeführt werden. Zum Restemahl spendierte Onkel Michael ein Fläschchen Bier. Onkel Michael, Danke, du hast echt Stil!

An der Landesgrenze von Botswana mussten wir den Truck verlassen und durch ein Desinfektionsbad waten, ach ne, das ist für den Truck zum durchfahren, wir mussten über einen Wischmob. Die Frau Grenzerin hielt uns dazu an, auch unsere Wanderschuhe mit zu desinfizieren, also auch noch den großen Verbeuger vor dem Wischmob machen und Schuhe tupfen. Musste unser Flip-Flopper eigentlich auch über den Wischmob, oder hat der sich gedrückt?
Danach ging es zur Passkontrolle. Hier mussten wir ein Einreiseformular ausfüllen und dem netten Grenzer Rede und Antwort stehen.

Draussen genoss ich den Blick über das Flusstal zwischen den Ländern. Der war beeindruckend. Elefantenherden, Büffelherden, Zebras, Antilopen und viele weitere Tierarten standen wie auf einer großen Modell-Landschaft von Märklin aufgereiht.

Eine Transitroute führte durch den Chobe Nationalpark zu unserem nächsten Ziel Kasane. Hier standen die Elefanten links und rechts neben der Straße unter den Bäumen. Leider war es verboten zu halten.

Um ca 15:00 Uhr waren wir in Kasane. Sylvia und ich hatten als einzige den zusätzlichen Game Drive im Chobe gebucht. Es sollte um 15:30 Uhr los gehen. Also schnell den Zimmerschlüssel, Taschen und Rucksäcke abgreifen, pullern und los ging es wieder.

Der Game Drive hat sich wirklich gelohnt. Percy fragte was wir sehen wollten und Sylvia durfte sich die Tiere wünschen. Leopard, Löwe, Wasserbüffel, Nashorn – aber Nashörner gibt es hier nicht.
Wir sahen große Elefantenherden, laut Percy sollen es mehr als (1)60.000 sein. Am Fluss kam eine Giraffe zum trinken an ein Wasserloch, schlafende Löwinnen, wiederkäuende Buffalos und ein im Baum schlafender Leopard, Pavianrudel kreuzten unseren Weg und an jeder Ecke kamen Elefanten um die Kurve. Auf dem Weg aus dem Park, wir waren recht spät dran, begleitete uns ein phantastischer Sonnenuntergang.

Pünktlich zum Abendessen waren wir wieder zurück. Wolfgang fragte Sylvia, warum wir immer so spät sind. Sylvia nahm neben dem Guide Platz und wir konnten endlich was bestellen. One Steak for me and a tasty beer, please. Pronto! Avanti! Jala-Jala!

Ich setzte mich von der Gruppe ab, kann sowieso nicht so lange auf dem Stuhl sitzen. Die leuchtenden Augen lassen auch nicht lange auf sich warten. One for me please. Eine Zigi und für uns drei Bier. Wir drei sind mal wieder die letzten in der Bar. Es macht einfach Laune. In einer kleinen „Verfolgungs“Karawane ziehen wir Richtung Schlafstätten, sehr ordentlich und höflich. Schlaf schön und träume süss.

Wilde Tiere: Giraffe beim trinken, liegende Wasserbüffel, Löwen gaaaanz nah, Elefanten hinter jeder Ecke, der Leopard über unseren Köpfen.
Tageskilometer:

Mittwoch, 07.11.2012

Chobe Nationalpark
Kater im Arm

Es geht zum Game Drive. Ohne Kaffee, ohne Frühstück ging es um 5:45 Uhr los. Auf einer offenen Touristenkutsche ging es, begleitet von einem wunderschönen Sonnenaufgang, in den Chobe Nationalpark.

Alle saßen, mit ihren Fotoapparaten, schussbereit in den Händen und lauerten auf die Vielzahl von Tieren, die Sylvia und ich gestern gesehen hatten und blumenreich beschrieben hatten. Doch über Nacht wurden alle Tiere heimlich aus den Park gebracht. Es dauerte ca. eine Stunde, bevor wir die ersten Frühaufsteher Elefanten ausmachten. Nach ca. weiteren 30 Minuten bekam unser Guide einen Tip(p). Etwas weiter oberhalb befand sich ein Löwenpärchen, ca. 5 Kilometer entfernt. Auf den Weg dorthin kamen wir an einer großen Herde wiederkäuender Wasserbüffelmänner vorbei.

Nach weiteren 4 Kilometern fanden wir das prophezeite Löwenpärchen, das unter einem Busch seinen Honeymoon verbrachte. Sylvia und ich genossen die Fahrt in vollen Zügen, da ich meine verwackelten Fotos ja schon gestern im Kasten hatte.

Zurück zur Lodge, wartete Wolfgang mit einem leckeren Brunch auf uns. Wir spülten und Kordula fungierte am Waschbecken als Stöpselersatz.

Bis 15 Uhr wartete etwas ungewöhnliches auf uns – Freizeit! Danach ging es los zu unserer Bootstour auf dem Chobe. Wolfgang hatte die Getränkekiste mit Eis gefüllt, so das wir unser Bier und unser zweites Bier für die Bootstour auf Trinktemperatur bringen konnten.

Kaum waren die Türen des Truck aufgeschlossen und geöffnet worden, so stürmte die Meute den Wagen. Als wir vom Hof fahren wollten, hielten uns zwei Touris an und wollten mitfahren.„We have booked the Tour.“ – Schön, aber nicht bei uns. – Da müsst ihr nach hinten zur Bar gehen. Und sie gingen Richtung Rezeption. – ? Versteh einer diese Touristen.

Los ging es auf die lange Strecke zum Bootsanleger. Nach ca zwei Kilometern waren wir um 15:10 Uhr dort, viel zu früh.
Die Backskiste wurde an Bord gebracht und jeder suchte sich ein Plätzchen. Wir mussten noch auf eine weitere Gruppe warten, hier kamen dann auch die beiden „We have booked“ an und um 15:30 Uhr legten wir ab.

Auch für die Boote gab es am Fluss ein Eingangsgate zum Nationalpark, hier musste sich der Skipper sein Boot und seine Gäste anmelden.

Wir sahen Elefanten, Krokodile, Wasserbüffel, Hippos und zum krönenden Abschluss Flusspferde im Sonnenuntergang. Der Fotoapparat ruhte und wir genossen einfach nur den Anblick.

Wieder an Land, parkte neben unserem Truck ein Wagen mit Bayrischem Kennzeichen. Das Ehepaar kam gerade auch um die Ecke und erkundigte sich nach dem woher und wohin unserer Gruppe. Sie fragten Wolfgang, woher er kommen würde. Ah, Südafrika? Wo haben Sie den so gut deutsch gelernt? – Der freche Kerl! Ich habe ein Buch gelesen. Ey, das hätte auch meine Antwort sein können.

Den Abend liessen wir bei einem Bierchen, oder zweien in netter Gesellschaft ausklingen. Es gesellten sich noch Nobert und Stöpsel, Regina mit Brigittezu uns. Petra und Peter hatten „Besuch“ aus der Heimat und konnten endlich mal reden wie zu Hause.

Wir drei schlossen die Bar mal wieder ab. Und alberten uns Richtung Schlafstätten.
I´m so stupid, I´m a Chop!!!

Wilde Tiere: Hippos im Sonnenuntergang mit offenen Maul, Kater im Arm
Tageskilometer: 4

Donnerstag, 08.11.2012

Chobe Nationalpark – Livingstone
Wo sind die Mädels?

Unterkunft: ZigZag, Tel. +260 213 322814

Ich muss wohl nicht erwähnen, das wir früh aufgestanden sind.
Die Überschrift des Tages wird lauten „Wo sind die Mädels?“
Nach dem Frühstück fuhren Sylvia und ich ins „Stadtzentrum“ von Kasane. Nein, nicht alleine, mit Wolfi natürlich. Wir mussten uns noch Dollar besorgen, da wir für das sambische Visum nicht genug Dollar hatten. Ihr erinnert euch noch an Swakopmund? Als erstes ging es in die Wechselstube um den Tageskurs des Pullar für Dollar zu erfragen. Wir brauchten 50 $, Wolfgang benötigte 20 $. Um 50 Dollar zu erhalten benötigten wir 430 Pullar, diese wollten wir am Geldautomaten ziehen. Der Geldautomat weigerte sich, mir die 430 Pullar zu geben, also wollte ich 500 nehmen, doch Wolfgang sagte nimm 400, den Rest gebe ich dazu. Mit unseren Pullar sind wir dann zurück zur Wechselstube – wie eine kleine Karavane – hier wechselte Wolfgang die Pullar in Dollar um, 20 für Wolfi 50 für uns.

Im Laden nebenan haben wir dann noch schnell 5 Päckchen Zigaretten gekauft, wobei ich mich mit Wolfgang streiten musste, wer die bezahlt. GEWONNEN!
Über den Parkplatz liefen drei Warzenschweine. Thats Africa.

Zurück an der Lodge hiess es Taschen packen, Truck beladen und ab ging es. Unser heutiges und letztes Etappenziel heisst Livingstone in Sambia.

Nach ca. 30 Kilometern mussten wir an der botswanischen Grenze unsere Ausreisestempel abholen und anschliessend mit der Fähre nach Sambia übersetzen. Gut aussehenden Mann nachgesehen. Vom Fahrerhaus beobachtet worden.
Wolfgang hatte uns vorgewarnt, das wird die lustigste, oder sagte er chaotischste, Grenze die ihr je erlebt habt. Der Grenzübertritt könnte bis zu anderthalb Stunden dauern. Nach einer Dreiviertel Stunde waren wir dann doch schon fertig.

Fliegende Händler, ein durcheinander von LKWs, Touristentrucks, PKWs und Fahrradfahrern, dicke Staubwolken und die erdrückende Hitze empfing uns,als wir die Fähre zu Fuss verliessen. Schnell die Passformalitäten erledigen. Wir mussten uns auf einer DIN A4 Liste eintragen, dann 50 $ proPerson entrichten und erhielten den Stempel mit Visum.

Nach der Grenze gab es auf den Weg nach Livingstone noch drei Zollkontrollen, die wir aber schnell durchfahren durften, dank der dicken Formalitätenmappe von Wolfgang, die jeden Kontrolleur abschreckte.

Von der Grenze bis Livingstone waren es ca. 60 Kilometer. In Livingstone machten wir wieder halt an einem Einkaufscenter. Hier holte ich Kwacha am Geldautomaten und anschliessend holten wir uns was zu trinken. Zum letzten Mal. Um die Mittagszeit waren wir an unserer letzten Unterkunft. Wir bezogen unsere großzügig eingerichteten – mit zwei Betten – ca. 5 Quadretmeter große Schuhschachtel. Am Truck gab es unser letztes (schnief) Mittagessen.Keine leckeren Obstsalate, gemischte Salate und Nudelsalate mehr. Keine Eier mit Speck mehr. Kein zu spät kommen und nichts mehr abkriegen mehr. Ach ja …und kein Abwaschen mehr!!!
Keine strahlenden blauen Augen mehr.

So gegen drei ging es zu den Viktoria Fällen. Hier kostet der Eintritt pro Person 100.000 „Quatscher“, das sind ca. 15 Euro.

Der Sambesi führt leider wenig Wasser, so das die Fälle nicht so beeindruckend sind. Kommentar von Wolfgang: „ist halt nur ein Wasserfall“. Sylvia war ein bißchen enttäuscht.

Wir schauten uns die Klippen bei einer erdrückenden Schwüle an und schwitzen dabei wie die Schweine. Schnell ein paar Touri-Fotos gemacht und Kühle gesuch
Vor dem Eingang zu den Fällen gab es eine „Shopping Mall“ mit Krims-Krams für den gemeinen Touristen. Ich habe mir ein schickes Metall-Armband in Tricolour ausgesucht und kräftig gehandelt. Statt Wechselgeld habe ich dann noch einen Anhänger erstanden.

Zum Abschluss des Tages ging es zur Waterfront Lodge, dort hatte Wolfgang einen Tisch für den nächsten Tag bestellt. Heute wollten wir nur die tolle Aussicht auf den Sambesi mit Sonnenuntergang geniessen. Ein bisschen im Pool plantschen und ein Mosi trinken.

Am Truck wurden „die Mädels“ von unseren Mitreisenden vermisst. Sylvia saß schon hinten im Truck und fragte, „Wer fehlt?“ Irgendwie hatte sie noch gar nicht mitbekommen, das „die Mädels“ der Tour wir waren. Onkel Michael sagte nur, da bist du ja, Wolfgang vermisste mich noch. Sylvia sagte nur, Biggi sitzt doch vorne im Truck. „Hey, da bist du ja, wo warst du?“ – Ich bin vom Himmel gefallen, war meine Antwort.

Abendessen gab es heute im ZigZag. Unser Tisch war bestück mit M+M, Wolfi, Sylvia und „misch“. Die Bedienung nahm die Bestellung auf. Sylvia bestellte und nannte unsere Zimmernummer, Uncle Michael bestellte und nannte seine und Monikas Zimmernummer, Monika bestellte und nannte die Zimmernummer, worauf Onkel Michael sagte, „She is my Wife“, Wolfgang bestellte auf das Zimmer 13 (das gab es nicht). Nun war ich an der Reihe, ich bestellte und sagte „This is my Uncle Michael, my Roomnumber is four.“ Klappte leider nicht.

Nach dem Essen ging ich eine rauchen und versuchte zu flirten. Bin leider tierisch auf die Nase gefallen. Er sprang auf und lief weg. Der Mann ist weggelaufen, schreiend!!! Und mich haben die Mist Mücken zerstochen. Dies sollte nach meinem Urlaub zu einem Malaria-Befallungstest führen.

Wilde Tiere:
Tageskilometer:

Freitag, 09.11.2012

Livingstone/Viktoria Fälle
wir feiern mit Kwacha, Rand, Dollar und Euro

Ruhetag!
Wir haben lange geschlafen, bis 6:00 Uhr. Sylvia und ich haben ein kleines Frühstück mit Rührei, Orangensaft, Toast, Marmelade, Kaffee und Tomate im Gartencafe des ZigZag zu uns genommen. Etwas verspätet bekamen wir noch männliche Gesellschaft und so genossen wir den frühen Tag.

Als die anderen zu ihren Touren verfrachtet wurden, machten wir uns auf den Weg die Umgebung zu erkunden.
Als erstes gingen wir zur „Art Gallery“. Hier gab es Bilder aus Steinstaub,gemalte Bilder, ein zwei haben mir echt gut gefallen und ganz viele geflochtene Körbe, die mich an Hundekörbchen erinnerten. Danach tingelten wir die Straße hoch bis zum Einkaufszentrum. Wie immer, all over the world, fielen wir auf. Nette Kommentare von vorbei laufenden Passanten begleiteten uns.
Unsere Suche nach ein paar netten Ansichtskarten und Briefmarken blieb erfolglos. Also machten wir uns auf den Rückweg zum ZigZag.

Hier hiess es, ab in den Pool! Mosi geordert und im Schatten unser Tagebuch geschrieben. Wie immer, mit viel Gekicher dabei.
Die Chance genutzt! Erfrischungsgetränke für Sylvia und mich geholt und Wolfgang mitgeschleppt. Wie immer, alberten wir drei herum. Beinahe hätten wir die Abfahrtszeit zum Touri- äh Souvenir-Markt verpasst. Wie peinlich, der Guide wäre fast nicht pünktlich gewesen.

In der Nähe des Marktes war auch die Post. Hier erstanden wir schon mal, vorsichtshalber, 6 Briefmarken. Irgendwo bekommen wir sicherlich auch nochPostkarten. Danach schlenderten wir durch die Gasse der Marktstände, an denen Schnitzereien, Tücher und weitere Souvenirs feilgeboten wurden. Ich fand ein schönes Salatbesteck für Tina und das feilschen begann.

Auf dieser Abenteuerreise blieb uns auch gar nichts erspart. Livingstone überraschte uns mit einem Regenschauer. Fünf dicke Regentropfen fielen geordnet in 3 Reihen zu Boden.
Auf der anderen Straßenseite vom Souvenirmarkt gab es den Green Market. Gemüse, Obst und getrockneten Fisch konnte man dort erstehen, aber auch Elektroartikel jeglicher Art.

Es ging zurück zum ZigZag um die „Daheimgebliebenen“ einzusammeln und zur Waterfront Lodge zu fahren und zum Tour Abschluss dort noch einmal einen Sonnenuntergang mit Abendessen zu geniessen. Peter und Jutta waren schon startklar. Michael und Monika lagen in ihren Betten. Ich fragte, ob sie nicht mit wollten. Die beiden sagten nein. Weil sie dachten wir würden zum dritten Mal zum Markt fahren.
An der Waterfront Lodge angekommen, bestürmten mich alle „wo ist der Umschlag?“, „warum sind die nicht mitgekommen?“. Große Diskussion! Wolfgang reagierte wie immer, spontan und hilfsbereit sagte er „Ich fahre noch einmal zum ZigZag.“. Da ich den Geldumschlag in unserem Zimmer hatte, beschloss ich, dass ich unter einem Vorwand mitfahren musste. Onkel Michael und Monika bekamen einen Exklusiven Shuttle-Truck-Service mit Fahrer und Türöffnerin. Wir hatten leider nur den roten Teppich vergessen.

Zurück an der Waterfront Lodge konnte auch ich endlich an den Pool zurück, zum Mosi und zum Fußseepferdchen-Contest mit Peter und Sylvia.

Plötzlich kommt Wolfgang um die Ecke und fragt mich, ob wir heute Abend noch raus gehen. Er hätte eine Bar gesehen, die ganz nett aussieht. Si, claro. Schliesslich wollte ich ja in netter Runde in meinen Geburtstag rutschen. Der Plan stand fest, Wolfgang würde die Gruppe im ZigZag absetzen, wir konnten uns noch schnell umziehen und Wolfgang hatte Zeit noch eine Unterhose anzuziehen, dann sollten wir uns raus schleichen. Wegschleichen, das können wir! Treffpunkt an den Schienen, dort würde er auf uns warten. Ich teilte Sylvia unseren Plan mit.

Zu Beginn des Abendessens, als wir an der großen Tafel sassen, hielt Onkel Michael eine witzige Lobeshymne auf Wolfgang und die strahlenden blauen Augen. Gut das wir Onkel Michael und Monika doch noch abgeholt hatten. Ein schöner – erster – Abschluss für eine tolle Tour.

Um neun Uhr ging es zurück zum ZigZag. Wolfgang fragte mich noch einmal, ob ich noch Lust hätte. 😉
Wie vorher besprochen trafen wir uns an den Schienen. Sylvia und ich, sind im ZigZag, wie alle anderen schnell aufs Zimmer, und dann im Halbschatten zum Tor hinaus.

Schön, wenn man nicht auf Frösche hofft, sondern auf Prinzen setzt. Helle Hose, weisses Hemd. Da stand er.

Wir verbrachten einen mehr als amüsanten Abend in der FezBar, die sich als Jugenddisco entpuppte. Wir vertranken alles was wir bei uns hatten. Meine und Wolfgangs „Quatscher„, die letzten südafrikanischen Rand, Wolfgangs Dollars und Sylvias Euros wurden in Mosi umgesetzt. Der Kellner, hinter der Theke, verdrehte immer die Augen, wenn Wolfgang tauschen wollte, jedesmal eine andere Währung die er umrechnen musste. Wolfgang hätte gerne noch Rubel getauscht, aber meine letzten Rubel liegen irgendwo zuhause rum.

Der Inhaber der Bar hat Sylvia und mir, zu meinem Geburtstag noch einen Cocktail ausgegeben. Strunzhagel voll, dank Mosi und Cocktail schwankten wir drei zumZigZag zurück.
Der Abend war ein echtes Gefühlschaos.

Samstag, 10.11.12

Livingstone
10 – 11 – 12: Happy Birthday

Nach kurzer Nacht sind wir mit dicken Schädeln aufgewacht. Wir haben versucht ins Leben zurück zu rutschen. Frühstücken, Kopfschmer ztablette nehmen, vergessene Malaria einwerfen, Rucksack packen und zum Abschluss noch schnell einen Fragebogen von Out of Africa Safaris ausgefüllt. Letzte Frage: Geburtsdatum. Sylvia hat selbstverständlich meines eingetragen. Peter, der uns gegenüber sass, meinte dazu „Das is ja wohl ein Scherz, oder?“ – „Nein.“
Dann war erst einmal knuddeln mit Peter angesagt.

Nun sitzen wir im Flughafen, schreiben diese Zeilen und denken an die zurückliegenden 6.000 Kilometer, voller neuer Eindrücke und Erfahrungen.

Herzlichen Dank
an Wolfgang

Wolfgang hat uns alle zum Flughafen von Livingstone gefahren. Zum letzten mal die Co-Piloten gemimt. Mir ging so vieles auf der Fahrt durch den Kopf. In der Eingangshalle des Flughafens hat sich Wolfgang von jeden verabschiedet. Sylvia und ich haben ihn natürlich geknuddelt und weil ich mich immer so schlecht verabschieden kann, habe ich mich noch einmal ganz hinten in der Schlange der abreisenden Touris eingereiht und mir eine zweite Umarmung ergaunert.

Als der Flieger abhob, konnte ich noch einen letzten Blick auf die Landschaft unter mir werfen, mit Livingstone, dem Sambezi, den Vic Falls und den schnurgeraden Straßen, eine davon Richtung Bots. Irgendwo dort …

Wir flogen von Livingstone bis Jo´burg. Hier hatten wir genügend Aufenthalt zum Bummeln, essen, reden, und eine Stunde Internetverbindung, dank der Hilfe von Peter. Als die Abflugzeiten näher rückten, verabschiedeten wir uns von jedem Pärchen, das uns noch über den Weg lief.
Ute und Rainer
Stöpsel und Norbert
Petra und Peter
Jutta und Peter, sowie Annette und Gerd würden noch mit uns bis London fliegen.

Sonntag, 11.11.2012

daheim

In aller Herrgottsfrühe landeten wir in London. Hier warteten wir bis Jutta, Annette, Peter und Gerd aus dem Flieger kamen um uns von den vieren noch zu verabschieden. Unser Weg führte uns weiter nach Düsseldorf.

Wir landen in Düsseldorf um 9:50 Uhr. Hier wurde Sylvia von ihrem Jürgen herzlichst begrüßt. Die beiden warfen mich noch zuhause ab.

Nach ca. 5.000 Kilometer über Schotterpisten,
mehr als 26.000 Kilometer durch die Luft
und eine Handvoll Seemeilen auf dem Wasser
sind wir wieder daheim.

Während andere Frösche suchten
küsste ich den Prinzen


Was ich anders machen würde

Die Umsteigezeit in London auf 8 bis 10 Stunden verlängern. Hier hätte man sich in aller Gemütsruhe noch London anschauen können, dann einen Nachtflug Richtung Cape Town nehmen und „frisch“ die Abenteuer suchen.

In Livingstone oder in Johannesburg noch ein/zwei Tage einplanen um „runter zu kommen“. Wobei man in Livingstone sich eine nette Lodge oder ein Hotel mit Komfort suchen sollte. Backpackers im 5 Sterne Hotel, jepp!


offizieller Reiseverlauf
1. Tag: Kapstadt
Rundreise: Anreise der Teilnehmer die nur das Bodenprogramm gebucht haben amFlughafen. Sie starten zu einer kurzen Orientierungsfahrt durch Kapstadt, bevor Sie Ihr Gästehaus erreichen. Am Nachmittag haben Sie Gelegenheit fakultativ den Tafelberg (witterungsabhängig), die botanischen Gärten von Kirstenbosch oder die Waterfront zu besuchen. 2 Übernachtungen im DolphinInn 2,5 Sterne 2,5 Sterne.

2. Tag: Kapstadt
Sie fahren heute entlang der False Bay zum „Kap der Guten Hoffnung“. Auf dem Wegbesuchen Sie eine Pinguinkolonie. Am Kap angekommen, unternehmen Sie eine Wanderung, bevor Sie über den Chapmans Peak Drive zu Ihrem Gästehauszurück nach Kapstadt fahren. Ca. 140 km (F)

3. Tag: Kapstadt – Cederberge
Nach dem Frühstück fahren Sie in die atemberaubende Landschaft derCederberge. Am Nachmittag unternehmen Sie mit einem lokalen Guide eine Wanderung zu den Buschmannszeichnungen. Ihr Abendessen wird heute am Lagerfeuer von IhremGuide zubereitet. Übernachtung in einfachen Cottages oder festen Zelten des Gecko Creek Camps 2 Sterne. Das Camp verfügt überGemeinschaftsbäder und einen Pool. Ca. 250 km (F, PM, A)

4. Tag: Cederberge – Richtersveld Nationalpark Ihre Reise geht weiter Richtung Norden zum Oranje Fluss, dem Grenzfluss zwischenSüdafrika und Namibia im Richtersveld Nationalpark. Sie übernachten am Flussufer im südlichen Namibia in komfortablen Hütten des Felix UniteRiver Camps 2,5 Sterne. Ca. 410 km (F, PM)

5. Tag: Richtersveld Nationalpark – Fish River Canyon
Erleben Sie auf einer fakultativen Kanutour die einmalige Mondlandschaft desRichtersveld Nationalpark. Nachmittags fahren Sie weiter zum zweitgrößten Canyon der Welt: dem Fish River Canyon. Erleben Sie hierden afrikanischen Sonnenuntergang in seiner unvergesslichen Farbenvielfalt. Ihr Gästehaus liegt inmitten einer wunderschönen Hügellandschaft desGondwana Canyon Parks in der Nähe des Canyons. Übernachtung im Canyon Mountain Roadhouse 2,5 Sterne. Ca. 181 km (F, PM, A)

6. Tag: Fish River Canyon – Namib Wüste
Die nächste Etappe Ihrer Reise durch das südliche Afrika führtSie durch die Namib Wüste, eine der ältesten Wüsten der Welt. Ihr Mittagessen genießen Sie in der endlos scheinenden Wüste unter einemSchatten spendenden Kameldornbaum. Am Abend erreichen Sie Ihre Unterkunft. 2 Übernachtungen in der Betesda Lodge, auf der Weltevrede Gästefarm 2,5Sterneoder im Desert Camp 2,5 Sterne. Ca. 525 km (F, PM, A)

7. Tag: Sossusvlei
Zum Sonnenaufgang fahren Sie zu den höchsten freistehenden Sanddünender Welt. Auf einer Wanderung zum Sossusvlei erleben Sie die wunderschöne Dünenlandschaft zu Fuß. Auch das surrealistische Dead Vlei wird Sieheute begeistern, bevor Sie zu Ihrer Unterkunft zurückkehren. Ca 190 km (F, PM, A)

8. Tag: Namib Wüste – Swakopmund
Heute durchqueren Sie einen der größten Nationalparks Afrikas, denNamib-Naukluft Park. Am späten Nachmittag erreichen Sie das Küstenstädtchen Swakopmund. Hier haben Sie Gelegenheit einenWäschereiservice zu nutzen. 2 Übernachtungen im Haus Garnison 2,5 Sterne. Ca. 320 km (F, PM)

9. Tag: Swakopmund
Unternehmen Sie am Morgen eine fakultative Bootstour in der Walvis Bay Laguneund amüsieren sich über an Bord springende Robben und hungrige Pelikane. Am Nachmittag können Sie Swakopmund erkunden. Sie haben Zeit zumEinkaufen, Bummeln, Baden und Relaxen.(F)

10. Tag: Swakopmund – Damaraland
Am Morgen besuchen Sie eine riesige Robbenkolonie am Kreuzkap. Sie reisen weiterin das Damaraland, eine der letzten Gegenden Afrikas in der Wüstenelefanten, Spitzmaulnashörner und Giraffen noch außerhalbvon Nationalparks leben. Nachmittags machen Sie eine Wanderung zur „White Lady“, die bekannteste Buschmannzeichung des südlichen Afrikas. Übernachtungin der Brandberg White Lady Lodge 2 Sterne. Ca. 270 km (F, PM, A)

11. Tag: Damaraland – Etosha Nationalpark
Sie erkunden heute Morgen das Gebiet von Twyfelfontein. Das Gebiet ist bekanntfür seine Vielzahl an prähistorischen Felsgravuren. Nachmittags besuchen Sie den „Versteinerten Wald“, den „Verbrannten Berg“ und die“Orgelpfeifen“. Mit etwas Glück treffen Sie in dieser Gegend auf das interessante Volk der Ovahimba und Herero. 2 Übernachtungen vor den Torendes Etoscha Nationalparks in der Tarentaal Guestfarm 2,5 Sterne. Ca. 350 km (F, PM, A)

12. Tag: Etosha Nationalpark
Der heutige Tag wird von Wildbeobachtungsfahrten geprägt. Sie unternehmenam Morgen und am Nachmittag Pirschfahrten durch den Etosha Nationalpark. Keine Pirschfahrt ist wie die Andere. Erleben Sie Elefanten, Löwen, Geparden undgroße Antilopenherden in freier Wildbahn. Darüber hinaus sind hier über 326 verschiedene Vogelarten beheimatet. Am Abend kehren Sie zu IhrerGästefarm zurück. Ca. 90 km (F, PM, A)

13. Tag: Etosha Nationalpark
Es stehen weitere Wildbeobachtungsfahrten im Park auf dem Programm. Heuteübernachten Sie in Roy’s Camp 2 Sterne. Ca. 90 km (F, PM, A)

14. Tag: Etosha Nationalpark – Rundu
Früh Morgens fahren Sie weiter Richtung Rundu in die Gegend am OkavangoFluss. Am Abend wird eine fakultative Bootsfahrt in den Sonnenuntergang angeboten. Vor dem Abendessen erleben Sie traditionelle Tänze.Übernachtung in der Nkwazi Lodge 2 Sterne. Ca. 360 km (F, PM, A)

15. Tag: Rundu – Mahangu Nationalpark
Die nächsten 2 Tage verbringen Sie am Okavango Fluss. Nachmittagsunternehmen Sie eine Pirschfahrt durch den Mahangu Nationalpark. Hier leben große Elefantenherden, seltene Rappen- und Pferdeantilopen, Krokodile undFlusspferde. Ihr Abendessen wird von Ihrem Guide am Lagerfeuer zubereitet. 2 Übernachtungen im Ngepi Camp 2 Sterne. Ca. 250 km (F, PM, A)

16. Tag: Okavango Fluss
Besonderer Höhepunkt ist die heutige fakultative Tagesexpedition: Siestarten an den Popa Fällen und begeben sich in Mokoro-Einbäumen flussabwärts in die Sumpflandschaft des Flusses. Dies ist die herrlichsteArt und Weise die unglaubliche Vielfalt der Tier- und Pflanzenwelt zu erleben. Auch der Besuch eines traditionellen Dorfes erwartet Sie heute. Ihr Abendessengenießen Sie wieder am romantischen Lagerfeuer. (F, PM, A)

17. Tag: Mahangu Nationalpark – Caprivi Chobe Nationalpark
Sie fahren weiter durch den Caprivi-Streifen und überqueren am Nachmittagdie Grenze zu Botswana. Nach einer Fahrt entlang des Chobe Nationalparks erreichen Sie Kasane und treffen kurz darauf in Ihrer Lodge am Chobe Fluss ein.2 Übernachtungen in der Thebe River Lodge 2,5 Sterne. Ca. 430 km (F, PM)

18. Tag: Chobe Nationalpark
Heute besteht die Möglichkeit eine Bootsfahrt auf dem Chobe Fluss und einePirschfahrt im offenen Geländewagen zu unternehmen (beides fakultativ). Ca. 120 km. (F, PM)

19. Tag: Chobe Nationalpark – Livingstone
Auf Ihrer Reise durch das südliche Afrika erreichen Sie Sambia. Diemächtigen Viktoria Fälle erwarten Sie! Zum Sonnenuntergang haben Sie Gelegenheit an einer fakultativen Bootsfahrt mit Abendessen auf dem Zambeziteilzunehmen. 2 Übernachtungen in der Maramba River Lodge 2,5 Sterne oder in der Zigzag Lodge 2,5 Sterne Ca. 90 km (F, PM)

20. Tag: Livingstone/Viktoria Fälle
Sie haben den Tag im Städtchen Livingstone zur freien Verfügung.Nutzen Sie die Zeit für einen Spaziergang an den imposanten Viktoria Fällen. Mutige können sich einer der zahlreichen fakultativenAbenteueraktivitäten wie Bungeejumping, einem Flug über die Fälle oder Rafting auf dem Sambesi anschließen. (F)

21. Tag: Livingstone
Rundreise: Nach dem Frühstück Ende der Rundreise. (F)