{"id":1253,"date":"2022-02-10T21:36:03","date_gmt":"2022-02-10T20:36:03","guid":{"rendered":"https:\/\/wodys.net\/?page_id=1253"},"modified":"2024-10-07T21:04:37","modified_gmt":"2024-10-07T19:04:37","slug":"1990-friedensfahrt","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wodys.net\/index.php\/blog\/archiv\/1990-friedensfahrt\/","title":{"rendered":"1990 Friedensfahrt"},"content":{"rendered":"\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"vorwort\">Vorwort<\/h4>\n\n\n\n<p>Dieses Buch hat eine l\u00e4ngere, aber kuriose Entstehungsgeschichte, die wie alles, mit einer Idee begann.<br>\u00dcber 20 Filme hatten wir belichtet, und kaum aus der Sowjetunion zur\u00fcckgekehrt, machten wir uns an die Arbeit.<br>F\u00fcr eine dokumentarische Ausstellung stellten wir die Bilder zusammen und entwickelten diese.<br>Obwohl wir w\u00e4hrend der Arbeit in der Dunkelkammer uns mehr als einmal geschworen haben, in der n\u00e4chsten Zeit keines der vielen Fotos von der Friedensfahrt in die Hand zunehmen, siegte letztendlich unsere Idee vom<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"tagebuch\">Tagebuch<\/h4>\n\n\n\n<p>Dieses liegt nun vor Euch! Wir haben versucht, die Aussagekraft der Fotos mit Texten zu unterst\u00fctzen. Neben Begegnungen mit vielen interessanten Menschen, mit der Geschichte und der Kultur des Landes und unvergesslichen pers\u00f6nlichen Eindr\u00fccken erlebten wir alle, wie aus dem buntgemischten Haufen &#8211; mit seinen verschiedenen Typen &#8211; eine Gruppe wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieser Gruppe danken wir, dass diese Dokumentation <strong><em>nicht<\/em><\/strong> eine sterile Beobachtung von Ereignissen geworden ist, sondern eine lebendige Schilderung, die durch den Zusammenhalt der Gruppe gepr\u00e4gt ist.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"sspassiba\">sspassiba<\/h4>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"da-sswidanija\">da sswidanija<\/h4>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-default\"\/>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"die-fahrt\">Die Fahrt<\/h2>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"verabschiedung-und-non-stop-fahrt\">Verabschiedung und Non-Stop-Fahrt<\/h4>\n\n\n\n<p>Es war soweit! Nach all den Vorbereitungen, Schwierigkeiten und der Hektik &#8211; aus Angst nicht fertig zu werden &#8211; war der Tag da.<br><strong>Der 1. September 1990!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>An der IGBE Bezirksleitung in Recklinghausen war der erste Treffpunkt. Um 8:00 Uhr wurde der Bus beladen; au\u00dfer unserem Gep\u00e4ck mussten noch diverse Materialien und Ger\u00e4te der einzelnen Kulturprojekte in den Bus verladen werden. Jeder sicherte sich einen Platz, verstaute sein Handgep\u00e4ck und lagerte seine <strong>\u201eFressalien\u201c<\/strong> f\u00fcr zwei Tage.<br><br>Nachdem die Reisep\u00e4sse mit den Visa verteilt worden waren, gingen wir in kleinen Gruppen zu unserem zweiten Treffpunkt: dem L\u00f6hrhofcenter. Hier fand die offizielle Verabschiedung statt.<br><br>Auf den Weg dorthin fand eine kurze Fotosession mit IGBE-Transparent statt.<\/p>\n\n\n\n<p>Vorbeigehende B\u00fcrger schauten etwas irritiert &#8211; egal, wir hatten unseren Spa\u00df. Und, die gute Laune lie\u00df einen die Ungewissheit vergessen.<br>Am L\u00f6hrhofcenter angekommen, fuhr der Bus gerade auf den Platz. F\u00fcr jedermann sichtbar: eine Grafik \u00fcber das Ziel und dem Zweck der Fahrt &#8211; von Boni gezeichnet \u2013 und k\u00fcnstlerisch am Heck des Busses angebracht.<br>Dieser Bus sollte nun unser rollendes Zuhause sein.<br><br>P\u00fcnktlich um 9.30 Uhr begann die Veranstaltung. Kurzfristige Programm\u00e4nderung: Die Rockband fiel wegen des anhaltenden Regens aus, weder das Wetter, noch der ver<strong>Lust<\/strong> tr\u00fcbten unsere Stimmung.<br><br>Neben <strong>Hans Nymphius<\/strong> (DGB) und dem stellvertretenden sowjetischen Botschafter aus Bonn, sprach f\u00fcr die Jugenddelegation <strong>Klaus Terheyden<\/strong>.<br><br>Unsere Fahrt soll zeigen, dass Frieden nicht nur die Abwesenheit von Krieg ist, sondern ein st\u00e4ndiger Prozess der V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung ist und bleibt.<br><br>Zum Abschied sprach der 1. Vorsitzende des DGB <strong>Hans Werner Meyer<\/strong> und sagte unter anderem:<br>\u201eSeit Euch im Klaren \u00fcber die friedensstiftende Funktion dieser Reise. Und sagt \u00fcberall, wir meinen es ernst, wenn wir sagen, vom deutschen Boden wird nie wieder Krieg ausgehen, vom deutschen Boden mu\u00df k\u00fcnftig Frieden ausgehen! Frieden gestalten, hei\u00dft neue Wege gehen.\u201c<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"635\" data-id=\"1356\" src=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/19900901RE1-1024x635.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1356\" srcset=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/19900901RE1-1024x635.jpg 1024w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/19900901RE1-300x186.jpg 300w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/19900901RE1-150x93.jpg 150w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/19900901RE1-768x477.jpg 768w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/19900901RE1-1536x953.jpg 1536w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/19900901RE1-2048x1271.jpg 2048w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/19900901RE1-1568x973.jpg 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"1360\" src=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-35-42-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1360\" srcset=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-35-42-768x1024.jpg 768w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-35-42-225x300.jpg 225w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-35-42-113x150.jpg 113w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-35-42-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-35-42-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-35-42-1568x2091.jpg 1568w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-35-42-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"1361\" src=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-36-23-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1361\" srcset=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-36-23-768x1024.jpg 768w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-36-23-225x300.jpg 225w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-36-23-113x150.jpg 113w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-36-23-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-36-23-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-36-23-1568x2091.jpg 1568w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-36-23-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img decoding=\"async\" data-id=\"1362\" src=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/19900901-Friedensfahrt-729x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1362\"\/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Bevor wir in den Bus stiegen, wurden noch Fotos f\u00fcr die Presse gemacht. Wir verabschiedeten uns von Freunden, Verwandten, Freund oder Freundin und stiegen ein.<br><br><strong>Diethard Bendrat<\/strong>, Bezirksleiter der IG BE in Recklinghausen, gab uns die besten W\u00fcnsche mit auf den Weg. Ihn w\u00fcrden wir in Donezk wiedersehen.<br><br>Es war schon ein merkw\u00fcrdiges Gef\u00fchl, als sich die Bust\u00fcren schlossen und wir durch Recklinghausen zur Autobahn fuhren. Noch einmal an der Bezirksleitung vorbei; hier sollte in 19 Tagen unsere Friedensfahrt ihr Ende finden. Doch bis dahin &#8230;<br><br>Reiner unser Busfahrer griff zum Mikro, stellte sich und Claudia vor und sagte etwas zu den Verhaltensweisen bez\u00fcglich M\u00fcll, WC etc. w\u00e4hrend der Fahrt.<br><br>Kaum auf der Autobahn, hatten wir uns auch schon verfahren. Es sollte nicht das letztemal sein. Nach einem kleinen Umweg \u00fcber Herne, fuhren wir auf die A2 Richtung Hannover\/Berlin auf.<br><br>\u201eErst einmal im Sitz gem\u00fctlich machen&#8220;, meinte J\u00fcrgen Grunwald. Viele taten es ihm gleich, und allm\u00e4hlich legte sich die Aufregung.<br><br>Die Langeweile vertrieben wir uns mit allen m\u00f6glichem: lesen, Musik h\u00f6ren, spielen oder Kaffee im freiem Fall beobachten. Um 16 Uhr erreichten wir, nach einigen Staus, Helmstedt. Auf dem Rasthof Waldkater machten wir eine Stunde Rast, um uns die Beine zu vertreten, zu Hause anzurufen und um etwas zu essen.<br><br>17.20 Uhr: Wir durchfuhren den Checkpoint-Alpha. Die Grenzanlagen lagen verlassen und leer da. Dort wo vor knapp einem Jahr noch DDR-Grenzsoldaten \u00fcber den Transitverkehr wachten und entlang der Transitstrecke patrouillierten, war keine Menschenseele zu sehen. Die Autobahn wurde von W\u00e4ldern und Feldern ges\u00e4umt, wir konnten nur anhand der Hinweisschilder erkennen, wo wir uns befanden.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-default\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"polen\">Polen<\/h4>\n\n\n\n<p>Gegen 21:00 Uhr erreichten wir im Dunkeln <strong>Frankfurt a. d. Oder<\/strong>. Vor dem Grenz\u00fcbergang staute sich der LKW- Verkehr in einer kilometerlangen Warteschlange. Fredi meinte, dass wir den Zeitplan einhalten m\u00fcssen, deshalb blieb uns nichts anderes \u00fcbrig, als zu versuchen an der Kolonne der unz\u00e4hligen Lastwagen vorbeizufahren. Das war leichter gesagt als getan. Es blieb uns rechts nur ein halber Randstreifen und eine Grasnarbe. Der Bus fuhr im Schrittempo los. Links und rechts waren kaum noch 5 cm zwischen den Lkw&#8217;s und den B\u00e4umen. Teilweise mu\u00dfte Reiner die Au\u00dfenspiegel einklappen, um &#8211; von Boni gelotst &#8211; weiterzukommen. Claudia, die Busfahrerin, ging vor, um den Bus einzuweisen, da au\u00dfer der Enge des Weges auch noch riesige Schlagl\u00f6cher in der Fahrbahn waren. Nach einer halben Stunde hatten wir es dann endlich geschafft.<br><br>Nun hie\u00df es: \u201eAlles hinsetzen, P\u00e4sse und Visa griffbereit halten.&#8220; Wir reihten uns in der PKW-Spur ein, weil diese schneller abgefertigt wurde. Nach einer Viertelstunde waren wir an der Reihe. Christian und Martin dolmetschten. Die P\u00e4sse und Visa wurden eingesammelt, keine weiteren Kontrollen.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein Teil der Gruppe ging los, um die Toiletten zu suchen. Doch vorher mussten wir Geld wechseln. Frank bekam f\u00fcr 1 DM 5900 Slotti (das entsprach umgerechnet ca. 25 Toilettenbesuchen).<br><br>Schon von weitem wusste man, wo sich die WC-Anlage befand. Anja sagte: Es riecht wie ein Puma-K\u00e4fig!<br><br>Um 22.30 Uhr hatten wir die polnische Grenze hinter uns gelassen und fuhren Richtung Warschau weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>In der Nacht vom 1. auf den 2. September feierten wir Fredi&#8217;s Geburtstag. Doch schon bald schliefen alle vor M\u00fcdigkeit ein.<br>Am fr\u00fchen Morgen &#8211; so gegen 6:00 Uhr &#8211; als wir <strong>Warschau<\/strong>, die Hauptstadt Polens, erreichten, wurden die ersten wach. Auf der Suche nach der Transitstra\u00dfe Richtung <strong>Brest<\/strong> (UdSSR) hatten wir uns in Warschau verfahren. Wen sollten wir fragen, die Stra\u00dfen waren menschenleer. Doch wir hatten Gl\u00fcck! Drei PKW hielten vor uns am Stra\u00dfenrand. Ein Fahrer gab uns durch Gesten zu verstehen, dass wir anhalten sollten. Christian und Martin unterhielten sich mit ihm, da sie polnisch sprechen. Die Leute zeigten uns den Weg zur Grenze.<br><br>Als wir aus Warschau herausfuhren, sahen wir ein Hinweisschild: 1245 km bis Moskau.<br>\u00dcber eine Landstra\u00dfe fuhren wir Richtung polnisch-russische Grenze.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Das Stra\u00dfenbild wurde durch Bauern, die ihre K\u00fche zur Weide trieben und durch Pferdegespanne bestimmt.<br><br>Nach einer etwa 24 st\u00fcndigen Non-Stop-Fahrt durch die BRD, der DDR und Polen, erreichten wir die polnische Grenze vor Brest. Nach routinem\u00e4\u00dfiger Abfertigung am polnischen Grenz\u00fcbergang betraten oder besser gesagt befuhren wir sowjetisches Gebiet.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-default\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"einreise-udssr\">Einreise UdSSR<\/h4>\n\n\n\n<p>9.50 Uhr: Der Bus wurde neben einem polnischen Bus eingewiesen. Beim Versuch auszusteigen kam sofort ein Grenzbeamter und gab geb\u00e4rdenreich zu verstehen, das keiner den Bus verlassen durfte. Da wir nicht hinaus konnten und keiner nach uns Ausschau hielt, harrten wir aus.<br><br>Eine deutschsprechende Zollbeamtin kam in den Bus, k\u00fchl und beherrscht sammelte sie die Reisep\u00e4sse ein, unter genauester Gesichtskontrolle. So still war es seit der Abfahrt noch nie, keine unn\u00fctze, l\u00e4rmende Bewegung. Alle Gespr\u00e4che verstummten. Wir kamen uns unter dem pr\u00fcfenden Blick beobachtet und durchschaut vor.<br><br>Die Ladeluken des Busses wurden ge\u00f6ffnet und einer visuellen Kontrolle unterzogen.<br>Die Insassen des polnischen Busses (vermutlich Fremdarbeiterinnen) dr\u00e4ngten an die Fenster und blickten staunend und neugierig auf die dort zu sehende Taschen- und Kofferfront.<br>Aufatmen, als die Zollbeamtin mit den P\u00e4ssen im Geb\u00e4ude verschwindet.<br>In einer Zolldeklaration mussten wir Angaben \u00fcber mitgef\u00fchrte Devisen und Wertgegenst\u00e4nde machen. Nach hektischem Ausf\u00fcllen und Abgabe der Zolldeklaration, mussten wir aussteigen und zu Fu\u00df durch die Zollabfertigung gehen.<br><br>Viele hatten den gleichen Weg &#8211; wie schon an der polnischen Grenze &#8211; zur Toilette. Vorsichtig geworden \u00f6ffnete so mancher die T\u00fcr und ging &#8218;unver- richteter&#8216; Dinge wieder nach drau\u00dfen, denn der Zustand der sanit\u00e4ren Anlagen entsprach &#8211; zaghaft umschrieben &#8211; bei weitem nicht den gewohnten sanit\u00e4ren Standard.<br><br>Fredy suchte unseren Betreuer von der sowjetischen Gewerkschaft, der uns hier erwarten sollte. Er fragte immer wieder nach mit den Stichw\u00f6rtern <strong>Kulturaustausch<\/strong> und <strong>Zentralrat<\/strong>. Doch niemand konnte helfen. Da wir keine n\u00e4heren Angaben hatten, konnten wir nur warten.<br><br>W\u00e4hrenddessen wurde der Bus auf eine B\u00fchne gefahren, von unten abgesucht und auch von innen kontrolliert.<br><br>Wieder im Bus passierten wir den Schlagbaum.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Wir hielten auf dem Parkplatz. Fredi schlug vor zu warten, &#8230;da wir erst gegen Mittag hier erwartet werden. Es war ja vorher nicht abzusehen, dass wir die Strecke von Recklinghausen bis Brest, gute 1300 Kilometer, in weniger als 26 Stunden schaffen w\u00fcrden.<br><br>Zum Zeitvertreib schlenderte manch einer an der end- losen Schlange der \u00fcberf\u00fcllten, \u00fcberwiegend polnischen, Busse vor der Grenze entlang. Andere kamen mit amerikanischen Touristen ins Gespr\u00e4ch, die mit 25 Wohnmobilen durch Europa fuhren.<br><br>Eine Frage hielt uns einige Zeit in Atem. Wie sp\u00e4t war es nach hiesiger Zeit? mussten wir die Uhren eine oder zwei Stunden vorstellen? &#8211; Eine Stunde, wie die Auskunft der Grenzbeamten ergab.<br><br>Nach vierst\u00fcndiger Wartezeit hatten wir gelernt, das Zeit in diesem Land eine Nebensache ist.<br>Die Schwarzh\u00e4ndler, die auf uns zukamen, waren mittlerweile auch nicht mehr au\u00dfergew\u00f6hnlich f\u00fcr uns. Auch das Spiel, bei welchem wir die ankommenden Wagen beobachteten, denn in jedem konnte unser Betreuer sitzen, wurde auf die Dauer langweilig.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Abwechslung brachte uns ein Wagen, der sich im Sand festgefahren hatte und von uns Starthilfe bekam.<br><br>F\u00fcnf Stunden warten. Hatte man uns vergessen? Einer von uns ergriff die Initiative, er sollte sich im Laufe der Fahrt zum &#8222;heimlichen Manager, Dolmet\u00adscher, Organisator u. v. m. entwickeln &#8211; Frank. Er ging zur\u00fcck zur Grenze und verhandelte mit den Z\u00f6llner, schaffte es nochmal ins Geb\u00e4ude zukommen und erkl\u00e4rte dort unsere Situation. Er sprach von <strong>Meeting of young miners<\/strong> usw. und da wurde man hellh\u00f6rig. <strong>Young miners?<\/strong> Ja! &#8211; Da,da! Man wusste Bescheid! Frank setzte sich telefonisch mit dem Betreuer in Verbindung, der uns im Hotel erwartete; Nach fast sechs Stunden setzte sich der Bus wieder in Bewegung &#8211; Richtung Brest.<br><\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-default\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"brest\">Brest<\/h4>\n\n\n\n<p>Auch hier wie in Polen riesige mehrspurige Stra\u00dfen, breite Boulevards, kaum Autos und Menschen, alles grau in grau. Die ersten Troll\u00e9j-Busse.<br><br>Wir fragten nach dem Weg und machten Bekanntschaft mit der Freundlichkeit und Zuvorkommenheit der Menschen. Ein junges P\u00e4rchen bot sich spontan an mit uns zu fahren, um uns den Weg zum <strong>Hotel Belarussia<\/strong> zu zeigen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Am Hotel angekommen erkundeten Fredi, J\u00fcrgen und Frank die Lage. Wir entluden den Bus und trafen uns in der Hotelhalle.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Schl\u00fcsselvergabe, Aufzug fahren, Zimmer beziehen, Frisch machen, Abendessen mit Begr\u00fc\u00dfung von Seiten der Hotelleitung und des Betreuers <strong>Vladimir<\/strong>, der uns bis Donezk begleiten sollte. Frank \u00fcbernahm auch weiterhin die Rolle des Dolmetschers, weil Vladimir kein deutsch und nur sehr wenig englisch sprach.<br><br>Einige erkundeten im Regen die Umgebung. Es stimmte, was man uns vor der Fahrt gesagt hatte, es sah hier wirklich aus wie in den &#8217;50 und &#8217;60 Jahren bei uns. Die wenigen Gesch\u00e4fte hatten kaum Schaufensterauslagen und leere Regale.<br><br>Die ersten Rubel wurden schwarz getauscht, weil es so sp\u00e4t Abends keine offizielle Umtauschm\u00f6glichkeit in einer Bank gab, und weil der inoffizielle Kurs wesentlich g\u00fcnstiger war. Der Bankkurs war w\u00e4hrend unseres Aufenthaltes 3:1; der Schwarzmarktkurs lag bei 1:10. Das hie\u00df, wir bekamen f\u00fcr 30 DM anstatt 10 Rubel offiziell getauscht, 300 Rubel schwarzgetauscht.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Restaurant wurde Wodka f\u00fcr 1 DM je Flasche bestellt; in der 8 Etage fand eine Flurfete statt mit <strong>Der kleine Preis<\/strong>. Danach, endlich in einem Bett und nicht im Bussitz schlafen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Fr\u00fch morgens wurden wir durch das Starten der Linienbusse, die hinterm Hotel parkten, geweckt.<br><strong>Besonderheiten des Tages:<\/strong> Carsten hat Geburtstag und zwei Kollegen schliefen noch.<br>Vor der Stadtrundfahrt gaben wir in der Hotelhalle einige Rubel f\u00fcr Briefmarken, Karten oder eine Prawda aus.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Erste Konfrontation mit der sowjetischen Geschichtsdarstellung in der <strong>Brester Heldenfestung<\/strong>, dem ehemaligen Kriegsschauplatz nahe der polnisch-russischen Grenze.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-38-28-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1365\" srcset=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-38-28-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-38-28-300x225.jpg 300w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-38-28-150x113.jpg 150w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-38-28-768x576.jpg 768w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-38-28-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-38-28-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-38-28-1568x1176.jpg 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">Brester Festung<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Im 2. Weltkrieg leistete hier eine 7000 Mann starke Garnison &#8211; die sogenannten sowjetischen Verteidiger von Brest &#8211; zwei Monate Widerstand gegen die rasch vorsto\u00dfenden deutschen Truppen. Die Festung ist heute Museum und Denkmal.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Die Ewige Flamme vor dem Erinnerungsdenkmal der Verteidiger wird tags\u00fcber von Sch\u00fclern bewacht. Jede 20 Minuten wechselt die Gruppe. F\u00fcr die Ehrenwache werden die Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fcler eine Woche von der Schule beurlaubt.<br>An der Ewigen Flamme legten wir einen Kranz nieder und gedachten der Opfer.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Wir sahen die imposanten Denkm\u00e4ler und h\u00f6rten in den Berichten von den Heldentaten der Verteidiger und den Kriegsgeschehnissen immer wieder ein Wort <strong>Hitlerfaschisten<\/strong>. Da uns diese Bezeichnung nicht gel\u00e4ufig war, fragten wir nach, was sie bedeutete. Die Dolmetscherin erkl\u00e4rte uns, dass in Wei\u00dfru\u00dfland die Bezeichnung <strong>Hitlerfaschisten<\/strong> f\u00fcr alle deutschen Truppen stand.<br><br>Von Artillerie beschossen, von Flugzeugen bombardiert und von Flammenwerfern attackiert, schmolzen Stahl, Glas und Ziegel.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Die Einzelschicksale der Verteidiger wurden im Museum der Heldenfestung mit pers\u00f6nlichen Gegenst\u00e4nden dargestellt. Der anschlie\u00dfende Filmvortrag dokumentierte anhand von &#8218;Wochenschau&#8216;-Ausschnitten und Berichten von Zeitzeugen die Kriegsgeschehnisse.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Eingesch\u00fcchtert und \u00fcberw\u00e4ltigt von der monumentalen Bauweise und der Informationsflut verlie\u00dfen wir durch das Haupttor die Festung.<br>Es ert\u00f6nte aus versteckten Lautsprechern abwechselnd Milit\u00e4rges\u00e4nge, Ger\u00e4usche von Maschinengewehrsalven,Flugzeugen und einschlagenden Bomben.<br><br>Nachdenklich kehrten wir zum Hotel zur\u00fcck. Diese historischen und ergreifenden Schilderungen besch\u00e4ftigten uns noch nach der Abfahrt von Brest.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Zum erstenmal tankten wir in der UdSSR den Bus auf. Tankstellen sind dort Sicherheitsbereiche. Deshalb mussten wir alle, wegen der Explosionsgefahr, aussteigen. Reiner und Claudia tankten 250 Liter Diesel f\u00fcr 75 Rubel (ca. 7,50 DM).<br><br>Wir verlie\u00dfen Brest und fuhren 370 km nach Minsk, der Hauptstadt von Wei\u00dfru\u00dfland.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-default\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"minsk\">Minsk<\/h4>\n\n\n\n<p>Nach gut 5 Stunden erreichten wir abends den Stadtrand von Minsk. Claudia meldete sich durch das Mikro zu Wort: &#8222;Vladimir hat gesagt, das es besser ist, innerhalb der Stadt nicht im Bus zu stehen. Da die Miliz sehr streng kontrolliert.&#8220;<br>Von unseren Pl\u00e4tzen aus verfolgten wir das &#8218;Hotel-such-Spiel&#8216;. Vladimir kannte sich in Minsk nicht aus; so dass wir erst mehrfach nach dem Weg fragen mussten, ehe wir das <strong>Hotel Planeta<\/strong> fanden.<br><br>Die Delegation der hiesigen Gewerkschaft erwartete uns schon zum Abendessen. Aus diesem Grund mussten wir rasch unsere Zimmer beziehen.<br><br>So rasch wie geplant, ging es nicht. Denn zur gleichen Zeit hatten die Basketballer, die an einer Meisterschaft teilnahmen, Trainingsschlu\u00df. Vor den Aufz\u00fcgen gab es ein riesiges Gedr\u00e4nge und Sprachgewirr. Die Sportler kamen unter anderem aus Kuba, China und Bulgarien, wie wir aus Gespr\u00e4chen mit ihnen erfuhren.<br><br>Wir trafen uns am Bus vor dem Hotel. Uns wurde gesagt, dass wir zu einem Restaurant fahren, wo wir von Vertretern des \u00f6rtlichen Gewerkschaftsrates offiziell begr\u00fc\u00dft werden sollten.<br>Der Bus fuhr los, um nach 200 Metern anzuhalten. Ein Vertreter der Gewerkschaft empfing uns am Restaurant, nach der wohl k\u00fcrzesten Busfahrt.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Die Begr\u00fc\u00dfung durch den Vertreter des \u00f6rtlichen Gewerkschaftsrates fand im Rahmen eines Abendessens statt.<br>In der Hotelhalle wurde sp\u00e4ter der Ablauf des folgenden Tages besprochen. Die Teilnehmer der Video- und Fotogruppe sichteten das Filmmaterial. Ein Teil der Gruppe ging noch in die Hotelbar. F\u00fcr Devisen gab es westliche Getr\u00e4nke und sogar Zigaretten.<br><br>Nur in den Touristenhotels gab es die M\u00f6glichkeit den Abend in geselliger Runde zu verbringen, denn Kneipen, Cafes oder etwas \u00e4hnliches, wie wir es kennen, sucht man vergebens in der Sowjetunion.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-default\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"chatyn\">Chatyn<\/h4>\n\n\n\n<p>Am Dienstagmorgen, es regnete wieder einmal, fuhren wir nach dem Fr\u00fchst\u00fcck nach <strong>Chatyn<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch vor Antritt der Friedensfahrt war dieser Programmpunkt umstritten und Thema in den Briefen zur Vorbereitung der Fahrt. Die sowjetischen Gewerkschaftskollegen verstanden nicht, warum wir den Ort solcher Grausamkeiten besuchen wollten. Da aber auch diese Taten zur deutsch-sowjetischen Geschichte geh\u00f6rten, wollten wir zum besseren Verst\u00e4ndnis diesen Ort sehen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-39-32-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1366\" srcset=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-39-32-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-39-32-300x225.jpg 300w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-39-32-150x113.jpg 150w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-39-32-768x576.jpg 768w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-39-32-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-39-32-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-39-32-1568x1176.jpg 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\">&nbsp;Chatyn wurde 1969 die Nationale Gedenkst\u00e4tte in Weissrussland<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Natascha, die Dolmetscherin, erz\u00e4hlte uns auf der Fahrt zum ehemaligem Bauerndorf Chatyn, wichtige Daten der Stadt Minsk und zeigte besondere Bauwerke (Platz des Sieges, Kathedralen, Akademieviertel usw.), an denen wir vorbeifuhren.<\/p>\n\n\n\n<p>Chatyn die zentrale Ged\u00e4nkst\u00e4tte in Wei\u00dfru\u00dfland f\u00fcr alle im 2. Weltkrieg zerst\u00f6rten D\u00f6rfer, liegt ca. 70 km von Minsk entfernt.<br><br>Wenn man den &#8218;Friedhof&#8216; sieht, der verh\u00e4ltnism\u00e4\u00dfig klein wirkt, wird einem das Ausma\u00df des Geschehens &#8211; besser gesagt der Verbrechen &#8211; nicht deutlich. Erst nachdem erkl\u00e4rt wurde, das jede Urne auf einem Grab ein verbranntes Dorf symbolisierte, wurden die Gesichter nachdenklich.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>186 D\u00f6rfer hatten das gleiche Schicksal wie Chatyn, sie wurden komplett zerst\u00f6rt und nicht wieder aufgebaut. Die Bev\u00f6lkerung \u00fcberlebte die Angriffe nicht. Weitere 433 D\u00f6rfer wurden ebenfalls niedergebrannt und zerst\u00f6rt, sind aber sp\u00e4ter wieder aufgebaut worden.<br><br>Wie Natascha uns erz\u00e4hlte, wird Chatyn auch die <strong>Stadt der ewigen Glocken<\/strong> genannt.<br>In Chatyn standen 26 H\u00e4user, die heute nur noch als Grundri\u00df dargestellt sind. Anstelle der Schornsteine der ehemaligen Bauernh\u00e4user sind Glockent\u00fcrme errichtet worden. Alle 30 Sekunden l\u00e4uten die Glocken als ewige Mahnung.<br><br>Ein Vater und seine zwei S\u00f6hne \u00fcberlebten Chatyn. Sie waren lebende Zeugen der Kriegsgeschichte und erinnerten ebenso wie die Ged\u00e4nkst\u00e4tte, an Leid, Heldentum und Unerbitterlichkeit der sowjetischen Zivilbev\u00f6lkerung in ihrem Kampf gegen die faschistischen Angriffe.<br><br>Auf der R\u00fcckfahrt von Chatyn nach Minsk wurde das Gesehene und Geh\u00f6rte heftig diskutiert.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-default\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"minsk\">Minsk<\/h4>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Stadtrundfahrt am Nachmittag erfuhren wir von Natascha etwas \u00fcber die Geschichte von Minsk und \u00fcber die Baudenkm\u00e4ler. 1067 wurde Minsk zum erstenmal urkundlich erw\u00e4hnt. Neben vielen Informationen erfuhren wir auch, dass das Durchschnittsalter der 1,3 Mio. Einwohner von Minsk 32 &#8211; 34 Jahre betr\u00e4gt. Potsdam ist die Partnerstadt.<br><br>Zum Abschlu\u00df legten wir noch Blumen am Platz des Sieges nieder. Die Ewige Flamme vor dem Obelisken brennt zum Gedenken der sowjetischen K\u00e4mpfer im 2. Weltkrieg.<br><br>Nach der Stadtrundfahrt hatten wir zwei Stunden Freizeit; die Zeit nutzten wir, um auf eigene Faust die Innenstadt zu erkunden.<br>Das gr\u00f6\u00dfte &#8211; staatliche &#8211; Kaufhaus <strong>Gum<\/strong> war unser erstes Ziel. Dort konnten wir uns ein Bild von der Versorgungslage machen. Die Schaufenster waren, wenn \u00fcberhaupt, nur mit einer Sorte Waren dekoriert. Eine Spielzeugabteilung, welche in unseren Kaufh\u00e4usern ein Mu\u00df ist, suchten wir vergeblich. Obwohl es wenig zu kaufen gab, nur Kurzwaren und einfache Textilien gab es in gr\u00f6\u00dferen Mengen, war das Kaufhaus \u00fcberf\u00fcllt von Menschen. An einer Theke, vor der eine lange Menschenschlange stand, wurden Seifen und Zahnpasten verkauft.<br><br>Es gab aber auch positive Seiten an der Wirtschaft des Landes zu entdecken, so wurden z. B. Plastikt\u00fcten f\u00fcr umgerechnet 2 DM je St\u00fcck verkauft, daf\u00fcr konnte man sonst ein gro\u00dfes Brot kaufen.<br><br>Natascha zeigte uns auch das Touristenkaufhaus, einen Intershop. In diesen Beruskija-L\u00e4den war das Angebot reichhaltiger. Hier gab es fast alles, was das Herz begehrte. Der Nachteil: Die Ware ist zwar in Rubeln ausgezeichnet, mu\u00df aber zum dreifachen Preis in Devisen bezahlt werden. Ein Durchschnittsb\u00fcrger der Sowjetunion kann es sich nicht leisten hier einzukaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wieder zur\u00fcck im Hotel versammelten wir uns alle in der Empfangshalle und probten f\u00fcr den Chorauftritt im Kurheim der sowjetischen Eisenbahnergewerkschaft. Wir fuhren gespannt und neugierig dorthin.<br><br>Herzlich wurden wir von der Minsker Folkloregruppe der sowjetischen Eisenbahnergewerkschaft begr\u00fc\u00dft,mit ihnen sollten wir den Abend gestalten.<br>Im Foyer wurde die Buttongruppe von Kindern umringt. Die Begeisterung \u00fcber die verteilten Anstecker mit Motiven des Kulturaustausches war so gro\u00df, dass die Kollegen Angst hatten erdr\u00fcckt zu werden.<br><br>In der Begr\u00fc\u00dfungsrede wurde unter anderem erw\u00e4hnt, dass in dem Kurheim evakuierte, kinderreiche Familien aus dem Sperrgebiet von und um Tschernobyl untergebracht waren. Gut 500 Zuschauer waren im Saal.<br>Die Folkloregruppe trug ukrainische Volkslieder und -t\u00e4nze vor, in denen wir mit einbezogen wurden. Die unbeschwerte und begeisterte Vortragsweise ri\u00df uns mit. In wechselnden Auftritten mit der Folkloregruppe, traten die Breakdancer auf. Sie l\u00f6sten zuerst Erstaunen wegen der eigenartigen Tanzbewegungen aus, aber bald klatschten alle im Rythmus der Musik mit. Zum Abschlu\u00df traten wir als Chor auf und sangen Arbeiterlieder. Beim letzten Lied <strong>Br\u00fcder zur Sonne zur Freiheit<\/strong> stimmten alle im Saal mit ein.<br>Der deutsch-russische Gesang ging in einem gemeinsamen Tanz \u00fcber. Das begeisterte Publikum \u00fcberreichte uns Blumen und brachte in anschlie\u00dfenden Gespr\u00e4chen ihre Freude zum Ausdruck. Noch nie hatte es so einen Kulturabend gegeben. Auch wir waren von der Darbietung und der Herzlichkeit, die uns entgegengebracht wurde bewegt. Der Abschied fiel auf beiden Seiten schwer.<br><br>Am n\u00e4chsten Tag fuhren wir \u00fcber Gommel nach Kiew. Von nun an entfernten wir uns wieder von Moskau, in Minsk waren wir der sowjetischen Hauptstadt am n\u00e4chsten, 710 km.<br><br>Auf der Fahrt hatten wir viele Gespr\u00e4chsthemen; wir diskutierten \u00fcber die Eindr\u00fccke beim Besuch der <strong>Gedenkst\u00e4tte Chatyn<\/strong> und tauschten Erlebnisse w\u00e4hrend des Kulturtreffens im Kurheim aus.<br><br>Auch der Reaktorunfall und seine Folgen f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung und die Wirtschaft besch\u00e4ftigte uns, je n\u00e4her wir Tschernobyl kamen. Das Mittagessen in Gommel nahmen wir mit gemischten Gef\u00fchlen zu uns, obwohl uns Vladimir versicherte, das die Lebensmittel streng kontrolliert werden.<br><br>W\u00e4hrend der Weiterfahrt lenkten wir uns ab, indem wir Lieder probten und Klaus und Christian den <strong>Pretty Fredi-Rap<\/strong> sangen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-default\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"kiew\">Kiew<\/h4>\n\n\n\n<p>Nach ca. 570 km kamen wir in Kiew an; die obligatorische Hotelsuche begann wieder.<br>Das Abendessen im <strong>Hotel Tourist<\/strong> wartete schon auf uns. Bei der Begr\u00fc\u00dfung durch den Vertreter des \u00f6rtlichen Gewerkschaftsrates und <strong>Ludmila<\/strong>, der Dolmetscherin, erhielten wir M\u00e4dels Blumenstr\u00e4u\u00dfe. F\u00e4lschlicherweise wurde Christian wegen seiner Lockenm\u00e4hne auch f\u00fcr ein M\u00e4dchen gehalten und stiftete Verwirrung.<br><br>Eigenartig war uns zumute; nachmittags waren wir nahe an Tschernobyl vorbeigefahren und immer noch waren wir im Bannkreis, wie es schien. Keiner traute sich so recht zu essen. Die Hotelleitung wies nochmals daraufhin, dass die Lebensmittel sehr streng kontrolliert und speziell f\u00fcr Touristenhotels eingekauft werden. Es schmeckte eigentlich auch ganz normal. Der Hunger war st\u00e4rker.<br><br>Am n\u00e4chsten Morgen besichtigten wir mit Ludmila Kiew, die Hauptstadt der Ukraine. Sie ist die drittgr\u00f6\u00dfte Stadt der Sowjetunion, mit 2,7 Millionen Einwohnern und einer Fl\u00e4che von 780 Quadratkilometern. Im Jahre 559 wurde die Stadt zum erstmalig in einer Chronik erw\u00e4hnt. Sie wird auch <strong>Mutter der russischen St\u00e4dte<\/strong> genannt, wie wir von Ludmila erfuhren.<br><br>Der sagenhaften Entstehungsgeschichte nach, kamen einst die drei Br\u00fcder Ki, Schtschek und Choriw zusammen mit ihrer Schwester Lybid in einem Boot den Dnepr heruntergefahren. Da ihnen die liebliche Gegend so gut gefiel, beschlossen sie, sich hier nieder zu lassen. Die Siedlung wurde nach dem \u00e4ltesten Bruder Ki, Kiew genannt. Die Namen der anderen Geschwister sind in zwei H\u00fcgeln der Stadt, Schtsch\u00e8kowica gor\u00e0 und Choriw, und in einem Flu\u00dfnamen, rek\u00e0 Lybid (heute flie\u00dft er unterirdisch) enthalten.<br>Ludmila zeigte uns die untere und obere Stadt, sowie den Dnepr mit seinen Badeinseln und wusste uns viel Interessantes zu berichten.<\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-media-text alignwide is-stacked-on-mobile is-style-default\" style=\"grid-template-columns:30% auto\"><figure class=\"wp-block-media-text__media\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" src=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-42-24-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1368 size-full\" srcset=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-42-24-768x1024.jpg 768w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-42-24-225x300.jpg 225w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-42-24-113x150.jpg 113w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-42-24-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-42-24-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-42-24-1568x2091.jpg 1568w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-42-24-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure><div class=\"wp-block-media-text__content\">\n<p>Die Andreas Kirche, eine orthodoxe Kirche, die im 18. Jahrhundert im Barockstil erbaut worden ist. Sie liegt am h\u00f6chsten Punkt des alten Stadtviertels an der \u00e4ltesten Stra\u00dfe Kiews.<\/p>\n\n\n\n<p>An der Kiewer Oper, auch <strong>Schewtschenkotheater f\u00fcr Oper und Ballett<\/strong> genannt, mussten wir eine Pause machen, weil Ludmila \u00fcber <strong>&#8218;Intourist&#8216;<\/strong> (die staatliche Gesellschaft f\u00fcr Fremdenverkehr in der UdSSR) versuchte Diesel f\u00fcr unseren Bus zu organisieren. <\/p>\n<\/div><\/div>\n\n\n\n<p>Bei der Menge die wir ben\u00f6tigten war es nicht leicht eine Tankstelle in der Umgebung zu finden.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Auf der Fahrt zum Aussichtspunkt auf dem Dnepr-H\u00fcgel, sahen wir u. a. das Goldene Tor (altes Stadttor), das Ministerviertel und die <strong>Universit\u00e4t Schewtschenko<\/strong> mit 21.000 eingetragenen Studenten und 19 Fakult\u00e4ten. Wir erfuhren, dass in Kiew die erste Schule und Bibliothek in der Sowjetunion gegr\u00fcndet worden waren.<br>Mittlerweile hatten wir uns an die langen Menschenreihen vor einigen Gesch\u00e4ften gew\u00f6hnt, sie geh\u00f6hrten mit zum allt\u00e4glichen Stadtbild.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Die <strong>Dreifaltigkeitskirche<\/strong> ist der Eingang des H\u00f6hlenklosters, dass von dem M\u00f6nch Ilari\u00f3n gegr\u00fcndet wurde. Es entstand aus einer Eremitengemeinschaft, die in die lehmigen Abh\u00e4nge des Dnepr-Steilufers H\u00f6hlen gruben und dort Gott dienend lebten. Die ehemaligen Gebets- und Meditationsh\u00f6hlen dienten mehr und mehr als Grabkammern als die ersten Klosterbauten \u00fcber der Erde entstanden. Heute sind die H\u00f6hlen das <strong>Museum der Mumien<\/strong>.<br>Im Klosterbereich sahen wir viele alte, bettelnde Menschen. Unter ihnen auch viele behinderte, wie diesen blinden Spieler. Sie versuchen mit den Almosen der Touristen ihre staatliche Altersversorgung, von umgerechnet 100,- DM je Monat, aufzubessern.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-2 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-id=\"1371\" src=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-42-46-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1371\" srcset=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-42-46-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-42-46-300x225.jpg 300w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-42-46-150x113.jpg 150w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-42-46-768x576.jpg 768w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-42-46-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-42-46-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-42-46-1568x1176.jpg 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-id=\"1370\" src=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-43-12-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1370\" srcset=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-43-12-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-43-12-300x225.jpg 300w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-43-12-150x113.jpg 150w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-43-12-768x576.jpg 768w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-43-12-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-43-12-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-43-12-1568x1176.jpg 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"1369\" src=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-44-00-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1369\" srcset=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-44-00-768x1024.jpg 768w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-44-00-225x300.jpg 225w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-44-00-113x150.jpg 113w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-44-00-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-44-00-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-44-00-1568x2091.jpg 1568w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-44-00-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Nach der Stadtbesichtigung machten wir noch eine Schiffahrt auf dem Dnepr. Wir nutzten die Zeit zum Austausch unserer Eindr\u00fccke, die wir bis dahin gemacht hatten. J\u00f6rg, unser Radioreporter, machte Interviews.<br>Den fr\u00fchen Nachmittag nutzten viele von uns um das Stadtzentrum von Kiew auf eigene Faust zu erkunden.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Die Hauptstra\u00dfe <strong>Kreschtsch\u00dftik <\/strong>war sehr belebt. Auch hier sehr breite Boulevards mit B\u00e4umen bestanden. Ministerien, Hochschulen, staatliche Einrichtungen, Kaufh\u00e4user, Lebensmittelgesch\u00e4fte, Metro-Stationen und Hotels s\u00e4umen die 1250 Meter lange Hauptstra\u00dfe.<br>Zur\u00fcck zum Hotel fuhren wir mit der Metro. Nachdem wir 5 Kopeken f\u00fcr die Fahrt in den Automaten geworfen hatten, fuhren wir auf einer endlos scheinenden Rolltreppe hinab.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Die Metrostationen liegen auf dem linken Dnepr-Ufer bis zu 100 Meter unter der Erde.<br><br>Auch in Kiew wollten wir Gespr\u00e4che mit jugendlichen Gewerkschaftern f\u00fchren. Leider erfuhren wir von Ludmila, das es nicht eingeplant war. Wir sollten Kiew nur als Touristen erleben wie es schien. Deshalb fuhren wir abends mit der Metro wieder ins Stadtzentrum und erkundigten uns nach den diversen Sch\u00fclern- und Studententreffpunkten. Und dort nahmen wir Kontakte mit den Jugendlichen auf.<br><br>Schnell kamen wir zum Hauptthema unserer Gespr\u00e4che, wir wurden zur <strong>bevorstehenden Vereinigung beider deutscher Staaten<\/strong> regelrecht ausgefragt. Die sowjetischen Jugendlichen w\u00fcnschten sich in ihrem eigenem Land einen \u00e4hnlich schnell ablaufenden Reformproze\u00df. Sie sprachen gleichzeitig aber auch \u00fcber ihre \u00c4ngste, weil sie glaubten mit der Wiedervereinigung trete eine Ver\u00e4nderung in der politischen und wirtschaftlichen Ost-West-Beziehung ein.<br><strong>Besonderheiten des Tages:<\/strong> Einige Ausf\u00e4lle wegen Magen- und Darmbeschwerden und die Sonne schien.<br><br>Es war schon Freitag der <strong>7. September<\/strong>; wie die Zeit verging.<br>Wir besichtigten au\u00dferhalb der Stadt das Freilichtmuseum f\u00fcr ukrainische Landwirtschaft und Kultur.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu sehen waren D\u00f6rfer aus verschiedenen Epochen. Eine alte Schule, eine Kirche (nur aus Holz gebaut), landwirtschaftliche Geb\u00e4ude und Ger\u00e4te. Die Wohnh\u00e4user waren zeitgerecht m\u00f6bliert.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-45-02-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1372\" srcset=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-45-02-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-45-02-300x225.jpg 300w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-45-02-150x113.jpg 150w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-45-02-768x576.jpg 768w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-45-02-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-45-02-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-45-02-1568x1176.jpg 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><figcaption class=\"wp-element-caption\"><strong>Pirogow-Freilichtmuseum<\/strong><\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend fuhren wir mit Ludmila zur <strong>Sophienkathedrale<\/strong>. Sie berichtete \u00fcber die Geschichte der orthodoxen Kirche, die vor 1000 Jahren mit einer Massentaufe im Dnepr Einzug hielt.<br>Au\u00dfergew\u00f6hnlich an der Sophienkathedrale ist die Kombination von Fresken und Mosaiken.<br>W\u00e4hrend des Rundganges durch die Kathedrale, setzte sich ein Teil der Gruppe ab.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Ein Mann auf dem Vorplatz der Kathedrale, der Scherenschnitte von Personen machte, war interessanter als die Flut von Informationen und Daten w\u00e4hrend der Besichtigung.<br><br>Michael nutzte die selbstgew\u00e4hlte Pause, um Interviews vor laufender Kamera zu filmen. Frank als <strong>Moderator<\/strong> erfuhr von Andreas (alias Ossi) zu seiner \u00dcberraschung auf seine Frage nach dem geschichtlichen Hintergrund folgendes: &#8222;Was mich besonders beeindruckt hat, am geschichtlichen Hintergrund, war, sobald einer der Krieger gestorben ist, die Frau auch mitget\u00f6tet wurde. Das hat mir also sehr gefallen.&#8220;<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Nach diesem Kommentar war kein vern\u00fcnftiges Interview ohne Lachen mehr m\u00f6glich, zumal Frank immer nur nach dem geschichtlichen Hintergrund der Sophienkathedrale fragte.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Diese Aufnahme entstand w\u00e4hrend eines Auftrittes einer ukrainischen Folkloregruppe. Die Professionalit\u00e4t der Musik- und Tanzeinlagen wirkten im Gegensatz zum Folkloreabend in Minsk eher n\u00fcchtern. Das Theater bot 5000 Zuschauern Platz. Da aber die Eintrittspreise f\u00fcr die Vorstellung bei 35,-DM lagen, waren nur rund 100 Zuschauer, \u00fcberwiegend Touristen, anwesend. Aus diesen Gr\u00fcnden gelang es den K\u00fcnstlern nicht Stimmung im Publikum zu erzeugen. Zudem standen wir immer noch unter den mitrei\u00dfenden Eindr\u00fccken aus dem Kurheim in Minsk.<\/p>\n\n\n\n<p>Abends fuhren wir wieder ins Stadtzentrum. Einige lie\u00dfen sich von Stra\u00dfenmalern Karrikatur- oder Potr\u00e4tszeichnungen als Souvenir anfertigen.<\/p>\n\n\n\n<p>Diese Nacht wurde f\u00fcr so manchen etwas unruhig. Ein kleiner, ausgew\u00e4hlter Teil der Gruppe hielt die Kollegen mit Anrufen und Streichen wach.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-default\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"fahrt-nach-poltawa\">Fahrt nach Poltawa<\/h4>\n\n\n\n<p>Wieder mal verstauten wir unser Gep\u00e4ck im Bus, dass schon um einige Souveniers &#8211; z. B. Matruschka Holzpuppen &#8211; reicher war. Wir nahmen Abschied von Kiev um nach Poltava der letzten Etappe vor unserem endg\u00fcltigen Ziel &#8211; Donezk &#8211; zu fahren.<br><br>Die Buttongruppe pr\u00e4gte unterwegs ihre Sticker, von vielen unterst\u00fctzt.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Es war relativ ruhig im Bus, wir schliefen ode hingen unseren Gedanken nach. Vor einer Woche waren wir in Recklinghausen abgefahren und hatten schon 2500 Kilometer mit dem Bus zur\u00fcckgelegt.<br><br>In <strong>Lubny<\/strong> a\u00dfen wir zu Mittag. Eine willkommene Abwechslung bot uns ein Kaufhaus, nach sowjetischen Ma\u00dfst\u00e4ben mit einem reichhaltigem Angebot. Wer in der Verwandtschaft oder im Bekanntenkreis kleine Kinder hatte, nahm Bauk\u00e4sten oder Holzspielzeug mit. Andere kauften Flaggen, <strong>russische Computer<\/strong> auch Abakus genannt, wieder andere konnten dem verlockenden Angebot an Musikinstrumenten nicht wiederstehen. F\u00fcr umgerechnet 45,- DM kaufte Frank eine Fl\u00f6te, eine Geige mit Geigenkasten und noch ein Akkordeon. Etliche Balalaikas wurden eingekauft. Claudia und Reiner waren bei unserer R\u00fcckkehr zum Bus entsetzt \u00fcber die Massen an Souvenirs, die wir noch irgendwie im Bus unterbringen mussten. Claudia sprach f\u00fcr den weiteren Reiseverlauf ein Mitnahmeverbot f\u00fcr s\u00e4mtliche sperrigen G\u00fcter aus.<br><br>Wir verloren eine Stunde Zeit, weil wir unsere Uhren erneut eine Stunde vorstellen mussten; Moskauer Zeit.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"poltava\">Poltava<\/h4>\n\n\n\n<p>Am fr\u00fchen Abend erreichten wir, diesmal ohne gro\u00dfe Suche, das Gewerkschaftshotel <strong>Mentaba-Tourist<\/strong> &#8211; eine Ferienunterkunft f\u00fcr Bergarbeiterfamilien aus der Donbass-Region. Der gleiche Ablauf wie immer bei der Ankunft; Begr\u00fc\u00dfung durch die Gewerkschaftsvertreter aus Donezk und <strong>Frau Erena<\/strong> &#8211; eine \u00e4ltere Dame, Professorin f\u00fcr Germanistik -, die uns von nun an begleitete. Ausladen des Gep\u00e4cks, Vergabe der Zimmerschl\u00fcssel und Beziehen der Zimmer.<br><br>Aus den vorherigen Hotels waren wir ja schon einiges gewohnt, was die sanit\u00e4ren Anlagen betraf, doch dieses wirkte mehr als nur veraltet. Mit duschen wurde nichts. Die genauere Inspizierung der Zimmer brachte <strong>lebhaftes<\/strong> zu Tage. Als Zimmergenossen fanden wir Wanzen und Kakerlaken vor. Entsetzt und ratlos fanden wir uns alle in der Hotelhalle ein. Die \u00f6rtliche Reiseleitung war mittlerweile eingetroffen. Unsere Emp\u00f6rung \u00fcber das Ungeziefer traf auf Verst\u00e4ndnislosigkeit, dass w\u00e4re doch ganz nat\u00fcrlich, ob man bei uns in den Hotels denn keine Probleme damit h\u00e4tte? Aufgebracht und nach L\u00f6sungen suchend verlie\u00dfen wir das <strong>Hotel der Wanzen<\/strong> zur Stadtbesichtigung mit der Reiseleitung. Wir erfuhren wissenswertes \u00fcber die Stadt und waren abgelenkt.<br><br>Poltava kommt aus dem t\u00fcrkischen und hei\u00dft soviel wie <strong>wei\u00dfes Wasser<\/strong>. Die Stadt hat 180 Tausend Einwohner und liegt in einer landwirtschaftlich intensiv genutzten, fruchtbaren Gegend.<br><br>Nach dem schmackhaften Abendessen gingen wir dem Ungeziefer in unseren Zimmern aus den Weg, indem wir eine <strong>Flurparty<\/strong> in der 7. Etage des Hotels veranstalteten.<br>Aus verst\u00e4ndlichen Gr\u00fcnden wollten wir die Nacht durchmachen!<br>Der <strong>Wanzenterminator<\/strong> Thomas f\u00fchrte eine Zimmers\u00e4uberungsaktion durch. W\u00e4hrenddessen bereiteten sich die Projektgruppen gemeinsam auf Donezk vor.<br><br>Die ersten Siebdrucke wurden erstellt, Buttons gedruckt, Lieder gesungen, Interviews der Radio- und Videogruppe aufgezeichnet.<br>Fredi bewertete die Gruppe zu diesem Zeitpunkt folgenderma\u00dfen: &#8222;Ich bin froh, dass die Stimmung, nachdem wir hier ja einigerma\u00dfen bed\u00fcrftig untergebracht sind &#8211; zwar gut f\u00fcr russische und ukrainische Verh\u00e4ltnisse, aber eben f\u00fcr unsere Verh\u00e4ltnisse bed\u00fcrftig-, dass die Stimmung noch so gut ist und dass sie nicht irgendwie in Depressionen oder Frust ausgeartet ist. Also ich glaub&#8216; schon, dass die Stimmung gut ist, und dass wir ger\u00fcstet sind morgen nach Donezk zu fahren.&#8220;<br><br>Abfahrt nach Donezk &#8211; nach wenig Schlaf &#8211; am anderen Morgen mit den Gewerkschaftsvertretern, Vladimir und Frau Erena.<br>Wir holten den vers\u00e4umten Schlaf w\u00e4hrend der Fahrt nach. Frau Erena informierte uns \u00fcber den Programmablauf der Woche. Fredi machte eine Abfrage der besonderen Verpflegungsw\u00fcnschen, die von den Familien zu ber\u00fccksichtigen werden sollten (Vegetarier, Diabetiker usw.).<br><br>Kurz vor Donezk machten wir noch einmal halt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" src=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-47-39-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1373\" srcset=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-47-39-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-47-39-300x225.jpg 300w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-47-39-150x113.jpg 150w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-47-39-768x576.jpg 768w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-47-39-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-47-39-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-47-39-1568x1176.jpg 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>3610 Kilometer hatten wir zur\u00fcckgelegt als wir die Stadtgrenze von Donezk erreichten. Was erwartete uns? Ein undefinierbares Gef\u00fchl \u00fcberkam uns. Eine Woche auf engsten Raum mit der Gruppe, und nun alleine in einer Gastfamilie.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-default\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"donezk\">Donezk<\/h4>\n\n\n\n<p>Fahrt durch die Stra\u00dfen von Donezk, immer dem Wagen der Gewerkschaftsvertreter folgend. Zu unserer \u00dcberraschung hingen \u00fcberall Transparente, die das <strong>Kulturfestival Ruhr &#8211; Donbass<\/strong> zweisprachig ank\u00fcndigten.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-3 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-id=\"1374\" src=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-48-30-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1374\" srcset=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-48-30-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-48-30-300x225.jpg 300w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-48-30-150x113.jpg 150w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-48-30-768x576.jpg 768w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-48-30-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-48-30-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-48-30-1568x1176.jpg 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-id=\"1375\" src=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-48-46-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1375\" srcset=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-48-46-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-48-46-300x225.jpg 300w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-48-46-150x113.jpg 150w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-48-46-768x576.jpg 768w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-48-46-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-48-46-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-48-46-1568x1176.jpg 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<p>Unser Betreuer Vladimir verabschiedete sich \u00fcber das Busmikro von uns und w\u00fcnschte uns noch ein gutes Gelingen des Kulturfestivals.<br><br>Der vorausfahrende Wagen fuhr in eine Unterf\u00fchrung. Im letzten Moment merkte Claudia, dass die Unterf\u00fchrung f\u00fcr den Bus zu niedrig war. Wir mussten zur\u00fccksetzen und einen anderen Weg nehmen. Dabei verloren wir den Wagen aus den Augen. Kurz vor der Ankunft noch bange Minuten. Doch kurz darauf hatten wir den Wagen wiedergefunden und fuhren gemeinsam zum Haus der Gewerkschaft, wo wir empfangen wurden.<br><br>Die Gastfamilien und einige Interessierte erwarteten uns schon.<br>Chaos nach dem Aussteigen. Wir umringten die anwesenden Dolmetscherinnen und Frau Erena, in der Hoffnung bald Klarheit \u00fcber die Unterbringung und die Gastfamilien zu erlangen.<br>Eine Folkloregruppe empfing uns singend mit Salz und Brot.<br>W\u00e4hrend uns Blumen \u00fcberreicht wurden, verteilte Fredi das Brot. Wir bedankten uns f\u00fcr die herzliche Begr\u00fc\u00dfung mit dem Lied <strong>Br\u00fcder zur Sonne zur Freiheit<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<p>Nach und nach wurden wir von der Dolmetscherin unseren Gastfamilien vorgestellt. Einige Familien fanden ihren Gast auch ohne Hilfe. Obwohl viele Gastfamilien nur russisch sprachen war die Verst\u00e4ndigung das geringste Problem. Die Freundlichkeit und spontane Aufnahme machte uns die Trennung von der Gruppe einfacher.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach und nach fuhren wir mit unseren Gastfamilien nach Hause, dass f\u00fcr die n\u00e4chsten Tage auch unser Zuhause sein sollte.<br>Nachdem uns die Wohnung gezeigt wurde, wurden wir Verwandten und Freunden vorgestellt. Auch wir erz\u00e4hlten von unseren Familien, schade das nicht jeder Fotos seiner Familie dabei hatte. Weiter sprachen wir \u00fcber unsere Berufe, Arbeitspl\u00e4tze und Gewerkschaftsarbeit; interessiert wurde alles ausgetauscht.<br>In den nun folgenden Tagen sollten wir immer wieder \u00fcber unsere Versorgungslage und Konsumm\u00f6glichkeiten, so wie \u00fcber die bevorstehende Wiedervereinigung erz\u00e4hlen.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-default\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"kulturfestival-ruhr-donbass\">Kulturfestival Ruhr &#8211; Donbass<\/h4>\n\n\n\n<p>Treffpunkt am Morgen des <strong>10. September<\/strong>s war der <strong>Kulturpalast Lenin<\/strong>. Hier sollten unsere Ausstellungen und Projekte aufgebaut und pr\u00e4sentiert werden.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image aligncenter size-medium is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"225\" height=\"300\" src=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-49-27-225x300.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1381\" srcset=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-49-27-225x300.jpg 225w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-49-27-768x1024.jpg 768w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-49-27-113x150.jpg 113w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-49-27-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-49-27-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-49-27-1568x2091.jpg 1568w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-49-27-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 225px) 100vw, 225px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<p>Unsere Familien brachten uns zum Treffpunkt.<br>Obwohl wir uns schon nach dem ersten Tag in den Familien wohl f\u00fchlten und wie ein Familienmitglied aufgenommen wurden, freuten wir uns die Gruppe wiederzusehen. Uns war bewu\u00dft geworden, dass wir die st\u00e4ndige Unruhe &#8211; das Gitarrenspiel von J\u00f6rg, die Rapp-Songs von Klaus, Christian und Oguz, das Lachen von Anja und Birgit oder die Ger\u00e4uschkulisse von mindestens drei verschiedenen Musikst\u00fccken aus diversen Cassettenrekordern u. v. m. &#8211; vermi\u00dften.<br>Beim Wiedersehen ging alles drunter und dr\u00fcber. Jeder wollte seine Erlebnisse als erster erz\u00e4hlen und seine Familie vorstellen. Auch die Gasteltern tauschten ihre Eindr\u00fccke aus. Die Dolmetscher versuchten vergeblich in dem Gew\u00fchl von redenden Menschen die organisatorischen Sachen f\u00fcr den Tag zu kl\u00e4ren.<br>Es wurde dann in kleinen Gruppen abgekl\u00e4rt, dass wir den gesamten Tag im Kulturpalast verbringen w\u00fcrden. Einige Gasteltern \u00e4u\u00dferten sich besorgt \u00fcber das fehlende Mittagessen. Teilweise wurden wir zum Essen abgeholt oder bekamen etwas vorbeigebracht.<br>Nachdem die organisatorischen Fragen einigerma\u00dfen gekl\u00e4rt waren, blieben wir allein im <strong>Kulturpalast Lenin<\/strong> zur\u00fcck, um mit dem Aufbau zu beginnen.<br><br>So reibungslos wie wir uns den Aufbau vorgestellt hatten, funktionierte es nicht. Wir hatten uns schon w\u00e4hrend der Vorbereitungszeit f\u00fcr die Fahrt auf einige Schwierigkeiten und unvorhergesehene Dinge eingestellt, doch vor Ort sah alles anders aus.<br>Die R\u00e4ume f\u00fcr die Projektgruppen waren noch nicht festgelegt; die Materialien und alle Utensilien waren noch im Bus oder im LKW (der eine Woche vor uns in Recklinghausen losgefahren war und unsere Materialien transportierte), so dass wir mit unserer Arbeit nicht sofort beginnen konnten. In der Zeit in der wir auf den Bus und den LKW warteten, wurden die R\u00e4umlichkeiten den Projektgruppen zugeordnet.<br><br>Nach dem Eintreffen der Materialien begannen wir mit dem eigentlichen Aufbau und den Vorbereitungen. Jeder half da mit, wo er gerade gebraucht wurde. Gemeinsam und mit vielem improvisieren f\u00fcllten wir den Kulturpalast mit Leben und unserer Kunst.<br><br>Dieser arbeitsreiche und hektische Tag war vorerst der letzte Tag, an dem unsere Gruppe vollst\u00e4ndig war. Die n\u00e4chsten Tage verbrachten wir haupts\u00e4chlich mit unseren Familien, die uns die Stadt Donezk und Umgebung, sowie auch teilweise ihren Arbeitsplatz im Bergbau zeigten.<br><br>Einige von uns arbeiteten nebenbei in der <strong>Medienwerkstatt<\/strong>, einer Videogruppe, die Filmmaterial von den Aktionen des Kulturaustausches und den Alltag in Donezk (Schule, Berufsleben usw.) sammelten, um damit eine Dokumentation der Friedensfahrt zu erstellen.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-default\"\/>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"projektgruppen\">Projektgruppen<\/h4>\n\n\n\n<p>Im folgenden stellen wir die elf Kunst- und Kulturprojekte des IGBE Bezirkes Ruhr-Nord vor, die in der Zeit vom 10.09.91 bis 16.09.91 am <strong>Kulturfestival Ruhr &#8211; Donbass<\/strong> teilnahmen.<br><br>Neben den Auftritten bei einigen Veranstaltungen (Folkloreabend, sowjetisches Fernsehen&#8230;), stellten wir unsere Projekte w\u00e4hrend dieser Zeit im Kulturpalast Lenin in Donezk aus.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"break-dance-schwarzlicht-heinrich-imig-heim\">Break-Dance\/Schwarzlicht &#8211; Heinrich-Imig-Heim<\/h3>\n\n\n\n<p>Klaus Matiodakis<br>Christian Smarslik<br>Oguz Ceylan<br><br>Die drei f\u00fchrten Break-Dance vor, sangen eigene Rapp-Songs und brachten als Discjockey&#8217;s Sondereinlagen mit scratching.<br>Dar\u00fcberhinaus zeigten sie ihre selbsterstellten Bilder im Schwarzlicht der Antiapardheid-Disco.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"anti-apartheids-disco-jugendheim-oer-erkenschwick\">Anti-Apartheids-Disco &#8211; Jugendheim Oer-Erkenschwick<\/h3>\n\n\n\n<p>Klaus Terheyden<br>Thomas Lippert<br>Andreas Ostdorf<br>Bernd Dr\u00f6se<br>Christian Kapelczak<br><br>Die Anti-Apartheid-Disco wurde mit einem Diavortrag &#8222;S\u00fcdafrika&#8220; er\u00f6ffnet. Weiterhin wurden in der Disco Lieder zu diesem Themenkomplex gespielt.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"begehbares-rohren-sampler-projekt-jugendheim-langenbochum\">Begehbares R\u00f6hren-Sampler-Projekt &#8211; Jugendheim Langenbochum<\/h3>\n\n\n\n<p>Markus Kayser<br>Stefan Plumpe<br>Olaf Malone<br><br>In einer aufblasbaren, begehbaren R\u00f6hrenskulptur wurde versucht, den Besuchern einen Eindruck vom Bergbau <strong>unter Tage<\/strong> zu vermitteln. Beim Durchgang wurden durch Bodenkontakte bergbauspezifische Ger\u00e4usche ausgel\u00f6st und h\u00f6rbar, die \u00fcber einen Musikcomputer (Sampler) gesteuert wurden.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"radio-und-videoprojekt\">Radio- und Videoprojekt<\/h3>\n\n\n\n<p>J\u00f6rg Duda (Radio<br>Hans-Joachim Henze (Video)<br>Michael Martens (Video)<br><br>J\u00f6rg sammelte <strong>O-T\u00f6ne<\/strong> um nach der Fahrt eine Reportage des Jugendkulturaustausches im Lokalrundfunk <strong>Funk im Vest<\/strong> (FiV) zu senden.<br>Hajo und Michael hielten die Friedensfahrt mit der Videokamera fest, um einen Bericht zu erstellen.<br>Zusammen mit den Teilnehmern der Medienwerkstatt wurde schon in Donezk ein Kurz-Video der Friedensfahrterstellt. Die Cassette mit beiden Videos liegt in der Bezirksleitung Ruhr-Nord zur Ausleihe.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"foto-projekt-jugendheim-rollinghausen\">Foto-Projekt &#8211; Jugendheim R\u00f6llinghausen<\/h3>\n\n\n\n<p>Birgit Sydow<br>Anja Krenz<br><br>Die beiden zeigten ihre <strong>Fotoausstellung Bergbau-Impressionen<\/strong>, die Fotos mit verschiedenen Entwicklungstechniken enthielt.<br>Von ihnen wurde die Fahrt auf vielen Fotos festge-halten, um anschlie\u00dfend in einer Dokumentation in Formeiner Ausstellung und dieses Tagebuches wiederverwand zu werden.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"trash-metall-band-jugendheim-dorsten\">Trash-Metall-Band &#8211; Jugendheim Dorsten<\/h3>\n\n\n\n<p>Dieter Backs<br>Dirk Kawinski<br>Thomas Lendzian<br>Michael Hinz<br>Thomas Haupt<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-4 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-id=\"1377\" src=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-50-10-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1377\" srcset=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-50-10-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-50-10-300x225.jpg 300w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-50-10-150x113.jpg 150w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-50-10-768x576.jpg 768w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-50-10-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-50-10-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-50-10-1568x1176.jpg 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-id=\"1378\" src=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-53-51-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1378\" srcset=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-53-51-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-53-51-300x225.jpg 300w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-53-51-150x113.jpg 150w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-53-51-768x576.jpg 768w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-53-51-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-53-51-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-53-51-1568x1176.jpg 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<figcaption class=\"blocks-gallery-caption wp-element-caption\">Dipsomania<\/figcaption><\/figure>\n\n\n\n<p>Die Gruppe <strong>Dipsomania<\/strong> bot mit ihren Auftritten dem sowjetischen Publikum eine Kostprobe der dort kaum bekannten Musikrichtung.<br>Im Anschlu\u00df an die Friedensfahrt veranstaltete die Band ein Benefizkonzert f\u00fcr die UdSSR. Der Erl\u00f6s flo\u00df in die UdSSR-Spenden-Hilfsaktion.<\/p>\n\n\n\n<h5 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h5>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"ver-und-entsorger-dmt-berufsschule-mitte\">Ver- und Entsorger &#8211; DMT Berufsschule Mitte<\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Torsten Endre\u00df<\/li>\n\n\n\n<li>Dirk Wallmeier<\/li>\n\n\n\n<li>Carsten Schmidt<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die drei stellten ihren Beruf &#8222;Ver- und Entsorger&#8220; in einer Fotoausstellung vor.<\/p>\n\n\n\n<p>W\u00e4hrend der Fahrt machten sie Gew\u00e4sserproben, die sie sp\u00e4ter auswerteten.<\/p>\n\n\n\n<p>BILD einf\u00fcgen<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"zeichnungen-motive\"><a>Zeichnungen\/Motive<\/a><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Dirk Bonikowski<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Boni gestaltete die Busfront und zeichnete die Motive f\u00fcr die Siebdruck- und Buttongruppe.<\/p>\n\n\n\n<p>BILD einf\u00fcgen<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"siebdruck-jugendheim-marl\"><a>Siebdruck &#8211; Jugendheim Marl<\/a><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>J\u00fcrgen Grunwald<\/li>\n\n\n\n<li>Thomas Daim<\/li>\n\n\n\n<li>Martin Gorgon<\/li>\n\n\n\n<li>Erg\u00fcn Kalayci<\/li>\n\n\n\n<li>K\u00f6ksal Zorlu<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Mit der Siebdruck-Technik wurden T-Shirts und Plakate mit Bergbau-Motiven bedruckt.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-gallery has-nested-images columns-default is-cropped wp-block-gallery-5 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex\">\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"768\" height=\"1024\" data-id=\"1379\" src=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-51-42-768x1024.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1379\" srcset=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-51-42-768x1024.jpg 768w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-51-42-225x300.jpg 225w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-51-42-113x150.jpg 113w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-51-42-1152x1536.jpg 1152w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-51-42-1536x2048.jpg 1536w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-51-42-1568x2091.jpg 1568w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-51-42-scaled.jpg 1920w\" sizes=\"auto, (max-width: 768px) 100vw, 768px\" \/><\/figure>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-image size-large is-style-default\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"1024\" height=\"768\" data-id=\"1380\" src=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-51-56-1024x768.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-1380\" srcset=\"https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-51-56-1024x768.jpg 1024w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-51-56-300x225.jpg 300w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-51-56-150x113.jpg 150w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-51-56-768x576.jpg 768w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-51-56-1536x1152.jpg 1536w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-51-56-2048x1536.jpg 2048w, https:\/\/wodys.net\/wp-content\/uploads\/2022\/04\/Foto-03.04.22-13-51-56-1568x1176.jpg 1568w\" sizes=\"auto, (max-width: 1024px) 100vw, 1024px\" \/><\/figure>\n<\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"buttongruppe-jugendheim-oer-erkenschwick\"><a>Buttongruppe &#8211; Jugendheim Oer-Erkenschwick<\/a><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Georg Feiertag<\/li>\n\n\n\n<li>Frank Urselmann<\/li>\n\n\n\n<li>Oliver Krawczyk<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Die Gruppe fertigte Buttons selbst an. Die Buttons konnten mit eigenen Motiven oder Kreationen gestaltetwerden, aber auch andere Motive, wie z. B. Motive der Friedensfahrt oder das Emblem, dass den hinteren Teil des Busses zierte, waren als Buttons zu haben.<\/p>\n\n\n\n<p>BILD einf\u00fcgen<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"bus\"><a>Bus<\/a><\/h3>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li>Claudia Kochanski<\/li>\n\n\n\n<li>Reiner Lorek<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Claudia und Reiner steuerten uns die lange Fahrt unfallfrei und mit viel Spa\u00df.<\/p>\n\n\n\n<p>BILD einf\u00fcgen<\/p>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\" id=\"offizielles-programm-in-donezk\"><a>Offizielles Programm in Donezk<\/a><\/h2>\n\n\n\n<p>BILD einf\u00fcgen<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"dienstag-11-september-1990\"><a>Dienstag, 11. September 1990<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>Er\u00f6ffnung des Festivals im &#8222;Kulturpalast Lenin&#8220; mit sowjetischen und deutschen K\u00fcnstler- undFolklore-gruppen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"mittwoch-12-september-1990\"><a>Mittwoch, 12. September 1990<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>Im Rahmen einer Pressekonferenz wurden unsere Projekte den anwesenden sowjetischen Gewerkschafts-kollegen undder Presse vorgestellt.<\/p>\n\n\n\n<p>Ein direkter Kontakt mit den Kulturprojekten ver-anschaulichte den Anwesenden die Intention der K\u00fcnstler.<\/p>\n\n\n\n<p>BILD einf\u00fcgen<\/p>\n\n\n\n<p>Am Abend fand im &#8222;Kulturpalast Puschkin&#8220;, gemeinsam mit den Gastfamilien, ein ukrainischer Folklore-abendstatt. Uns wurden landes\u00fcbliche Speisen, T\u00e4nze und Ges\u00e4nge geboten. Wir revanchierten uns mit deutschen Volksliedern und einer Break-Dance Einlage.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"donnerstag-13-september-1991-und-freitag-14-september-1991\"><a>Donnerstag, 13. September 1991 und Freitag, 14. September 1991<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>Unsere Gruppe fuhr mit einigen sowjetischen Ge-werkschaftskollegen f\u00fcr zwei Tage zum Assowschen Meer.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Trasher und Break-Dancer blieben in Donezk und bereiteten sich auf ihre Fernsehauftritte am Freitag vor.<\/p>\n\n\n\n<p>BILD einf\u00fcgen<\/p>\n\n\n\n<p>Wir fuhren mit einem Intourist-Bus und kamen gegen Mittag am Assowschen Meer in Novoazowskoje an.<\/p>\n\n\n\n<p>Dort wurden wir von unserem Bezirksleiter Diethard Bendrat herzlich in Empfang genommen. Er war aufEinladung des \u00f6rtlichen Gewerkschaftsrates zur Festivalwoche nach Donezk gereist.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir nutzten die Zeit, um Eindr\u00fccke und Erfahrungen auszutauschen.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz des Regens lie\u00df sich ein &#8222;harter Kern&#8220; nicht davon abhalten eine Sandburg auf sowjetischenBoden zu errichten.<\/p>\n\n\n\n<p>BILD einf\u00fcgen<\/p>\n\n\n\n<p>Gemeinsam mit den anderen Hotelg\u00e4sten veranstal-teten wir am Abend eine Disco.<\/p>\n\n\n\n<p>Am n\u00e4sten Tag erz\u00e4hlte uns Frau Erena wissenswertes \u00fcber Donezk und Umgebung. Sie berichtete \u00fcber die&amp;xnbsp; Industrialisierung, Infrastruktur, wirtschaftliche Lage, Bergbau und den Alltag in ihrer Stadt. Auch \u00fcber dieGewerkschaft wusste sie interessantes zu berichten.<\/p>\n\n\n\n<p>Am fr\u00fchen Nachmittag fuhren wir zur\u00fcck nach Donezk und wurden von unseren Familien empfangen.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\" id=\"samstag-15-september-1990\"><a>Samstag, 15. September 1990<\/a><\/h3>\n\n\n\n<p>Wir verbrachten den letzten Vormittag mit den Familien.<\/p>\n\n\n\n<p>Um 13 Uhr begannen die Abbauarbeiten im Kultur-palast Lenin. Alle Materialien mussten wiedersorg-f\u00e4ltig verpackt und in dem Bus bzw. LKW verstaut werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Anschlie\u00dfend fuhren wir gemeinsam zum Abschlu\u00dffest des Kulturfestivals Ruhr-Donbass in den Stadtparkvon Donezk.<\/p>\n\n\n\n<p>Gro\u00dfe Freude gab es beim Wiedersehen mit den Break-Dancern und Trashern, nach ihrem erfolgreichenFernsehauftritt.<\/p>\n\n\n\n<p>Neben den Darbietungen der sowjetischen und deutschen K\u00fcnstlern, vom Jungen Forum, DGB, sowie dieTrash-Metall-Band und die Break-Dance-Gruppe, fanden auch nebenbei noch zahlreiche Aktionen statt.<\/p>\n\n\n\n<p>BILD einf\u00fcgen<\/p>\n\n\n\n<p>Das Volksfest endete mit einem Feuerwerk am sp\u00e4ten Abend.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Koffer mussten noch gepackt werden und es gab noch viel Gespr\u00e4chsstoff, so dass die letzte Nacht in denFamilien, f\u00fcr viele von uns recht kurz wurde.<\/p>\n\n\n\n<p>BILD einf\u00fcgen<\/p>\n\n\n\n<p><\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading has-extra-large-font-size\" id=\"ruckfahrt\"><a>R\u00fcckfahrt<\/a><\/h1>\n\n\n\n<p>Am Sonntag, den 15. September, trafen wir uns um 7 Uhr 30 am Gewerkschaftshaus. Hier waren wir vor knapp einerWoche angekommen, und hier war auch der Ort des Abschieds. Die Stimmung war auf beiden Seiten sehr gedr\u00fcckt.<\/p>\n\n\n\n<p>Unser Bus stand schon vor dem Gewerkschaftshaus und sollte gemeinsam beladen werden.<\/p>\n\n\n\n<p>Zum Abschied machten wir noch einmal ein Gruppenfoto.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz des relativ kurzen Aufenthaltes in Donezk fiel uns allen der Abschied schwer. Jeder war mit seineneigenen Gef\u00fchlen besch\u00e4ftigt.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach und nach trennten wir uns von unseren Gastfamilien und stiegen in den Bus. Die T\u00fcren schlossen sich, wirfuhren ab, der Abschied war endg\u00fcltig.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu viel ging in den K\u00f6pfen umher, nun hatten wir unseren eigentlichen Auftrag erf\u00fcllt und es ging nachHause.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch etliche Kilometer legten wir im Bus zur\u00fcck und waren f\u00fcr die n\u00e4chsten 3 Tage wieder auf engsten Raumzusammen. Frau Erena begleitete uns noch bis Brest.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Sonntag fuhren wir in gut 13 Stunden die Strecke nach Kiew (770 Kilometer). Durch die Zeitverschiebungkonnten wir uns eine Stunde l\u00e4nger ausruhen. Wir \u00fcbernachteten in Kiew wieder im gleichen Hotel wie auf der Hinfahrt.<\/p>\n\n\n\n<p>Montag; in aller Fr\u00fche fuhren wir weiter Richtung Brest. W\u00e4hrend einer Pause in Zitamin bemerkte Fredy, dasser die Reisekasse vor den Hoteldieben zu gut versteckt hatte, so dass er die Kasse selbst vergessen hatte.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr uns hie\u00df es f\u00fcnf Stunden warten. In dieser Zeit fuhren Fredy, J\u00fcrgen und Frau Erena mit einem Taxizur\u00fcck nach Kiew und holten die Kasse. Wir nutzten den ungewollten Zwischenstop um Video-Interviews zu machten und um die Stadt zu erkundeten.<\/p>\n\n\n\n<p>BILD einf\u00fcgen<\/p>\n\n\n\n<h1 class=\"wp-block-heading has-extra-large-font-size\" id=\"bericht-uber-die-befahrung-von-zwei-schachtanlagen-in-der-udssr-von-georg-feiertag\"><a>Bericht \u00fcber die Befahrung von zwei Schachtanlagen in der UdSSR, von Georg Feiertag<\/a><\/h1>\n\n\n\n<p>Ich hatte die M\u00f6glichkeit zwei Schachtanlagen zu besichtigen, bei der einen den Tagesbetrieb, bei der anderenden Untertagebetrieb.<\/p>\n\n\n\n<p>Sowohl im \u00dcber- als auch Untertagebetrieb war auff\u00e4llig, dass moderne Maschinen und Techniken, mit starkveralteten (einige waren mehr Museumsreif), kombiniert wurden. Improvisieren war sehr oft Trumph und Ersatzteile sehr schlecht zu erhalten.<\/p>\n\n\n\n<p>Im Tagesbetrieb waren auff\u00e4llig viele Frauen besch\u00e4ftigt; als Maschinistinnen, Platzarbeiterin\u00adnen, in derWartung usw..<\/p>\n\n\n\n<p>Im Untertagebetrieb, wo ein Streckenvortrieb gezeigt wurde, stand eine moderne Teilschnittmaschine. DieF\u00f6rderb\u00e4nder, welche dieser Maschine naschgeschaltet waren, lie\u00dfen keinen Zweifel daran,<\/p>\n\n\n\n<p>a) dass sie nicht in der Lage waren, aufgrund ihrer Aufnahmekapazit\u00e4t, dass Sch\u00fcttgut abzuf\u00f6rdern.<\/p>\n\n\n\n<p>b) dass sie mehr als etliche Jahre schon benutzt wurden.<\/p>\n\n\n\n<p>Arbeitsschutzmittel und Schutzeinrichtungen lie\u00dfen sehr zu w\u00fcnschen \u00fcbrig.<\/p>\n\n\n\n<p>Folgende Arbeitsschutzmittel und Schutzeinrichtungen fehlten:<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; in den Schuhen\/Gummistiefeln waren keine Stahlkappen<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; es gab keine Handschuhe<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; Schienbein- und Kniebeinschoner waren gar fast unbekannt<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; an den Maschinen gab es keine Not-Aus Schutzeinrichtung<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; drehende Teile waren nicht abgedeckt<\/p>\n\n\n\n<p>&#8211; usw.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf die Frage, warum das so ist, erhielten wir zur Antwort: Das die Arbeitsschutzmittel sehr teuer und zweitensschlecht zu erhalten sind.<\/p>\n\n\n\n<p>Erstaunlich war, dass man die Sachen als zu kostentr\u00e4chtig ansah, doch bei der Einrichtung einer eigenen Betriebssporthalle, die als notwendig angesehen wurde, achtete man nicht auf die anfallenden Kosten.<\/p>\n\n\n\n<p>BILD einf\u00fcgen<\/p>\n\n\n\n<p>Nachdem Fredi wieder zur\u00fcck war, fuhren wir weiter. Die schlechte Stra\u00dfenlage erlaubte es nicht, dass Claudia und Reiner die verlorene Zeit wieder aufholten.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach 650 Kilometer, mit Irrfahrt durch die nebelige Nacht, kamen wir vollkommen geschafft erst gegen 3 Uhr morgens am Hotel Belarussia in Brest an.<\/p>\n\n\n\n<p>Nach knapp f\u00fcnf Stunden Schlaf, hie\u00df es aufstehen und fr\u00fchst\u00fccken. Im Hotel nutzten wir die M\u00f6glich-keit unsereletzten Rubel auszugeben, da keine sowjetische W\u00e4hrung ausgef\u00fchrt werden darf.<\/p>\n\n\n\n<p>BILD einf\u00fcgen<\/p>\n\n\n\n<p>Claudia und Reiner tankten unseren Bus noch einmal auf, w\u00e4hrend wir uns die Beine vertraten. Vor der Grenze verabschiedeten wir uns von Frau Erena, die wir alle liebgewonnen hatten.<\/p>\n\n\n\n<p>An der sowjetisch-polnischen Grenze fuhren wir mit Schrittgeschwindigkeit an der endlosen Busschlange vorbei zum Schlagbaum. Wie schon bei der Einreise verlief alles geordnet und z\u00fcgig ab. Der Bus wurde streng kontrolliert, w\u00e4hrend wir wieder zu Fu\u00df die Grenzanlagedurchschritten.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Uhren stellten wir auf die Mitteleurop\u00e4ische Zeit und verlie\u00dfen die UdSSR gegen 11 Uhr 20.<\/p>\n\n\n\n<p>Auch am polnischen Grenz\u00fcbergang klappte alles reibungslos. Wir mussten nochmals ein Transit-Visa ausf\u00fcllen und konnten dann weiterfahren. Die Reise durch Polen verlief bis auf einen Obstkauf am Stra\u00dfenrand, ohne nennenswerte St\u00f6rungen.<\/p>\n\n\n\n<h4 class=\"wp-block-heading\" id=\"bild-einfugen\">BILD einf\u00fcgen<\/h4>\n\n\n\n<p>Die \u00fcppigen Lunchpakete reichten nur bis Brest, so dass wir gezwungen waren unser &#8222;Mittagessen&#8220; inPolen in Form eines Apfels pro Mann und Frau am Stra\u00dfenrand zu kaufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wie schon am vorherigen Grenz\u00fcbergang, fuhren wir auch am polnisch-deutschen wieder an der Bus-Schlange vorbei. Wir versuchten \u00fcber die PKW-Spur nach Frankfurt\/Oder in die Bundesrepublik Deutschland einzureisen.<\/p>\n\n\n\n<p>Christian, Martin und Fredi erledigten die Zollformalit\u00e4ten. Der Zollbeamte forderte f\u00fcr eine z\u00fcgige Abfertigung eine Flasche Wodka. Es blieb uns nichts anderes \u00fcbrig als der dreisten Forderung nachzukommen. Danach verlie\u00dfen wir Polen gegen Mitternacht.<\/p>\n\n\n\n<p>An der n\u00e4chsten Tankstelle versorgten wir uns, in einem Kaufrausch, mit &#8222;West-Produkten&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Jetzt konnte es nicht mehr schnell genug gehen. Jeder wollte nach Hause.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir trafen um 8 Uhr 40 an der Bezirksleitung in Recklinghausen ein.<\/p>\n\n\n\n<p>Etwa 6.100 Kilometer hatten wir seit dem Start vor 19 Tagen zur\u00fcckgelegt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Recklingh\u00e4user Presse hielt unsere Ankunft in Bild und Text fest, Eindr\u00fccke konnten zu diesem Zeitpunkt nurbruchst\u00fcckhaft vermittelt werden. Die lange R\u00fcckfahrt war nicht spurlos an uns vor\u00fcber gegangen, doch den Bus mussten wir noch ausr\u00e4umen und entladen.<\/p>\n\n\n\n<p>Trotz der letzten strapazi\u00f6sen Stunden und der Freude wieder zu Hause zu sein, konnten wir uns nur schwer von unserer Gruppe l\u00f6sen.<\/p>\n\n\n\n<p>Es dauerte einige Zeit bis jeder die Eindr\u00fccke der Friedensfahrt verarbeitet hatten. Nach und nach wurden unsdie Erlebnisse in der Gruppe und in den Gastfamilien bewu\u00dft.<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-default\"\/>\n\n\n\n<p><a href=\"#_ftnref1\">[1]<\/a> Zum Zeitpunkt der Fahrt existierte das Staatsgebilde DDR noch.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vorwort Dieses Buch hat eine l\u00e4ngere, aber kuriose Entstehungsgeschichte, die wie alles, mit einer Idee begann.\u00dcber 20 Filme hatten wir belichtet, und kaum aus der Sowjetunion zur\u00fcckgekehrt, machten wir uns an die Arbeit.F\u00fcr eine dokumentarische Ausstellung stellten wir die Bilder zusammen und entwickelten diese.Obwohl wir w\u00e4hrend der Arbeit in der Dunkelkammer uns mehr als einmal [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":3205,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1253","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/wodys.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1253","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/wodys.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/wodys.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wodys.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wodys.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=1253"}],"version-history":[{"count":17,"href":"https:\/\/wodys.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1253\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3965,"href":"https:\/\/wodys.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/1253\/revisions\/3965"}],"up":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/wodys.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/pages\/3205"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/wodys.net\/index.php\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=1253"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}