{"id":1262,"date":"2022-02-12T21:40:33","date_gmt":"2022-02-12T20:40:33","guid":{"rendered":"https:\/\/wodys.net\/?page_id=1262"},"modified":"2022-07-13T22:17:58","modified_gmt":"2022-07-13T20:17:58","slug":"2002-cuba","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/wodys.net\/index.php\/blog\/reisetagebuecher-beus\/2002-cuba\/","title":{"rendered":"2002 Cuba"},"content":{"rendered":"\n<p>Cuba &#8211; September 2002<br>Ein Reisetagebuch<\/p>\n\n\n\n<hr class=\"wp-block-separator has-css-opacity is-style-default\"\/>\n\n\n\n<p>Hauptakteure: Birgit und Ernst<br>Veranstalter: BEUS-Reise<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Montag, 09.09.2002<\/strong><br>D\u00fcsseldorf \u2013 Madrid \u2013 Havanna<\/p>\n\n\n\n<p>In D\u00fcsseldorf eingecheckt, Ernst seine &#8222;Schlafmaschine&#8220; wurde bei der Sicherheitskontrolle genau unter die Lupe genommen. Okay, das innerste der H\u00f6llenmaschine sah schon sehr merkw\u00fcrdige aus.<br>In Madrid nach der Landung erst einmal im Duty-Free mit &#8222;lebensnotwendigen&#8220; Kleinigkeiten, wie z. B. Schokolade, Tabak und &#8222;Duftw\u00e4sserchen f\u00fcr den Herrn&#8220; eingedeckt.<br>Den Flieger in letzter Sekunde erreicht. Zum ersten mal sind wir schon von weitem freundlichst zum Flugzeug gewunken worden.<br>Ankunft in Havanna: 09.09.2002 (Ortsdatum\/-zeit), bei uns daheim ist schon der 10. September.<br>Mit einem Taxi sind wird zu unserer Unterkunft gefahren und konnten erste Eindr\u00fccke \u00fcber die Verkehrsbedingungen sammeln. Hupen ist wichtig, immer da fahren, wo gerade Platz ist, dem anderen Geschlecht freundlich hinterher schauen.<br>&#8222;La casa particular es muy bonita!&#8220; <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dienstag, 10.09.2002<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>09:00 Uhr aufstehen und fr\u00fchst\u00fccken. Mit Marita erst mal alles organisatorisches gekl\u00e4rt (Reisep\u00e4sse&#8230;). Marita gibt uns f\u00fcr den ersten Tag ein paar Tipps f\u00fcr Havanna.<br>Wir entschlossen uns daf\u00fcr, erst einmal alles per pedes zu erforschen. Die Universit\u00e4t. Erster Besuch am <strong>Malec\u00f3n<\/strong>.<br>&#8222;Die braun gebrannten Jungs waren klasse, per Anhalter; die M\u00e4dels wurden nicht mitgenommen&#8220; Wenn Ernesto gefahren w\u00e4re, ER h\u00e4tte sie mitgenommen. Die Felsenspringer von Acapulco \u2013 \u00e4h \u2013 Havanna.<br>La Coppelia \u2013 leider die Touri-Version; das bedeutet, das wir draussen Eis geschleckt haben &#8211; zu Dollarpreisen<br>Abends noch schnell mal einkaufen im Supermarkt &#8222;Rapido&#8220;, die ersten &#8222;Drinks&#8220; \u2013 Cuba libre \u2013 no fr\u00edo<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mittwoch, 11.09.2002<\/strong><br>Havanna Altstadt<\/p>\n\n\n\n<p>Bis 12:00 Uhr auf &#8222;unserer&#8220; Veranda rum gel\u00fcmmelt; Zu Fu\u00df Richtung <strong>Paseo<\/strong> und mit dem Taxi in die Altstadt.<br>Von Trompete+Gitarre \u00fcberfallen, es war warm wie Sau<br>In einer Eckkneipe bei Mojito in Salsa-Band als Applaus-Animateure aufgenommen; nach dem zweiten Mojito verschieben wir das Tagebuch schreiben auf sp\u00e4ter, k\u00f6nnte unleserlich werden)<br>sp\u00e4ter stellte sich heraus: Es waren mehr als zwei Mojito! und meine Schrift w\u00e4re nicht mehr zu entziffern gewesen ;-)))<br>Old Hemmingway im vorbeigehen besucht (el bogadito), Touri-Foto gemacht<\/p>\n\n\n\n<p>Ernst sein Traum wurde war: Coco-Taxi (Moscito) gefahren. Als Fahrer hatte Ernst sich eine h\u00fcbsche, nette Frau gew\u00fcnscht&#8230;.. und wie es sich geh\u00f6rt, auch bekommen.<\/p>\n\n\n\n<p>Abends zum essen in ein &#8222;Paladar&#8220; (privates Restaurant) gegangen. Anschliessend f\u00fcr \u00bd Stunde aufs Bett gelegt, morgens um 8 Uhr wach geworden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Donnerstag, 12.09.2002<\/strong><br>8 Uhr aufgestanden, Koffer gepackt, gefr\u00fchst\u00fcckt, drei Stunden auf der Veranda rumgel\u00fcmmelt, &#8222;zig&#8220; gute Adressen f\u00fcr <strong>Casas particulares<\/strong> von Marita mitbekommen, sowie einen ganzen Haufen guter Tipps f\u00fcr die geplante Rundreise.<\/p>\n\n\n\n<p>F\u00fcr 12 Uhr war unser Taxi bestellt. &#8211; Das Taxi war viel zu klein f\u00fcr unsere ganzen &#8222;Pl\u00f6rren&#8220;. Wir mussten zu unserem Autovermieter nach &#8222;Villa Panamericana&#8220;. Auf der angegebenen Stra\u00dfe war nichts zu finden. Unser Taxifahrer hat im Hotel nachgefragt =&gt; kein Ergebnis, keine Ahnung.<br>Auf gut Gl\u00fcck, die erste Autovermietung angefahren und nachgefragt. BINGO -\u2013gefunden. Den ersten Schock hatten wir verkraftet.<\/p>\n\n\n\n<p>Den Leihwagen mit ca. 27 Litern \u2013 bei 47 Liter Tankinhalt \u2013 \u00fcbernommen. Erst einmal ge\u00fcbt wie man mit einem Automatik Wagen f\u00e4hrt, bremst und dabei nicht die Insassen aus dem Fenster schleudert oder anschliessend innen von der Windschutzscheibe kratzen muss.<\/p>\n\n\n\n<p>Anschliessend die <strong>Autopista No. Uno<\/strong> gesucht, nicht gefunden, wollten \u00fcber die Berge kreuzen, nach 200 km Bergtour wieder dort rausgekommen, wo wir los sind.<br>Polizisten gefragt, endlich die Autopista &#8222;Numero Uno&#8220; gefunden und LOS! &#8211; Nach exakt 270 km: rumpelt es, t\u00f6ff-t\u00f6ff, nichts geht mehr.<\/p>\n\n\n\n<p>Kein Benzin mehr! Das hat man davon, wenn man nicht sofort volltankt und die Stra\u00dfenbeschilderung fehlt.<br>Ahnungs- und hilflos, mitten im Nirgendwo, sind wir am Stra\u00dfenrand gestrandet. &#8211; Watt nu?<\/p>\n\n\n\n<p>Vorbeikommenden Fahrzeugen zuzuwinken, war nicht so der Bringer. Aber,&#8230; Auf der gegen\u00fcberliegenden Seite kommt ein Auto, wendet \u00fcber die Grasnarbe (wie fr\u00fcher inner DDR) f\u00e4hrt zu uns ran und erkundigt sich was los ist.<\/p>\n\n\n\n<p>Mit Hilfe von unseren spanisch und englisch Kenntnissen und viel von der internationalen Sprache &#8222;H\u00e4nde und F\u00fc\u00dfe&#8220; den beiden Cubanern und der Cubanerin erkl\u00e4rt &#8222;watt los is&#8220;.<br>Frage der Cubaner: &#8222;Habt ihr einen Diesel?&#8220; \u2013 &#8222;Nein. Benziner&#8220; &#8211; &#8222;Kein Problem, dann fahre ich euch Benzin holen&#8220; sagte der eine Cubaner, stieg in sein Auto und fuhr los. Bei Zigaretten und Dosenbier erkl\u00e4rte uns der andere Cubaner, das die n\u00e4chste Tankstelle 30 km entfernt ist. Aber kein Problem f\u00fcr die Cubaner. Kaum war er wieder da, folgte die Bef\u00fcllung unseres Wagens eine herzliche Verabschiedung und wir fuhren weiter.<\/p>\n\n\n\n<p>Die n\u00e4chste Tanke war dann unsere!!!! Mit vollem Tank, aber weit hinter unserem Zeitlimit machten wir uns auf den Weg nach <strong>Playa Gir\u00f3n<\/strong>.<\/p>\n\n\n\n<ol class=\"wp-block-list\"><li>Fahre nie, wenn es dunkel ist<\/li><li>Muss du irgendwohin, sch&#8230; auf 1.<\/li><\/ol>\n\n\n\n<p>Dank Maritas umfangreicher Sammlung privater Unterk\u00fcnfte haben wir eine nette Unterkunft gefunden.<br>Hola! Hier ist euer Zimmer, habt ihr Hunger? Es gab leckeren Fisch, Salat, Reis und Bohnen-So\u00dfe mit &#8222;Hot-Stuff-Original&#8220;, dazu Cristal Bier und Zigis. Wie sich sp\u00e4ter herausstellte hatte unsere Unterkunft 3 Klima Zonen:<br>K\u00fchlschranktemperatur im Schlafraum, einen Hau-um-Vorraum mit ca. 50 Grad und eine Saune mit eingebauter Dusche.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Freitag, 13.09.2002<\/strong><br>Playa Giron<\/p>\n\n\n\n<p>Endlich! Nach all dem Schlamassel ein ruhiger Tag. Jetzt wurde uns bewusst, &#8222;gestern&#8220; war in Good-Old-Germany schon Freitag-der-13te, als wir sozusagen &#8222;auf der Strecke geblieben sind&#8220;.<\/p>\n\n\n\n<p>Im <strong>Nationalpark Zapata<\/strong> Krokodile, tauchende Fischer, Seerosen, Truthahngeier und &#8222;komische&#8220; B\u00e4ume gesehen. Die F\u00fc\u00dfe erstmals ins badewannen-warme Sumpfwasser gesteckt. E. der Gro\u00dfwildj\u00e4ger hat einen Fisch gefangen &#8211; hihihi &#8211; bestimmt soooo gro\u00df (3 cm???).<\/p>\n\n\n\n<p>Das karibische Meer begr\u00fcsste uns mit seiner Farbenvielfalt in Bernstein, T\u00fcrkis und Aquamarin-blau und-gr\u00fcn. An wundersch\u00f6nen Naturstr\u00e4nden in und vor der Schweinebucht probierten wir das Wasser aus. &#8211; OK, danach mussten wir einen Geheimtipp gegen Sonnenbrand mehr als reichlich ausprobieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Sprit von &#8222;privat&#8220; erstanden, f\u00fcr 20 US$<\/p>\n\n\n\n<p>Abends waren wir wieder in Playa Gir\u00f3n. Unser K\u00fchlschrank &#8211; \u00e4h &#8211; Schlafraum war entfrostet. Das war der erste Stromausfall auf Cuba, den wir miterlebten (es war auch nicht der letzte). Kein Luftzug, schweineheiss &#8211; lag wahrscheinlich daran, das die Schweinebucht nicht weit entfernt war &#8211; unsere Gastgeber sagten, das wir es uns auf der Veranda im &#8222;<strong>el balance<\/strong>&#8220; gem\u00fctlich machen sollten. Es folgte ein Angriff von Killermoskitos, in 14 Sekunden 47 M\u00fcckenstiche, Ernst r\u00fcstete zum Gegenangriff auf &#8211; Bayer l\u00e4\u00dft gr\u00fc\u00dfen &#8211; Autan wirkt wunder.<\/p>\n\n\n\n<p>Endlich ist der Strom wieder da. Sofort f\u00e4ngt Viktoria an, den bestellten Loopster, zu kochen. Dazu gab es wieder die Bohnenso\u00dfe, diesmal mit Nudeln drin. Sollte es vielleicht eine Vorsuppe sein? Egal, schmeckte auch als So\u00dfe mit Reis.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Samstag, 14.09.2002<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Abfahrt von Playa Gir\u00f3n und ab auf den Weg Richtung <strong>Cienfuegos<\/strong>. Zum ersten mal haben wir den richtigen Weg auf anhieb gefunden. Einen netten Cubaner mitgenommen, der uns nochmals den Weg zeigte.<\/p>\n\n\n\n<p>An einer Wegkreuzung einen cubanischen Mutantenochsen fotografiert. Ernst weigerte sich, sich daneben zu stellen. Das Vieh hatte mind. 2 m Schulterh\u00f6he. Unsere erste <strong>Cohiba<\/strong> im Auto geraucht, durch weitl\u00e4ufige Bananenplantagen gefahren, cubanische Cowboys und schwer beladene achtsp\u00e4nnige Ochsenkarren gesehen. Zu fotografieren hatten wir keine Zeit und wir sagten uns, das uns sowas noch hundertmal begegnen w\u00fcrde. Von wegen!!! Das war\u00b4s!!!<br>In Cienfuegos von netten Cubanern zu einer Wechselstube (la cambia) gebracht worden. Wir teilten uns. Ich stand an der Wechselstube &#8211; in der Dollarreihe &#8211; an und Ernst ging zur\u00fcck zum Wagen<br>Nach einer halben Stunde anstehen musste ich feststellen das ohne Passaporte nichts geht. V\u00f6llig stinkig zur\u00fcck zum Auto. Mein Leid geklagt. Rollentausch. Ernst stellt sich an, ich habe Zeit zum fotografieren.<\/p>\n\n\n\n<p>Ernst lernt in der Schlange Hector kennen. Hector ist Englischlehrer, ein total lieber + netter Typ. Wir beschliessen in eine Eisdiele zu gehen, Hector liebt genau wie wir Schokoladeneis \u00fcber alles. Er erz\u00e4hlt aus seinem Leben vor, w\u00e4hrend und nach der Revolution.<br>Bevor wir uns verabschieden schenken wir Hector noch unser Seifenvorkommen &#8211; Seife ist in Cienfuegos sehr schlecht zu bekommen und somit nicht nur Mangelware, sondern auch sehr wertvoll als Tauschware.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf den Weg aus der Stadt hinaus freuen wir uns, eine Stadt mit Hinweisschildern!!! Hier gehts nach <strong>Trinidad<\/strong>! Zwei Kreuzungen weiter, waren die Schilder wieder Mangelware.<br>An einer Hauptkreuzung zwei Jungs mitgenommen, die nach Hause nach Trinidad wollten. Bloss nicht sofort! Die beiden zeigten uns die besten Off-Road-Strecken im Gebirge zwischen Cienfuegos und Trinidad. Ger\u00f6ll- , Matsch- und 50%-Steigungsstrecken. Die beiden hatten wohl soviel Spass daran, das sie uns zwei Stunden durch die Berge und im Kreis fahren liessen.<\/p>\n\n\n\n<p>Endlich in Trinidad angekommen, haben wir auch relativ schnell das Casa particulare von &#8222;Betty&#8220; gefunden. Tolles Haus mit super tollem Innenhofgarten. Abends ging es zum essen &#8211; in Schlappen und ohne Geld &#8211; in ein privates Restaurant. Uups! Aber egal, wir haben dann sp\u00e4ter bezahlt, nachdem wir unseren Dollarmangel erkl\u00e4rt hatten. Sp\u00e4ter &#8211; bei warmen &#8211; cuba libres haben wir gut dar\u00fcber gelacht. Typisch BEUS!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sonntag, 15.09.2002<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Von Trinidad aus ging es erst mal wieder ein St\u00fcck zur\u00fcck Richtung Cienfuegos, diesmal auf der K\u00fcstenstra\u00dfe. Wir wollten einen Botanischen Garten besuchen. Im Botanischen Garten sind wir von Schattenstelle zu Schattenstelle &#8222;geh\u00fcpft&#8220;. In der Sonne war es unertr\u00e4glich warm.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Abend sind wir in Trinidad auf Fotosafari gegangen. Die untergehende Sonne lie\u00df die Farben der H\u00e4user warm wiederstrahlen.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir hatten unterwegs einen kleinen Snack genommen. Wegen Stromausfall fiel dann auch das Abendessen aus. In einer Ruine war eine kleine Bar eingerichtet worden, dort nahmen wir noch zwei kleine Absacker ein und genossen bei Mondlicht den Sternenhimmel.<\/p>\n\n\n\n<p>Um ca. 21:30 Uhr lagen wir in der Koje und haben tief und &#8222;schwitzig&#8220; geschlafen (Ohne Strom = keine Klimaanlage). Ab 24 Uhr gab es auch in Trinidad wieder Strom.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Montag, 16.09.2002<\/strong><br>Abreise und Abschied von Trinidad und Betty<\/p>\n\n\n\n<p>Wir machten noch einen kleinen Abstecher ins Internet-Caf\u00e9 und ab ging es \u00fcber <strong>Sancti Spiritus<\/strong> (hier war die Strecke ganz sch\u00f6n eint\u00f6nig und Biggi durfte fahren) &#8211; <strong>Carmag\u00fcey<\/strong> &#8211; <strong>Las Tucas<\/strong> nach <strong>Bayamo<\/strong>.<br>Hier wurden wir von Ram\u00f3n &#8211; dem Organisator der Stadt &#8211; erwartet.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Dienstag, 17.09.2002<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Von <strong>Bayamo<\/strong> ein St\u00fcck zur\u00fcck nach <strong>Las Tunas<\/strong> (ca. 20 km), dann Richtung <strong>Monzanillo<\/strong>. Hier haben wir ca. 5mal eine Stadtrundfahrt gemacht &#8211; sehr sch\u00f6ne Wohngegend &#8211; irgendwann haben wir dann intuitiv den richtigen Weg gefunden.<br>K\u00fcstenstra\u00dfe gefahren &#8211; total toll &#8211; quer durch die Berge bei Regen (die Sonne meidet mich) &#8211; dann ca. 200 km K\u00fcstenstra\u00dfe an der s\u00fcdl. K\u00fcste von Cuba &#8211; Steink\u00fcste mit schwarzem Strand<br>In <strong>Santiago de Cuba<\/strong> direkt von &#8222;Schmeissfliegen&#8220; angeflogen worden &#8211; sehr l\u00e4stig, da half auch kein deutliches NEIN-DANKE! Dies f\u00fchrte zu unserem Entschluss nur eine Nacht zubleiben.<br>Untergekommen snd wir bei Edgardo (Strohwitwer) und seinem Bruder Carlos. Lecker Rum + Bier getrunken anstatt Abendessen. Ich war ganz sch\u00f6n lecker tralala<br>Und fuhr besser als Ernst um die L\u00f6cher rum &#8211; vor dem Tralala &#8211; die in der Stra\u00dfe versteckt waren.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mittwoch, 18.09.2002<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>An diesem Tag hatten wir die Grenze von Cuba erreicht. Ca. 50 km \u00f6stlich von Santiago de Cuba beendete erstmalig ein Schlagbaum unser Weiterkommen. Wir mussten zur\u00fcck nach Stg. de Cuba und uns einen neuen Weg nach <strong>Guantanamo<\/strong> suchen. Wieder das Problem mit der <strong><em>Autopista National<\/em><\/strong> und den Abfahrten. Aber ortskundig wie wir sind, kein Problem. Ernst bekam seine Erste Verwarnung von einem Autobahnpolizisten. Zu schnelles fahren auf der Autopista. Polizisten sind doch \u00fcberall gleich, cool und unwiderstehlich!!!<br>Dreimal sind wir durch Guantanamo gekreuzt. Wie immer auf der suche nach einer Ausschilderung, oder einem Weg in die Richtige Himmelsrichtung. Und wie immer mussten wir zum Schluss feststellen, der erste Gedanke ist immer der beste. (Sch.. -fahrradfahrer, ich hasse sie)<br>Durch K\u00fcstengebiet, W\u00fcste und \u00fcber das Gebirge nach <strong>Baracoa<\/strong>.<br>als wir Baracoa erreichten, war es wieder einmal Nacht. (Ernst konnte Fahrradfahrer auch nicht mehr leiden &#8211; nachts, dunkel, keine Beleuchtung weit und breit und pl\u00f6tzlich ein Rudel Pedalenritter &#8211; auch ohne Beleuchtung)<br>Die Adresse unserer n\u00e4chsten Empfehlung gefunden &#8211; bei &#8222;Walter&#8220; &#8211; den Laden schmiss seine Frau. Leider war das Casa schon voll belegt. Die Vermieterin machte sich auf die Suche nach einer Unterkunft f\u00fcr uns (das ist das sch\u00f6ne an dieser Art des Reisens, ist das eine Casa particular besetzt, setzen sich die Vermieter untereinander in Verbindung und suchen einen freien Platz). Doch das gestaltete sich sehr schwierig, Baracoa wurde inzwischen bei Individualreisenden als Geheimtipp gehandelt. Es fand sich eine Unterkunft. Bei der Besichtigung passierte das, was wir schon kannten &#8211; Stromausfall. Egal, im Licht der Riesigen Batteriebetriebenen Lampe &#8211; geile Erfindung &#8211; sah das Haus &#8211; ein ganzes Haus mit Veranda f\u00fcr uns &#8211; passabel aus.<br>Wir gingen als erstes was essen bei &#8222;Walter&#8220;. Wir waren soooo kaputt das wir unsere Pl\u00f6rren nur noch ins Haus schafften und dann ins Bett gefallen sind.<br>Die Stories dieser Nacht schreibe ich sp\u00e4ter auf&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Do, 19.09.2002<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>&#8222;Gefreckt!!!&#8220; Volle \u00f6lle inne Sch&#8230;. gepackt. Wir packten unsere Sachen, hatten gar keinen Hunger auf unser Fr\u00fchst\u00fcck, bezahlten, versuchten der netten Gastgeberin zu erkl\u00e4ren was sie evtl. verbessern konnte und machten uns auf den Weg. Nur weg!!!! &#8211; Toller Geheimtipp!!!<\/p>\n\n\n\n<p>Im Wagen \u00fcberlegten wir uns, das wir so wie wir waren erst einmal Wasser ben\u00f6tigten. In der N\u00e4he von Baracoa sollte es einen wundersch\u00f6nen Strand geben, dort wollten wir hin. Doch alles schien sich gegen uns verschworen zu haben. Einbahnstra\u00dfe &#8211; Fahrr\u00e4der ohne Ende &#8211; 50 km f\u00fcr die &#8222;Fott&#8220; gefahren &#8211; gedreht &#8211; gesucht &#8211; gedreht &#8211; GEFUNDEN. Endlich war das Gl\u00fcck uns wieder hold.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Reisef\u00fchrer hatte nicht gelogen&#8230; ein toller Strand &#8211; &#8222;Karibik pur&#8220;, nichts wie ab ins Wasser und das unangenehme Gef\u00fchl loswerden. Danach haben wir nur noch Strand, Wasser, Sonne und das Leben genossen. eine Zigarre geraucht!<br><strong><em>!Hola! die Waldfee<\/em><\/strong>, danach ging es zur\u00fcck nach Baracoa. Das w\u00e4re doch gelacht.<br>Wir begaben uns wieder auf die Suche nach einem Casa particulare, die Adressen die wir hatten gen\u00fcgten unseren Anspr\u00fcchen nicht oder waren schon besetzt. Zur\u00fcck zur &#8222;Stadteinfahrt&#8220;. Als wir in der vergangenen Nacht nach Baracoa gekommen sind ist mir eine Privatunterkunft aufgefallen, die wollten wir nun suchen.<\/p>\n\n\n\n<p>Das Auge isst mit! Super Haus &#8211; einfach ein Gl\u00fccksgriff &#8211; direkt am Meer. <\/p>\n\n\n\n<p>Als erstes &#8211; nach dem Bezug unseres Zimmers &#8211; haben wir unseren Auftrag ausgef\u00fchrt. <strong><em>Die Brille f\u00fcr Erikson abgeliefert! <\/em><\/strong>Ich hatte Pipi inne Augen! Da bringt man eine Brille vorbei und macht eine ganze Familie gl\u00fccklich.<\/p>\n\n\n\n<p>Wieso &#8211; warum &#8211; weshalb??? &#8211; wird noch ausgef\u00fchrt, aber sp\u00e4ter nach diesem Grobentwurf.<\/p>\n\n\n\n<p>Anschliessend waren wir noch in der &#8222;Stadt&#8220;, haben einen Mojito getrunken, der erste &#8222;Kr\u00e4ftige-M\u00e4nner-Fanclub&#8220; von Cuba wurde jauchzend ausgerufen.<\/p>\n\n\n\n<p>Anschliessend noch unseren Hausstrand besucht, zu Abend gegessen und festgestellt das Baracoa immer eine Reise wert ist. Salud!<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nachtrag<\/strong>: Kulturelle Kontinentalverschiebungen zwischen Cuba und Australien festgestellt! Stammestreffen in Baracoa. Wir waren auch dabei!!! \ud83d\ude09<br>Wir hatten so einen fetten Sonnenbrand von unserem ersten Strandtag, das wir uns mit Charleens Wei\u00dfer Neurodermitiscreme eingeschmiert hatten und aussahen wie Aboriginis.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fr, 20.09.2002<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Vor dem Wecker wach geworden. Auf dem &#8222;romantischen Hochsitz&#8220; \u00fcber den D\u00e4chern des Hauses beim Sonnenaufgang Karten geschrieben. Nach einem super-leckeren Fr\u00fchst\u00fcck mit Ei-Garage zu Erikson gefahren und seinen Brief f\u00fcr Deutschland abgeholt.<\/p>\n\n\n\n<p>Weiter ging es Richtung <strong>Moa<\/strong> &#8211; es war eine Teststrecke vor Offroader, Schlagloch neben Schlagloch (Auzug aus Marco Polo Kuba: &#8222;&#8230;Die Fahrt nach Moa geh\u00f6rt zu den landschaftlich attraktivsten Strecken Kubas &#8211; leider sind etwa 70 km Schotterstra\u00dfe,[&#8230;], nur etwa 40 km\/h fahren kann.) Klaro doch, wenn man einen Audi A3 gemietet hat, unser Motto war und bleibt: &#8222;Wenn er datt nich mag, h\u00e4tte er kein Auto werden d\u00fcrfen!!!&#8220;<\/p>\n\n\n\n<p>Industriegebiet durchfahren, Schwefel pur quol aus den \u00dcberlandleitungen die quer durch die Stadt f\u00fchrten und die Schlote rauchten grosse, dicke gelbe Wolken.<\/p>\n\n\n\n<p>Aus Zeitgr\u00fcnden mussten wir unsere geplante Strecke etwas verk\u00fcrzen, wir machten noch einen Abstecher Richtung <strong>Guardalavaca<\/strong> nach <strong>Bariay Parque Monumento Nacional<\/strong>, Monument zur Erinnerung an den 29. Oktober 1492, als Kolumbus erstmals cubanischen Boden betrat, 1992 entstanden. Auf dem R\u00fcckweg aus dem tausend-billionen-M\u00fcckengebiet (punkt sechs Uhr erfolgte die Attacke) haben wir uns verfahren &#8211; was auch sonst. Da hatten uns die Cubaner doch tats\u00e4chlich alle Stra\u00dfen weggemopst (zwei hatten sie uns gelassen, hihihi).<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die n\u00e4chste Lektion:<\/strong> wenn man nach den Weg fragt, nicht erst die Frage stellen, total falsch. !Hola, Senor! Donde est\u00e1 la\/las\/el\/los sowieso? <strong>FALSCH!<\/strong> Man wird einfach \u00fcberfordert, besonders wenn man versucht mit drei Brocken Schulspanisch cubanisch zu verstehen. &#8211; Also, erst einmal langsam einleiten: !Hola! Perd\u00f3n senor, yo hablo sol\u00f3 un poquocito espaniol. &#8211; donde est\u00e1&#8230; &#8211; das klappt, und man kommt mit den -antworten auch besser klar, die sind dann kurz und knapp und Sprache und Gestik sind leicht nach zu verfolgen<\/p>\n\n\n\n<p>Nach mehrmaligen nachfragen haben wir dann den richtigen und schnellen Weg Richtung <strong>Holg\u00fain<\/strong> genommen.<br>Als wir ankamen war es mal wieder dunkel. Auf den D\u00f6rfern verfahren wir uns, in den St\u00e4dten haben fast immer eine Punktlandung hingelegt. Man muss halt als erstes das jeweilige Einbahnstra\u00dfensystem der jeweiligen Stadt verstehen, danach kann man da bestimmt blind fahren.<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Adresse f\u00fcr das Casa war leider schon etwas \u00e4lter. Da es sich f\u00fcr die Besitzerin nicht mehr rentiert hatte &#8211; Lizenzgeb\u00fchren, Steuern usw. &#8211; hatte sie ihre Lizenz zur\u00fcckgegeben. Obwohl das Haus von aussen aussah wie ein Verlies, war es traumhaft sch\u00f6n als man durch die hohen Holztore in den offenen Innenbereich mit Springbrunnen, einer ganzen Galerie von Schaukelst\u00fchlen und gefliesten W\u00e4nden und B\u00f6den eintrat. Die Hausherrin besorgte uns aber eine offizielle Unterkunft. Die war sehr typisch, die Hausherrin wohnte im hinteren Teil des Hauses und vermietete den vorderen Teil, Wohnzimmer, K\u00fcche, Bad und Schlafraum. Wir hatten ein &#8222;Bett-Syndrom&#8220;, als erstes wurde das Bett getestet (wenn man einmal Stroh hatte&#8230;), danach ging es in die Stadt zum essen. <\/p>\n\n\n\n<p>Das Erlebnis sollte man dann doch gemacht haben, Ensalada a la chef = frisch geriebenes Kraut. Zum ersten mal haben wir ein Restaurant besucht. <\/p>\n\n\n\n<p>Anschliessend in den Park gesetzt und einfach nur das Leben an uns vorbeiziehen lassen.<br>Aah! Das wichtigste vergessen, wir haben unsere ersten &#8222;richtigen&#8220; Zigarren geraucht!!! 2 St\u00fcck f\u00fcr 7,80 $ (2x Romeo + 2xJulieta)<br><strong>und w\u00e4hrend ich hier sitze, den Text &#8222;runterhacke&#8220;, dabei eine Montechristo geniesse, gedankenverloren Ringe in die Luft blase &#8211; Segelschiffe sind zu schwierig &#8211; f\u00e4llt mir nur ein: I hold the picture deep inside my heart<\/strong> <\/p>\n\n\n\n<p><strong>Sa, 21.09.2002<\/strong><br>Hormonumstellung!<\/p>\n\n\n\n<p>Von <strong>Holg\u00fain<\/strong> nach <strong>Mor\u00f3n<\/strong>, \u00fcber <strong>Tunas<\/strong> &#8211; <strong>Camag\u00fcey<\/strong> &#8211; <strong>Avila<\/strong><br>Vor Carmag\u00fcey haben wir versucht die Stra\u00dfe zur K\u00fcste zu finden, wir wollten an der K\u00fcste entlang fahren. Nach Norden gefahren das Kalkflussbett gesucht. Ohne Erfolg. Auf dem R\u00fcckweg Anhalter mitgenommen, die uns den Weg nach Camag\u00fcey gezeigt haben.<br>Ankunft in Mor\u00f3n vor Einbruch der Dunkelheit!<\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Unterkunft haben wir sehr schnell gefunden, doch auch hier war alles voll. Mit Castro eine Ersatzunterkunft gesucht. Die erste M\u00f6glichkeit war besetzt, die zweite M\u00f6glichkeit war ein riesiger Wohnsilo, die dritte M\u00f6glichkeit war besetzt, da blieb nur noch die vierte M\u00f6glichkeit bei seiner Cousine. Die hatte eine Lizenz und Platz, gelobt sei die Familie.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Unterbringung war gut, <strong>Gina+Roberto<\/strong> waren mehr als gastfreundlich, dazu kam das Gina uns am Abend nur eine Kleinigkeit machen k\u00f6nnte da sie ja so gar nicht vorbereitet war. ICH KONNTE DANACH NICHT MEHR!!!!! Das Essen bestand aus mehreren &#8222;G\u00e4ngen&#8220; in Massen. Damit uns beim Essen nicht langweilig wurde, setzte Gina sich dazu und erz\u00e4hlte. Das waren witzige Gespr\u00e4che, mit H\u00e4nden und F\u00fcssen in einem spanisch-cubanisch-englischen Kauderwelsch, doch wir lernten sehr viel \u00fcber die Gegend, die Lebensweise, Familiengeschichte, Berufe und Jobs von Gina und Roberto.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>So, 22.09.2002<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Oh-Oh! In Alemana sind Wahlen. Kurz bevor die Wahllokale schliessen erreichen wir auf <strong>Cayo Coco<\/strong> den <strong>Playa Pilar<\/strong> &#8211; ganz am Ende der <strong>Cayo Guillermo<\/strong>. So einen Sand habe ich bisher noch nicht gesehen, das Wasser war direkt am Strand glasklar, ging dann langsam in einen immer dunkler werdenden t\u00fcrkis-Ton \u00fcber, gefolgt von den verschiednen aquamarin-blaut\u00f6nen.<\/p>\n\n\n\n<p>Am Himmel brauten sich Gewitterwolken zusammen<br>Ich kann \u00fcbers Wasser laufen!<br><\/p>\n\n\n\n<p>urz vor dem grossen Regen und der M\u00fcckenplage (Punkt 18 Uhr kommen die Mistvieher) haben wir den Heimweg nach Mor\u00f3n angetreten. Zwischen dem dunklen Blau des Meeres und dem blau-grauen Gewitterwolken konnte man einen langen, breiten rosa Streifen erkennen &#8211; tausende von Flamingos.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Festland hatte es den ganzen Tag geregnet &#8211; das waren die Ausl\u00e4ufer des Tornados der im September auf Cuba tobte.<\/p>\n\n\n\n<p>Da Gina Geburtstag hatte &#8211; wir wussten von nichts &#8211; gab es am Abend unseren ersten echten cubanischen Kuchen, super s\u00fcss. Wir haben dann abends bei selbst gemachten <strong>Daiquiri<\/strong> ein cubanisches W\u00fcrfelspiel gelernt, und eine Piano Performance eingelegt.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mo, 23.09.2002<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Fr\u00fch aufgestanden, zur Bank, k\u00f6niglich gefr\u00fchst\u00fcckt, Koffer gepackt und nach einer sehr herzlichen Verabschiedung von Gina und Roberto brachen wir auf um nach hause zu fahren, zur\u00fcck nach Havanna!<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollten eine andere Strecke zur\u00fcckfahren als wir gekommen waren, in der Cuba Karte war eine gr\u00fcne Strecke eingezeichnet, dies bedeutete landschaftlich besonders reizvoll. Da wir der Meinung waren, das die Hinstrecke nicht als besonders reizvoll gelten konnte, musste es noch eine Stra\u00dfe geben (falsch gedacht). Auf der Suche nach dieser &#8222;neuen&#8220; Strecke kamen wir in unsere erste Verkehrskontrolle. Hier wurde kontrolliert woher wir kamen, wohin wir wollten, wo wir waren.<\/p>\n\n\n\n<p>Warum? Da stecken politische Gr\u00fcnde hinter. Touristen &#8222;wohnen&#8220; meistens in Hotels, seit der Liberalisierung von Kleinunternehmertum (ca ab 1995) und die M\u00f6glichkeit privat zu wohnen, muss jeder Vermieter, die Daten seiner G\u00e4ste (Reisepass-Nr., Personalien) in ein &#8222;G\u00e4stebuch&#8220; eintragen. Hiernach wird abgerechnet und es kann nachvollzogen werden, ob man l\u00fcckenlos unterwegs war.<\/p>\n\n\n\n<p>Man wird es nicht glauben, wir haben uns verfahren, obwohl das kaum ging, bei nur einer Stra\u00dfe, aber wir wollten nicht umdrehen. Das war eine Offroad Strecke! Wir sind ca. 70 km durch Zuckerrohrfelder gefahren, die Stra\u00dfe verwandelte sich in einem verschlammten rostbraunen Feldweg (gestern hatte es den ganzen Tag geregnet), in einer riesigen Wasserkuhle w\u00e4ren wir fast steckengeblieben, der Schlamm stand bis zu den T\u00fcrschwellen.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach ging es \u00fcber <strong>Santa Clara<\/strong>, hier haben wir das Che Monument besucht, Richtung Havanna weiter. Auf der Autopista h\u00e4tten wir fast einen Unfall gehabt, da ein Oldtimerfahrer am Lenker weggenickt war. In Havanna standen wir fast eine halbe Stunde vor einer Ampel, aus einer Beh\u00f6rdeneinfahrt kam ein Polizeifahrzeug nach dem anderen, zum Schluss hatten wir ca. 60 Fahrzeuge gez\u00e4hlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Endlich wieder zu hause, bei Marita. Und Marita hatte auch ein Zimmer frei. Abends haben wir dann &#8222;Cuba Greenhorns&#8220; mit zum Essen genommen. In unser Lieblingspaladar (das lag gleich um die Ecke, zwei Blocks weiter, Treppe hoch, durchs Wohnzimmer).<\/p>\n\n\n\n<p>Danach haben wir unsere erste Zigarre auf der Veranda geraucht, im &#8222;el balance&#8220; schaukelnd und immer ein volles Glas mit Havanna Rum dabei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Di, 24.09.2002<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir wollten nach <strong>Pinar del Rio<\/strong>, ins beste Tabakanbaugebiet der Welt. Wir hatten nur das n\u00f6tigste mit, Fotoausr\u00fcstungen, Sachen f\u00fcr eine Nacht und einen gef\u00fcllten Reservekanister mit dabei. Der Rest blieb bei Marita.<\/p>\n\n\n\n<p>Marita bleute uns nochmals ein vorsichtig zu sein, in diesem Teil von Cuba hatte der Tornado ganz b\u00f6se gew\u00fctet. Wir sollten in den Bergen nicht \u00fcber Wege fahren, die noch voll Gestr\u00fcpp waren, es k\u00f6nnte sein, das Stromleitungen noch nicht wieder hergestellt waren. Die Hauptverkehrsstra\u00dfen seien aber schon wieder ger\u00e4umt.<\/p>\n\n\n\n<p>Auf dem Weg nach Pinar del Rio, krachte es in der Reisegruppe ganz gewaltig, das f\u00fchrte dazu das wir \u00fcber eine Stunde kein Wort gewechselt hatten und keiner eine rauchte (dann h\u00e4tte man der jeweiligen anderen Person eine anbieten m\u00fcssen oder fragen m\u00fcssen, ob man ne Kippe haben k\u00f6nnte &#8211; n\u00f6!)<\/p>\n\n\n\n<p>Auf der Autobahn hatten wir ein Schweinegl\u00fcck, wir wurden angehalten, das kam uns schon merkw\u00fcrdig vor, vorsichtshalber verriegelten wir den Wagen. Im wilden Westen h\u00e4tte man gesagt Wegelagerer, die die Situation mit dem Tornado ausnutzen wollten. Zum Gl\u00fcck kamen hinter uns Cubaner (ich vermute Zivilbeamte) die uns wegschickten und hinter den Wegelagerern hinterher sind.<\/p>\n\n\n\n<p>In Pinar del Rio verloren wir die Nerven&#8230;<\/p>\n\n\n\n<p>Dann sind wir nach <strong>Vinales<\/strong> gefahren, dort gab es immer noch keinen Strom, die Adresse die wir hatten fanden wir nicht, andere H\u00e4user waren uns zu &#8222;merkw\u00fcrdig&#8220; und somit beschlossen wir &#8211; ab nach Hause.<\/p>\n\n\n\n<p>An einem Obststand am Standausgang wollten wir ein paar Bananen kaufen. Wir probierten jeder eine Cocosnuss sofort und nahmen eine mit, wir probierten Ananas und nahmen eine mit, wir probierten Avocados und Pampelmusen und kauften eine halbe Bananenplantage. Wir und die Familie vom Stand hatten viel Spass.<\/p>\n\n\n\n<p>Danach ging es \u00fcber die Berge zur\u00fcck nach Havanna. Marita staunte nciht schlecht. Zum Gl\u00fcck war unser Zimmer noch frei.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Mi, 25.09.2002<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der sch\u00f6nste Sonnenschein, der <strong>Taifun<\/strong> w\u00fctete inzwischen bei <strong>Holg\u00fain<\/strong>. Wir fuhren raus zur <strong>Playa del Este<\/strong>, sozusagen dem Hausstrand von Havanna. Auf dem R\u00fcckweg machte unser Fahrbarer Untersatz Mucken. Abends gings noch kurz zum Einkauf.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Do, 26.09.2002<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Wir legten einen gem\u00fctlichen Havanna Tag ein. Kauften Zigarren + Zigarillos ein (400), machten eine Fotojagd auf dieses Unget\u00fcm von <strong>el autob\u00fas<\/strong>.<br>Abends genossen wir unsere Obst, die cocosnuss (hierbei ging ein K\u00fcchenmesser drauf) und nat\u00fcrlich eine Zigarre.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Fr, 27.09.2002<\/strong><br>Ein ruhiger Tag. <\/p>\n\n\n\n<p>Unsere Koffer gepackt, eine letzte Fototour zum Bauernmarkt und durch die Stra\u00dfenz\u00fcge der Umgebung gemacht.<\/p>\n\n\n\n<p>Um halb acht sollte unser Taxi da sein, 3 Stunden vor Abflug m\u00fcssen wir am Flughafen sein.<\/p>\n\n\n\n<p>Ich kann die Stadt heute noch in meiner Erinnerung riechen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Cuba &#8211; September 2002Ein Reisetagebuch Hauptakteure: Birgit und ErnstVeranstalter: BEUS-Reise Montag, 09.09.2002D\u00fcsseldorf \u2013 Madrid \u2013 Havanna In D\u00fcsseldorf eingecheckt, Ernst seine &#8222;Schlafmaschine&#8220; wurde bei der Sicherheitskontrolle genau unter die Lupe genommen. 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