{"id":1146,"date":"2022-01-23T21:34:50","date_gmt":"2022-01-23T20:34:50","guid":{"rendered":"https:\/\/wodys.net\/?page_id=1146"},"modified":"2024-01-19T21:54:14","modified_gmt":"2024-01-19T20:54:14","slug":"2008-costa-rica","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wodys.net\/index.php\/blog\/archiv\/2008-costa-rica\/","title":{"rendered":"2008 Costa Rica"},"content":{"rendered":"\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Planungsstand:<\/strong><br>Der Urlaub ist eingetragen, die Anfragen sind gestellt. Es gilt noch zu kl\u00e4ren ob wir ab D\u00fcsseldorf oder ab Amsterdam fliegen werden. Eine Woche Coronado und eine Woche Playa de Jaco, oder zwei Wochen Coronado mit einem Intensivkurs spanisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gebucht! &#8211; Zwei Wochen Costa Rica, zwei Wochen spanisch intensiv, zwei Wochen bei einer Gastfamilie, zwei Wochen Coronado.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Flug bleibt unter 1000,00 Euro pro Person, die zwei Wochen kosten 813,00 Euro pro Person. Wir fliegen von D\u00fcsseldorf \u00fcber Madrid nach San Jos\u00e9. Von Amsterdam aus w\u00e4re der Flug \u00fcber die USA gegangen und das kommt f\u00fcr mich nicht in Frage.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unsere Reiseunterlagen sind da! Die elektronischen Tickets, die wir am Abflugtag, sp\u00e4testens 90 Minuten vor dem Abflug, am Check-In Schalter vorlegen m\u00fcssen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><em>LAL Sprachreisen<\/em> hat uns eine kurze Information \u00fcber das Land, die Schule und nat\u00fcrlich \u00fcber unsere Gastfamilie geschickt. So wie es aussieht wohnen wir in einer Gro\u00dffamilie mit Papagei, Katze und Hund.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator is-style-twentytwentyone-separator-thick\"\/>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"sonntag-05-oktober-2008\">Sonntag, 05. Oktober 2008<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Abflug &#8211; ser o no ser<\/strong><br>D\u00fcsseldorf &#8211; Madrid, Madrid &#8211; San Jos\u00e9<br>Der Wecker klingelte um 03:30 Uhr. Murmeltierzeit! Um diese Zeit war Sylvia mit Toby schon zum Gassigang, ergo: sie sind keine Murmeltiere.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">DUS &#8211; MAD: 7:50 Uhr<br>Trotz einer Hosentaschen-Entleerung, sowie anschlie\u00dfender G\u00fcrtelabgabe piept sich der Metalldetektor einen Wolf, also werde ich abgetastet. Nachdem mein Rucksack durch das R\u00f6ntgenger\u00e4t gerauscht ist, darf ich diesen nicht an mich nehmen. Was ist denn jetzt nicht in Ordnung? Mein Rucksack und ich werden herausgefischt!<br>&#8222;Sie haben eine Kamera dabei?&#8220; &#8211; &#8222;Ja, eine Digitalkamera.&#8220; &#8211; &#8222;K\u00f6nnten sie die Kamera heraus holen?&#8220; &#8211; Si, claro. Meine Nikon wird mit irgendwelchen Streifen &#8222;abgewedelt&#8220;. &#8211; &#8222;Bitte warten sie, dauert nur zwei Minuten.&#8220; &#8211; Hm, was war das? Was passiert hier? Die Zollbeamtin kommt zur\u00fcck. &#8222;Alles okay.&#8220;<br>Nun muss ich aber wissen was los ist. Also erkundige ich mich, was und warum ich bzw. meine Kamera unter die Lupe genommen wurde. Ich war in eine zus\u00e4tzliche <strong>Sprengstoffkontroll-Stichprobe<\/strong> geraten.<br><strong>Mit mir kann man schon sch\u00f6ne Flughafengeschichten erleben.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Madrid war unsere Aufenthaltszeit relativ kurz. Wir sind mit der Untergrundbahn an das andere Ende des Flughafens gefahren, einmal f\u00fcr kleine M\u00e4dchen (peque\u00f1as chicas) gegangen und ich habe mir ein Duftw\u00e4sserchen gekauft.<br>Den spanischen Zollbeamten begr\u00fc\u00dften wir mit &#8222;Bongiorno!&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eigentlich sollte der Flieger von Madrid um 12:05 Uhr abgehen. Die Reifen verlie\u00dfen um 12:45 Uhr die Startbahn. Nun warten wir auf unseren Rotwein! 13:40 Uhr Endlich! Etwas zu essen und zu trinken.<br>17:30 Uhr &#8230; wir fliegen &#8230; 19:00 Uhr &#8230; wir fliegen immer noch &#8230; Sylvia hat dos Colas y bocadillos besorgt. 20:38 Uhr &#8230; in San Jos\u00e9 ist es jetzt 12:38 Uhr (minus 8 Stunden).<br>Ach ja, wir fliegen immer noch. Santo Domingo haben wir gerade \u00fcberflogen. Heute wird es, nach l\u00e4ngerer Zeit, wieder sein, das mein Tag mehr als 24 Stunden hat.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">13:40 Uhr &#8211; Ortszeit: Das Fressalien-Lager des A-320\/300 muss vor der Landung noch geleert werden. 14:00 Uhr Eigentlich hei\u00dft es jetzt &#8222;Buenos d\u00edas!&#8220; 14:45 Uhr haben wir endlich den Flieger verlassen.<br>Wir hatten einen relativ ruhigen Flug mit Vino Tinto und spanischen Spielfilmen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Costa Rica<\/strong><br>Nachdem wir unser Gep\u00e4ck vom Band gegriffen hatten, habe ich erst einmal ein paar Dollar in <strong>Colones<\/strong> verwandeln lassen. Vor dem Flughafengeb\u00e4ude wollte uns jeder seine Taxidienste anbieten. Doch ein kurzes &#8222;No&#8220; hat meistens gereicht. Leider konnte ich unseren Transfer nicht erblicken, als mir jemand zum dritten Mal ein Taxi besorgen wollte, erkl\u00e4rte ich kurz, dass wir von der <strong>Academia Tica<\/strong> abgeholt werden. Wir sollten warten, er hilft uns. Kurz danach standen zwei M\u00e4nner vor uns. Einer wies sich mit dem Logo der Academia Tica und einer Personenliste auf der unsere Namen standen aus.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einer endlosen Fahrt durch die Vororte von <strong>San Jos\u00e9<\/strong> kamen wir um 16:00 Uhr in <strong>Coronado<\/strong> an. Unsere Gastmutter <em>Anto<\/em> spricht nur drei Worte englisch, wir nur drei Worte spanisch. Mein gro\u00dfer Vorteil ist, ich verstehe eine Menge.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Abendbrot gab es Maistortillas gef\u00fcllt mit pollo und dazu einen Salat. Hm! Anto kann echt leckere Sachen zaubern.<br>Wir waren fix und fertig! Um 19:30 Uhr Ortszeit lagen wir im Bett.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"montag-06-oktober-2008\">Montag, 06. Oktober 2008<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Einschulung<\/strong><br>Mi Camisa negra &#8230; lala lala lala &#8230; hier im Internetcafe l\u00e4uft gute Mucke &#8230; Sylvia ist im Grundkurs mit f\u00fcnf anderen Einsteigern &#8211; in meinem Kurs sind wir zu viert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Morgens haben wir zwei von 8:00 Uhr bis 9:30 Uhr  Gemeinschaftsunterricht in den jeweiligen Kursen. Ab 10:00 Uhr heisst es Sonderunterricht f\u00fcr uns beide &#8230; <strong>Pura Vida<\/strong> &#8230; <\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute stand ab 10:00 Uhr der Besuch einer Finca organica (Bio Bauernhof) mit vacas, cerdas y cabras (K\u00fchen, Sauen und Ziegen) hautnah an. Ab 13:00 Uhr Ausflug in die Innenstadt von San Jos\u00e9 &#8211; R\u00fcckfahrt mit dem Linienbus &#8211; abends sind wir todm\u00fcde ins Bett gefallen .. jou!!!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zeitverschiebung: Kurz nach 5:00 Uhr waren wir hellwach.<br>Anto, unsere Gastmutter, hat uns ein Fr\u00fchst\u00fcck mit Kaffee, Toast, Marmelade, Fr\u00fcchten und M\u00fcsli gezaubert. Nach Einsch\u00e4tzung von Anto m\u00fcssen wir um 7:30 Uhr los, um p\u00fcnktlich an der Schule zu sein. Unser Schulweg ist ganz sch\u00f6n lang und bergig. Wir brauchten 45 Minuten &#8211; im Laufschritt. Trotzdem waren wir zu sp\u00e4t.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In einem Raum sa\u00dfen schon alle TeilnehmerInnen und br\u00fcteten \u00fcber DIN A4 B\u00f6gen. Alle so um die 20 Jahre. Die haben uns vielleicht schr\u00e4g angeschaut. Wir beiden sind die Orts\u00e4ltesten hier. Anhand eines Einstufungstestes und eines pers\u00f6nlichen Gespr\u00e4ches sind wir in Gruppen eingeordnet worden. Mein Einstufungsgespr\u00e4ch hatte ich bei <em>Andrea<\/em>, die uns die ganzen zwei Wochen als unsere <strong>Profesora<\/strong> in der Zusatzlektion &#8222;Pura Vida&#8220; begleitete.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sylvia und ich sind auf die zwei Kurse aufgeteilt worden.<br>In Sylvia ihrem Kurs sind sechs Teilnehmer, ihr Kursleiter hei\u00dft <em>Ricardo<\/em>. Ich bin bei Andrea. Wir sind zu viert im Kurs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach den ersten zwei Schulstunden fuhren Sylvia und ich mit Andrea zu unserer ersten Exkursion. Eine Finca Organica, also ein Bio Landwirt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Mittag waren wir wieder in der Academia. Direx Alex scheuchte uns nach der Pause zu einer Informationsveranstaltung aus der uns Andrea rettete. Andrea fuhr mit uns nach San Jos\u00e9. Wir bummelten durch die Stra\u00dfen und tranken einen Kaffee. Zur\u00fcck fuhren wir mit dem Bus. Leider hatte ich kein passendes Busgeld parat. Ich wollte mit einem Schein bezahlen, und das ging nicht so einfach. Ich musste hinter den Busfahrer treten und ihm den Schein zwischen zwei Stangen hindurch reichen. Warum? Keine Ahnung. Das Wechselgeld wurde mir genauso umst\u00e4ndlich zur\u00fcck gegeben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">In Coronada angelangt machten wir uns auf den Heimweg. Auf unserem Weg machten wir halt an einem Tante Emma Laden, Kiosk, Trinkhalle oder hei\u00dft der hier Onkel Pedros B\u00fcdchen. Unsere Colones waren rar geworden, aber wir ben\u00f6tigten etwas f\u00fcr unsere Kehle. Wir kauften &#8222;dos siete up&#8220; was den Ladenbesitzer zu einem herzlichen, zahnlosen, Lachen verhalf. Dieser Laden sollte unser abendlicher Anlaufpunkt werden.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sylvia musste noch Hausaufgaben machen. Yo no tengo tareas. (Ich habe keine Hausaufgaben) Aus Solidarit\u00e4t machte ich die Aufgaben mit.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anto hatte heute Morgen erz\u00e4hlt, das es noch einen anderen Weg zur Schule geben soll, \u00fcber eine <strong>H\u00e4ngebr\u00fccke<\/strong>. Also machten wir uns vor dem Abendessen noch auf den Weg um diese Abk\u00fcrzung zu suchen. Vergeblich. Die Stra\u00dfe endete an einer Schlucht.<br><br>Zum Abendessen hat uns Anto eine Reis-Bohnen-Hochzeit mit Fleisch zubereitet. Das Nationalgericht, <strong>Gallo Pinto con Carne<\/strong>. Wie immer zu den Essenszeiten unterhielten wir uns. Anto erkundigte sich, wie es mit der Schule lief, was wir alles gelernt haben und so ganz nebenbei schulte sie unsere spanische Konservation.<br>Wir verabschiedeten uns mit einem &#8222;<strong>Buonas noches!<\/strong>&#8220; Anto w\u00fcnschte uns eine&#8220;Gute Nackt.&#8220;<br>Wir \u00fcbten noch Vokabeln und schrieben dieses Tagebuch fort.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"dienstag-07-oktober-2008\">Dienstag, 07. Oktober 2008<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>tres cocinas grandes<\/strong><br>ab 10 Uhr haben wir unser bestes gegeben beim Kochen (Daumen sind noch dran &#8211; \u00e4tsch) &#8230; es gab ein <em>tipico<\/em> costa-ricanisches Essen &#8230; Reis mit schwarzen Bohnen (<strong>Gallo Pinto<\/strong>) und Zutaten nach belieben, <em>el chile rojo es dulce<\/em>, Koriander und Zwiebeln (dieses Wort k\u00f6nnen wir uns nicht merken) &#8230; Mittags hatten wir frei &#8211; Tour durch Coronado &#8230; vorher eine Stunde in der Bank verbracht &#8230; f\u00fcr nichts &#8211; nada!!! &#8230; nach kurzem Regenschauer haben wir eine Abk\u00fcrzung zur Schule gesucht und gefunden &#8230; \u00fcber eine H\u00e4ngebr\u00fccke!!! Super!!! &#8230; Nun sitzen wir im Internet Caf\u00e9 &#8211; hat etwas gedauert bis wir es fanden &#8230; und meine Admin-Seite musste ich freischalten lassen &#8230;. Und das mit Bue\u00f1os dias und meinen drei Brocken spanisch, aber es hat geklappt. <strong>Yo hablo un peque\u00f1o espa\u00f1ol. Hago un problema con mi homepage<\/strong> &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um 7:10 Uhr verlie\u00dfen wir unser Heim und machten uns auf den Weg zur Academia. Kurz vor 8:00 Uhr waren wir auf dem Campus. P\u00fcnktlich wie die Maurer. Nach den ersten beiden Unterrichtsstunden in den Gruppen hatten wir auf dem Stundenplan &#8222;Pura Vida! Kochen mit Andrea&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Rezept Gallo Pinto<\/strong>: Der Reis und die schwarzen Bohnen waren schon vorgekocht, Sylvia w\u00fcrfelte die Paprika und ich schnibbelte die Zwiebel in kleine W\u00fcrfel und hackte den Koriander. Fett in der Pfanne erhitzen, Zwiebelw\u00fcrfel and\u00fcnsten, Paprikast\u00fcckchen dazu geben, etwas sp\u00e4ter den Reis und die schwarzen Bohnen dazugeben und garen lassen. Den Koriander, wie alle frischen Gew\u00fcrze, zum Schluss drub. Und nun der Geheimtip(p): die Kreation mit costa-ricanischer Salsa abschmecken. <strong>Bueno apetito!<\/strong> Ein netter Typ kam vorbei und blieb ein bisschen zum Smalltalk.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Gut ges\u00e4ttigt machten wir uns auf den Weg ins Dorf. Als erstes wollten wir &#8222;mal kurz&#8220; zur Banco Nacional. Man kann die Bank nur einzeln durch eine Sicherheitsschleuse betreten. In der Bank muss man dann, je nach Anliegen, eine Nummer ziehen. Sylvia hatte die 499, ich zog meine Nummer vorher und hatte somit die 498. Relativ schnell wurde meine Nummer am Schalter 1 angezeigt. Die Bankangestellte verschwand mit meinem Pass und meiner Kreditkarte ins gesicherte Hinterzimmer. Leider konnte sie mir nicht helfen, ich sollte an der Plattform (Helpdesk) warten. Nach einer endlos langen Zeit riss mir der Geduldsfaden. Ich zog mein Geld am Automaten. Bei Sylvia und den Trevellerschecks lief alles glatt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ich brauchte einen Regenschirm und eine Regenjacke (meine hatte ich vergessen). Den Regenschirm hatten wir schnell gefunden, schlie\u00dflich geh\u00f6rt der auch zur Grundausstattung. Nach langen suchen und einer anderen Wortwahl als es das W\u00f6rterbuch empfahl, fanden wir auch eine Regenjacke f\u00fcr mich.<br>Wir brachten unsere Schulsachen nach Hause und durften zum spielen wieder raus.Hausaufgaben? Las tareas machen wir doch immer abends!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir machten uns also wieder auf die Suche. Wir suchten einen k\u00fcrzeren Schulweg! Heureka! Wir fanden ihn. \u00dcber eine schaukelnde H\u00e4ngebr\u00fccke mit etwas \u00e4lteren Planken und Rostbraunen Stahlseilen ging es \u00fcber eine tiefe Fluss-Schlucht. Die Stra\u00dfe auf der anderen Seite f\u00fchrte uns, mit zwei kleinen Kurven, auf direktem, doch steilem Weg zur Schule.<br>Wir drehten noch ein paar Runden durchs Dorf, suchten und fanden einen Rucksackf\u00fcr Sylvia und auch ein Internet Caf\u00e9 wurde von uns ersp\u00e4ht. Also enterten wir einen Rechner und begannen unseren Onlinebericht f\u00fcr die Daheim gebliebenen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als wir nach einiger Zeit hochsahen, war es drau\u00dfen dunkel und es hatte in Str\u00f6men geregnet. Auf dem Heimweg beschlossen wir f\u00fcr uns <strong>dos Cervecas<\/strong> mitzunehmen um die Hausaufgaben mit einem gem\u00fctlichen Bierchen abzurunden. Also steuerten wir unsere Bude an. Unser Tante Emma Ladenbesitzer erkennt uns prompt wieder. Nachdem er sich erkundigt hatte woher wir kommen, was wir machen und wie es uns gef\u00e4llt sagt er das er nur spanisch mit uns reden wird, damit wir es besser lernen und weil er kein englisch kann.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>basic\u00f3s:<\/strong><br>besar &#8211; k\u00fcssen<br>abrazar &#8211; umarmen<br>Yo no me toques! &#8211; Fass mich nicht an!<br>una p\u00e1gina web &#8211; Webseite<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"mittwoch-08-oktober-2008\">Mittwoch, 08. Oktober 2008<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Freigang f\u00fcr die Schwererziehbaren<\/strong><br>H\u00e4ngebr\u00fccke &#8211; Sylvia hat sie tapfer gemeistert &#8230; basteln f\u00fcr Anf\u00e4nger &#8230; Canopy: ich bin durch die Baumkronen geschwebt &#8211; die Waldfee in ihrem Element &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute fr\u00fch sind wir zum ersten Mal \u00fcber die H\u00e4ngebr\u00fccke zur Schule gegangen, es war super schw\u00fcl an diesem Morgen und sooo viel Zeit spart dieser Weg auch nicht.<br>Nach den beiden ersten beiden Unterrichtsstunden machten wir uns mit Andrea zum zweiten Teil unseres Unterrichtes auf, Pura Vida!<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Basteln f\u00fcr Anf\u00e4nger. Im Stadtteil <em>Dulce Nombre <\/em>von Coronado besuchen wir eine Malerin. Beim durchqueren des Hoftores demoliert Andrea das Hoftor und rei\u00dft sich fast ihre Sto\u00dfstange ab.<br>Drei Hunde begr\u00fc\u00dften uns freudestrahlend. Wir bemalten Tont\u00f6pfe, kreierten eine Geschenkt\u00fcte und Sylvia durfte noch einen Geschenkkarton basteln.<br>Andrea ihr Jeep wurde noch an Ort und Stelle repariert.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur Mittagspause waren wir wieder auf dem Campus. Wir genehmigten uns <strong>un bocadillo con Jam\u00f3n y cheso, un cafe negra y un cafe con leche<\/strong>.<br>Nach dieser kurzen Verschnaufpause ging es zum Tagesh\u00f6hepunkt &#8211; im wahrsten Sinne des Wortes. <strong>Canopy<\/strong> hei\u00dft das Zauberwort, das Sylvia und Andrea schlottern l\u00e4sst und bei mir das Adrenalin in Schwingung versetzt. <strong>Hochseilgarten<\/strong>. Erst ging es mit dem Auto nach San Jos\u00e9, weiter fuhren wir mit dem Bus, quer durch die Innenstadt bis zu einem Park. Auf diesem Gel\u00e4nde war einmal die erste Rollbahn von San Jos\u00e9.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem ich das Beckengeschirr, den Helm, dicke Lederhandschuhe und das Rollenlager bekommen hatte gab es eine kurze Sicherheitseinweisung von Erik. In Absprache mit meinen beiden Begleitern gab es die Einweisung erst in Englisch, danach in Spanisch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcber eine Fahrte ging es hoch hinauf in die Baumkronen. Hier oben war eine kleine Plattform angebracht. Um die n\u00e4chste Plattform zu erreichen musste man die Seilrolle an das Drahtseil h\u00e4ngen, die Rolle wurde gesichert, man stie\u00df sich ab und sa\u00df im Sicherheitsgeschirr mit dem man an der Seilrolle hing. Mit einer Hand musste ich die Seile der Rolle zusammenhalten, mit der anderen Hand steuerte man die Geschwindigkeit am Drahtseil (deshalb die dicken Handschuhe mit einem Bremsklotz). <em>Rrrrapidooooo<\/em>!<br>Die Tour ging \u00fcber mehrere Stationen, darunter eine H\u00e4ngebr\u00fccke die nur aus ein paar Planken bestand und einem super langem Teilst\u00fcck \u00fcber einen See. Hier musste man am Anfang eine sehr hohe Geschwindigkeit erlangen, damit man nicht auf halben Weg verhungerte und sich per Hand weiterziehen musste. Einer von meinen beiden Begleitern fuhr vor und einer hinterher. An der letzten Station, Sylvia und Andrea waren schon lange aus meinem Blickfeld entschwunden, wurde ich aus den Baumkronen abgeseilt. Zu Fu\u00df ging es wieder zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Sylvia und Andrea erwarteten mich sehns\u00fcchtig, sie hatten Kaffeedurst und wollten aus dem Nieselregen raus.<br>Wie immer verabschiedeten wir uns in San Jos\u00e9 von Andrea und fuhren per Bus nach Coronado zur\u00fcck. Es regnete in str\u00f6men.<br>Wir f\u00fcllten unseren Rucksack noch mit einer Ladung <strong>Imperial grande<\/strong> bei unserem B\u00fcdchen Mann. 21:15 Uhr und wir sind platt.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"donnerstag-09-oktober-2008\">Donnerstag, 09. Oktober 2008<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Ein ereignisloser Tag<\/strong><br>Test geschrieben &#8230; <strong>Museo de Oro<\/strong> &#8230; <strong>Volcan\u00f3 Iraz\u00fa 3432 m<\/strong> &#8211; jawohl, so hoch sind wir geklettert &#8230; und der Riese schl\u00e4ft nur &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute musste ich einen Test schreiben. Ob das wohl an den fehlenden Hausaufgaben lag? Sylvia hatte Gl\u00fcck. Sie hatte zwar auch keine Hausaufgaben, aber ihr Profesor Ricardo schrieb den Test erst um 10:00 Uhr, doch da machten wir uns mit der Aufsichtsperson unseres Vertrauens, Andrea, ins Goldmuseum.<br>Leider war ein gro\u00dfer Teil des Museums wegen Bauarbeiten geschlossen. Wir schauten uns die Goldexponate von fr\u00fcheren Kulturen an. Da wir einen Ausflug zu einem Vulkan gebucht hatten, hatten wir leider nur 1 Stunde Zeit. Wir wurden von Ricardo am Museum abgeholt und zum Campus gebracht. Die kurze Zeit bis zur Abfahrt reichte noch f\u00fcr ein &#8222;<em>bocadillo con Jam\u00f3n y cheso<\/em>&#8220; und <strong>para mujeres<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Eine kleine Gruppe von Studenten machte sich, per Bus, auf den Weg Richtung <strong>Iraz\u00fa<\/strong>. Die Fahrt f\u00fchrte uns an Kaffee-, Zwiebeln-, Kartoffeln- und M\u00f6hrenplantagen vorbei. Der kleine Bus schraubte sich immer h\u00f6her die Stra\u00dfe in die Berge und somit den Wolken entgegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als wir den Vulkan erreichten, fing es &#8211; wie selbstverst\u00e4ndlich &#8211; an zu regnen. Es pfiff ein kalter Wind \u00fcber die Kuppe. Nach einem kleinen Rundgang am Kraterrand machten wir uns auf den beschwerlichen Aufstieg Richtung Gipfel.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir alten Damen mussten unterwegs zwei kleine Verschnaufpausen einlegen. Daf\u00fcr wurden wir mit einer sch\u00f6nen Aussicht belohnt.<br>3432 m<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Bus hielt noch an einem kleinen Restaurant. W\u00e4hrend Sylvia Sozialstudien betrieb, ging ich auf Fotosafari. Die f\u00fcnf Minuten Sonne wollten und wurden genutzt.<br>V\u00f6llig fertig sind wir an der Kathedrale ausgestiegen. Auf den Weg nach Hause ging es nat\u00fcrlich noch zu unserem Lieblingsb\u00fcdchen.<br>Anto hatte das Abendmahl schon auf dem Tisch stehen. Hmmmm, lecker.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir packten noch unsere Taschen f\u00fcr den Wochenendausflug nach <strong>Manuel Antonio<\/strong> und fielen ins Bett.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"freitag-10-oktober-2008\">Freitag, 10. Oktober 2008<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>La viaje grande &#8211; Die gro\u00dfe Reise<\/strong><br>Vamos a la Parque Nacional Manuel Antonio &#8230; a la playa &#8230; hasta luego<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Anto hat uns heute zur Schule gefahren, somit sparten wir uns das Taxi. Mit dem Gep\u00e4ck w\u00e4re ich nicht den Berg hoch gekommen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute stand das erste Abschlussgespr\u00e4ch nach der ersten Woche an und nat\u00fcrlich die Besprechung des Testes.<br>Sylvia durfte sich nach dem Abschlussgespr\u00e4ch mit ihrer Klasse ein Video \u00fcber Costa Rica ansehen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ab 10:00 Uhr gab es wieder Unterricht f\u00fcr die schwer erziehbaren. Andrea bringt uns costa-ricanisches Benehmen bei.<br>Heute stand auf dem Programm: www.eroeffne-eine-eisdiele.com<br>Wir machen Eiskaffees. Alle anderen m\u00fcssen wieder lernen gehen. \ud83d\ude09 Wir haben daf\u00fcr die Geschichte der Entwicklung des Kaffeeanbaus und der Kaffeebohne gelesen.<br>Ich erz\u00e4hlte vom teuersten Kaffee der Welt (Schleichkatze).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem wir gen\u00fcsslich unseren Eiskaffee geschl\u00fcrft hatten ging es nach Coronado. Dort gingen wir zum Mittagessen in ein typisches costa-ricanisches Schnellrestaurant.<br>Wir bestellten <strong>Tamal<\/strong> &#8211; <strong>con cedro o con pollo<\/strong> &#8211; mit einem Glas Fruchtsaft. In einem Bananenblatt eingewickelt wurde uns unser Gericht serviert. Tamal ist eine Art Maisbrei mit Reis, Gem\u00fcse und Fleisch (entweder Schwein oder Huhn). Der Brei wird in das Bananenblatt gewickelt und darin gekocht. Es erinnert etwas an das zu weiche Innenleben einer Krautroulade.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach dem Essen verabschiedeten wir uns von Andrea, w\u00fcnschten uns gegenseitig ein sch\u00f6nes Wochenende und machten uns auf den Weg zum Busbahnhof. Wir fuhren mit dem Bus nach <strong>San Jos\u00e9 <\/strong>bis zum Holiday Inn (wir mussten noch ein St\u00fcck laufen). Von dort ging es, nach einer kurzen Wartezeit, mit dem <strong>InterBus<\/strong> (\u00dcberlandtaxi) weiter. Wir mussten noch ein weiteres Hotel anfahren, dort stiegen zwei \u00e4ltere, alkoholisierte Amis ein. M\u00e4nnerurlaub. Sorry, aber hier durfte ich meine Vorurteile pflegen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Auf halber Strecke machten wir f\u00fcr 30 Minuten einen kurzen Halt. Hier stieg ein P\u00e4rchen ein. Die beiden hatten wohl einen kleinen Notstand. Smile. Die Amis stiegen in <strong>Jako<\/strong> aus. Nach einer Rekordzeit von ca. 4 Stunden erreichten wir unser Hotel. Es war mittlerweile Stockdunkel und der Regenwald machte seinem Namen alle Ehren.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir bezogen unser Domizil, packten aus und machten uns frisch. Danach gingen wir zum Speisesaal mit Bar. Wir f\u00fchlten uns die B\u00e4uche mit <strong>Enchillada<\/strong> und <strong>Burillo<\/strong> dazu g\u00f6nnten wir uns ein Imperial.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Buenos noche!<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"samstag-11-oktober-2008\">Samstag, 11. Oktober 2008<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Parque Nacional Manuel Antonio<\/strong><br>Ohhhh! Um 6:00 Uhr waren wir schon beim Fr\u00fchst\u00fcck. Die ersten. Ich glaube, selbst der Koch war noch nicht da. Unser Guide sollte uns um 7:10 Uhr abholen. Um 7:30 Uhr ging es dann los. Eine drei Stunden Tour durch den <strong>Nationalpark Manuel Antonio<\/strong>. Elias, unser Guide, hat Augen wie ein Adler.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sahen: winzig kleine, bunte <strong>Grillen<\/strong>, Pizzateller gro\u00dfe, blaue <strong>Mariposas<\/strong>, <strong>Perezosas<\/strong> bei der Hochzeitsnacht, <strong>Leguane<\/strong> in allen Farben, Gr\u00f6\u00dfen und Geschlechtern, <strong>Flederm\u00e4use<\/strong> beim Merenge tanzen, <strong>giftige B\u00e4ume<\/strong>, wundersch\u00f6ne <strong>Buchten und Str\u00e4nde<\/strong>, wundersch\u00f6ne <strong>Bl\u00fcten<\/strong> von Blumen und Str\u00e4uchern die bei uns auf der Fensterbank ein k\u00fcmmerliches Dasein fristen, Champagnerkelch<strong>pilze<\/strong>, <strong>Einsiedlerkrebse<\/strong> und <strong>Krabben<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir sahen keine: Monos und keine Tukane. Daf\u00fcr kam eine Hirschkuh mit zwei K\u00e4lbern vorbei und wir sahen ein schlafendes &#8222;Stachelschwein&#8220; im Baum.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach einer Erholungspause im Hotel fuhren wir mit dem Bus wieder zum Nationalpark und spielten selber &#8222;ich sehe was, was du gleich auch siehst&#8220; und badeten bis zum Gewitter im Pazifik.<br>Im Regen stapften wir auf eigene Faust durch den dunklen Regenwald. Durchn\u00e4sst, m\u00fcde und gl\u00fccklich g\u00f6nnten wir uns eine hei\u00dfe Dusche bevor es zum Cocktailabendbrot ging.<br><strong>Pi\u00f1a Colada<\/strong> &#8230; frisch gepresst<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"sonntag-12-oktober-2008\">Sonntag, 12. Oktober 2008<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>la dia de perezosas<\/strong><br>pietschnass geworden &#8230; todo &#8230; vom K\u00e4ppi \u00fcber die Unterbuxe bis zu den Socken &#8230; der Rucksack wurde zum Aquarium \/ daf\u00fcr hatten wir ein typisches c.r. Abendbrot &#8230; flache Riesenfrikadelle &#8230; hm, lecker<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Heute durften wir &#8211; endlich &#8211; ausschlafen. Um 8:00 Uhr habe ich die Klosp\u00fclung repariert und weil ich schon einmal wach war, h\u00fcpfte ich auch gleich unter die Dusche. Ausnahmsweise als erste. Sylvia d\u00f6ste noch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir schlenderten zu einem gem\u00fctlichen mexikanischen Fr\u00fchst\u00fcck &#8230;das Klo gab ganz den Geist auf &#8230; ich bestellte an der Rezeption den Mann mit dem P\u00fcmpel. Mein letztes Qu\u00e4ntchen von Englisch Kenntnissen ist innerhalb einer Woche komplett weg gewischt worden. <strong>No comprende!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Da wir noch etwas Zeit zur Verf\u00fcgung hatten, bis wir unser Zimmer r\u00e4umen mussten und der Shuttle Service uns abholen w\u00fcrde, nutzen wir den Tag. Carpe diem! Wir erkundeten die Umgebung.<br>Endlich sahen wir unseren Dachpoltergeist. Auf dem Dach, direkt \u00fcber unserem Zimmer, sonnte sich ein wundersch\u00f6ner blauer Leguanmann.<br>Ein Hotelmitarbeiter zeigte uns ein schlafendes Faultier im Hotelgarten. Das Tier war jedoch so hoch oben im Baum, das ein Foto nicht m\u00f6glich war. Wir streunten noch durch den Hotelgartendschungel. Dort entdeckte ich einen blau-gr\u00fcnen, taubengro\u00dfen Vogel.<br>Wir verbrachten noch etwas Zeit am Hotelpool in Gesellschaft einer amerikanisch-costaricanischen Gruppe. Nachdem die Gruppe den Platz verlassen hatte und wieder Ruhe eingekehrt war kehrten auch die Stimmen der V\u00f6gel und die scheuen Schmetterlinge zur\u00fcck.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als wir zusammen packten um Richtung Zimmer aufzubrechen, entdeckte Sylvia einen Flugdrachen. Ein kleiner Leguanmann mit Krone &#8211; ein <strong>Helmbasilisk<\/strong> &#8211; kam zum Sonnenbaden an den Pool.<br>Wir z\u00fcckten unsere Fotoapparate und schlichen uns im Zeitlupentempo an. Eine kleine, zu schnelle Bewegung und weg war er.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um 12 Uhr r\u00e4umten wir unser Zimmer und machten noch einen kleinen Spaziergang vor dem Hotel. Der Bus war bis auf den Notsitz gef\u00fcllt. Als wir, in San Jos\u00e9, am Holiday Inn ausstiegen, goss es in Str\u00f6men. Bis wir die Bushaltestelle erreicht hatten waren wir bis auf den Schl\u00fcpper nass (ein Schl\u00fcpper ist eine Unnerbuxe).<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Der Regen h\u00f6rte einfach nicht auf. In Coronado sind wir durch rei\u00dfende B\u00e4che von Regenwasser gewatet. Eigentlich wollten wir auf dem Weg nach Hause in einem H\u00fchnchengrill einkehren, der hatte aber sonntags zu. Wir liefen wieder ein St\u00fcck zur\u00fcck und kehrten in einem kleinen Soda Laden ein. Hier gab es Fleischspie\u00dfe und andere Leckereien, die direkt auf einem Grill an der Stra\u00dfe zubereitet wurden.<br>Die Besitzer hatten echt Spa\u00df an uns. Wir suchten uns eine Riesenfrikadelle aus. Diese wurde auf Salat mit zwei Tortillafladen serviert. Dazu g\u00f6nnten wir uns einen hei\u00dfen Kaffee.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">M\u00fcde, aber frisch gest\u00e4rkt ging es weiter zu unserem Bierlieferanten und dann weiter heimw\u00e4rts. Anto kam gleichzeitig mit uns zu Hause an. Sie schlug die H\u00e4nde \u00fcber ihrem Kopf zusammen, als sie uns sah. Begossene Pudel w\u00e4ren geschmeichelt gewesen. Warum wir den nicht angerufen haben, sie h\u00e4tte uns doch abgeholt.<br>Wir mussten ALLE unsere Sachen zum trocknen aufh\u00e4ngen. Es war ALLES nass,nicht nur was wir auf dem K\u00f6rpern trugen, alle Sachen in den R\u00fccks\u00e4cken, die Taschen, die Schulb\u00fccher. Die W\u00f6rterb\u00fccher hatten als einzige Gegenst\u00e4nde geschafft trocken zu bleiben<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"montag-13-oktober-2008\">Montag, 13. Oktober 2008<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Morgendliche Gl\u00e4tte ohne Eis<\/strong><br>es hat die ganze Nacht gepl\u00e4stert &#8230; heute Morgen lag Coronado unter einer Wolkendecke &#8230; daf\u00fcr haben wir uns heute eine Orchideenzucht angesehen &#8230; gleich geht es weiter auf eine Cafe Plantage &#8230;<strong>Hasta luego, hombres!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es hatte die ganze, lange Nacht geregnet. P\u00fcnktlich zum &#8222;Schulwegbeginn&#8220; h\u00f6rte der Regen auf. Sylvia h\u00e4tte sonst blau gemacht. An der ersten Stra\u00dfenbiegung \u00fcberkam mich ein Schw\u00e4cheanfall. Ich rutschte auf dem Beton-Algen-Moosteppich aus und demolierte den B\u00fcrgersteig. Also zur\u00fcck zum Haus und die Moos-Bux gewechselt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00dcberp\u00fcnktlich und verschwitzt kamen wir nach einer Stunde Schulweg an der Academia an. Heute roulierten die Lehrer und die Sch\u00fcler. Sylvia bekam mi Profesora Andrea und ich Ricardo, zus\u00e4tzlich kamen zwei &#8222;neue&#8220; in meine Klasse.<br><br>Ein grauer Tag mit farbigen Klecksen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nach den ersten zwei Schulstunden fuhren wir zu einer Orchideenzucht. Freudig begr\u00fc\u00dfte uns der Golden Retriever Haushund <em>Jack<\/em> und nat\u00fcrlich freute sich auch die Herrin der Tausend Orchideen auf uns. In einem gro\u00dfen &#8222;Sommergarten&#8220; (bei uns hei\u00dft es Wintergarten), luftig und \u00fcberdacht, standen und hangen Orchideen aller Gr\u00f6\u00dfen und Farben aus aller Herrenl\u00e4nder, dicht an dicht.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Leider sind wir auch hier zur falschen Jahreszeit zu Besuch. Die meisten Orchideen bl\u00fchen von Januar bis Mai. Es bl\u00fchten aber trotzdem noch ganz viele. Die kleinsten Bl\u00fcten mussten <strong>las mujeres viejo <\/strong>mit der Lupe ersp\u00e4hen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Am Nachmittag ging es zu einer <strong>Caf\u00e9 Plantage<\/strong> hinter <strong>Heredia<\/strong>. Es regnete als wir \u00fcber die Plantage stapften. Die Kaffeestr\u00e4ucher hingen voller gr\u00fcner Fr\u00fcchte. Nach drei Jahren tr\u00e4gt der Strauch im Schnitt zum ersten Mal Fr\u00fcchte. Die Kaffeebl\u00fcten sind wei\u00df. Das pfl\u00fccken ist eine Knochenarbeit, sehr schlecht bezahlt und in den meisten F\u00e4llen sind es ausl\u00e4ndischen <em>Wanderarbeitern<\/em> aus <em>Nicaragua<\/em>. Hier arbeitet die ganze Familie f\u00fcr einen Hungerlohn. Die M\u00e4nner und Frauen sehen zwanzig Jahre \u00e4lter aus, als sie sind. Keine Bildung, und mit Mitte zwanzig bis Anfang drei\u00dfig sind die Knochen (R\u00fccken) kaputt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem wir uns die Kaffeeanpflanzung angesehen hatten, ging es zur\u00fcck zur Fabrik. Hier wird der angelieferte Kaffee gewogen, gewaschen, die H\u00fclsen entfernt, gewaschen, an der Luft getrocknet und per Schaufel von den letzten H\u00fclsen entfernt, gewaschen, in einer Maschine nochmals getrocknet und nach guten (f\u00fcr den Export) und weniger guten &#8211; f\u00fcr den heimischen Markt -sortiert und abgef\u00fcllt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Ger\u00f6stet wird der Kaffee immer dort, wo er auch getrunken wird. Im Importland, da jedes Land seine Bohnen anders r\u00f6stet. Die Kaffeeb\u00f6rse befindet sich in London.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Als Souvenir bekamen wir ein halbes Kilo gemahlenen Kaffee.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zum Tagesabschluss bummelten wir durch unser Dorf, erschreckten ungewollt die Einheimischen (ich bin ein Borg) und g\u00f6nnten uns in einem Caf\u00e9 den selben und dazu ein St\u00fcck Kuchen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"dienstag-14-oktober-2008\">Dienstag, 14. Oktober 2008<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Happy hour &#8211; Cocktails am morgen &#8211; Pura Vida<\/strong><br>Keine Lust auf den langen Schulweg &#8230; heute morgen haben wir uns ein Taxi zur Schule geg\u00f6nnt &#8230; wir werden unsere Finanzlage pr\u00fcfen, ob es f\u00fcr den Rest der Woche auch noch reicht &#8230; Ab 10:00 Uhr war Happy Hour mit selbst gemachten Cocktails angesagt&#8230; als erstes gab es einen <strong>Froozen-Banano<\/strong> und danach zwei <strong>Pi\u00f1a Colada<\/strong> &#8230; und das alles vor dem Mittagessen &#8230; f\u00fcr unseren freien Nachmittag habe ich ab 13:00 Uhr Sonne bestellt, denn wir wollten nach San Jos\u00e9 zu soziologischen Studien &#8230; tenemos <strong>helado<\/strong> &#8211; muy buena &#8230; die Kugeln werden hier abgewogen &#8230; also hatten wir 150 gr. Eis &#8230; danach ging es quer durch die Stadt zum <strong>Mercado Central<\/strong> &#8230; wir schlenderten durch die Gassen der Markthalle und haben in einem Fischrestaurant einen Imbiss zu uns genommen &#8211; les gustan pescado &#8230; nat\u00fcrlich haben wir auch etwas Kaffee gekauft &#8230; eine handvoll Muskatn\u00fcsse und Armb\u00e4nder &#8230; mit dem Wetter hatten wir echt Gl\u00fcck. Danke f\u00fcr die Sonne. Taxis winkt man hier einfach ran, cool. Da wir keine Stunde zur Schule laufen mussten, waren wir die ersten. Das Taxi kostete <strong>1300 Colones<\/strong>. Wir waren froh, dass uns niemand gesehen hat, Dekadenz l\u00e4sst gr\u00fc\u00dfen. Nach den beiden ersten Schulstunden, die wir in getrennten Klassen verbrachten ging es zum Praktischen Teil des Tages.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Cocktailstunde am Vormittag &#8211; Happy Hour &#8211; Pura Vida!<\/strong><br>Als erstes stellten wir einen Froozen-Banana-Split con Rum her. Danach gab es zwei Pi\u00f1a Colada, laut Andrea &#8222;<strong>con mucho Ron<\/strong>&#8222;. Meines Erachtens waren es nur Fruchts\u00e4fte, kein Rum zu schmecken. Wie in Manuel Antonio &#8230; grins.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Kurz nach 11:00 Uhr sagten wir &#8222;<strong>Hasta luego<\/strong>&#8220; und machten uns auf den weg, nach Hause, die Schulsachen wegbringen, zur Banco Nacional, Geld holen und mit dem Bus nach San Jos\u00e9 zum shoppen, schauen und schwelgen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Wir stiegen nach der Eisenbahn, vor dem Holiday Inn aus und schlugen uns Richtung Zentrum durch. In einem &#8222;Nep-und-Nippes-Mercado&#8220; erstand ich die ersten Armb\u00e4nder. Perfectalles en espa\u00f1ol gekl\u00e4rt. Wir schlenderten die Avenida Central bis zur Eisdiele an der Plaza Nacional hoch. Wir g\u00f6nnten uns eine T\u00fcte Eis. <strong>Cono triple<\/strong>. Jede Kugel wurde abgewogen und jede Kugel wird akkurat auf die davor gestapelt. Wir genossen unser Eis (Helado) auf dem &#8222;Platz der gurrenden Tauben&#8220; im Sonnenschein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Danach schlenderten wir weiter zur Markthalle. Hier erstanden wir Kaffee und Muskatn\u00fcsse und genossen ein sp\u00e4tes Mittagessen in einer der vielen Restaurantk\u00fcchen der gro\u00dfen Markthalle.<br>Eingequetscht auf einer Kinder-Schulbank \u00e4hnlichen Campingtisch-Konstruktion mit Blick auf die Wand. Trotzdem &#8211; lecker war es. Krabben in Knoblauch und Fischfilet in Tomatensalsa f\u00fcr umgerechnet 9 Euro.<br>Ich fiel mal wieder auf, da ich Alltagsgegenst\u00e4nde fotografierte.<br>So gegen halb f\u00fcnf machten wir uns auf die Suche nach einer Bushaltestelle f\u00fcr den Bus nach Coronado.<br>Zwei nette Polizisten konnten uns nicht helfen, aber ein Stadtstreicher gab uns den richtigen Tipp.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Unser zahnloser Bierverk\u00e4ufer war heute nicht da.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"mittwoch-15-oktober-2008\">Mittwoch, 15. Oktober 2008<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>mucha lluavia a la noche y mas muchas lluvia a la dia<\/strong><br>es regnet seit heute Nacht, die Waldwanderung haben wir abgesagt &#8230; Andrea geht gerne im Regen spazieren &#8230; ok &#8230; ich habe keine Trockene Hose mehr .. und die einzigen zapatos die ich schnell trocken bekomme, sind meine <strong>Flip-Flops<\/strong> &#8230; die eignen sich definitiv nicht f\u00fcr eine Wald- und Bergwanderung &#8230;<br>Demn\u00e4chst mehr in diesem Teatro &#8230;<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es hatte die ganze Nacht geregnet, ach was schreibe ich da, GESCH\u00dcTTET. Wir hatten gar keine Lust, bei diesem Wetter, zur Schule zu gehen. P\u00fcnktlich um halb acht h\u00f6rte es auf zu regnen. Somit machten wir uns doch auf den Weg. An der Stra\u00dfe winkte ich uns ein Taxi ran. Cool. Um 10 Minuten vor 8 Uhr waren wir auf dem Schulgel\u00e4nde der Academia Tica.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">W\u00e4hrend Sylvia lernen musste schaute ich ins Internet (ein Teilst\u00fcckchen davon) und bastelte ein bisschen an unserer Tagebuchseite herum.<br>Um 10:00 Uhr sollte es, laut unserem Stundenplan, in den Wald gehen. Regenwald. Aber es regnete in Str\u00f6men. Wir \u00fcberzeugten Andrea dass es kein Wetter f\u00fcr eine Waldwanderung ist, erst recht nicht mit Regenschirm und nutzen die Zeit um eMails zu lesen, zu beantworten und weiter an unserem Tagebuch zu schreiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Um ca. 12:30 Uhr ging es nach <strong>Moravia<\/strong>. Dort gibt es eine Stra\u00dfe voller Nippes L\u00e4den. Wir bummelten durch die L\u00e4den und besuchten zum Schluss noch ein tolles Caf\u00e9 mit Garten in einem Hof. Ein Hofcaf\u00e9 mit Sattlerei.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nachdem wir uns von Andrea verabschiedet hatten ging es nochmals auf eigene Faust durch die L\u00e4den. In einem Laden entschlossen wir uns zu einem Gro\u00dfeinkauf. Bei den Preisverhandlungen an der Kasse handelten wir einen netten Rabatt aus, wenn wir bar bezahlen. Daf\u00fcr mussten wir aber zum Automaten. Leider war ich dort nicht kreditw\u00fcrdig. Grins<br>Auf der R\u00fcckfahrt waren wir uns \u00fcberhaupt nicht sicher, ob wir im richtigen Bus sa\u00dfen. Obwohl wir uns vorher erkundigt hatten.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"donnerstag-16-oktober-2008\">Donnerstag, 16. Oktober 2008<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Orgasmo<\/strong><br>lluvia &#8211; lluvia &#8211; lluvia<br>F\u00fcr 10:00 Uhr war lateinamerikanischer Tanz angesagt, aber wir konnten uns erfolgreich dr\u00fccken. Da uns kein Ersatzprogramm in den Sinn kam, entschlossen wir uns Kaffee trinken zu gehen. Wir wollten zum <strong>Kaffa Cafe<\/strong>. Leider war es geschlossen. Nach einem kurzen Stop(p) an der Bank beschlossen wir, unseren Kaffee in San Jos\u00e9 zu trinken.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andrea wollte uns noch auf eine Runde &#8222;Mercado Central&#8220; begleiten. In der Markthalle machten wir an einem Soda (kleiner Laden) halt. Sylvia bestellte sich einen Kaffee, Andrea einen Cafe mit Tortilla con carne &#8211; wie immer &#8211; und ich &#8230;einen gro\u00dfen M\u00f6hrensaft. Frisch gepresst. Oh, war der lecker.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Andrea verabschiedete sich von uns um sich zuhause ihrer neuen Katze zu widmen. Wir drehten noch ein paar Runden. An einem Fischstand der zur Stra\u00dfe heraus m\u00fcndete wollte ich ein paar Fotos machen. Pl\u00f6tzlich standen zwei Polizisten vor mir. Wir wurden, sehr freundlich, darauf hingewiesen, dass wir auf unsere Wertsachen aufpassen sollten und die Kamera am besten im Rucksack, vor dem Bauch geschnallt, aufzubewahren sei und wir so schnell wie m\u00f6glich diesen Teil des Marktes verlassen sollten.<br>Wir folgten dem Rat der Polizisten und schlugen uns quer durch die Markthallen Richtung Haupteinkaufsstra\u00dfe durch.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Meine Kamera war arbeitslos. Verbannt. Tief im Rucksack, dort wo es richtig dunkel ist, trauerte sie und weinte leise vor sich hin.<\/strong><br>Da uns nicht der Schuh dr\u00fcckte, sondern unsere Blasen, sich gleichzeitig auch der kleine Hunger einstellte, kehrten wir in ein Restaurant ein. Leerten das eine und f\u00fcllten das andere.<br>Danach machten wir uns auf den Weg zur Bushaltestelle nach Moravia. Im Dauerregen h\u00fcpften wir in der Souvenirstra\u00dfe in das kleine Hofcaf\u00e9. Mit dem n\u00e4chsten Bus ging es zur\u00fcck nach Coronado. Hier schauten wir bei unserem Bierlieferanten vorbei und deckten uns mit fl\u00fcssiger Nahrung f\u00fcr den Abend ein.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Zur\u00fcck in unserem Casa machten wir uns an unsere Hausaufgaben. Die letzten!!! Und die Abschlussarbeit musste noch formuliert werden.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"freitag-17-oktober-2008\">Freitag, 17. Oktober 2008<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Orgasmo &#8211; Und ein sch\u00f6nes restliches Leben<\/strong><br>Sonnenstrahlen weckten uns. Wie gewohnt fuhren wir mit dem Taxi zur Schule. Wir mussten wieder den Wochenbeurteilungsbogen ausf\u00fcllen und ich musste noch einen Abschlusstest schreiben.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Es geh\u00f6rt zum Ritual der Academia, das jeder der f\u00e4hrt eine kleine Dankes-Abschiedsrede h\u00e4lt. En espanol? S\u00ed, claro en espanol! Von Ricardo bekam ich einen Abschiedskuss nach Tico Art. Nach unserem Pura Vida Plan stand noch ein Film auf dem Programm, aber ein kurzfristiger Stromausfall gesellte sich auf unsere Seite.<br>So g\u00f6nnten wir uns noch einen Kaffee und schlenderten mit Andrea durch den Garten. Pura Vida Jard\u00edn!<br>Nach bestandenen Examen und der netten Verabschiedung von <em>Leon<\/em>: &#8222;Und noch ein sch\u00f6nes &#8211; \u00e4h &#8211; restliches Leben!?&#8220; Stotter Meine Antwort: &#8222;Danke! Wir haben ja schon die h\u00e4lfte hinter uns!&#8220; machten Sylvia und ich uns auf den Weg nach Coronado.<br>Wir a\u00dfen <strong>Chicharrones<\/strong> (die gro\u00dfen Frikadellen) und Fleischspie\u00dfe im Soda Laden an der Stra\u00dfe (Soda Carnes Ricas), kauften f\u00fcr Anto Blumen und packten unsere Taschen.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Abends fuhren wir nach San Jos\u00e9. Wir wollten in eine Kabarettvorstellung mit dem Titel &#8222;Orgasmo&#8220;. Am Verabredeten Punkt holte uns Andrea mit Jos\u00e9 ab. Erst ging es in eine Karaoke Bar und dann in die Vorstellung. Wir haben Tr\u00e4nen gelacht.<br>Zur\u00fcck fuhren wir mit einem Taxi, ich wei\u00df nicht wo der lang gefahren ist, Irgendwie sind wir \u00fcber <strong>Dulce Nombre<\/strong> endlich daheim angekommen. M\u00fcde und mit tausend neuen Eindr\u00fccken vielen wir ins Bett. Unsere letzte Nacht bei unserer Gastmutter.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"samstag-18-oktober-2008\">Samstag, 18. Oktober 2008<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>R\u00fcckflug<\/strong><br>SJO &#8211; MAD<br>Nach dem Fr\u00fchst\u00fcck wollten wir noch einmal nach <strong>Moravia<\/strong>, Kaffeetrinken, Bilder machen, Zeit tot schlagen. Anto fuhr uns hin.<br>Von Moravia sind wir dann mit dem Bus nach San Jos\u00e9 zum Holiday Inn gefahren. Hier nahmen wir ein Taxi zum Flughafen.<br>Leute beobachtet, im Zollfreien Raum gebummelt, gegessen, pullern, warten. Drogenhunde? Sprengstoffhunde? Eine Hundestaffel ging jeden Passagier ab.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"sonntag-19-oktober-2008\">Sonntag, 19. Oktober 2008<\/h3>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>R\u00fcckflug<\/strong><br>MAD &#8211; DUS<br>Doppelter Zoll in Madrid<br>Die Landung in Madrid war ganz sch\u00f6n schr\u00e4g. De Kiste rutschte weg.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Hier bummelten wir durch die Gesch\u00e4fte, kauften Rum &#8211; Havana Club, 7 Anos-, Parfum, tranken Kaffee und warteten auf den Anschlussflug.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Dann wurde der Flug endlich ausgewiesen, aber nicht wie ausgedruckt in dem Terminalbereich wo wir waren, sondern in dem Bereich, wo wir herkamen. Auf einmal sprangen viele Leute auf, packten ihre Taschen und hasteten Richtung Untergrundbahn um ans andere Ende des Flughafens zu gelangen. Wir mittendrin. Eheleute stritten, Kinder schrien.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Angelangt am ausgewiesenen Ende des Flughafens, kam die Korrektur. Alles wieder zur\u00fcck. Oh, nein. Wir hatten Zollfrei eingekauft, wir mussten nochmals durch den Zoll, Warteschlangen, Taschen leeren, G\u00fcrtel ab, Rucksackkontrolle. Rum!!! Einkaufsbelege hervorkramen, OKAY! Mit h\u00e4ngender Hose, G\u00fcrtel, Tascheninhalte, Rucksack auf halb acht, ging es weiter. &#8230;Puh!!!! Was f\u00fcr eine Hektik. Geschafft.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Planungsstand:Der Urlaub ist eingetragen, die Anfragen sind gestellt. Es gilt noch zu kl\u00e4ren ob wir ab D\u00fcsseldorf oder ab Amsterdam fliegen werden. Eine Woche Coronado und eine Woche Playa de Jaco, oder zwei Wochen Coronado mit einem Intensivkurs spanisch. 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