2005 Italien

06. – 30.06.05
Reise-Tagebuch


Veranstalter: BEUS-Reisen

Rechtschreibung: hier gilt die eigene Rechtschreibreform

Recklinghausen – Weisweiler – Aachen – Arlbergtunnel (A) – Kauns – Reschenpass – Livorno (I) – Fähre – Bastia, Korsika (F) – Aléria – Route 1 – Route 2 – Route 3 – Aléria – Bonifacio – Fähre – S. Theresa de Gallura (Sardinien) – Olbia – Fähre – Civitavécchia (I) – Route 4 – Rom – Vatikan – Viterbo – Ercolano – Marina Di Casal Velino – Villa – Messina – Ätna – Palermo – Agrigento – Cattólica Eraclea – Siculiana – Route 5 – Valle del Templi – Route 6 – S. Stefano – Palermo – Civitavécchia – Radda – Route 7 – Ambra – Monte S. Savino – Autogrill Bozen – Brenner – Schönberg (A) – Innsbruck – Aachen

7.400 Kilometer, Seemeilen und Fußwege bleiben ohne Berechnung


Montag, 06.06.05

Ich habe bis 9:00 Uhr geschlafen – eine Kniffte und einen großen Pott Kaffee im stehen. Berge von sommerlichen Textilien und „überaus wichtigen“ Utensilien blicken mich vorwurfsvoll an – die Taschen wollen gepackt werden – was brauche ich denn alles? – jetzt ist es 14:00 Uhr – der Berg ist verschwunden – noch einmal den Luxus einer Badewanne genossen.
Um 16:00 Uhr will Ernst hier aufschlagen – dann muss die Dachbox auf den Passat – mal sehen… – es wird Zeit hier abzuhauen – Deutschland ist kalt und naß – und NRW is schwatt.
Meine Schwägerin fragt uns, warum wir bei einem zwei Personen Urlaub mit sooo einem großem Auto auch noch eine Dachbox benötigen. Die Antwort hätten wir ihr zehn Minuten später zeigen können, als meine Sachen im Kofferraum verstaut waren. Groß ist so ein Kofferraum beim Passat ja nicht gerade.
Dann ging es los nach Aachen mit einem kurzen Besorgungsstop in Langerwehe und einem Essensstop bei einem türkischen Restaurant in Weisweiler. – Wir entschieden uns für kalte und warme Vorspeisen! – Wenn wir an die schweizerische Grenze fahren, werden wir bestimmt sofort durchgewunken – wir müffeln „etwas“ nach Knoblauch.

Dienstag, 07.06.05

Um 8:00 Uhr war ich wach – Ernst schon um kurz nach sieben – nach einem spatanischen Frühstück haben wir den blauen LKW (LangurlaubsKurzstreckenWandschrank) beladen – kurzer Stop zum einkaufen von überlebenswichtigen Kekse. Um 11 Uhr waren wir unterwegs:
Auf in den Süden!!! – der Sonne hinterher!!! „Italien – einmal die Akropolis sehen!!!“

Die ersten 300 km fuhr Ernst – die zweiten 300 km ich – bis zur Grenze (Lindau?) war alles tutti – für 5 Meter Nutzung der österreichischen Straßen wollten die volle Mautgebühr haben – somit sind wir nicht über die Schweiz gefahren, sondern durch Austria.
Tunnel ohne Ende – für den Arlbergtunnel waren wieder 8,00 Euro fällig – klugerweise erst am Tunnelende – Wir wußten es doch: Räuberisches Bergvolk …

In Kauns haben wir uns eine Unterkunft gesucht – Gasthof Falkeis – Das Haus liegt mitten zwischen den Bergen – lecker zu Abend gegessen – Geweihtierragout und Kalbsbeuchel (Lunge + Herz als Eintopf) – als Gemüse gab es unter anderem gelbe Möhren
ach ja, erstes mal im Urlaub gekniffelt

Mittwoch, 08.06.05

Mich hat die Rache von „wer weiß wem“ ergriffen – den ganzen Abend, die Nacht über ließ ich die Klärwerke der Umgebung Sonderschichten fahren.
Ernst hat königlich gefrühstückt – ich bekam heißen Pfefferminztee und ein trockenes Brötchen.
Nun stand die Frage im Raum „Was tun?“ – Weiterfahren natürlich – somit machten wir uns auf den Weg aus dem 9 Grad kalten Kauns über den Reschenpass in das 27 Grad kühle Italien

Die Strecke war wunderschön zum fahren und zum schauen – in einem größeren Einkaufsmarkt holten wir Mineralwasser, Cola + Salzstangen – ein hoch der Pharmaindustrie – irgendwann half auch Imodium.

In Livorno hangelten wir uns zum Fährhafen durch – kauften für den nächsten Morgen die Überfahrt (Moby Ferries: für zwei Personen und einem Passat 60 Euro) – danach machten wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft – wir erforschten das Gebiet hinter Livorno bei Montenero Gasse für Gasse, Berg für Berg – was wir suchten, fanden wir nicht – was wir fanden war schon belegt bis unters Dach
schließlich fuhren wir nach Livorno zurück – dort fanden wir ein Hotel direkt an der Promenade – das Haus sieht aus wie eine kleine Ritterburg – nach dem wir das Zimmer bezogen hatten – ging es zum Strand runter – Füße ins Wasser halten – danach über die Strandpromenade bis zu einer Pizzeria – Ernst bekam eine Pizza – ich bekam Tee und testweise die eine oder andere trockene Ecke von der Pizza

Donnerstag, 09.06.05

früh aufgestanden – Tee und trockenes Brot gefrühstückt – an der Fähre in die noch kurze Warteschlange gestellt – die Überfahrt dauert ca. 4 Stunden – Korsika!!!

Von Bastia die Küste runtergefahren bis Aléria – hier hatten wir einen Campingplatz Tip, der hielt was er versprach – Gegend erkundet – bei einer Distellerie mit angegliederten Einkaufs-Shop Käse, Salami und Wein erstanden – den hiesigen selbstgebrannten Schnaps hat Ernst probiert (war wohl nicht sein Geschmack) – den Abend in einem netten Strandrestaurant ausklingen lassen

Tip: Campingplatz Marina d´Aleria mit der WWW-Adresse marina-aleria.com

Freitag, 10.06.05
38748 Kurven und kein Ende

Route 1: Aléria – Solenzara – Bocca di Larone 608 m – Col del Bavella 1218 m – Sarténe – über die N196 und die D859 – ab Porto Vecchio die N198 zurück nach Aléria

Schöne, kurvenreiche Strecke – Fotostop am Fluß Solenzara gemacht (Objekte der Begierde: Frösche) – riesige Kieselsteine – schöne Badestellen (und an dieser Stelle sogar eine Snackbar mit großem Parkplatz) – nach einigen Kilometern erreicht man die Bocca di Larone; der Paß ist 608 Meter hoch – weiter geht es durch einen Schwarzkiefernwald der Wildschutzgebiet für Mufflons ist (Mufflons haben wir keine gesehen, dafür aber frei lebende Schweine) – weiter ging es zum Col de Bavella; der Paß ist 1218 m hoch; die Felsen der Bavella-Gruppe werden von den Korsen auch Cornes d´Asinao, Eselsohren, genannt – Sainte Lucie hier soll es Messerschmieden geben (leider sind wir daran vorbei gefahren)

In Sarténe oder Sarté einen Foto-/Einkaufsstop gemacht – der Besuch der Stadt ist lohnenswert – kleine verwinkelte Gäßchen – in einem Spezialgeschäft korsische „Handarbeit“ für die Vendetta erstanden – auf Grund von Zeitmangel haben wir Bonifacio ausgelassen, haben aber von der Küstenstraße aus Sardinien erblickt.

Abendessen an einer Strandbar – draußen, halb erfroren – es gab eine ganze Dorade (hm, lecker) – sie lächelte mich noch an

Samstag, 11.06.05

Heute morgen bin ich losgestapft um das berühmte französische Frühstück zu besorgen – in einem fast perfekten hoppelfranz. bestellte ich ein Stangenbrot und zwei Hörnchen
Der Einkauf ging folgendermaßen von statten: Ich und mein Sonntags-vor-der-Tür-steh-strahle-lächeln – Bonjour Madame.Bonjour. – dann fragte der Mann wieder etwas, was ich nur zur hälfte deuten kann – worauf ich ein Baguette bestellte und (Bindeworte sind immer wichtig!) zwei Croissants; und die Höflichkeitsfloskel s.v.p. (aussprechen!!!, sonst entsteht ein merkwürdiger Pfeifton – si wu plä) nicht vergessen – und ein nettes auf wiedergesehen, das war es

Nach dem Frühstück haben wir die Nutzung unseres Wohnanhängers bis Dienstag verlängert – dann ging es nach Bastia um eine Fähre auf das ital. Festland zu buchen, so einfach war das nicht, es gibt keine Direkte Verbindung, nun fahren wir am Mittwoch von Bonifacio nach S. Th. de Gallura (Sardinien) – dann geht es mit dem Wagen bis Olbia und von dort aus nach Civitavécchia (etwas oberhalb von Rom) – datt kostet tuttu kompletto 102 Euro

Route 2: um das Cap von Bastia aus die Ausschilderung Cap Corse gefolgt (Erbalunga – Macinaggio – Centuri – Nonza – Patrimonio – Bastia und zurück nach Aléria

gefahren sind wir die Route gegen den Uhrzeigersinn – immer schön am Abgrund entlang – am Golfe de Saint Florent beginnt die „Straße des Weines“ (von uns auch die Straße der weinenden Busfahrer genannt); die Küstenstraße, Richtung Saint Florent, ist hier stellenweise supereng und sehr kurvenreich (teilweise passen keine zwei PKWs nebeneinander, und eine Begegnung von zwei Touristenbussen mag ich mir nicht vorstellen)

kurz vor unserem Ort waren wir einer Ausschilderung folgend auf der Suche nach einem Restaurant – und fanden … den Hinterhof eines Muschelfischers – ups falsche Einfahrt – vor Ort gab es – auf den Etang de Diane (Etang = Haff) hinausgebaut – ein sehr gutes Fischrestaurant – es gab Miesmuscheln und Überbackene Jakobsmuscheln als Vorspeise und gegrilltes Fischfilet als Hauptgericht – hm, absolut lecker

hier kommt noch die Adresse des Restaurants hin!!!!!!!!! – wenn ich sie noch finde – obwohl auf dem Etang de Diane eh nur ein Restaurant gebaut ist

Sonntag, 12.06.05
Route 3: Aléria – die N 198 Richtung Bonifacio – rechts ab auf die D 343 – D 343a – D 344 Richtung Ghisoni – D 69 – N 196 Richtung Ajaccio – zurück ging es über die N 193 Richtung Corte – D 43 + D 143 – N 200 bis Aléria

Elli Pirelli in der Bergwertung auf den Hinweg (und nur, weil ich auf den Hinweis von Ernst „Du kannst ruhig langsamer fahren.“ wie folgt geantwortet habe: „Rechts ist alles grün, links ist alles grün und zu sehen gibt es auch nichts.“) und Walter Röhrl im Zeitfahren (häufiger Einsatz von Saftycars – ängstliche Touristen in dicken Wagen) auf dem Rückweg

auf dem Hinweg gab es die „wünsch-dir-was-Straße“ – ich möchte Kühe auf der Fahrbahn – und schwupps – Kühe auf der Fahrbahn – ich schaue mal nach wild lebenden Hausschweinen – schwupps Schweine unterwegs – jetzt fehlen nur noch die Ziegen – schwupps Ziegen auf der Weide – so ein Eselchen mit allen pi-pa-po wäre auch schön und dieses und jenes noch – das war zu viel auf einmal – schwupps ein Muli

Ajaccio ist eine schöne Stadt (Altstadtbereich) – Sonntag ist hier nichts los – sehr viele Touris unterwegs – unser erstes Urlaubseis – am Place Maréchal Foch gibt es an der Ecke (schräg über den Platz vom Rathaus) sehr leckeres Eis

fotografiert wird seit neuester Zeit sparsam und sei es nur, das der Film nicht korrekt eingelegt wurde (schönen Gruß von E.)
Auf dem Rückweg gab es mehrere Viadukte – obwohl es in den Bergen sehr diesig war und die Sonne fehlte – mehrere Stops und Sicherungsfotos gemacht

Montag, 13.06.05
Strandtag – Winnetous Blutsbruder und -schwestern geworden
wir lagen an einem Naturstrand – etwas nördlich vom Campingplatz – keine Menschenseele, aber…
ach bevor ich es vergesse: Ernst ist ein Mann! – Er war im Meer!!!! – schwimmen !!!! – und das war sooooooo kalt
Und sprach ich nicht davon das Korsika eine Wunschinsel ist – ich hatte mir doch noch Ziegen in freier „Wildbahn“ gewünscht – und schwupps – am Strand zog eine ganze Herde vorbei.

Wir sind anschliessend noch zu einer Ruine gelaufen, die vom Strand her, sehr nah aussah – die Wirklichkeit ist häufig anders
Am Nachmittag wollten wir dann zu einer schönen Steinbrücke, die wir am Vortag gesehen hatten. Doch je weiter wir Richtung Corte fuhren, desto bewölkter wurde es. So beschlossen wir umzukehren und mal zu schauen was so auf dem Weg lag. Richtung Antisani folgten wir der Ausschilderung zu einem Wasserreservoir (oder auch Wasserspeicher genannt). Dort standen Kühe auf dem Wasser, Libellen flogen im „Liebesreigen“ und die Frösche gaben ein Cannon-Konzert.
Abends wollte ich noch einmal in dem Lokal essen, in dem am ersten Abend nur Ernst richtig gegessen hatte – Also gingen wir in die „Le Bounty“

Wir bestellten Miesmuscheln als Vorspeise – Ernst wollte eine Pizza mit Meerestieren und ich wollte Fleisch – Magret hieß die Ente (canard) – die jetzt ohne Brust fliegen muß
für Katré: Flu-gentenbrust

Die Bauchfreie Bedienung (weiblichen Geschlechtes – da lief nix für mich rum – gar nix – überhaupt nichts – gar-gar nichts) hatte einen Narren an E. gefressen – und lt. E. hapert es mit der franz. Sprache und Schrift, …
jedenfalls versuchte sie uns abzufüllen – mich um mich aus den Weg zu schaffen – Ernst um ihn gefügig zu machen (das war er bestimmt schon)
Wir waren mehr als leicht angeheitert – strunzenvoll torkelten wir kichernd und Geschichten erzählend unseren Weg – es war der Weg an dem der berühmt-berüchtigte „Urlaubstrinkspruch 2005“ geboren wurde – Ich hatte eine Hose an – die schon seit längerer Zeit sich in Auflösung befand – während die rechte hintere Hosentasche erst langsam mit einem zerreissenden Geräusch sich bemerkbar machte – riß sie durch Fremdeinwirkung ganz – ich war aufgerissen – an einer Mülltonne entledigte ich mich des zerfetzten Beinkleides -schlang mir meinen Pulli um die Hüfte – und war froh das uns niemand begegnete
Ihr wollt den Trinkspruch hören? – dann lauscht!!!

zum Trinkspruch

Dienstag, 14.06.05
die Karawane zieht weiter

heute ist ein Frühaufsteher-Weiterreisetag – es regnet in unserem Dorf, wie hulle – wir packen das eLKaWeh – frühstücken – putzen – flicken, machen und tun – um 10:00 Uhr fuhren wir zum Ausgang – hier mussten wir 20 Minuten Schlange stehen (korsische Ostküste) – auf ging es nach Bonifacio – dort haben wir eine BEUS-typische Stadtrundfahrt gemacht – keinen Parkplatz bekommen und den Fiat 500 unter den Fährschiffen schon um 13:00 Uhr erwischt
nach einer knappen Stunde waren wir „zu hause“ in S. Theresa vier Eis gekauft – wir konnten uns nicht entscheiden an welcher Esdiele, also haben wir zwei ausprobiert – danach ging es in mehr oder weniger rasanter Kurvenfahrt nach Olbia – kurze Stipvisite am Hafen – im Zentrum ein Hotel gesucht und gefunden

Den Rest des Abends im Straßencafe verbracht – den Fotoaparello griffbereit – in einer netten Eckwirtschaft zu Abend gegessen – „kleine Männer mit vielen Armen“ in unterschiedlichen Zubereitungs-Variationen bestellt und vernascht und in Erinnerung an den Urlaub 2003 – ICHNUSA getrunken – Salve!!!

Mittwoch, 15.06.05

schon wieder: „der Wecker klingelt – früh und viel zu laut“ – für die frühe Fähre nach Civitavécchia mußten wir früh raus – Frechheit – in der Nacht wurde der gesamte Hafen umgebaut – der Weg zu unserer Fähre war versperrt (gestern konnte man da noch fahren) – also mußten wir durch den Hafen kreuzen – völlig falsch landeten wir mitten im Löschverkehr der von der Fähre fahrenden Autos – dem wild gestikulierenden, Trillerpfeifen-pfeifenden Aus-/Einweiser zum Wahnsinn getrieben – doch zu guter Letzt standen wir in der richtigen Verschiffungsschlange – ab auf das Sonnendeck und die ca. fünf stündige Überfahrt genossen (gelesen, geschlafen oder das Schiff erkundet)

in Civitavecchia den Weg zur „Aurelia Nord“ gesucht und gefunden – viele Viadukte sind stumme Zeitzeugen einer alten, fast vergessenen Zeit – auf Anhieb unsere Wunschunterkunft hinter den sieben Hügeln gefunden – wir hatten Glück, bis Samstag war noch eine FeWo frei – einkaufen gefahren – abends gekocht

Route 4: Civitavécchia – auf der Aurelia Nord Richtung Grosseto bis auf die ‚SS 1 BIS‘ nach Vetralla – Capránica – bis Abfahrt Trevignano – bis zum Lago di Bracciano – dort links – nach ca. einem km links in die Via di Polline zum Agritouristica „Il Castoro“

Il Castoro – Lago di Martignano – Roma
im www unter: agriturismoilcastoro.it oder ilcastoro.de.vu email: il_castoro@virgilio.it
auf dem „Bauernhof“ gibt es Strauße, Emus, Esel, Charolais-Rindern, Ziegen, ein eigener Strandabschnitt am kleinen Vulkansee

Donnerstag, 16.06.05

ausgeschlafen (Ernst war wohl schon seit 7 Uhr wach und auf Fototour unterwegs) so bis 9 Uhr – in aller Gemütsruhe gefrühstückt und abgewaschen – danach haben wir in Anguillara den Bahnhof gesucht und gefunden
eine (Fahr-) Tageskarte nach Rom mit Nutzung aller Verkehrsmittel kostet 6 Euro pro Person
Dauer der Fahrt ca. eine halbe Stunde – wir sind bis zur Endstation gefahren – von dort aus zur Pyramide + xy-Tor gelaufen – dann mit der Metro zum Collosseum – von dort weiter mit der Metro zum „ich-komme-wieder“ Brunnen – hier gab es auf dem Rückweg nicht nur die zweite Portion Eis, sondern auch einen Wolkenbruch – ich habe mir Schuhe gekauft – mit der Metro zum Petersplatz gefahren – die Sixtinische Kapelle macht schon um kurz nach drei Uhr zu – Sonnenbrille gekauft – mit der Metro bis zur Station Valle Aurelia – dort mit dem Zug zurück

der Zug war Proppe voll – so richtig voll – Ernst meinte: „Würde jemand Öl dazugiessen, könnte man die Wagons als Ölsardinenbüchsen verkaufen.“ – Ich sagte darauf: „Wenn hier einer Olivenöl reingießt, flutschen die ersten aus der Menge raus, wie Seife aus der nassen Hand.“

zu hause selbst gekocht – es gab Salat und „Fleisch alle Lemone“

Freitag, 17.06.05

geplant war eine Rundfahrt – geschafft haben wir ein etruskisches Amphietheater (komplett aus Balsaltgestein herausgearbeitet) – die ehemalige Papstresidenz Viterbo; Tag der Türklopfer
danach war es so spät und so heiß das wir beschlossen haben in unserem Vulkansee schwimmen zu gehen – auf den Rückweg wollten wir über Bracciano abkürzen – hier begegnete uns ein berittener Hirte; Ernst war der Meinung das ich den Seehund machte; hmhmhm – einkaufen waren wir noch – an unserem Vulkansee reichte es nur zum Füsse kühlen, es war schon relativ spät

abends ging es dann zum Essen in ein nahegelegenes, gutes Restaurant – einmal „Fischplatte aus dem See“ für Ernst und einmal „kleine Männer“-Fischplatte aus dem Meer für mich

Samstag, 18.06.05

Vor dem Frühstück waren wir in unserem Vulkansee schwimmen – Weiterfahrt nach/hinter Neapel – über die A3 an Neapel vorbei – verfahren – neapolitanischen Führerschein gemacht – der ausgesuchter Agritourismo befand sich in schwindelerregender Höhe (es ging mehrere Kilometer und Serpentinen auf ganz schmalen Wegen in die Berge) hatte geschlossen (zum Glück – da hoch und runter fahren wäre mein Tod gewesen) – danach sind wir weitergefahren bis hinter Salerno – hier war alles ausgebucht, aber der Besitzer konnte uns eine Ausweichadresse nennen – Tavola??? – Glücksgriff – das Restaurant hatte einen Hotelbetrieb – super-schöne Zimmer

nachdem wir unser Zimmer bezogen hatten ging es nach Paestum – eine ehemalige griechische Tempelanlage

Sonntag, 19.06.05

eigentlich wollten wir nach Pompeji – ich hatte aber etwas über Ercolano, das alte röm. Herculaneum, gelesen – also fuhren wir erst nach Ercolano – hier wurde und wird immer noch eine Stadt ausgegraben, bzw. wiedererrichtet, die wie Pompeji durch den Vesuv-Ausbruch verschüttet wurde – wir benötigten soviel Zeit für die Stadt, das wir Pompeji nicht mehr schafften

wir suchten uns einen Strandabschnitt um uns abzukühlen – aber das Wasser in der Nähe von Neapel ist nicht „besonders“
da ich vom vorabend immer noch pittepatte satt war – haben wir eine Mozarella Tour gemacht – von hier kommt der Mozarella – an jeder Ecke gibt es „Mozarella-Schnellimbisse“ – Büffelmozarella, hm, lecker

Montag, 20.06.05
Weiterfahrt über die A 1 (Napoli – Salerno) nach Marina Di Casal Velino

Ernst will Carmen in ihrem Urlaubsdomizil besuchen – Zimmer im Hotel bezogen – zum freien Strand ausserhalb gefahren und einen halben Strandtag eingelegt, zu Füßen der griech. Philosophenschule (Ruine) – Abends an der Strandpromenade entlang getapst – Pizza essen gewesen – Flasche Wein geleert – Film über Pompeji gesehen – halb eins lag ich im Bett

Dienstag, 21.06.05

früh wach geworden – gefrühstückt – ausgecheckt – das Zimmer wurde pro Person gerechnet – schweineteuer
an der Küste entlang bis zur A3 bei Lagonegro??? – dann bis Villa – in Villa für 21 Euro mit der Fähre (es war mittlerweile 15 Uhr 30) nach Messina übergesetzt
über die A 18 bis hinter Taomina – dort haben wir eine Unterkunft gesucht und gefunden
Azienda Agritoristica Arrigo, Linguaglossa
an der nördlichen Seite des Ätna kamen wir in einer alten, umgebauten Weinkelterei unter

Mittwoch, 22.06.05

nach dem Frühstück ging es weiter – erst auf den Ätna – von dort nach Palermo – hier haben wir eine Fährverbindung nach Livorno gesucht – diese gab es nur für LKWs – somit buchten wir eine Überfahrt mit Kabine bis Civitavécchia – von dort sind wir zurück nach Agrigento – unterwegs haben wir telefonisch in einem Agritourismo nach einem freien Zimmer gefragt und uns unverbindlich angemeldet – es war schon relativ spät als wir dort eintrafen

zum essen wollten wir nach Cattólica Eraclea – in stockdunkler Nacht suchten wir den Ort – die Bevölkerung war sehr hilfsbereit – essen waren wir in einer sehr guten Pizzeria – hier brachte uns ein netter Kerl hin, der als ich nach dem Weg fragte, einfach sagte „ich fahr mal vor.“

Donnerstag, 23.06.05
Weiterfahrt

Unterkunft in der Nähe von Agrigent gesucht – Agriturismo Villa Capo in Siculiana
Route 5: Agrigent – Caltanissetta – Museumszug in Villarosa – Sutera – Musomeli – über die SS 189 bis Aragona – Vulcanelli xxx – Montallegro

Freitag, 24.06.05
Valle del Templi – sizilianischer Pferdekarren (Marco, das Pferd, lebt nicht von Luft und Liebe allein)

Route 6: SS 640 bis Caltanisetta – A 19 Richtung Palermo – Scilato Richtung SS 113

Unterkunft an einem Campingplatz in der Nähe von Tusa
einkaufen – sizilianische „Plätzchen“ probiert – an den Strand – abends gab es Nudeln mit selbstgemachter Tomatensoße

Samstag, 25.06.05
zum Frühstück gab es „grüne Tomaten a la Biggi“ mit einatmen-Brötchen – Strandmorgen – Mittags nach S. Stefano – auf der Jagd nach dem Fiat 500 – Zug auf Viadukt – abends am Strand; ego habe geschnorchelt – Reste Essen

Sonntag, 26.06.05

Weiterfahrt über die SS 113 nach Palermo – es war Sonntag, alle Sizilianer wollten ins Wasser – ab Palermo mit der Abendfähre zum ital. Festland rüber gesetzt – zum Abendessen gab es „gemischte kleine Fische“ – zum ersten mal auf See übernachtet – großen Fisch (der Ungermannsche Delfin) gesehen
Preis: 2 Personen, 5m PKW, Innenkabine ca. 290 Euro bei Garibaldi

Montag, 27.06.05

um 5 Uhr aufgestanden – zum Frühstück gab es ein halbes Brötchen – über Viterbo (unterwegs Viadukte fotografiert, drei Viadukte ineinander verschachtelt) zur A 1 – unterwegs die ersten Sonnenblumenfelder gesehen, was für ein gelb – bei Radda im Chianti haben wir unsere Unterkunft gefunden

Fattoria Vistarenni – große Villa – das Appartement im zweiten Stock war auf zwei Ebenen verteilt – auf der ersten Ebene befand sich die Küche und der große Wohn- und Essbereich – auf der zweiten Ebene gab es zwei geräumige Schlafzimmer mit Badezimmern, verbunden durch einen Flur (in dem Schlafzimmer passte ohne Probleme meine Wohnung rein)
zum Einkaufen nach Montearchi gefahren – Utensilien im/am Auto umgepackt, sozusagen Rückreise fertig gemacht – danach den Abend am Pool verbracht – Schmetterlinge im/am Lavendel fotografiert

abends waren wir lecker essen in Villa (Vorort von Radda) – die besten Ravioli die ich je gegessen habe, ganz dünner Teig – die „Köchin“ von mir kurz Nonna genannt, hat uns betreut (ok, es war wahrscheinlich die Besitzerin) – es gab verschiedene Varianten zu jedem Gang

Dienstag, 28.06.05

da wir am Vortag schon fast 40 Grad hatten, ließen wir den Tagesausflug nach Florenz fallen – ich bin erst um ca. 11 Uhr wach geworden – nach dem späten Frühstück entschlossen wir uns nach Radda zu fahren – da es noch nicht so heiß war, wagten wir eine Rundreise

Route 7: von dort sind wir nach Castellina i. Ch. gefahren – von dort fuhren wir die Via Chiantigiana über Greve bis nach Strada gefahren und über die SP 66, Dudda, Lucolena – SP 68 und SP 72 zurück nach Radda

Mittwoch, 29.06.05

Nach dem Frühstück, Zimmer bezahlt, der reguläre Preis ist 200 Euro pro Tag, wir hatten die Suite für 80 Öcken – Wein eingekauft – dann sind wir über Castelnouvo B. nach Ambra zu einer Lederwaren-/Schuhfabrik (Outlet) – Monte S. Savino ein Sonnenblumenfeld fotgrafiert und über die A1 Richtung Brenner – die letzte Möglichkeit schwarze Nudeln zu kaufen ist wie immer der Autogrill Bozen – hinter dem Brenner haben wir in Schönberg übernachtet
zum Essen fuhren wir nach Innsbruck

Donnerstag, 30.06.05

Weiterfahrt Richtung Heimat – 7500 km

Freitag, 01.07.05

morgen Endlich daheim


in diesem Sinne: „Auf die Buxe“ – „Auf die Hose“ !!!
BEUS