Sonntag, 28.10.2018
Molo
Der Tag der verlorenen Windjacke
gefahrene Kilometer: 35 km
Molo ist Xhosa und heisst Hallo.
Unjani? – Wie geht es dir?
Und damit ihr immer wisst wie es uns geht, was wir so erleben, dafür gibt es das Reisetagebuch.
Dank der Baumassnahmen der DB konnten wir einen Zug buchen der dann aber nicht so fuhr wie gebucht. Die Bahn wird es niemals hinbekommen, Nun fahre ich bis Mülheim zu Birgit, dann mit einem Shuttle nach Düsseldorf zum Hbf und dann mit dem gebuchten Zug (der DB ist aufgefallen, das der nicht von Essen fahren kann, wenn dort gebaut wird, sowas aber auch) nach Frankfurt.
Unser Taxi war super pünktlich und wir hatten somit noch etwas Zeit, um uns am Bahnhof etwas beim Bäcker zu holen. Nach einer ruhigen Bahnfahrt erreichten wir Frankfurt Airport Station und machten uns auf den Weg zum Terminal 1. Im Bahnhof hat Lufthansa schon einen CheckIn Schalter, so das wir nach keinen 100 Metern unsere Taschen aufgeben konnten.
In der Lufthansahalle kontaktierte ich Gudrun, die von Frankfurt über Jozy nach CT wollte. Wir drei tranken zusammen noch ein Glas und verabschiedeten uns mit den besten Urlaubswünschen.
Durch die Sicherheitskontrolle kamen wir reibungslos durch, durchwanderten den Duty Free Shop und wollten uns gerade beim Italiener niederlassen, als mir auffiel das meine Windjacke weg war. Ach du Schreck. Ich habe alle Leute im Duty Free befragt, meine Jacke beschrieben. Nichts. „Wo waren Sie denn?“ – „Hm, nun ja, ich bin über eine Rolltreppe gekommen.“ – „Kommen Sie mal mit,“ – Treppe rauf, nächstes Büro.
Jacke? Schwarz. Firma Moorhead. – Ein schelmisches Grinsen. Welche Größe? – Nun ja, groß. Was ist in den Taschen? – Links ist das+das drin. – Und rechts? Shit – Gebrauchte Tempos? Keine Ahnung. – Vielleicht etwas aus Stoff? – Stimmt.
Endlich hatte ich sie wieder. Danke an die Männer dort. Ich fragte noch, ob ich was unterschreiben müsste. Nö. Okay. Vielen Dank nochmals.
Kaum sitze ich glücklich, mit Jacke, wieder bei Birgit, kommen die Männer nochmals. Er müsste doch eine Bestätigung haben, sorry. Kein Ding. Dicke Umarmung für den Mann von der Sicherheit.
Nach soviel Aufregung wartet ein ruhiger Nachtflug auf mich. Ruhig geht auch anders. Wir hatten viele Turbulenzen auf dem Flug und Birgit leichte Kreislaufschwierigkeiten, die ich aufgrund eines tiefen Schlafes, nicht mitbekommen habe.
Montag, 29.10.2018
Lucky Bean Guesthouse, 129 1st Avenue, Melville,
Johannesburg, Gauteng, South Africa
Am Flughafen wurden wir von Monika von Fireworks in Empfang genommen. Wir kauften uns noch eine SIM-Datenkarte, was gefühlt Stunden dauerte. Danach gingen wir zu Bidvest um unseren Duster in Empfang zu nehmen. Monika schlug uns vor, bis zum Guesthouse voran zu fahren. Ich übernahm erst einmal das Steuer um den kleinen Dicken durch Jozy zu lenken. Doch die größte Herausforderung war nicht der Linksverkehr, sondern der Eingangsbereich des Guesthouses. Ich musste durch ein winziges, altes Garagentor in den Hof fahren. Der Duster ist nicht mein Golf, die Kupplung war etwas gewöhnungsbedürftig, aber mit viiiiel Gas und Gefühl klappte es dann doch, den steilen Berg durch das schmale Tor hochzufahren.
Nachdem wir unser Terassenzimmer bezogen hatten, einen Kaffee kredenz bekamen, duschten wir erst einmal und chillten ein wenig. Ich schlief tief und fest.
Um 14:00 Uhr ließen wir uns mit einem Fahrdienst zum Apartheid Museum bringen. Nach unserem Geschmack war die Ausstellung sehr Mandela lastig ausgelegt. Das Museum selber ist jedoch von der Bauart und der Anordnung der Thematik spannend aufgebaut.

Abends waren wir auf der 7th Street bei Poppy´s essen. Todmüde fielen wir um kurz nach 20:00 Uhr ins Bett.
Dienstag, 30.10.2018
Soweto
Um 9:00 Uhr starteten wir mit Monika zu unserer Soweto Tour. Wir fuhren durch verschiedene Stadtteile dieses riesengroßen Molochs und erfuhren viel über die Geschichte und Lebensweise der Menschen in dem ehemaligen Township. Von den sogenannten Gemeinde-Ziegen und -Kühen, wie eine Ehe geschlossen und gefeiert wird.
Wir sahen uns das Freedom Charter Memorial, einen Markt und ein Hotel an, besuchten die katholische Kirche Regina Mundi. Die Kirche diente als Versammlungs- und Zufluchtsort im Kampf gegen das Apartheidregime und weist bis heute etliche Einschusslöcher der Polizei auf. An einer Seite der Kirche zeigen die Relieffenster die Geschichte des Kampfes gegen das Apartheidregime der Bevölkerung.

Anschließend fuhren wir zu einer Kooperation von Hausfrauen, bei der man selbst hergestellte Backwaren, Torten und andere kleine selbst erstellte Mitbringsel erstehen konnte. Hier kauften wir uns Koeksister, ein in Öl ausgebackener Teig, der mit sehr viel Sirup getränkt wird. Sau Lekker.
Wieder am Lucky Bean Guesthouse angekommen, erholten wir uns ein bisschen und machten uns auf einen Streifzug durch die Straßen des Stadtteils um Jacarandabäume zu fotografieren. Der Jacarandabaum ist kein einheimischer Baum, sondern wurde aus Südamerika importiert.

Nach dieser kleinen Tour machten wir uns zu Fuß auf den Weg in die 7th Straße, da wir im Lucky Bean Restaurant essen wollten. Da wir noch Zeit hatten, kehrten wir ins SIPS ein, eine Weinbar, und gönnten uns ein Glas.
Ich hatte mir einen Spier 21 Pinotage ausgesucht. Sehr empfehlenswert. Birgit hatte einen Spier Sauvignon Blanc.
Im Restaurant bestellte Birgit sich eine Springbock Keule und ich eine Lammkeule. Mit dem Taxi ging es später zurück zum Guesthouse. 21 Rand kostete die Fahrt. Am Guesthouse gönnten wir uns noch eine Flasche Wein und quasselten bis spät in die Nacht auf unserer Pool-Terrasse.
Mittwoch, 31.10.2018
Jozy – Hazyview
gefahrene Kilometer: 429 km
Laughing Waters Guest House, S29 Linvale Estate, R536 Sabie Road, Hazyview, Mpumalanga, 1242
Gegen 10:00 Uhr verließen wir das Guesthouse und machten uns auf den Weg nach Hazyview. Auf der Autobahn war ein Streckenabschnitt gesperrt, so das wir ein ganzes Stück durch Johannesburg fahren mussten. Gegen 15:30 Uhr waren wir an unserem neuen Guesthouse „Laughing Waters„.
Anmerkung für Erlebe-Südafrika.de:
Am Eingang gibt es keine Möglichkeit das Guesthouse zu erreichen (Klingel o. ä.) Schön wäre, wenn ein Zugangscode bereitgestellt werden würde. Diesen Tipp gaben wir auch Heather&John, unseren Gastgebern.
Nachdem wir das Zimmer bezogen hatten, fuhren wir zum Essen nach Hazyview ins Kuka Cafe. Birgit gönnte sich Rippchen und ein Glas Wein, ich bestellte Kudu, medium rare mit einem Black Label. Als wir das Lokal verließen, war es am Regnen, es blitzte und fernes Gewittergrollen war zu vernehmen.
Nun sitzen wir auf der überdachten Terrasse und schreiben Reisetagebücher. Hoffen das es morgen trocken ist, damit wir uns die Panorama Route ansehen können.
Donnerstag, 01.11.2018
Panoramaroute, Polizeikontrolle und der Nebel des Grauens
gefahrene Kilometer: 239 km
Wir sind morgens, so gegen 9:00 Uhr von unserer Unterkunft, Laughing Waters, gestartet, um die Panorama Route zu erkunden. Da es in der Nacht gewittert und geregnet hatte, beschlossen wir, erst bis zu den Drei Rondavels hoch zu fahren und dann retour, die anderen Punkte anzufahren.
Direkt an der T-Kreuzung in Hazyview wurde ich 100 Meter dahinter von der Polizei heraus gewunken. Polizeikontrolle. Ich? Niemals fahre ich zu schnell. Also Fenster herunter, der Polizist kam und wollte die Papiere sehen. Ich habe ihm erst meinen deutschen Führerschein gezeigt, da wurde er schon netter, und dann den internationalen angekündigt, den wollte er schon gar nicht mehr sehen. Wo wollt ihr hin? Wo kommt ihr her? Gute Fahrt. – Dankeschön.
Wir fuhren Richtung Graskop über die R 535, nachdem wir die ersten Affen und Perlhühner gesehen hatten, umfing uns eine Dichte Nebeldecke, Stellenweise konnte man keine 10 Meter weit gucken. In einer angemessenen Geschwindigkeit quälte ich mich durch die Berge, in Graskop selber konnten wir stellenweise keine Straßenschilder sehen. Erst nach Graskop lichtete sich die Nebelwand und wir hatten endlich was von dem Panorama auf unserer Route.
Die drei Rondavels lagen etwas im Dunst und aufgrund der fehlenden Sonne kamen auch die Farben der Felswände nicht so gut zum Vorschein.

Nun ging es zu Lucky Bourke’s Potholes. Hier begrüßte uns eine Affenbande, Velvet Monkey’s. Wir gingen zu der Schlucht, in der der Treuer River sich in den Blyde River ergiesst.



Nachdem wir die Potholes verlassen hatten, suchten wir auf den Weg Richtung Graskop die Boskombuis auf. Man soll nach Flaggen am Straßenrand suchen und einem Schild mit der Aufschrift „African Food“. Die Potluck Bush Kitchen liegt etwas abseits der Straße an einem Fluss. Unser Gastgeber meinte dazu: Dort kocht eine big, fat, african Mama better than every francaise cook. Er sollte Recht behalten. Das Essen ist einfach, alles wird am offenen Feuer zubereitet, die Umgebung macht es zu etwas Besonderem. Die Tische liegen zwischen hohen Felsblöcken und der Fluss plätschert direkt zu deinen Füßen vorbei. Wir gönnten uns jeweils eine Borewors mit Pap. Lekker.

God’s Window konnten wir uns knicken, da das gesamte Lowveld vernebelt war. In Graskop wollten wir dann zum Lift (der ist nigel-nagel-neu), dieser war aber wegen des immer noch vorherschenden Nebels geschlossen. Wir beschlossen über Sabie zurückzufahren, da die Straße über die Berge Richtung Hazyview immer noch in einer dichten Nebelwand lag.
Graskop hat eine Hauptstraße mit drei Kreuzungen, die erste Kreuzung links runter führt zur Polizei, die zweite Kreuzung hat keine Hinweisschilder und die dritte Kreuzung rechts runter führt weiter auf die Panorama Route (von dort sind wir gekommen) und links runter in eine Sackgasse. Verflixt. Auf Geratewohl nahmen wir die mittlere Kreuzung, die wie ein Wunder, nach ca. 1 km die Ausschilderung Richtung Sabie aufwies.
In Sabie wollten wir Getränke und etwas zu essen für den Kruger besorgen, aber an dem Shopping Center beschlossen wir auf gar keinen Fall auszusteigen. Also drehten wir aus dem Müllhaldenparkplatzbereich wieder heraus und fuhren zur Tankstelle. Ich liebe diesen Service. Der Wagen wird betankt, ein weiterer Mitarbeiter reinigte die Frontscheibe. Jeder bekam ein paar Rand und weiter ging es zu unserem Guesthouse. Kurz vor 18:00 Uhr waren wir dort und konnten uns noch zum Abendessen anmelden.
Neben einem deutschen Pärchen, die von dort aus immer Richtung Kruger gefahren sind, waren im laufe des Tages noch eine vierer Mädelsgruppe und ein Ehepaar aus Old Germany angereist. Da es wieder angefangen hatte zu gewittern, hatten unsere Gastgeber im Wohnzimmer den Kamin angeworfen und uns alle dorthin eingeladen. Heather stellte alle Personen vor und wir unterhielten uns, über die gemachten Erfahrungen und Reiserouten. John, der als Guide arbeitete konnte noch wertvolle Tipps geben.
Unser Reiseplan von erlebe-südafrika sah vor, das wir außen am Kruger entlangfahren sollten und durch das Phalaborwa Gate einfahren sollten. Ich fragte nach, ob es Sinn macht durch das Paul Kruger Gate einzufahren. Er meinte wir könnten auch das Phabeni Gate benutzen. Es ist natürlich eine endlos lange Strecke nach Letaba hoch.
Freitag, 02.11.2018
Hazyview – KNP Letaba Rest Camp
gefahrene Kilometer: 224 km
Wir machten uns relativ zeitig auf den Weg Richtung Kruger NP, doch vorher mussten wir noch schnell shoppen gehen um etwas zu essen und zu trinken mit dabei zuhaben. Ich wollte auch noch schnell in die Wechselstube um Geld zu tauschen.
Wir fuhren bis zum Phabeni Gate, an der Rezeption gab es Probleme und ein Mitarbeiter von San Parks meinte, wir sollten direkt zum Tor fahren, dort könnten auch alles ausgestellt werden. Birgit ging noch schnell zum Klo, ich rauchte eine und im Shop holten wir uns eine Kruger Map. Als wir zum Tor fuhren, hieß es, der Kollege musste mal müssen müssen, wir sollten zur Rezeption gehen. Also stellten wir uns da in die Anmeldeschlange, da kam der erste Mitarbeiter wieder vorbei und fragte was los sei. Wir erklärten es im kurz und er schob uns kurzerhand an der Schlange vorbei nach vorne. Nach 5 Minuten waren wir wieder am Tor und konnten einfahren.
Wir fuhren über die S1 bis Skukuza, hier hielten wir für eine Restroom Pause und dann ging es weiter über die H1-2 und H1-3 bis Satara und von dort aus weiter über die H1-4 und H1-5 nach Letaba. Gegen 17:00 Uhr erreichten wir das Rest Camp. Wir bekamen das Rondavel Nummer D 45, eine BD3U Unterkunft (B=Bungalow, D=eigene Küchenzeile mit Herdplatte und Spülbecken, 3=max. 3 Personen, U=Randlage z.B. Zaun …). Danach fielen wir hundemüde in die Betten.

Samstag, 03.11.2018
Auf der Suche mach Leoparden
gefahrene Kilometer: 105 m
Nach dem Frühstück im Restaurant meldeten wir uns für einen Sunset Drive an und fuhren dann aus dem Camp heraus um unser Glück bei der Fotojagd auf Tiere zu versuchen.

Wir fuhren die H9 und ein paar Loops ab, in der Hoffnung einen Leoparden zu finden. Leider ohne Erfolg. Dafür waren wir am Masorini Picnic Spot mit historische Village Museum neben dem Picknickplatz und erfuhren dort etwas über die späte Eisenzeit in dieser Gegend. Danach machten wir uns auf den Rückweg und fuhren bei Shilawuri noch die S96 und die S131 nach Letaba zurück.
Um 16:00 Uhr sollte unser Sunset Drive starten. Pünktlich, wie bei den Maurern, ging es los. Auf der Straße, weiter in den Norden (H1-6), gab es vier voll gefressene Geparden, einen Schabrackenschakal und Geier am Kill. Grandios. Danach sahen wir noch Tsetsebees und afrikanische nachtaktive Kangeroos, die südafrikanische Springhasen (South African springhare). Leider war es schon zu dunkel zum fotografieren und die kleinen Kerlchen echt schnell weg.

Sonntag, 04.11.2018
Letaba – Skukuza Rest Camp
gefahrene Kilometer: 189 km
Wir frühstückten in aller Ruhe, ließen den Wagen volltanken, versendeten unsere Postkarten und machten uns dann auf den Weg nach Skukuza, unserem nächsten Rest Camp. Wir bekamen die Unterkunft 133 und fragten direkt nach einem Morgen-Gamedrive, doch die Gamedrives waren alle voll. Gegen 18:30 Uhr gingen wir zum Cattle Baron um etwas zu essen. Die Außenterrasse war leider schon voll, aber wir bekamen noch einen Tisch auf der Überdachten Terrasse. Ich war Abends „Kaputt für drei“.



Montag, 05.11.2018
Löwin mit Kudu Kill und Büffel Roadblock
gefahrene Kilometer: 108 km
Unser Weg führte uns diesmal nach Lower Sabie. Wir fuhren über die H4-1. An einer Brücke wollten wir einen Loop parallel zur H4-1 fahren (S30) und sahen nach ca 6 km eine Autoschlange an einer Stelle. Löwen? Leopard? Wir drehten und fuhren die Strecke zurück und dann die H4-1 weiter hoch. Tatsächlich lag dort eine Löwin mit einem frisch erlegten Kudu. Wir reihten uns in die Schlange der Neugierigen ein und kamen dann doch noch zu unserem Schuss. Kurz vor Lower Sabie lag ein weiterer Löwe, abseits der Straße.
Am See vor dem Camp lagen Flusspferde im Wasser und mindestens 6 Crocs unterschiedlicher Größe am Ufer. Nach einer kurzen Fanta-Orange-Pause machten wir uns auf den Rückweg nach Skukuza.
Wir hatten auf der Strecke einen ca. 20 minüten Roadblock, verursacht durch eine riesige Büffelherde, welche die Straße kreuzte. Kurz vor dem Camp, sichtete Birgit noch eine einzelne Hyäne. Die war aber so schnell unterwegs das ich nach drei Schnappschüssen etwas fluchte. Frau kann nicht immer Glück habe. Pünktlich um 18:00 Uhr fuhren wir durch das Gate.
Abends saßen wir auf der Terrasse des Cattle Baron und ließen uns das Essen schmecken.




Dienstag, 06.11.2018
KNP – eSwatini (Swasiland)
riesige Büffelherde durchfahren
gefahrene Kilometer: 154 km
Nach dem Frühstück packten wir unseren Wagen, Birgit gab den Schlüssel ab, ich fuhr zur Tankstelle, dann machten wir uns auf den Weg zum Malelane Gate. Auf dem Weg dorthin hatten wir noch eine geniale Nashorn-Sichtung ganz für uns alleine.
Kurz vor dem Gate schlugen wir noch den letzten Loop ein, hatten eine weitere Nashornsichtung und landeten in einer riesigen Büffelherde, die sich zum grasen und wiederkäuen entlang der Piste niedergelassen hatte.Nachdem wir das Gate passiert hatten, ging es Richtung Jeppe’s Rief zur südafrikanischen/eswatinischen Grenze.
Erst mussten wir anhalten, dann unsere Pässe auf der Südafrikanischen Seite zeigen, dann fuhren wir über die erste Grenze, wieder anhalten, raus aus dem Auto, Pässe zeigen, Autopapiere zeigen, dann bekamen wir einen Zettel der abgestempelt wurde, damit mussten wir 4 Meter nach links, 50 Rand bezahlen, wieder zum Auto, an die Grenze von Swasiland und zack waren wir wieder in einer anderen Welt.
Neben den Kühen, Schafen und Ziegen liefen nun auch dürre Hunde über die löcherigen Straßen. Das Grenzgebiet von Südafrika und Swasiland ist von der Rohrzucker- und Holzindustrie geprägt. Dementsprechend fahren überall die Holz- und Zuckerrohrlaster herum und die Straßen sind dementsprechend schlecht. Potholes sind ernst zunehmen, häufig sehr groß und tief, die Straßen oft sehr schmal und der Randstreifen, falls vorhanden, in einem schlechten Zustand.
Unsere Unterkunft lag nicht weit von der Grenze entfernt, in den Bergen. Auf dem Weg dorthin gab es einen Craftmarket an dem wir hielten, kaum war der Wagen aus tobte ein schwerer Regenguss über uns hinweg, so das wir uns mit zwei Sprüngen unter das erste rettende Dach flüchteten. Es blitzte und donnerte. Wir schauten uns die Läden an und machten uns in einer kurzen Regenpause schnell wieder auf den Weg zum Wagen. Kaum saßen wir drin, ging der Regenguss weiter.
Der Weg zur Unterkunft war eine rote Schotterpiste, die entweder steil bergauf oder steil bergab führte. Ich schlängelte den Wagen vorsichtig durch den schlammigen Weg, über eine schmale, geländelose Brücke bis zum Anwesen. Ich versuchte, so gut es ging, nahe an die Rezeption zu fahren, trotzdem wurden wir nass.
Wir bekamen jeder einen Regenschirm, eine Taschenlampe für die Nacht und wurden dann rumgeführt. Einmal zum Zelt, dann zum Frühstücks-, Dinner- Aufenthaltsraum. Ich lehnte das Angebot unsere Taschen hochtragen zu lassen ab, da es immer noch goss und wollte lieber warten, bis der Regen aufhörte.
Es waren nur noch 8 Grad in den Bergen und wir froren nach den gewohnten dreizig Grad des Kruger National Parks ganz schön. Im Zelt gab es eine Stromheizung, die stellten wir erst einmal an, danach desfungizierte ich den gesamten Innenraum und wir machten uns durch den Regenwald auf zum Abendessen. Um acht Uhr lagen wir in den Betten.
Mittwoch, 07.11.2018
verpennt und fauler Tag bei nass-kalten Wetter
gefahrene Kilometer: 0 km
Frühstück gab es nur bis 9:30 Uhr, kurz nach 9 Uhr wurde Birgit wach und wir taumelten noch schlaftrunken zum Frühstück. Den Rest des Tages haben wir einfach nur abgehangen.
Donnerstag, 08.11.2018
eSwatini – Royal Thonga Safari Lodge
Polizeikontrolle und Plattfuss in South Africa
gefahrene Kilometer: 376 km
Heute sollten wir einmal quer durch ganz Swasiland fahren.
Nachdem wir endlich die MR 2 gefunden hatten, hier durfte man 120 km/h fahren, ich es nicht schaffte – aus der entschleunigten Zeit heraus – an die 80 km/h zu kommen, alle Touristen vor mir von dannen bretterten, gab es dann auch noch eine Polizeikontrolle.
Der erste Polizist sagte, hier darf man nur 80 fahren, ich wäre aber 96 gefahren. Führerschein. Er hätte gerne 180 Rand.
Ich: Nö. Da müssten wir zur nächste Polizeistation fahren.
Er: Aussteigen. Einer saß an einem Blitzer, der dritte im Auto. Dort musste ich hin.
Der im Auto: Wieviel sind sie zu schnell gefahren?
Ich: Schulterzucken. Keine Ahnung. Neben dem Polizisten lag seine Mütze, gefüllt mit Randscheinen.
Er: Papiere.
Ich: Hier mein deutscher Führerschein, hier mein internationaler.
Er: 80 Rand.
Ich: Nö, Wo ist die nächste Polizeistation? Dort können wir das protokollieren und die Rechnung geht an die Autovermietung.
Er: Schlägt einen Protokollblock auf, schreibt was. Guckt. Gibt mir die Papiere wieder und sagt, fahren Sie ordentlich.
Ich: Danke. Natürlich.

Die weiteren Kilometer bis zur Grenze vergingen ohne besondere Zwischenfälle. Auf der südafrikanischen Seite der Grenzen, Lavumisa, tauschten wir die Plätze und Birgit fuhr weiter.
Wir fuhren die N2 bis zur Abbiegung Richtung Jozini und umrundeten sozusagen den Stausee. Auf den Weg nach Jozini fuhr Birgit mit Schwung über einen Bumpy. Passiert schon mal.
In Jozini war die Hauptstraße voll mit Menschen, Autos, Verkaufsständen, ein trubeliges Treiben auf und neben der Straße. Ein paar Männer in einem Auto vor uns winkten uns aufgeregt zu. Hä? Was wollen die? Bis einer auf unser Auto zeigte und eine Geste machte. Plattfuss? Im Beifahrer-Außenspiegel war nichts zu sehen, ich steckte den Kopf aus den Fenster, Japp, der linke Vorderreifen war fast platt. Anhalten. Typ am Straßenrand nach einer Tankstelle fragen. Birgit sagte, das wir doch gerade an einer vorbei gefahren waren, also drehte sie und nach 150 Meter gab es eine große Tanke.
An der Zapfsäule stand ein Mädel, ne wir wollen nicht tanken, wir haben ein Problem mit unserem Reifen. Also Luft auf den Tyre. Reicht das? Oder sollen wir uns den tauschen lassen. Lieber tauschen. Frage an die Tankwartin, können wir hier den Reifen tauschen lassen? Ja, hier mein Kollege (schmächtiger Kerl, aber gut). Birgit wusste zum Glück wo bei Renault der Reservereifen hängt. Also Kofferraum auf, Reifen entsichern und unterm Auto hervorholen. Wagenheber, Hier bekam unser Reifenwechsel Hilfe von einem kräftigen Kerl in weißer Shorts und weißem Hemd. Ich hätte mir innerhalb von zwei Sekunden beide Sachen versaut.
Während der kleinere dann den Reifen wechselte und verstaute habe ich mich mit dem anderen unterhalten. Woher Frau kommt, wie es in Deutschland ist, warum wir keinen Mann haben, alles kein Problem …
Nach erfolgtem Reifentausch und einem sehr gutem Trinkgeld für den schmalen Kerl (der Service wäre kostenlos gewesen), machten wir uns wieder auf den Weg. Es folgten bis zur Royal Thonga Lodge noch sehr viele Bumper und Löcher in den Straßen, aber wir kamen unbeschadet an, zwar eineinhalb Stunden später als erwartet, aber noch im Hellen.
Freitag, 09.11.2018
Tembe Elephants Park
gefahrene Kilometer: 0 km
Heute früh ging es um 6:00 Uhr zum Game Drive. Wir sind gegen 4:00 Uhr aufgestanden, haben uns einer Katzenwäsche unterzogen und eine Kleinigkeit gefrühstückt. Pünktlich standen wir vor der Lodge auf der Einstiegsrampe für den Jeep bereit.
Der Tembe Elephants Park hat hauptsächlich Sandstrecken. Im hohem, satten, grünen Gras graste eine Gruppe Büffel und eine kleine Herde Zebras.
Samstag, 10.11.2018
Royal Thonga Safari Lodge – St. Lucia
gefahrene Kilometer: 226 km
Sonntag, 11.11.2018
Hluhluwe und keine Katzen
gefahrene Kilometer: 222 km
Montag, 12.11.2018
St. Lucia – Durban: gefahrene Kilometer: 209 km
Durban – Cape Town: geflogene Kilometer: ca. 1200 km
Cape Town – Stellenbosch: gefahrene Kilometer: 38 km
Dienstag, 13.11.2018
Wine Hoppers
selbst gefahrene Kilometer: 0 km
Neethlingshof
www.neethlingshof.co.za
Van Ryn Brandy Cellar
www.vanryn.co.za
Spier
www.spier.co.za
Alto
www.alto.co.za
Kleine Zalze
www.kleinezalze.co.za
Mittwoch, 14.11.2018
Im Dorp
gefahrene Kilometer: 0 km
Donnerstag, 15.11.2018
Stellenbosch – Cape Agulhas – Springfontein Wine Estate
Weinverkostung bei neuen Freunden
gefahrene Kilometer: 304 km
Wir sind gegen 9:30 Uhr losgefahren. Es ging über die N2 bis Caldon und dann die R316 und R319 bis Cape Agulhas Lighthouse (Lighthouse Street, L’Agulhas, 7285). Zeitaufwand ca. zweieinhalb Stunden Fahrzeit.

Wir parkten am Leuchtturm und gingen den Dünenweg bis zur Landmarke zur geologischen Kennzeichnung des Aufeinandertreffens des Antlantischen Ozeans mit dem Pazifischen Ozean. Wie immer, musste ich meine Füße ins Wasser stecken.
Wir machten die obligatorischen Fotos mit der Landmarke und schlenderten zurück zum Auto. Der Ort selber ist ein Ferienort mit vielen Angelfans. An der örtlichen Tankstelle tankten wir noch einmal und ich fragte im angrenzenden Shop nach Tabak, den heimischen Tabak wollte ich aber nicht probieren, also gab es eine Packung Gold. Nun ging es auf den Weg nach Stanford und somit nach Springfontein.
Freitag, 16.11.2018
Springfontein – Hermanus – Kapstadt
südlicher Glattwal in Aktion
gefahrene Kilometer: 107 km

Samstag, 17.11.2018
Cape Peninsula
gefahrene Kilometer: 162 km

Sonntag, 18.11.2018
V&A Waterfront und Signal Hill
gefahrene Kilometer: siehe Gesamtkilometer am 20.11.
Montag, 19.11.2018
Table Mountain, Camps Bay
gefahrene Kilometer: siehe Gesamtkilometer am 20.11.



Dienstag, 20.11.2018
Robben Island
gefahrene Kilometer: 71 km





Mittwoch, 21.11.2018
Hop on Hop off, Bo-Kap
gefahrene Kilometer: siehe Gesamtkilometer am 22.11.
Donnerstag, 22.11.2018
Mothercity – Ffm.
gefahrene Kilometer: 33 km
geflogene Kilometer: 9410 km
Freitag, 23.11.2018
Frankfurt – Heim
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